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Gewalt und Wissen sind intrikat verwoben. Das Wissen um Gewalt kann ihre Kritik ermöglichen. Es kann aber auch Teil der Gewalt selbst sein, etwa wo das Wissen um Lynchings, Folter oder Genozide als offenes Geheimnis und Drohgebärde zirkulieren. Welches Wissen haben Täter_innen, Zeug_innen und Überlebende von Gewalt? Welche Funktion kommt dem Szenischen bei der Produktion dieses Wissens zu? Wie erzeugen oder konterkarieren wissenschaftliche Anordnungen selbst Formen der epistemic violence? Der interdisziplinäre Band konturiert das Verhältnis von Gewalt und Wissen, Öffentlichkeit und…mehr

Produktbeschreibung
Gewalt und Wissen sind intrikat verwoben. Das Wissen um Gewalt kann ihre Kritik ermöglichen. Es kann aber auch Teil der Gewalt selbst sein, etwa wo das Wissen um Lynchings, Folter oder Genozide als offenes Geheimnis und Drohgebärde zirkulieren. Welches Wissen haben Täter_innen, Zeug_innen und Überlebende von Gewalt? Welche Funktion kommt dem Szenischen bei der Produktion dieses Wissens zu? Wie erzeugen oder konterkarieren wissenschaftliche Anordnungen selbst Formen der epistemic violence? Der interdisziplinäre Band konturiert das Verhältnis von Gewalt und Wissen, Öffentlichkeit und Subjektivität entlang von Positionen aus den Kultur- und Geisteswissenschaften. Er enthält darüber hinaus Beispiele künstlerischen Widerstands und gibt antihegemonialen Stimmen Raum. Im Fokus stehen zum einen das Lager als historischer Knotenpunkt des 20. und 21. Jahrhunderts und zum anderen mediale Dispositive und performative Verkörperungen von Gewalt.
Autorenporträt
Adam Czirak ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Theaterwissenschaft der Freien Universität Berlin. Er promovierte im Rahmen des SFB "Kulturen des Performativen" mit einer Arbeit zur "Partizipation der Blicke in Theater und Performance". Barbara Gronau ist Professorin für Theorie und Geschichte des Theaters an der Universität der Künste Berlin und Sprecherin des DFG-Graduiertenkollegs "Das Wissen der Künste". Sie promovierte im Sonderforschungsbereich "Kulturen des Performativen" der Freien Universität Berlin mit einer Arbeit über die Interferenzen von Bildender Kunst und Theater ("Theaterinstallationen. Performative Räume bei Beuys, Boltanski, Kabakov"). Nach Tätigkeiten als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Freien Universität Berlin und als Gastdozentin an den Universitäten in Mainz und Bern war sie Juniorprofessorin an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Sie hat zahlreiche Publikationen zu Theorien und Praktiken des Performativen, Schnittstellen von Bildender Kunst und Theater sowie zu ästhetischen Fragen der Agency und des Unterlassens veröffentlicht. Sebastian Köthe arbeitet als freier Autor für "Die Erklärerei" und leitet die "Gesichtsgespräche" am Berliner Figurentheater Schaubude. Er promoviert am Graduiertenkolleg "Das Wissen der Künste" der UdK Berlin über die Aisthesis "sauberer" Folter und ihre (Re-)Konstruktion in den euro-amerikanischen Künsten.