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In einem bislang von der Forschung kaum beachteten Maße haben sich nach 1933 deutsche Exilanten mit dem nationalsozialistischen Antisemitismus auseinandergesetzt. Die Kenntnis der deutschen Verbrechen ist dabei weit verbreitet. Die Reaktionen darauf reichen von Dokumentensammlungen bis zur »Dialektik der Aufklärung«. Auch die Dramatik leistet dazu Beiträge, und zwar v.a. die Gattung des Zeitstücks.
Die Rekonstruktion theoretischer Exil-Texte über den NS-Antisemitismus zeigt, daß in literarischen wie theoretischen Texten ein analoges Problembewußtsein vorliegt. Die Form des Zeitstücks
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Produktbeschreibung


In einem bislang von der Forschung kaum beachteten Maße haben sich nach 1933 deutsche Exilanten mit dem nationalsozialistischen Antisemitismus auseinandergesetzt. Die Kenntnis der deutschen Verbrechen ist dabei weit verbreitet. Die Reaktionen darauf reichen von Dokumentensammlungen bis zur »Dialektik der Aufklärung«. Auch die Dramatik leistet dazu Beiträge, und zwar v.a. die Gattung des Zeitstücks.

Die Rekonstruktion theoretischer Exil-Texte über den NS-Antisemitismus zeigt, daß in literarischen wie theoretischen Texten ein analoges Problembewußtsein vorliegt. Die Form des Zeitstücks bringt darüber hinaus ein Gattungsproblem ins Spiel. Einerseits verpflichtet sie den Dramatiker auf historische Authentizität: Um die Brisanz des NS-Antisemitismus zu veranschaulichen, muß er bis 1945 realistischerweise zeigen, wie der Nationalsozialismus sein antisemitisches Programm tatsächlich durchsetzen kann. Andererseits will es der Zeitstückautor aber nicht bei dieser nüchternen Diagnose belassen, sondern die Gültigkeit der eigenen Kritik und ihrer Maßstäbe nachweisen, denn letztlich soll sein Standpunkt den Sieg davontragen. Eine Typologie der Versuche, diesen Widerspruch zu bewältigen, zeigt, daß die Formvorgabe des Zeitstücks eine Beschränkung der Kritik am Antisemitismus auf einige wenige Motive zur Folge hat. Dies läßt sich durch Vergleiche mit thematisch verwandten Dramen anderer Gattungszugehörigkeit erhärten.


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Autorenporträt
Carsten Jakobi ist Juniorprofessor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Mainz. Seine Arbeitsgebiete sind die Literatur des 18. und 20. Jahrhunderts sowie das Verhältnis des literarischen und wissenschaftlichen Diskurses.