Leïla Slimani
Gebundenes Buch
Trag das Feuer weiter
Roman - Der neue große Roman der SPIEGEL-Bestsellerautorin
Übersetzung: Thoma, Amelie
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Erscheint vorauss. 14. Januar 2026
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Von der beeindruckenden Suche zweier Schwestern nach Freiheit: der neue große Roman des literarischen Weltstars Leïla Slimani. SPIEGEL-Bestsellerautorin. Prix-Goncourt-Preisträgerin. Der faszinierende Abschluss der Familientrilogie - nach »Das Land der Anderen« und »Schaut, wie wir tanzen«.Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit »brain fog«, einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt. Auf Anraten ihres Arztes reist sie nach Marokko, in das Land ihrer Kindheit, das sie als junge Frau verlassen hat. Als sie auf der Farm ihrer Großeltern in...
Von der beeindruckenden Suche zweier Schwestern nach Freiheit: der neue große Roman des literarischen Weltstars Leïla Slimani. SPIEGEL-Bestsellerautorin. Prix-Goncourt-Preisträgerin. Der faszinierende Abschluss der Familientrilogie - nach »Das Land der Anderen« und »Schaut, wie wir tanzen«.
Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit »brain fog«, einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt. Auf Anraten ihres Arztes reist sie nach Marokko, in das Land ihrer Kindheit, das sie als junge Frau verlassen hat. Als sie auf der Farm ihrer Großeltern in Meknès eintrifft, hat sie das Gefühl eine Fremde zu sein. Sie fragt sich, wer sie ohne die Erinnerungen an ihre Familie ist. Und taucht ein in ihre eigene Geschichte. Eine Geschichte, die auf ganz eigene Weise vom Kampf gegen gesellschaftliche Grenzen erzählt - und von dem Streben nach Freiheit.
Rabat, 1980. Mia ist sechs Jahre alt, als ihre Schwester Ines geboren wird. Ihre Mutter istGynäkologin. Ihr Vater leitet eine Bank. Die beiden Schwestern könnten nicht unterschiedlicher sein. Mit stillem Befremden verfolgt Mia, wie mühelos sich Ines anpasst, und es braucht Jahre, bis die beiden Schwestern einander näherkommen. Als Mia zum Studium nach Paris zieht, ist es ein Aufbruch in die Freiheit: Zum ersten Mal kann sie dort ihre Homosexualität offen leben. Und es ist ein Versprechen an ihren Vater: das Feuer, das in ihrem Innern brennt, weiterzutragen. So wie Mathilde, ihre Großmutter, und Aisha, ihre Mutter, entscheidet sie sich für einen ganz eigenen Weg.
Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit »brain fog«, einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt. Auf Anraten ihres Arztes reist sie nach Marokko, in das Land ihrer Kindheit, das sie als junge Frau verlassen hat. Als sie auf der Farm ihrer Großeltern in Meknès eintrifft, hat sie das Gefühl eine Fremde zu sein. Sie fragt sich, wer sie ohne die Erinnerungen an ihre Familie ist. Und taucht ein in ihre eigene Geschichte. Eine Geschichte, die auf ganz eigene Weise vom Kampf gegen gesellschaftliche Grenzen erzählt - und von dem Streben nach Freiheit.
Rabat, 1980. Mia ist sechs Jahre alt, als ihre Schwester Ines geboren wird. Ihre Mutter istGynäkologin. Ihr Vater leitet eine Bank. Die beiden Schwestern könnten nicht unterschiedlicher sein. Mit stillem Befremden verfolgt Mia, wie mühelos sich Ines anpasst, und es braucht Jahre, bis die beiden Schwestern einander näherkommen. Als Mia zum Studium nach Paris zieht, ist es ein Aufbruch in die Freiheit: Zum ersten Mal kann sie dort ihre Homosexualität offen leben. Und es ist ein Versprechen an ihren Vater: das Feuer, das in ihrem Innern brennt, weiterzutragen. So wie Mathilde, ihre Großmutter, und Aisha, ihre Mutter, entscheidet sie sich für einen ganz eigenen Weg.
Die französisch-marokkanische Autorin Leïla Slimani gilt als eine der wichtigsten literarischen Stimmen Frankreichs. Ihre Bücher sind internationale Bestseller. Slimani, 1981 in Rabat geboren, wuchs in Marokko auf und studierte an der Pariser Eliteuniversität Sciences Po. Für den Roman 'Dann schlaf auch du' wurde ihr der renommierte Prix Goncourt zuerkannt. Zuletzt erschienen im Luchterhand Literaturverlag der persönliche Band 'Der Duft der Blumen bei Nacht' sowie die beiden Romane 'Das Land der Anderen' und 'Schaut, wie wir tanzen'. Letztere sind Teile einer Romantrilogie, die auf der Geschichte von Leïla Slimanis eigener Familie beruht.
Produktdetails
- Verlag: Luchterhand Literaturverlag
- Originaltitel: J'EMPORTERAI LE FEU
- Deutsche Erstausgabe
- Seitenzahl: 448
- Erscheinungstermin: 14. Januar 2026
- Deutsch
- Abmessung: 215mm x 135mm x 39mm
- Gewicht: 620g
- ISBN-13: 9783630876481
- ISBN-10: 363087648X
- Artikelnr.: 75026735
Herstellerkennzeichnung
Luchterhand Literaturvlg.
Neumarkter Str. 28
81673 München
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Ich habe "Trag das Feuer weiter" als stilles, sehr persönliches Buch erlebt. Leïla Slimani erzählt ruhig und konzentriert von Mia, die nach Marokko zurückkehrt, weil ihr Gedächtnis sie im Stich lässt – und dabei viel mehr findet als nur Erinnerungen. …
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Ich habe "Trag das Feuer weiter" als stilles, sehr persönliches Buch erlebt. Leïla Slimani erzählt ruhig und konzentriert von Mia, die nach Marokko zurückkehrt, weil ihr Gedächtnis sie im Stich lässt – und dabei viel mehr findet als nur Erinnerungen. Mich hat besonders berührt, wie eng Gegenwart und Vergangenheit miteinander verwoben sind: Kindheit, Familie, Erwartungen und das langsame Herauslösen daraus.
Die Kapitel über Mias Kindheit und das Verhältnis zu ihrer Schwester zeigen fein, wie unterschiedlich Wege verlaufen können, selbst innerhalb derselben Familie. Ohne große Dramatik, aber mit viel Gefühl, beschreibt Slimani das Fremdsein – im eigenen Körper, in der Familie, zwischen zwei Ländern. Die Themen Identität, Freiheit und Selbstbestimmung ziehen sich leise, aber konsequent durch den Roman.
Das Buch ist nicht laut und nicht schnell. Ich musste mich darauf einlassen, wurde dafür aber mit einer nachdenklichen, warmen Geschichte belohnt, die lange nachwirkt. Für mich ein Roman über das Weitertragen innerer Kraft – auch wenn der Weg dorthin brüchig ist.
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Leíla Slimani ist eine beeindruckende Schriftstellerin, die es schafft, den Leser mit der ersten Zeile in seinen Bann zu ziehen. Auch wenn ich die ersten beiden Teile der Triologie nicht gelesen habe, konnte ich mich sofort in diese Familiensaga einfühlen und die verschiedenen …
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Leíla Slimani ist eine beeindruckende Schriftstellerin, die es schafft, den Leser mit der ersten Zeile in seinen Bann zu ziehen. Auch wenn ich die ersten beiden Teile der Triologie nicht gelesen habe, konnte ich mich sofort in diese Familiensaga einfühlen und die verschiedenen Familienmitglieder auf ihre ganz eigene Weise kennen- und lieben lernen. Andere Kulturen, andere Gewohnheiten, wo sonst erhält man soviel tiefgründige Einblicke und einen Zugang zu einer ganz speziellen Gedankenwelt. Als Mia an den Ort ihrer Kindheit zurückkehrt und die Erinnerungen wach werden, fühlt man ganz deutlich, was es heisst, den Lauf der Zeit zu akzeptieren. Wenn Großeltern und Eltern, Tanten und Onkel von uns gegangen sind und Geschwister und Freunde mit uns alt werden und der Raum für Neues entsteht, bleibt Wehmut zurück oder wie in Mias Fall, der Wille in die Zukunft zu sehen und altes hinter sich zu lassen. Ein wunderbarer Roman fürs Herz.
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Mit „Trag das Feuer weiter“ beschließt die marokkanisch-stämmige Französin Leila Slimani ihre große Trilogie. Darin erzählt sie die Geschichte, die von ihrer eigenen Familie inspiriert ist, die Geschichte der Belhajs vom Ende des 2. Weltkriegs bis in die …
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Mit „Trag das Feuer weiter“ beschließt die marokkanisch-stämmige Französin Leila Slimani ihre große Trilogie. Darin erzählt sie die Geschichte, die von ihrer eigenen Familie inspiriert ist, die Geschichte der Belhajs vom Ende des 2. Weltkriegs bis in die frühen 2000er Jahre.
In diesem 3. Band schließt sie nahtlos an die beiden Vorgänger-Romane an. Allein das muss man würdigen. Denn eine angekündigte Trilogie zu einem sinnvollen Ende zu führen, gelingt nicht jedem. Aber Slimani führt ihren literarischen Stil weiter; das Buch lässt sich sehr gut lesen. Man sollte aber auf jeden Fall die ganze Geschichte kennen, um das bestmögliche Leseerlebnis zu haben.
Im Mittelpunkt steht diesmal die Familie Daoud, rund um Aicha, die Tochter von Mathilde und Amine. Der Leser wird mitgenommen auf eine Geschichte, die einen tiefen Einblick in die marokkanische Kultur gibt. Dabei wird nicht angeklagt, nicht verurteilt, sondern nur leise beobachtet. Die Autorin erzählt schlichtweg von einer Familie, über drei Generationen hinweg. Es könnte eine beliebige Familie einer anderen Kultur sein, da es dieselben Höhen und Tiefen gibt.
Aber Slimanis Blick geht darüber hinaus. Sie erzählt von Identität und Herkunft, und darüber, welche Herausforderungen es birgt, in einem fremden Land zu leben. Wann ist man dazugehörig, wann ein Fremder? Sie erzählt von verkrusteten Strukturen, vom Konflikt zwischen Tradition und Moderne und darüber, was das mit den Menschen macht. Und sie erzählt vom Kampf der Frauen gegen Unterdrückung, aber gleichzeitig auch vom Kampf der Männer gegen Erwartungen, denen sie nicht immer genügen können.
Wie die Autorin das alles zusammenhält, ist ihr hoch anzurechnen. Denn sie nimmt sich vieler Themen an, ohne dass man das Gefühl bekommt, dass der Roman dadurch überfrachtet würde. Und sie bleibt stets objektiv, obwohl sie den Finger ein ums andere Mal in die Wunde legt. Letztlich erzählt sie aber vorrangig etwas über uns Menschen, egal in welchem Teil der Erde wir leben. Die Trilogie ist daher eine klare Leseempfehlung.
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Der dritte Teil der Reihe um die Familie Belhaj bildet den Abschluss der Geschichte. Über fast 80 Jahre taucht der Leser in die bewegte und bewegende Familien-, aber auch Landesgeschichte Marokkos ein. Dabei berührt mich dieser letzte Teil am stärksten. Die Frauen der früheren …
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Der dritte Teil der Reihe um die Familie Belhaj bildet den Abschluss der Geschichte. Über fast 80 Jahre taucht der Leser in die bewegte und bewegende Familien-, aber auch Landesgeschichte Marokkos ein. Dabei berührt mich dieser letzte Teil am stärksten. Die Frauen der früheren Bände wie die Großmutter Mathilde oder auch Aicha sind mir doch etwas fremd geblieben. Dieser Teil ist vor allem aus der Perspektive der älteren Tochter Mia erzählt, aber auch Ines, die jüngere Schwester kommt zu Wort. Sie ist neben Mia ein zweiter starker Frauencharakter im Buch. Daher ist es etwas verwunderlich, dass sie im Personenverzeichnis gar nicht vorkommt. Ihre Rolle ist stark und für die Geschichte der Frauen dieser Zeit nicht unerheblich. Das ist aber auch der einzige Makel, den ich finde. Die Geschichte ist sehr interessant und sehr berührend erzählt. Durch die Perspektivwechsel und auch den ein oder anderen Zeitsprung ist es an keiner Stelle langatmig, selbst wenn nicht viel passiert. Im Mittelpunkt stehen die Jahre von 1980 bis Anfang der 2000er. Es ist erschreckend, wie wenig ich über das Land und die Geschichte Marokkos weiß. Ebenso erschreckend, die Rolle der Frau im Laufe des 20. Jahrhunderts, die eher Rück- als Fortschritte machte. Das Leben der Familie läuft lange in geregelten Bahnen, sie zählen zur Elite. Gebildete Töchter, höhere Schulen, Studium in Frankreich. Erfolg scheint vorgezeichnet. Die Töchter finden ihren Platz im Leben. Doch immer wieder steht auch die Frage nach Zugehörigkeit, Heimat, Fremde und Tradition im Raum. Mehdi, der Vater, ist für mich die tragischste Figur des Romans, ja der ganzen Trilogie. Vom Intellektuellen mit Idealen, der Karl Marx genannt wurde, zum Bankdirektor und Teil des Systems bis zum Arbeitslosen, der schließlich im Gefängnis sitzt. In diesen letzten Monaten in Haft scheint er zumindest etwas Stärke und den alten Funken wiederzufinden. Die Männer scheinen mir trotz ihrer privilegierten Stellung eher die schwächeren Charaktere zu sein. Im Zentrum stehen die Frauen, Mütter, Schwestern. Mia muss ihre Liebe und ihr echtes Ich lange verstecken. Auch die Problematik des Brain Fog ist gut eingefangen. Beängstigend, wie einem plötzlich das eigene Leben, Erinnerungen entgleiten. Die Geschichte ist von der Familie der Autorin inspiriert. Ich frage mich beim Lesen immer wieder was Fiktion ist und was erdacht. Ein wirklich berührendes Buch, ohne sentimental zu sein. Starke Frauen und die bewegte Geschichte eines Landes im Umbruch.
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Wenn du gehst, kehre nicht zurück
Der Roman von Leïla Slimani, der der letzte Teil einer Trilogie ist, handelt von der Familie Daoud, die als privilegierte Oberschicht in Rabat im Marokko der 80er und 90er Jahre leben.
Man muss die ersten beiden Teile nicht unbedingt gelesen haben, …
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Wenn du gehst, kehre nicht zurück
Der Roman von Leïla Slimani, der der letzte Teil einer Trilogie ist, handelt von der Familie Daoud, die als privilegierte Oberschicht in Rabat im Marokko der 80er und 90er Jahre leben.
Man muss die ersten beiden Teile nicht unbedingt gelesen haben, um die Geschichte zu verstehen, man ahnt, was die Charaktere um Mathilde und Selma wohl erlebt haben müssen. War es im ersten Teil der zweite Weltkrieg und im zweiten Teil, der Aufbruch und Kampf um Unabhängigkeit von Frankreich, so handelt der Band „Trag das Feuer weiter“ von der Suche nach Identität und familiären Wurzeln. Wie viel Marokkanerin ist man mit französischem Pass und wenn man kein Arabisch sprechen kann? Was bedeutet die aufgeklärte säkulare Einstellung der Eltern wenn es um Homosexualität geht? Hausangestellte und Chauffeure in einem Land mit einer Analphabetenrate von über 60%. Das Verhältnis der USA zu den arabischen Staaten. Die zunehmende Präsenz eines radikalen Islams. Slimani schafft es all diese komplexen autobiografischen Themen ineinander zu verweben.
Besonders gut gefallen mir die differenzierten Charaktere, die die Autorin schafft. Inés, die ihrer Schwester nicht unterschiedlicher sein könnte, die sich so sehr nach Anerkennung und Aufmerksamkeit sehnt, dass sie sich auf ein Verhältnis mit ihrem Lehrer einlässt. Selma, die schöne und unabhängige Tante. Mehdi, der undurchsichtige Vater. Die Figuren und Szenen sind sehr bildlich geschrieben, was etwas sehr Filmisches an sich hat.
Was mich etwas verwirrt hat, ist der Klappentext, der mit dem Inhalt des Buches recht wenig zu tun hat. Zwar reist Mia nach Marokko, doch mit einer Retrospektive hat das nichts zu tun. Der Text wird aus verschiedenen (nicht nur aus Mias) Perspektiven geschrieben und hat quasi nichts mit dem Heute zu tun. Der Handlungsstrang mit dem „Brain-fog“ hat mich eher verwirrt und ich hätte ihn überhaupt nicht gebraucht.
Alles in allem ein schönes Buch, das mich zwar nicht überwältigt hat, aber die perfekte Lektüre für die Feiertage war.
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Mit Trag das Feuer weiter führt Leïla Slimani ihre Trilogie um Familie, Herkunft und Freiheit auf beeindruckende Weise zum Abschluss. Der Roman folgt der erfolgreichen Pariser Schriftstellerin Mia, die unter einem lähmenden „brain fog“ leidet – einem Nebel, der ihre …
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Mit Trag das Feuer weiter führt Leïla Slimani ihre Trilogie um Familie, Herkunft und Freiheit auf beeindruckende Weise zum Abschluss. Der Roman folgt der erfolgreichen Pariser Schriftstellerin Mia, die unter einem lähmenden „brain fog“ leidet – einem Nebel, der ihre Erinnerungen und ihre Kreativität trübt. Auf ärztlichen Rat kehrt sie in das Marokko ihrer Kindheit zurück, zur Farm ihrer Großeltern in Meknès, und begibt sich dort auf eine Reise in ihre eigene Geschichte und damit auch in das kollektive Erbe ihrer Familie.
Der erzählerische Bogen des Romans spannt sich weit. Von Mias frühen Jahren in Rabat, wo sie und ihre Schwester Inès in sehr unterschiedlichen Lebenswelten aufwachsen, bis zu ihrem Studium in Paris, wo sie zum ersten Mal offen ihre Homosexualität leben kann. Diese Rückkehr in die Vergangenheit ist zugleich ein innerer Befreiungsprozess, der den Kampf gegen gesellschaftliche Grenzen und das Streben nach Selbstbestimmung in den Mittelpunkt rückt.
Slimanis Stärke liegt nicht nur in ihrer präzisen Beobachtungsgabe, sondern auch im nuancierten Porträt ihrer Figuren. Mia ist keine klassische Heldin. Sie ist verletzlich, mit Zweifeln und Erinnerungen beladen, und doch stark in ihrem Drang, das Feuer weiterzutragen, das ihr ihre Mutter und Großmutter vorgelebt haben. Ihre inneren Konflikte, ihre Suche nach Zugehörigkeit und Freiheit machen die Geschichte berührend und nachvollziehbar.
Die Sprache Slimanis ist klar, bedacht und literarisch, wodurch sich der Roman sowohl als Familiengeschichte als auch als Reflexion über kulturelle Zugehörigkeiten und Selbstverwirklichung liest. Trag das Feuer weiter fordert dazu auf, über die Grenzen von Identität und Tradition nachzudenken und bleibt dabei stets nah an den Menschen, von denen sie erzählt.
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