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Landscaped Gardens in Germany. 200 p. w. 250 ill. (Text in German) The landscaped garden is regarded as one of the most important contributions of England to the history of European art. Originating in 1720 out of a new feeling for nature, the new natural style became widespread in Europe towards the end of the 18th century. This book deals with the new type of garden in Germany, the country, which perhaps most closely imitated the English model. The most important gardens still existing and the most significant owners and landscape gardeners are presented in this volume. An introductory…mehr

Produktbeschreibung
Landscaped Gardens in Germany. 200 p. w. 250 ill. (Text in German) The landscaped garden is regarded as one of the most important contributions of England to the history of European art. Originating in 1720 out of a new feeling for nature, the new natural style became widespread in Europe towards the end of the 18th century. This book deals with the new type of garden in Germany, the country, which perhaps most closely imitated the English model. The most important gardens still existing and the most significant owners and landscape gardeners are presented in this volume. An introductory section explains the historical background. A further chapter describes the essential design characteristics of these gardens.
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 24.06.2010

Geometrie der Liebe

Die Gartenkunst, so schrieb der belgische Fürst Joseph de Ligne zu Beginn des achtzehnten Jahrhunderts, sei die einzige Passion, die mit dem Alter zunähme, und wer sich ihr hingebe, entledige sich der weniger wünschenswerten Leidenschaften, "welche die Ruhe der Seele und die Ordnung der Gesellschaft stören". Selbst den Betrachter dieses Buches überkommt nach wenigen Seiten schon ein friedvolles Gefühl, ein Aufatmen im Angesicht der weiten, schön gewellten Grünflächen, der in stillen Wassern gespiegelten Schlösser, nebelverhangenen Haine und majestätischen Bäume. Dieses Gefühl, so liest man in erhellenden Essays, lag stets in der Absicht der Schöpfer. Die Bauherren und ihre Gartenkünstler, die im Zeitalter der Aufklärung begannen, große Parks nach englischem Vorbild anzulegen, sahen in der frei gestalteten Natur nicht nur einen Ort der Harmonie, sondern in der Abkehr von der "Unnatur" scharf gezirkelter Barockgärten auch das Symbol für einen neuen Geist des politischen Fortschritts. Der vermeintlich natürliche englische Park wurde für jeden Fürsten, der auf sich hielt, zum "must have". Die besten von ihnen arbeiteten eng zusammen mit Landschaftsgärtnern wie Peter Joseph Lenné, der Sanssouci und die Pfaueninsel schuf, und Friedrich Ludwig von Sckell, der für Nymphenburg verantwortlich zeichnete. Wilhelm von Hessen-Kassel überschätzte wohl ein wenig seine politische Bedeutung, als er sich mit dem größten Bergpark Europas ein Denkmal setzte. Hermann Fürst von Pückler-Muskau ging über seiner "Parkomanie" pleite. Doch all diese Herren schufen Kunstwerke, die alle Zeitläufte überstanden haben. Einige gehören zum Weltkulturerbe der Unesco; und allesamt sind sie Stätten, die "eine wohltemperierte Harmonie der Seelenkräfte im Menschen" hervorzaubern.

letz

"Landschaftsgärten in Deutschland" von Frank Maier-Solgk und Andreas Greuter. Deutsche Verlagsanstalt, München 2009, 224 Seiten, 235 Abbildungen. Gebunden, 49,95 Euro.

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