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Ein Mensch stellt sich sein Ende in einer Zukunft vor, in der der Regen nicht aufhört. Ein Freund wird erst als solcher erkannt, nachdem er verloren ist. Die Liebe findet sich in jahrzehntealten Briefen, in den Wäldern Finnlands oder auf einem dörflichen Fußballplatz. Ein Vorfall während einer Geschäftsreise zieht eine Frau in die Tiefe der Vergangenheit: Die Erzählungen dieses Bandes, mehrere davon preisgekrönt, handeln von dem, was unter der Oberfläche geschieht und zu seiner Stunde in Schlüsselmomente des Lebens mündet.
Eine Frau joggt auf einem Küstenpfad und gerät in einen Lauf um ihr Leben. Die Risse im antarktischen Schelfeis werden einem Jungen zu Vorboten drohenden Unheils. Ein Mädchen wird sexuell belästigt und entdeckt die Zerstörungskraft seiner eigenen Wut. Ein Mann droht am Arbeitsdruck zu zerbrechen, bis ein liegengebliebenes Feuerzeug seine Gegenwehr weckt. Die Risse im Leben der Figuren sind mal fast unsichtbar, mal klaffende Abgründe. Immer markieren sie eine Zäsur, nach der nichts mehr ist wie zuvor. Wie sich die Geschichten entfalten, wie man mehr und mehr begreift, das erzeugt einen Sog, der einen nicht so schnell wieder loslässt. Sparsam, hintergründig und mit poetischer Wucht erzählt Ulrike Schäfer von Untergängen und vorläufigen Rettungen, von gesellschaftlichen Bruchstellen und der Fragilität menschlicher Existenz. frankholgerschneider.de fullhousefilm.de joachim-zelter.de
Produktdetails
- Edition Klöpfer
- Verlag: Kröner
- 2. Aufl.
- Seitenzahl: 184
- Erscheinungstermin: 23. September 2025
- Deutsch
- Abmessung: 185mm x 113mm x 18mm
- Gewicht: 200g
- ISBN-13: 9783520773067
- ISBN-10: 3520773066
- Artikelnr.: 74243492
Herstellerkennzeichnung
Kroener Alfred GmbH + Co.
Lenzhalde 20
70192 Stuttgart
kontakt@kroener-verlag.de
Die erste Geschichte aus dem kleinen, feinen Erzählband "Nachts, weit von hier" von Ulrike Schäfer trägt den Titel "Pralinenmann".
Eine passende Eröffnung, denn dieses Buch kommt mir selbst vor, wie eine kleine Pralinenschachtel. Man probiert eine, und eh man …
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Die erste Geschichte aus dem kleinen, feinen Erzählband "Nachts, weit von hier" von Ulrike Schäfer trägt den Titel "Pralinenmann".
Eine passende Eröffnung, denn dieses Buch kommt mir selbst vor, wie eine kleine Pralinenschachtel. Man probiert eine, und eh man sich versieht, ist man schon bei der drittten oder vierten. Alles erzähltechnisch hochfeinste Confiserie. Ulrike Schäfer kann mit Worten umgehen. Ihre Geschichten sind fast Poesie, wenn man Sätze liest wie:
"...Liebe, die in die trockene Luft aufsteigt wie ein flüchtiger Geruch. ...(S.173)"
Doch inhaltlich tue ich mich schwer. Die Pralinenschachtel besteht ausschließlich aus Zartbitterkonfekt. Nicht in allen Erzählungen kann ich eine Botschaft erkennen. Ich frage mich, wie früher in der Schule die Lehrerin: was will uns der Autor damit sagen?, und finde keine Antwort. Allen Geschichten gemeinsam ist eine deprimierende Grundstimmung. Es geht um alte, kranke, traurige, einsame Menschen, kein Lichtblick, keine Hoffnung.
Weil mich das Buch oft alleine läßt, mich ratlos und traurig macht, habe ich es nicht gerne gelesen.
Das geschriebene Wort kann ich als Kunstwerk erkennen und würde sofort sechs Lesesterne dafür vergeben, wenn es soviele gäbe, aber vom Inhalt her bin ich nicht so überzeugt und ziehe wieder Punkte ab.
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