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Weder das alte Europa noch die Neue Welt geben in der derzeitigen weltpolitischen Lage eine überzeugende Vorstellung. Die Selbstbilder, Denk- und Handlungsmuster in Europa und Amerika greifen angesichts internationaler Kriegsgefahr, Globalisierung und Wirtschaftskrise immer weniger. Wolfgang Schäuble analysiert den weltpolitischen Status Quo am Beginn des neuen Jahrtausends. Seine Koordinaten heißen: Ende des Kalten Kriegs, globale Märkte und Konflikte, Terror und Krieg. Den weltweiten Krisensymptomen steht das unausgeschöpfte Potential neuer Freiheit, internationaler Partnerschaft und jener…mehr

Produktbeschreibung
Weder das alte Europa noch die Neue Welt geben in der derzeitigen weltpolitischen Lage eine überzeugende Vorstellung. Die Selbstbilder, Denk- und Handlungsmuster in Europa und Amerika greifen angesichts internationaler Kriegsgefahr, Globalisierung und Wirtschaftskrise immer weniger.
Wolfgang Schäuble analysiert den weltpolitischen Status Quo am Beginn des neuen Jahrtausends. Seine Koordinaten heißen: Ende des Kalten Kriegs, globale Märkte und Konflikte, Terror und Krieg. Den weltweiten Krisensymptomen steht das unausgeschöpfte Potential neuer Freiheit, internationaler Partnerschaft und jener gewaltigen Kulturleistung gegenüber, die Europa heißt.
Im Bewusstsein des westlichen Menschenbildes mit seinen Kerntugenden Toleranz und Geduld birgt das „Modell Europa“ Ideen und Konzepte für eine friedliche, gerechte neue Weltordnung. Denn im Zentrum einer künftigen globalen Realpolitik, so Schäuble, muss das »Prinzip der Gemeinsamkeiten« unter Anerkennung der Würde des anderen stehen.
Autorenporträt
Wolfgang Schäuble, Jahrgang 1942, Jurist, seit 1961 in der Jungen Union, seit 1965 CDU-Mitglied. 1981 Parlamentarischer Fraktionsgeschäftsführer, 1985 Bundesminister im Bundeskanzleramt, 1989 Innenminister. Seit dem Attentat am 12. Oktober 1990 an den Rollstuhl gefesselt, wurde er 1991 Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU, im November 1998 Wahl zum Nachfolger von Helmut Kohl als CDU-Vorsitzender. Durch die Spendenaffäre sah er sich im Februar 2000 gezwungen, als Fraktionsvorsitzender zurückzutreten und von einer Wiederwahl zum Parteivorsitzenden Abstand zu nehmen.
Rezensionen
"Ein Buch zur Lage der Nation". (Die Welt)
"Schäuble legt mit seinem Buch erneut einen programmatischen Text für Deutschlands Innenpolitik und und seine Rolle in der Welt vor." (MM)
"Von Politikern wünscht man sich vieles, nur eines in der Regel nicht: dass sie Bücher schreiben. (...) Doch keine Regel ohne Ausnahmen, zu denen bewährtermaßen Wolfgang Schäuble und Hermann Scheer seit vielen Jahren zählen." (Peter Siebenmorgen, Der Tagesspiegel 15.12.2003)

Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Eine "merkwürdig unfrische" Kulturkritik entdeckt Rezensent Jan Ross in Wolfgang Schäubles neuem Buch. Da werde der 11. September zur "schrecklichen Quittung für Wirtschaftsglauben und Politikvergessenheit", fasst der Rezensent Schäubles Thesen zusammen, und der Terrorismus zu einer "Kulturverteidigungshaltung". Dazu sieht er noch einige "Attac-Banalitäten" gestellt und die Probleme der Bundesrepublik an der Realität vorbei beschrieben. Als "politisch ortlos" kennzeichnet Ross Schäubles Ansatz: "irgendwie schwarz-grün", "altes Europa" und doch - aus Staatsräson - proamerikanisch. Gänzlich unbefriedigt lässt den Rezensent jedoch Schäubles Unentschiedenheit in seiner weltpolitischen Vision: Die Kulturkritik treibe ihn in Richtung wertepluralistische Multipolarität, das atlantische Bekenntnis jedoch wieder zum Universalismus.

© Perlentaucher Medien GmbH