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Demokratische Lebensbedingungen sind nur möglich, wenn Menschen mit Hilfe von Erziehung und Bildung über die Fähigkeit verfügen, ihre gesellschaftlichen, sozialen und kulturellen Verhältnisse so zu gestalten, dass sie sich an den menschlichen Grundrechten orientieren. Erziehung und Bildung dürfen nicht auf die Maximierung von Leistungsfähigkeit, Demokratie und gesellschaftliches Zusammenleben nicht auf die bloße Befolgung von Gesetzen und Regeln reduziert werden. Erziehung und Bildung umfassen wissen lernen, handeln lernen, zusammenleben lernen und sein lernen. Gelingende Demokratie zielt auf…mehr

Produktbeschreibung
Demokratische Lebensbedingungen sind nur möglich, wenn Menschen mit Hilfe von Erziehung und Bildung über die Fähigkeit verfügen, ihre gesellschaftlichen, sozialen und kulturellen Verhältnisse so zu gestalten, dass sie sich an den menschlichen Grundrechten orientieren. Erziehung und Bildung dürfen nicht auf die Maximierung von Leistungsfähigkeit, Demokratie und gesellschaftliches Zusammenleben nicht auf die bloße Befolgung von Gesetzen und Regeln reduziert werden. Erziehung und Bildung umfassen wissen lernen, handeln lernen, zusammenleben lernen und sein lernen. Gelingende Demokratie zielt auf Lebens-, Interaktions-, Kommunikationsverhältnisse, die sich an den Werten gesellschaftliche Sicherheit, soziale Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit orientieren und zugleich für neue individuelle und soziale Entwicklungen offen sind. Infolge der Globalisierung und des Neoliberalismus sind Demokratien und ihre Bildungssysteme in den europäischen, muslimischen und arabischen Ländern in Gefahr, den Reichtum und die Vielfalt ihrer Werte und Lebensformen auf die Realisierung enger religiöser Vorstellungen, die Durchsetzung politischer und ökonomischer Herrschaft und die Überbetonung zweckrationalen Denkens und Handelns zu reduzieren. Dagegen bestehen die Autoren und Autorinnen dieses Bandes auf der Notwendigkeit partizipatorischer Erziehungs- und Bildungsprozesse, die die Entwicklung von Subjekten und Gemeinschaften fördern und in denen Menschen lernen, ihre individuellen und gesellschaftlichen Lebensbedingungen in kultureller Diversität demokratisch zu gestalten.
Autorenporträt
Christoph Wulf (Dr. phil.) ist Professor für Anthropologie und Erziehung und Mitglied des Interdisziplinären Zentrums für Historische Anthropologie an der Freien Universität Berlin.