Petra Dvoráková
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Die Krähen (eBook, ePUB)
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Petra Dvoráková erzählt in Die Krähen die Geschichte eines Mädchens, das in einer Familie aufwächst, in der Gewalt und Angst zum Alltag gehören. Aus der Sicht des Kindes und der Mutter entsteht ein vielschichtiges Bild davon, wie Beziehungen Halt versprechen und zugleich zerstören können. Mit feinem Gespür für Zwischentöne und psychologische Tiefe entfaltet der Roman ein bedrückendes, zugleich berührendes Panorama eines Lebens im vermeintlich sicheren Raum der Familie. Eine eindrucksvolle Stimme der tschechischen Gegenwartsliteratur, übersetzt von Hana Hadas.
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Petra Dvoráková (1977, Velké Mezirící) ist eine tschechische Schriftstellerin und Drehbuchautorin mit Schwerpunkt auf Romanliteratur. Ihr Debüt Verwandelte Träume (Promenené sny) wurde 2007 mit dem renommierten Magnesia-Litera-Preis ausgezeichnet und behandelt Fragen von Religion und Glaube. Auch persönliche Erfahrungen prägen ihr Werk, etwa in Ich bin Hunger (Já jsem Hlad, 2009) über ihren Kampf mit Anorexie. Die Krähen (Vrány, 2020) wurde in Polen zum Bestseller und ist ihr erstes Buch, das auf Deutsch erscheint.
Produktdetails
- Verlag: Anthea Verlag
- Seitenzahl: 147
- Erscheinungstermin: 13. November 2025
- Deutsch
- ISBN-13: 9783899984637
- Artikelnr.: 75878958
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Eindringlich, schmerzvoll und unglaublich wichtig
[TW: physische, psychische und 6ualisierte Gewalt gegen Kinder]
„Die Krähen“ war mein erstes tschechisches Werk, weshalb ich so gar nicht wusste, was mich sprachlich erwartet. Und ich wurde hier wirklich positiv …
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Eindringlich, schmerzvoll und unglaublich wichtig
[TW: physische, psychische und 6ualisierte Gewalt gegen Kinder]
„Die Krähen“ war mein erstes tschechisches Werk, weshalb ich so gar nicht wusste, was mich sprachlich erwartet. Und ich wurde hier wirklich positiv überrascht, wenngleich meine Gefühle zum Romaninhalt so gar nicht positiv waren. Petra Dvořáková schreibt nämlich gleichermaßen einfühlsam und nüchtern über ein Thema, das mich an einer sehr wunden Stelle getroffen hat.
Ich war hin und weg davon, wie leichtfüßig sich dieses Werk lesen lässt, obwohl es emotional so schwer ist. Die Seiten flogen nur so dahin, obwohl ich zwischenzeitlich die Zähne zusammengebissen habe vor schmerzhaftem Mitgefühl. Diese beeindruckende Balance spricht für ein literarisches Talent, das ich nun auf jeden Fall im Blick behalte.
Der Roman springt zwischen den Perspektiven von Mutter und Tochter. Auch die sprachliche Differenzierung gelingt der Autorin hier wirklich makellos. Die kindliche Sicht auf die erfahrene Gewalt, die damit einhergehenden Schuldgefühle und das gleichzeitige Unverständnis tun unglaublich weh, weil sie so authentisch sind. Kinder sind schutzbedürftig und machen keine Fehler, für die Erwachsene sie beschuldigen oder, noch schlimmer, bestrafen dürfen. Das allein ist schon schrecklich genug zu lesen. Bára bemüht sich nach Kräften, ihren Eltern keinen Grund mehr zu geben für deren Wut und scheitert natürlich daran, weil sie keine Schuld trägt. Eine Befreiung aus der Situation erscheint aufgrund von Abhängigkeit und Manipulationsstrategien aussichtslos.
Doch die Ergänzung um die mütterliche Perspektive, teilweise triefend vor Abneigung, macht die Lektüre umso schlimmer. Die Autorin spricht der Mutter zwar auch ihre eigenen Hürden im Leben zu, nimmt sie jedoch nie aus der Verantwortung. So gelingt es auch, dass ich für manche Wut (bspw. dem Kindsvater gegenüber) zwar Verständnis aufbringen konnte, die Mutter aber nie als Opfer ihrer Umstände gesehen habe. Wer hier das Opfer ist, wird schnell klar und die geschilderte Mobbingdynamik innerhalb der Familie tut wirklich, wirklich weh.
Sprachlich ist das Werk eindringlich und gleichzeitig nüchtern-distanziert. Die Autorin hat es geschafft, die Figuren hier wirklich selbst erzählen zu lassen, was trotz der damit einhergehenden Distanziertheit hoch emotional ist. Ich denke, noch mehr Nähe und Details hätte ich auch gar nicht ausgehalten. Die Geschichte bietet eine Projektions- und Identifikationsfläche für die eigenen Erfahrungen und das macht ihre Stärke aus. Die kurzen Abschnitte aus Sicht der Krähen runden die Handlung ab und gehen trotz ihrer Abstraktheit manchmal regelrecht durch Mark und Bein.
Ich bin wirklich beeindruckt und empfehle den Roman ausdrücklich. Er trifft punktgenau das richtige Maß an Nähe zur Handlung, sodass der Schmerz beim Lesen aushaltbar und reflektierbar bleibt. Das Ende ist dagegen fast unbefriedigend offen, aber genau das ist leider oft der Punkt dieser Gewalt.
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Sehr betroffen lässt dieser zeitgenössische Roman seine Leser zurück. Das Thema ist häusliche Gewalt gegen Kinder. Leider ist so etwas auch heutzutage kein Einzelfall, und sie hat viele Gesichter.
Das muss auch die pubertietende Heldin Barbora leidvoll erfahren. Nach …
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Sehr betroffen lässt dieser zeitgenössische Roman seine Leser zurück. Das Thema ist häusliche Gewalt gegen Kinder. Leider ist so etwas auch heutzutage kein Einzelfall, und sie hat viele Gesichter.
Das muss auch die pubertietende Heldin Barbora leidvoll erfahren. Nach außen hin ist ihr liebloses Elternhaus intakt. Die Eltern sind weder asozial noch Alkoholiker. Sie haben gute Berufe, ein Haus und ein Auto, ganz normaler Durchschnitt also.
Doch hinter der unauffälligen Fassade brodelt es gewaltig. Beide Elternteile üben Gewalt gegen die jüngere Tochter auf ihre Art aus.
Zum Glück gibt es aufmerksame Lehrkräfte, die versuchen, dem bedauernswerten Mädchen zu helfen. Ob das vollständig gelingt, bleibt offen. Hoffen wir das Beste für Barbora und alle anderen geschundenen und gedemütigten Kinder.
Mir gefällt das Buch sehr gut, denn es ist angenehm zu lesen und greift ein ganz wichtiges Thema auf.
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