Ludwig Hohl
Gebundenes Buch
Die Notizen oder Von der unvoreiligen Versöhnung
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Die Notizen - das Werk eines "Montaigne unserer Zeit" - wurden in drei Jahren, von 1934 bis 1936, geschrieben, Jahre, in denen Ludwig Hohl in den Niederlanden " in größter geistiger Einöde" lebte. Sie sind die Summe seines Lebens und Denkens.
Ludwig Hohl wurde am 9. April 1904 im schweizerischen Netstal im Kanton Glarus geboren. Nach Aufenthalten in Frankreich, Österreich und Holland, wo sein Hauptwerk Die Notizen entstand, lebt und arbeitete er als Schriftsteller über vierzig Jahre in Genf. Hohl war fünfmal verheiratet. Der dritten Ehe entstammt eine Tochter. Ludwig Hohl starb am 3. November 1980 in Genf.
Produktdetails
- Bibliothek Suhrkamp 1483
- Verlag: Suhrkamp
- Artikelnr. des Verlages: BS 1483
- Seitenzahl: 831
- Erscheinungstermin: 7. März 2014
- Deutsch
- Abmessung: 182mm x 122mm x 27mm
- Gewicht: 496g
- ISBN-13: 9783518224830
- ISBN-10: 3518224832
- Artikelnr.: 40071790
Herstellerkennzeichnung
Die Herstellerinformationen sind derzeit nicht verfügbar.
»Der Schweizer Schriftsteller Ludwig Hohl (1904-1980) ist immer gut für eine scharfkantige und überraschende Beobachtung. In seinem Werk finden sich unzählige eigensinnige Aufzeichnungen, darunter Maximen, Parabeln, kleine Porträts, Denkbilder ... Nun präsentiert der Suhrkamp-Verlag dankenswerterweise gleich fünf Publikationen des ungewöhnlichen Denkers und Erzählers in Neuauflagen.« Martin Zingg NZZ am Sonntag 20140525
Die Schweiz war Gastland der diesjährigen Leipziger Buchmesse. Aus diesem Anlass brachte der Suhrkamp Verlag in der Reihe „Bibliothek Suhrkamp“ fünf Titel des Schweizer Schriftstellers Ludwig Hohl (1904-1980) heraus. Damit wurde das Werk des Außenseiters-Autors nach …
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Die Schweiz war Gastland der diesjährigen Leipziger Buchmesse. Aus diesem Anlass brachte der Suhrkamp Verlag in der Reihe „Bibliothek Suhrkamp“ fünf Titel des Schweizer Schriftstellers Ludwig Hohl (1904-1980) heraus. Damit wurde das Werk des Außenseiters-Autors nach vielen Jahren den deutschen Lesern wieder zugänglich gemacht.
Das umfangreichste Werk dieser fünf Neuerscheinungen sind „Die Notizen“, die Hohl in den Jahren 1934 bis1936 in Holland in „geistiger Einöde“ verfasste. Sie sind das Hauptwerk des Autors und verkörpern eine Mischung aus Kurzprosa, Aphorismen, Maximen und Reflexionen. Sie stellen gewissermaßen die literarische Summe des außergewöhnlichen Schriftstellerlebens dar. Die Texte sind nicht in der chronologischen Reihenfolge ihres Entstehens angeordnet, sondern in zwölf Kapiteln mit Titeln wie „Vom Arbeiten“, „Vom Erreichbaren und vom Unerreichbaren“ oder „Traum und Träume“ unterteilt. Diese Anordnung geht auf Hohl zurück, der das Manuskript nach 1937 nach diesen thematischen Gesichtspunkten umgebaut und mit Anmerkungen versehen hatte.
Die 800 Seiten sind natürlich nicht für eine kontinuierliche Lektüre gedacht. Vielmehr kann man das Buch auf jeder Seite aufschlagen und findet interessante Aufzeichnungen und Gedankensplitter („Das wirklich Gedichtete ist eben das Gegenteil vom Erdichteten“ … „Wenn er nicht einmal das Komplizierte begreift, wie soll er das Einfache begreifen?“ … oder … „Aus einem denkenden Menschen lässt sich alles machen, aber aus einem nicht denkenden leider - nicht wenig, sondern nichts“).
Wem der ungewöhnliche Untertitel „Von der unvoreiliegen Versöhnung“ nicht klar wird, dem empfiehlt Hohl, das Buch für einige Zeit aus der Hand zu legen. Der heutige Leser wird bei der sicher nicht leichten Lektüre schnell die Verwandtschaft zu Lichtenberg und seinen „Sudelbüchern“ bemerken. Darüber hinaus eine Anregung, vielleicht die anderen Hohl-Suhrkamp-Neuerscheinungen zur Hand zu nehmen.
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