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Die empirische Untersuchung der Einkommensverwendungsentscheidungen von privaten Haushalten ist ein Beitrag zur Lageanalyse für einen Bereich, der bisher kaum in der für die Wirtschafts-, Finanz- und Sozialpolitik notwendigen Art und Weise beachtet wurde, obwohl vielfältige politische Maßnahmen gerade auf die Verwendungsseite ausgerichtet sind und hier nicht nur eine interpersonelle, sondern auch eine intertemporale Umverteilung bewirken.
Die explorative Datenanalyse liefert erstmalig für die Bundesrepublik Deutschland Erkenntnisse über das Einkommensverwendungsverhalten von im Zeitablauf
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Produktbeschreibung
Die empirische Untersuchung der Einkommensverwendungsentscheidungen von privaten Haushalten ist ein Beitrag zur Lageanalyse für einen Bereich, der bisher kaum in der für die Wirtschafts-, Finanz- und Sozialpolitik notwendigen Art und Weise beachtet wurde, obwohl vielfältige politische Maßnahmen gerade auf die Verwendungsseite ausgerichtet sind und hier nicht nur eine interpersonelle, sondern auch eine intertemporale Umverteilung bewirken.

Die explorative Datenanalyse liefert erstmalig für die Bundesrepublik Deutschland Erkenntnisse über das Einkommensverwendungsverhalten von im Zeitablauf identischen Untersuchungseinheiten. So gelingen u. a. die Identifizierung von Einflußfaktoren bzw. -faktorgruppen sowie die Ableitung von Hypothesen zur Erklärung der Veränderung von Einkommensverwendungsentscheidungen im Zeitablauf. Darüber hinaus wurden Anhaltspunkte für die empirische Relevanz der konkurrierenden mikroökonomischen Einkommenshypothesen gefunden, die deutlich machen, daßzur Erklärung des Einkommensverwendungsverhaltens insbesondere intertemporale Aspekte von Bedeutung sind. Die Indizien weisen auf die Dominanz zukunftsbezogenen Verhaltens im Vergleich zum vergangenheitsbezogenen Gewohnheitsverhalten hin. Zur Erklärung des tatsächlichen Verhaltens ist demzufolge der permanenten Einkommenshypothese der Vorzug zu geben. Ferner wurden Aussagen über die zwischen der Einkommensverteilung und der Partizipation am Sozialprodukt, d. h. der Produktverteilung, bestehende Beziehung abgeleitet. Dabei zeigt sich, daß die Einkommens- und Produktverteilung nicht zwei Seiten ein und derselben Medaille sind. Der Autor verdeutlicht, daß eine der beiden Blickrichtungen zur Untersuchung der Wirkungen von wirtschafts-, finanz- und sozialpolitischen Maßnahmen auf die Lebenslage von Individuen bzw. Haushalten nicht ausreicht, um ein umfassendes Bild der Umverteilungsvorgänge zu erhalten. Auf diesen Ergebnissen aufbauend erfolgt abschließend eine Darstellung und Erörterung der sich aus der empirischen Analyse ergebenden Implikationen für die Wirtschafts- und Sozialpolitik.