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Systematische Verbambiguitäten wie die des stativ-eventiv-ambigen Verbs "ankündigen" in "Emil kündigt den Vortrag an" im Kontrast zu "Das Plakat kündigt den Vortrag an" stellen für ein Modell der Arbeitsteilung zwischen Lexikon, Grammatik und Pragmatik eine besondere Herausforderung dar. Sie tun dies zum einen, indem sie zwei ontologisch miteinander inkompatible Lesarten haben, die dennoch einen gemeinsamen Bedeutungsbeitrag leisten, und zum anderen, indem sie in der Kombinatorik mit ihren Argumenten ein hohes Maß an Flexibilität zulassen, das lesartenspezifischen Restriktionen unterliegt. Das…mehr

Produktbeschreibung
Systematische Verbambiguitäten wie die des stativ-eventiv-ambigen Verbs "ankündigen" in "Emil kündigt den Vortrag an" im Kontrast zu "Das Plakat kündigt den Vortrag an" stellen für ein Modell der Arbeitsteilung zwischen Lexikon, Grammatik und Pragmatik eine besondere Herausforderung dar. Sie tun dies zum einen, indem sie zwei ontologisch miteinander inkompatible Lesarten haben, die dennoch einen gemeinsamen Bedeutungsbeitrag leisten, und zum anderen, indem sie in der Kombinatorik mit ihren Argumenten ein hohes Maß an Flexibilität zulassen, das lesartenspezifischen Restriktionen unterliegt. Das Ambiguitätsmuster tritt bei solch großen Verbgruppen wie den lokalen Verben, den Phasen- und den Kommunikationsverben systematisch auf und erfordert aus diesem Grund eine generalisierbare Modellierung.

Die vorliegende Arbeit behandelt dieses Problemspektrum und präsentiert ein innovatives Beschreibungsmodell für systematische lexikalische Ambiguitäten. Es basiert auf der Arbeitsteilung zwischen genuin idiosynkratischen und hinsichtlich Stativität oder Eventivität unterbestimmten Lexikoneinträgen für die Einzelverben und auf lexikalischen Templates zur Generierung stativer und eventiver Lesarten, die auf Vertretern der gesamten Verbgruppe operieren. Die beiden Modellkomponenten sind in eine kontextsensitive dynamische Semantik integriert, die einerseits die ontologischen Lesartenkontraste adäquat abbildet und andererseits über die nötige kombinatorische Flexibilität verfügt, um der Kontextabhängigkeit der Verbinterpretation gerecht zu werden.