Nicht lieferbar

Versandkostenfrei!
Nicht lieferbar
Seit zweitausendfünfhundert Jahren versuchen Menschen, die Geheimnisse der Natur zu ergründen: die antiken Naturforscher ebenso wie die modernen Physiker. Carl Friedrich von Weizsäcker vollzieht dieses Abenteuer der Forschung nach. Mit umfassendem Wissen und bewusst subjektivem Blick zeichnet er kongeniale Porträts der revolutionären Naturforscher und Physiker, von Galileo über Einstein bis zu Bohr und Heisenberg.
Carl Friedrich von Weizsäcker, geb. am 26. Juni 1912 in Kiel, war Professor für Physik in Straßburg und Göttingen, arbeitete am Kaiser-Wilhelm-Institut in Berlin sowie am Max-Planck-Institut in Göttingen und wurde dann Professor für Philosophie in Hamburg. 1957 organisierte er die 'Erklärung der Göttinger Achtzehn', den Protest deutscher Wissenschaftler gegen die Bewaffnung der Bundeswehr mit Atomwaffen. Von 1969-80 war er Direktor des Max-Planck-Instituts zur Erforschung der Lebensbedingungen der wissenschaftlich-technischen Welt in Starnberg. Carl Friedrich von Weizsäcker wurde mit zahlreichen internationalen wissenschaftlichen Preisen sowie dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels (1963) ausgezeichnet. 2007 verstarb Carl Friedrich von Weizsäcker.
Produktdetails
- dtv Taschenbücher Bd.33078
- Verlag: DTV
- Seitenzahl: 376
- Deutsch
- Abmessung: 19mm x 120mm x 191mm
- Gewicht: 316g
- ISBN-13: 9783423330787
- ISBN-10: 3423330783
- Artikelnr.: 10249501
Herstellerkennzeichnung
Die Herstellerinformationen sind derzeit nicht verfügbar.
Carl Friedrich von Weizsäcker beschreibt in seinem Buch die Geschichte der Naturforschung von der antiken Naturphilosophie bis zur modernen Physik des 20. Jahrhunderts anhand der Lehren ihrer bekanntesten Vertreter. Seine Perspektive ist die des Wissenschaftsphilosophen. Er bezieht die …
Mehr
Carl Friedrich von Weizsäcker beschreibt in seinem Buch die Geschichte der Naturforschung von der antiken Naturphilosophie bis zur modernen Physik des 20. Jahrhunderts anhand der Lehren ihrer bekanntesten Vertreter. Seine Perspektive ist die des Wissenschaftsphilosophen. Er bezieht die griechischen Naturphilosophen in seine Betrachtungen ein, weil er sich davon erhofft, die Entwicklung der Begriffe und damit Zusammenhänge besser zu verstehen. Von Weizsäcker glaubt an eine Vereinheitlichung der Physik und begründet das ausführlich.
Mit Galilei begann die Abkehr vom aristotelischen Denken und damit das Zeitalter der Wissenschaft. Er führte das von einer Theorie geleitete wissenschaftliche Experiment ein und entwickelte Hypothesen, die mit der Alltagserfahrung nicht übereinstimmen. Newton hat in den Naturwissenschaften das erreicht, was den Griechen in der Mathematik gelungen war, nämlich einen strukturierten Aufbau, basierend auf wenigen Axiomen. Seine natürlichen Erklärungen waren so mächtig, dass manche Zeitgenossen (entgegen Newtons eigener Meinung) keinen Raum mehr für eine religiöse Welterklärung sahen. Von Weizsäcker beschäftigt sich mit Kants „Kritik der reinen Vernunft“, relativiert dessen Gedanken aber im Hinblick auf die heutige Physik. Von Weizsäcker bewundert Goethes universellen Geist, seine Art und Weise die Welt zu deuten, wenngleich ihm klar ist, dass heutige Physiker Schüler Newtons und nicht Goethes sind.
Ausführlich geht von Weizsäcker auf die Wegbereiter der neuen Physik, u.a. Albert Einstein, Niels Bohr, Paul Dirac und Werner Heisenberg, ein. Dabei kommen die Auseinandersetzungen zwischen Niels Bohr und Albert Einstein, aus denen Niels Bohr als Sieger hervorging, nicht zu kurz. Einstein konnte sich zeitlebens nicht mit der Aufgabe des klassischen Determinismus und der Reduktion physikalischer Prognosen auf Wahrscheinlichkeiten abfinden, obwohl er selbst an der Entwicklung der Quantentheorie beteiligt war. Der zweite Weltkrieg bewirkte, dass die Freundschaft zwischen Niels Bohr und Werner Heisenberg zerbrach.
„Große Physiker“ ist kein leicht verständliches Buch für den schnellen Überblick, sondern ein aus Vorlesungen, Erinnerungen und Gesprächen zusammengesetztes Werk der Wissenschaftsphilosophie.
Weniger
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Ein sehr interessantes Buch von einem interessanten Menschen geschrieben. Der Bruder des Bundespräsidenten a.D. und ebenso bekannte Physiker schreiben hier Physikergeschichte und ziehen Verbindungen von der Vergangenheit Platos bis zur Gegenwart.
Antworten 0 von 2 finden diese Rezension hilfreich
Antworten 0 von 2 finden diese Rezension hilfreich