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Die Schwestern Caroline von Beulwitz und Charlotte Lengefeld sind unzertrennlich. Selbst dann noch, als sich beide einen heißen Sommer lang unsterblich in denselben Mann verlieben - den berühmten Dichter Friedrich Schiller. Die schöne Caroline ist unglücklich verheiratet, die schüchterne Charlotte sehnt sich nach einem Gatten. Schiller, der hin und weg ist von den unterschiedlichen Schwestern, kann sich nicht entscheiden und schlägt eine Ménage à trois vor. Die enge Beziehung der Schwestern wird auf eine harte Probe gestellt ...
Ursula Naumann, geboren 1945 in Görlitz, lebte als freie Autorin in Erlangen. Nach ihrer Lehrtätigkeit an der Universität Erlangen-Nürnberg und langjähriger Mitarbeit beim Bayerischen Rundfunk erschienen ihre minutiös recherchierten und brillant geschriebenen biographischen Darstellungen im Insel Verlag, bei C. H. Beck und in der Anderen Bibliothek. Ursula Naumann starb 2022 in Erlangen.
Produktdetails
- insel taschenbuch 4257
- Verlag: Insel Verlag
- Artikelnr. des Verlages: IT 4257
- 2. Aufl.
- Seitenzahl: 195
- Erscheinungstermin: 14. Juli 2014
- Deutsch
- Abmessung: 190mm x 121mm x 22mm
- Gewicht: 216g
- ISBN-13: 9783458359579
- ISBN-10: 3458359575
- Artikelnr.: 38189625
Herstellerkennzeichnung
Insel Verlag Anton Kippenberg GmbH & Co. KG
Torstr. 44
10119 Berlin
www.suhrkamp.de
+49 (030) 740744-0
»Köstlich sind nicht nur Einzelheiten aus den schriftlichen Überlieferungen, sondern auch manche Anmerkung der Autorin, die so hervorhebt, was man sonst überlesen hätte.« Dagmar Jestrzemski Preußische Allgemeine Zeitung 20141004
»Ein fesselndes Buch, das durch die Ergebnisse jahrelanger Forschung untermauert ist. [...] Die Verführung gelingt auch mit diesem Buch.«
1787/88 reift in Friedrich Schiller der Entschluss, seinem unsteten Leben ein Ende zu setzen, zu heiraten, „einen Hausstand zu gründen und zu diesem Zweck einen bürgerlichen Brotberuf als Historiker anzustreben“. Damit wollte er Abschied nehmen vom „poetischen …
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1787/88 reift in Friedrich Schiller der Entschluss, seinem unsteten Leben ein Ende zu setzen, zu heiraten, „einen Hausstand zu gründen und zu diesem Zweck einen bürgerlichen Brotberuf als Historiker anzustreben“. Damit wollte er Abschied nehmen vom „poetischen Heldenleben“. Er hatte gerade in Dresden seinen „Don Carlos“ vollendet und reiste im Juli 1787 nach Weimar und machte dort zunächst die Bekanntschaft von Herder und Wieland (Goethe war Italienreise).
Da lernte Schiller während einer Reise durch Rudolstadt Charlotte von Lengefeld und deren Schwester Caroline kennen. Beide verliebten sich in den mittellosen Dichter. Schiller erwiderte die doppelte Zuneigung und fand beide gleichermaßen anziehend. Außerdem waren sie am literarischen Leben interessiert. So hegte Schiller Gedanken über eine Dreierbeziehung. „Beide Geschöpfe sind, ohne schön zu seyn, anziehend und gefallen mir sehr.“ Warum nicht mit beiden Mädchen leben, wenn die Entscheidung so schwer fiel? Die 25jährige Caroline war allerdings schon mit dem Geheimen Hofrat von Beulwitz verheiratet. Dennoch verlebten die Drei einen überaus glücklichen Sommer.
Die Schriftstellerin und Klassik-Expertin Ursula Naumann beleuchtet in ihrem Buch die spannende Geschichte dieses heiter-frivolen Dreiecksverhältnisses. Caroline war die intellektuellere und lebhaftere der beiden Schwestern, die vier Jahre jüngere Charlotte dagegen war eher ruhig, ausgeglichen und häuslich. Letztendlich heiratete Schiller 1790 Charlotte, obwohl seine Zuneigung mehr der älteren Caroline galt. Mit Charlotte hatte der Dichter vier Kinder und sie überlebte ihn schließlich um 21 Jahre. Caroline hatte sich scheiden lassen und heiratete 1794 den Diplomaten Wilhelm von Wolzogen.
Schiller blieb mit Caroline auch weiterhin in einem engen Kontakt, mitunter wohnte man unter einem Dach. So blieben Turbulenzen und Eifersucht nicht aus. Ursula Naumann gelingt es wunderbar, diese menschlichen Seiten realistisch darzustellen. Der Text ist mit vielen Briefstellen, vor allem der drei Liebenden durchsetzt, was manchmal den Lesefluss ins Stocken geraten lässt, aber natürlich die Handelnden selbst zu Wort kommen lässt. Diese Zitate machen jedenfalls einen Großteil der 196 Seiten aus. Komplettiert wird die Darstellung durch zahlreiche historische Abbildungen und ein Personenverzeichnis.
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