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Angesichts der Tatsache, dass die reformierte Liturgie üblicherweise keinen Raum für selbständige Instrumentalmusik bietet, sind die hier nach den Quellen CZ-Pn Bludov R 18, CH-Bu F IX 47, CH-Bu F IX 48 edierten kompletten Bearbeitungen des Genfer Psalters, die der Basler Lehrer und Organist Samuel Mareschal (1554-1640) anfertigte, bemerkenswert. Zudem bieten die Sätze in ihrer dem Stegreifspiel nahen Faktur seltene Einblicke in die Musizierpraxis und Instrumentalpädagogik im Kontext von Universität und Schulwesen. Nicht zuletzt sind Mareschals Tabulaturen auch Zeugnisse privater Frömmigkeit…mehr

Produktbeschreibung
Angesichts der Tatsache, dass die reformierte Liturgie üblicherweise keinen Raum für selbständige Instrumentalmusik bietet, sind die hier nach den Quellen CZ-Pn Bludov R 18, CH-Bu F IX 47, CH-Bu F IX 48 edierten kompletten Bearbeitungen des Genfer Psalters, die der Basler Lehrer und Organist Samuel Mareschal (1554-1640) anfertigte, bemerkenswert. Zudem bieten die Sätze in ihrer dem Stegreifspiel nahen Faktur seltene Einblicke in die Musizierpraxis und Instrumentalpädagogik im Kontext von Universität und Schulwesen. Nicht zuletzt sind Mareschals Tabulaturen auch Zeugnisse privater Frömmigkeit der nachreformatorischen Zeit in Basel und in Mähren.
Der vorliegende Band enthält eine Edition der drei autographen Tabulaturhandschriften, die durch einen kurzen historischen Abriss, Quellenbeschreibungen, Anmerkungen zur Notation und Transkription sowie ein Lesartenverzeichnis mit weiteren Informationen zum Schreibprozess ergänzt werden.
Autorenporträt
Ramona Hocker studierte in Tübingen Musikwissenschaft, Empirische Kulturwissenschaft und Betriebswirtschaftslehre (2007 Magister artium). Sie war als Universitätsassistentin in Wien sowie als Projektmitarbeiterin in Basel tätig und arbeitet derzeit am Institut für kunst- und musikhistorische Forschungen, Abteilung Musikwissenschaft, an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien.
Matteo Nanni, geb. 1970 in Genua (I), studierte in Cremona und Freiburg i. Br., absolvierte ein Magister Artium 1996, promovierte 2003 und 2015 erfolgte seine Habilitation. Er war 2004-10 Assistent am Musikwissenschaftlichen Seminar der Universität Freiburg i. Br. und 2010 wissenschaftlicher Mitarbeiter bei eikones NFS-Bildkritik. Derzeit ist er Assistenzprofessor im Bereich der älteren Musikgeschichte an der Universität Basel.