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Jahre der Erforschung des sogenannten SMS Emden Mythos lassen mich Kopf schüttelnd zurück. Ungläubig sehe ich der kindlichen Verehrung eines kaiserlichen Kriegsschiffes zu, das der Kapiän selbst versenkte, indem er es nach voraussehbar verlorener Schlacht gegen einen überlegenen Gegner auf ein Riff setzte, dabei 136 Angehörige seiner Besatzung tötete und dafür den höchsten Orden vom Kaiser erhielt. Angesichts der deutschen Beteiligung an fast allen neuen Kriegen weltweit erschüttert es mich zu sehen, dass die drei bürgerlichen Parteien des Emder Rates (SPD, CDU und FDP) nichts Besseres zu tun…mehr

Produktbeschreibung
Jahre der Erforschung des sogenannten SMS Emden Mythos lassen mich Kopf schüttelnd zurück. Ungläubig sehe ich der kindlichen Verehrung eines kaiserlichen Kriegsschiffes zu, das der Kapiän selbst versenkte, indem er es nach voraussehbar verlorener Schlacht gegen einen überlegenen Gegner auf ein Riff setzte, dabei 136 Angehörige seiner Besatzung tötete und dafür den höchsten Orden vom Kaiser erhielt. Angesichts der deutschen Beteiligung an fast allen neuen Kriegen weltweit erschüttert es mich zu sehen, dass die drei bürgerlichen Parteien des Emder Rates (SPD, CDU und FDP) nichts Besseres zu tun haben, als den Beschluss zu fassen, dass die Stadt dem zusammen mit Angehörigen der Bundeswehr gegründeten Traditions - Verein für das Marine (=Kriegs) Schiff beizutreten. Vor dem Hintergrund der vielen Toten, die die SMS Emden auf ihren Fahrten durch die Südsee überall zurückgelassen hat, stellt sich die Frage, wie es zu solch einer bedenklichen Geringschätzung menschlichen Lebens noch 100Jahre später kommen kann. Von den anderen bürgerlichen Parteien ist nichts anderes zu erwarten. Aber auch die SPD führt ihre Politik der Zustimmung für die kaiserlichen Kriegskredite von 1914 ohne Nachdenken in die Zukunft fort.
Autorenporträt
Skoruppa, MichaelGeboren in Leobschütz, Oberschlesien, geflohen über die Tschechoslowakei und Thüringen. Danach habe ich in Wiesbaden und Hadamar im Westerwald gelebt. Ich habe in Frankfurt und Bonn studiert. ich bin Lehrer geworden in Kamp-Lintfort und war danach Lehrer im Strafvollzug in Frankfurt. Ich bin mit meiner Frau nach Berlin gezogen und lebe jetzt als Rentner in der Nähe von Emden. Nach einem Schlaganfall im Jahr 2010 war ich im Herbst 2015 zu einer zweiten Reha in Elzach, wo es mir sehr gut gefallen hat.