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Vorliegende Publikation begleitet die Ausstellung „Hier zuhause. Migrationsgeschichten aus Tirol“, die vom 2. Juni bis 3. Dezember 2017 im Tiroler Volkskunstmuseum in Innsbruck gezeigt wird. Sie ist Teil zwei eines dreistufigen Projektes (Teil 1 „Alles fremd – alles Tirol“ wurde bereits 2016 gezeigt und von einer eigenen Publikation begleitet), das von den Tiroler Landesmuseen, dem Zentrum für MigrantInnen in Tirol (ZeMiT), den Instituten für Zeitgeschichte und Erziehungswissenschaften der Universität Innsbruck, der Stadt Innsbruck und dem Land Tirol getragen wird und sich mit der…mehr

Produktbeschreibung
Vorliegende Publikation begleitet die Ausstellung „Hier zuhause. Migrationsgeschichten aus Tirol“, die vom 2. Juni bis 3. Dezember 2017 im Tiroler Volkskunstmuseum in Innsbruck gezeigt wird. Sie ist Teil zwei eines dreistufigen Projektes (Teil 1 „Alles fremd – alles Tirol“ wurde bereits 2016 gezeigt und von einer eigenen Publikation begleitet), das von den Tiroler Landesmuseen, dem Zentrum für MigrantInnen in Tirol (ZeMiT), den Instituten für Zeitgeschichte und Erziehungswissenschaften der Universität Innsbruck, der Stadt Innsbruck und dem Land Tirol getragen wird und sich mit der Arbeitsmigration der 1960er und 1970er Jahre und deren Auswirkungen beschäftigt. Mehr als zwei Jahre hat eine 9-köpfige Konzeptgruppe – bestehend aus Gerhard Hetfleisch, Christina Hollomey-Gasser und Sónia Melo von ZeMiT, Anna Horner, Helena Pereña, Katharina Walter und Karl C. Berger von den Tiroler Landesmuseen sowie Dirk Rupnow und Erol Yıldız von der Universität Innsbruck – an der Ausstellung gearbeitet. Industrialisierung und Globalisierung sind wesentliche Motoren der Migration im 20. Jahrhundert. Die ab Mitte der 1950er Jahre bis zur Ölkrise 1973/74 florierende Wirtschaft weltweit zog Arbeitskräfte vor allem aus der Türkei und Ex-Jugoslawien auch nach Österreich. Viele dieser „GastarbeiterInnen“ wurden zu „Zugewanderten“ und fanden zusammen mit ihren nachgezogenen Familienangehörigen ein neues Zuhause auch in Tirol. Wie schwierig sich dieser Weg bisweilen gestaltete, wird in den jeweils unterschiedliche Aspekte beleuchtenden Beiträgen dieses Bandes (von Ovagem Agaidyan, Marcel Amoser, Karl C. Berger, Gamze Eren, Johann Gstir, Michael Haupt, Edith Hessenberger, Gerhard Hetfleisch, Christina Hollomey-Gas-ser, Anna Horner, Helmut Kopp, Sandra Köhle, Maurice Munisch Kumar, Nataša Maroševac, Gerald Kurdoğlu Nitsche, Alois Oberer, Helena Pereña, Andrea Possenig-Moser, Dirk Rupnow, Tugba Şababoğlu, Verena Sauermann, Ingo Schneider, Andrei Siclodi, Claudius Ströhle, Katharina Walter, Jussuf Windischer, Erol Yıldız und Hasan Yılmaz, mit einem Vorwort von Wolfgang Meighörner) nachgezeichnet. Aber auch Einzelobjekte sind in der Lage Migrationsgeschichte(n) zu dokumentieren und zu erzählen. Es sind auf den ersten Blick „unspektakuläre“ Museumsobjekte, die im zweiten Teil der Publikation vorgestellt werden: ein Foto von Angehörigen zu Hause, ein Foto aus Tirol, bestimmt für die in der Heimat zurückgebliebenen Angehörigen, Erinnerungsstücke, die die Distanz zwischen Geburtsort und aktuellem Aufenthaltsort überbrücken sollen, persönliche Dokumente wie „Ausländer-Arbeitskarten“, Pässe, Wörterbücher, Arbeitskleidung. Einzelstücke, die Auskunft geben über Einzelschicksale, aber zugleich paradigmatisch für viele und vieles stehen. Sie wurden im Zuge eines Sammelaufrufes von selbst Betroffenen gestellt und erläutert.