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Die nationalsozialistische Vergangenheit vieler Kulturinstitutionen blieb nach 1945 weitgehend verdrängt, dasselbe gilt für personelle und ideologische Kontinuitäten in der Kunst. In der DDR legitimierte die Selbstsicht als antifaschistischer Staat aggressiven Antizionismus. Trotzdem scheint Antisemitismus in Kunst und Kultur kein Thema zu sein - außer, wenn es um die Zurückweisung sogenannter "Antisemitismusvorwürfe" geht. Wie aber steht es um Antisemitismus in heutigen künstlerischen und kulturellen Kontexten? In wissenschaftlichen, journalistischen und künstlerischen Texten widmen sich die…mehr

Produktbeschreibung
Die nationalsozialistische Vergangenheit vieler Kulturinstitutionen blieb nach 1945 weitgehend verdrängt, dasselbe gilt für personelle und ideologische Kontinuitäten in der Kunst. In der DDR legitimierte die Selbstsicht als antifaschistischer Staat aggressiven Antizionismus. Trotzdem scheint Antisemitismus in Kunst und Kultur kein Thema zu sein - außer, wenn es um die Zurückweisung sogenannter "Antisemitismusvorwürfe" geht. Wie aber steht es um Antisemitismus in heutigen künstlerischen und kulturellen Kontexten? In wissenschaftlichen, journalistischen und künstlerischen Texten widmen sich die Autor_innen des Bandes dem Themenfeld Antisemitismus in Kunst und Kultur sowie den Leerstellen in der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus in diesem Feld. Literarische Texte geben einen Einblick in die Alltäglichkeit von Antisemitismus, hinterfragen die Erinnerungskultur und verdeutlichen das große Potenzial künstlerischer Zugänge zu diesen Themen.Mit Beiträgen von Ronen Steinke Dmitrij Kapitelman Mirna Funk Ben Salomo Lena Gorelik Samuel Salzborn Max Czollek Ali Tonguç Ertugrul, Sabri Deniz Martin, Vojin Sasa Vukadinovic Aram Lintzel Sharon Adler Debora Antmann Leo Fischer Julia Weinreich Lars Fischer Benno Plassmann Katharina Stengel Jyl Brandler Bettina Leder Ramona Ambs Matthias Naumann Rebecca Ajnwojner Martín Valdés-Stauber Türkân Kanbiçak, Manfred Levy, Mirjam Wenzel Tahera Ameer Julya Rabinowich Tania Martini Philipp Peyman Engel
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur TAZ-Rezension

Philipp Weichenrieder lernt mit dem von Stella Leder herausgegebenen Band die vielen Gesichter des Antisemitismus in Kunst und Kultur kennen, in Zeitungen, auf Bühnen, in Filmen und in der Literatur vom christlichen Antijudaismus bis zu Verschwörungstheorien von heute. Popkultur behandeln die Beiträge nicht, stellt Weichenrieder fest. Dennoch scheint ihm der Band eine Menge Stoff zu bieten, der von Autoren wie Mirna Funk, Lena Gorelik oder Katharina Stengel literarisch, essayistisch und analytisch untersucht wird. Ordnung muss der Leser laut Rezensent selbst in die Sammlung bringen, Antisemitismus auch selbst definieren. Die Texte taugen als "Schlaglichter" im fortlaufenden Diskurs, meint er.

© Perlentaucher Medien GmbH
Man findet [...] in dem Buch [...] analytische Perlen. hagalil.com, 16. November 2021 »Ein Buch, das die Finger in viele deutsche Wunden legt und wichtige Themen anspricht, deren Bearbeitung oftmals noch ganz am Anfang steht. [...] Auch wenn man schon wegen der Vielzahl der Autoren und der Zugespitztheit der Themen nicht jede vertretene Meinung teilen kann - die gelieferten Denkanstöße sind wertvoll und können als Grundlagen für notwendige Diskussionen dienen. Das Lesen lohnt in jedem Fall. [...] So kann man das vorliegende Buch fast als eine Art Referenzwerkzeug zum Thema Antisemitismus in Kunst und Kultur in der jüngsten deutschen Geschichte und Vergangenheit verstehen.« Jüdische Rundschau, Januar 2022 »"Über jeden Verdacht erhaben? Antisemitismus in Kunst und Kultur" [kann] das Bewusstsein für jüdische Positionen stärken. Sie rück[t] damit ins Zentrum, was wichtiger ist als inhaltsleere Oberflächenkonflikte, die sich in Schreispiralen zwischen den instrumentalisierten Wörtern Antisemitismus und Antisemitismusvorwurf aufheizen.« taz, 4. Februar 2022