68,00 €
inkl. MwSt.
Versandkostenfrei*
Versandfertig in über 4 Wochen
  • Broschiertes Buch

Mit den zwischen 1565 und 1567 entstandenen Winterbildern Pieter Bruegels d. Ä. (um 1525/30-1569) beginnt die Emanzipierung der Winterlandschaft als selbständige Bildgattung. Dementsprechend groß ist Bruegels Einfluss auf die flämische und holländische Winterlandschaft des 16. und 17. Jahrhunderts während der so genannten Kleinen Eiszeit . Neben der Charakterisierung des Winters mit seinen spezifischen Erscheinungen wie Kälte, Eis und Schnee, befasst sich Bruegel vor allem mit dem Verhältnis von Mensch und Natur sowie dem ländlichen Alltagsleben unter winterlichen Bedingungen. Das Gemälde der…mehr

Produktbeschreibung
Mit den zwischen 1565 und 1567 entstandenen
Winterbildern Pieter Bruegels d. Ä. (um 1525/30-1569)
beginnt die Emanzipierung der Winterlandschaft als
selbständige Bildgattung. Dementsprechend groß ist
Bruegels Einfluss auf die flämische und holländische
Winterlandschaft des 16. und 17. Jahrhunderts während
der so genannten Kleinen Eiszeit . Neben der
Charakterisierung des Winters mit seinen spezifischen
Erscheinungen wie Kälte, Eis und Schnee, befasst sich
Bruegel vor allem mit dem Verhältnis von Mensch und
Natur sowie dem ländlichen Alltagsleben unter
winterlichen Bedingungen. Das Gemälde der Jäger im
Schnee gehört zu einem Jahreszeitenzyklus, der
teilweise noch in der Tradition der mittelalterlichen
Kalenderbilder steht. Die Winterlandschaft mit
Eisläufern und Vogelfalle enthält moralisierende
Allegorien. In der Volkszählung zu Bethlehem und
dem Bethlehemitischen Kindermord kommt die soziale
und politische Kritik Bruegels an der spanischen
Unterdrückung der Niederlande zum Ausdruck, die
1565-68 ihren Höhepunkt erreichte. Diese beiden
Gemälde sind, ebenso wie die Anbetung im Schnee ,
durch eine Säkularisierung und Profanisierung ihres
religiösen Sujets gekennzeichnet.
Autorenporträt
studierte Kunstgeschichte an der Universität
Karlsruhe (TH). Er befasst sich vor allem mit der flämischen und
holländischen Malerei des 16. und 17. Jahrhunderts und mit
mittelalterlicher Kunst sowie insbesondere mit der multimedialen
Vermittlung von Kunst und kunstwissenschaftlichen Inhalten.