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UNBEHAGEN - SCHWIERIGE ZEITEN DES UMBRUCHS FÜR SÜDTIROL Das vorliegende, aus zwei Halbbänden bestehende Buch ist Teil eines auf mehrere Bände angelegten Werkes, das sich mit der Lage in Südtirol nach dem Ende des Ersten Weltkriegs befasst und die Militärverwaltung, die Zivilverwaltung sowie die darauf folgende Zeit des Faschismus umspannen soll. Der Buchtitel Unbehagen geht von einem Begriff aus, der in den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts in die Diskussion eingeführt worden ist. Vom "Disagio degli italiani", dem Unbehagen der Italiener in Südtirol, die durch die Landesautonomie…mehr

Produktbeschreibung
UNBEHAGEN - SCHWIERIGE ZEITEN DES UMBRUCHS FÜR SÜDTIROL Das vorliegende, aus zwei Halbbänden bestehende Buch ist Teil eines auf mehrere Bände angelegten Werkes, das sich mit der Lage in Südtirol nach dem Ende des Ersten Weltkriegs befasst und die Militärverwaltung, die Zivilverwaltung sowie die darauf folgende Zeit des Faschismus umspannen soll. Der Buchtitel Unbehagen geht von einem Begriff aus, der in den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts in die Diskussion eingeführt worden ist. Vom "Disagio degli italiani", dem Unbehagen der Italiener in Südtirol, die durch die Landesautonomie benachteiligt würden, war die Rede. Im vorliegenden Werk wird der Begriff als Ausdruck für die Stimmungslage der Südtiroler Bevölkerung verwendet, die sich nach langen, schweren Kriegsjahren in einem fremden Staat wiederfand.Südtirol stand nach dem Ende des Ersten Weltkriegs zunächst unter italienischer Militärverwaltung (dieser Zeitabschnitt wird in Band 1 des Gesamtwerkes behandelt). Das militärische Gouvernement wurde nach einem Dreivierteljahr - noch vor Unterzeichnung des Friedensvertrages - durch eine Zivilverwaltung abgelöst. Oberster Vertreter des Staates war seither Generalzivilkommissar Luigi Credaro, der auch für den italienischsprachigen Landesteil, das Trentino, zuständig war. Die Amtszeit Credaros umfasst den Zeitraum vom Ende der Militärregierung im Sommer 1919 bis zur faschistischen Machtübernahme im Okotber 1922. Der vorliegende Doppelband (Band 2/1 und 2/2) widmet sich der Lage in Südtirol in dieser schwierigen Zeit des Umbruchs.Welche Maßnahmen ergreifen die mehrfach wechselnden italienischen Regierungen in Südtirol? Wie stehen sie zur Frage einer Autonomie? Wie reagiert die Bevölkerung auf die zum Teil gravierenden Neuerungen, die nun ihren Lebensalltag prägen?Josef Fontana zeichnet die Zeit der Zivilverwaltung vor allem auf der Grundlage zahlreicher Artikel und Leserbriefe in der Südtiroler und Nordtiroler Presse und in den Trentiner Zeitungen nach. Auf beklemmende Weise spiegelt sich darin das permanente Zunehmen faschistischer Gewaltakte wider: die künftigen Ereignisse werfen bereits dunkle Schatten voraus.AUS DEM INHALT: 1. HALBBAND: 1. Die Fata Morgana der Südtirol-Autonomie2. Die politische Vertretung Südtirols3. Bevölkerungsstatistik und Staatszugehörigkeit4. Die Lage der Gemeinden5. Südtirolfeindliche Propaganda6. Kirche und Staat7. Repressionsmethoden8. Akte der Gewalt2. HALBBAND: IX. Traditionsfeiern im KorsettX. Kampf gegen SymboleXI. Nationale Feiern und MachtdemonstrationenXII. Politische Exkursionen und PilgerfahrtenXIII. GrenzproblemeXIV. MilitärlastenXV. Politik mit NamenXVI. Einsprachigkeit - Zweisprachigkeit - EinsprachigkeitXVII. SchulpolitikXVIII. Deutsche außerhalb SüdtirolsXIX. Kulturleben in der DefensiveXX. Neuorientierung der WirtschaftXXI. Öffentlicher DienstXXII. Finanzielle Einbußen und Verluste XXIII. Zugriffe auf das EigentumXXIV. Soziale AnliegenXXV. Faschismus im Anmarsch
Autorenporträt
Josef Fontana wuchs in Neumarkt auf, besuchte dort die Volksschule und erlernte dann das Malerhandwerk. Im Jahre 1961 wurde er aufgrund der Beteiligung an der Feuernacht verhaftet, um drei Jahre später im Mailänder Sprengstoffprozess zu einer langen Haftstrafe verurteilt zu werden. Während der Haft bereitete er sich auf die Reifeprüfung vor, welche er 1970 in Salzburg ablegte. Später studierte er Germanistik, Geschichte und Philosophie in Innsbruck. Von 1977 bis 1999 verfasste er viele Arbeiten zur Geschichte Tirols, vor allem in der Zeit von 1800 bis 2000.