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Im kollektiven Gedächtnis sind die Julikrise 1914 und das Augusterlebnis mit Sonne, Hitze und Ferienglück verbunden. Auf einen Traumsommer sei der Krieg wie ein Gewitter gefolgt. Basierend auf meteorologischen Daten, zeitgenössischen Quellen sowie retrospektiven Deutungen zeigt der Autor das Verhältnis zwischen Topos und Realität auf. Das Wettergeschehen während der Julikrise kann zwar mit dem "reinigenden Gewitter" durchaus in Einklang gebracht werden, aber erst das Sommerwetter im August hat die euphorische Herausstellung des "Augusterlebnisses" nachhaltig unterstützt. Die retrospektive…mehr

Produktbeschreibung
Im kollektiven Gedächtnis sind die Julikrise 1914 und das Augusterlebnis mit Sonne, Hitze und Ferienglück verbunden. Auf einen Traumsommer sei der Krieg wie ein Gewitter gefolgt. Basierend auf meteorologischen Daten, zeitgenössischen Quellen sowie retrospektiven Deutungen zeigt der Autor das Verhältnis zwischen Topos und Realität auf. Das Wettergeschehen während der Julikrise kann zwar mit dem "reinigenden Gewitter" durchaus in Einklang gebracht werden, aber erst das Sommerwetter im August hat die euphorische Herausstellung des "Augusterlebnisses" nachhaltig unterstützt. Die retrospektive Deutung von "Traumsommer" und "Kriegsgewitter" bildet so die Grundlage, argumentativ die schicksalsergebene Unschuld gegenüber einer Naturkatastrophe zu betonen. Der Autor untersucht, wie sich Strategien der Rechtfertigung und der Schuldzuweisung am Umgang mit dem Topos nachweisen lassen.
Autorenporträt
Matthias Bode studierte in Marburg Geschichte und Englisch. Er wurde an der Humboldt-Universität zu Berlin promoviert und lehrt Geschichtsdidaktik an der Universität Marburg.
Rezensionen
«How would our collective memory of the outbreak of the First World War have differed if Archduke Franz Ferdinand had not been assassinated in the summer of 1914, and if the international crisis that followed had not occurred during exceptionally warm and pleasant weather, but in a foggy February or a rainy October? [...] In his interesting investigation of the meaning, importance and longevity of the »dream summer« metaphor, Matthias Bode makes a convincing case that it certainly »would have been a different story« (p. 42) if war had broken out at a different time of year.»
(Annika Mombauer, Francia Recension 1/2018)

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