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Glasgow, 2025. Dr. Amanda Maclean behandelt einen jungen Mann mit leichtem Fieber. Innerhalb von drei Stunden stirbt er. Die mysteriöse Krankheit breitet sich mit tödlicher Geschwindigkeit im Krankenhaus aus. Und das ist nur der Anfang. Alle Opfer sind Männer. Dr. Maclean schlägt Alarm, doch das Virus erreicht bald jeden Winkel der Erde. Bedroht Familien. Regierungen. Länder. Die Welt ist fremdartig geworden - eine Welt der Frauen, die sich rasend schnell an die Abwesenheit der Männer anpassen müssen. Können sie ein Heilmittel finden bevor es zu spät ist? Wird diese Krankheit das Ende...
Glasgow, 2025. Dr. Amanda Maclean behandelt einen jungen Mann mit leichtem Fieber. Innerhalb von drei Stunden stirbt er. Die mysteriöse Krankheit breitet sich mit tödlicher Geschwindigkeit im Krankenhaus aus. Und das ist nur der Anfang. Alle Opfer sind Männer. Dr. Maclean schlägt Alarm, doch das Virus erreicht bald jeden Winkel der Erde. Bedroht Familien. Regierungen. Länder. Die Welt ist fremdartig geworden - eine Welt der Frauen, die sich rasend schnell an die Abwesenheit der Männer anpassen müssen. Können sie ein Heilmittel finden bevor es zu spät ist? Wird diese Krankheit das Ende der Geschichte der Welt sein - oder ihre Rettung?
Christina Sweeney-Baird wuchs zwischen London und Glasgow auf. Ihr Studium der Rechtswissenschaften an der University of Cambridge schloss sie 2015 mit Prädikatsexamen ab. Anschließend schrieb sie für 'The Independent' und 'Huffington Post'. Inzwischen arbeitet sie als Prozessanwältin für Unternehmen. 'Die andere Hälfte der Welt' ist Christinas Debüt-Roman. Sie schreibt bereits an ihrem zweiten Buch und lebt in Bloomsbury.
Produktdetails
- Verlag: Diana
- Originaltitel: The End of Men
- Deutsche Erstausgabe
- Seitenzahl: 496
- Erscheinungstermin: 11. Oktober 2021
- Deutsch
- Abmessung: 205mm x 136mm x 46mm
- Gewicht: 640g
- ISBN-13: 9783453292529
- ISBN-10: 3453292529
- Artikelnr.: 61386192
Herstellerkennzeichnung
Diana
Neumarkter Str. 28
81673 München
www.diana-verlag.de
+49 (0800) 5003322
»Spannende Geschichte« Emotion
Der Roman „Die andere Hälfte der Welt“ von Christina Sweeney-Bairds ist am 11. Oktober 2021 bei der Penguin Random House Verlagsgruppe erschienen. Der Debütroman der in London lebenden Autorin, die bereits für »The Independent« und »Huffington …
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Der Roman „Die andere Hälfte der Welt“ von Christina Sweeney-Bairds ist am 11. Oktober 2021 bei der Penguin Random House Verlagsgruppe erschienen. Der Debütroman der in London lebenden Autorin, die bereits für »The Independent« und »Huffington Post« schrieb, umfasst ganze 494 Seiten und ist damit keinesfalls ein Leichtgewicht. Aber zum Inhalt.
Glasgow, November 2025. Ein Mann wird in die Notaufnahme von Dr. Amanda Maclean mit scheinbar unauffälligen Symptomen eingeliefert. Doch innerhalb kürzester Zeit verschlechtert sich sein Zustand so rapide, dass die junge Ärztin nichts mehr für ihn tun kann. Er stirbt innerhalb von ein paar Stunden. Amanda kann ich das nicht erklären. Ein scheinbar gesunder Erwachsener mit leichten Symptomen verstirbt ohne das Medikamente oder medizinische Maßnahmen irgendeine Wirkung zeigen. Sie kann den Fall nicht auf sich beruhen lassen und geht alle Details noch einmal durch, findet einen weiteren, ähnlichen Fall und kommt zu einer erschreckenden Erkenntnis.
Im Laufe des Romans folgen wir Amanda aber auch anderen Frauen & Männern durch eine Pandemie, die in einigen Zügen der Corona Pandemie nicht unähnlich ist. Aber einen ganz anderen Verlauf hat, den der Virus tötet nur Männer.
Gemeinsam mit den Protagonisten durchlaufen wir die Stadien „Vorher“, „Panik“, „Verzweiflung“, „Überleben“, „Genesung,“ „Stärke“, „Anpassung“ & „Erinnerung“. Wie durch eine Art Tagebuch können wir den Verlauf der sogenannten „Männerpest“ verfolgen. Die Panik förmlich spüren, die Angst, die Verzweiflung. Regierungen ringen um Souveränität, Wissenschaftler*innen arbeiten fieberhaft an Impfstoffen, Mütter versuchen um jeden Preis ihre Söhne zu schützen.
Mal erfolgreich, mal erfolglos.
Ein Impfstoff wird gefunden, doch zu welchem Preis. Und zu diesem Zeitpunkt ist die Welt bereits eine andere. Eine der Frauen.
Und diese müssen sich, während sie noch um ihr Liebsten trauern, Anpassen, neu orientieren, ganz neue Wege des Zusammenlebens finden. Das gelingt mal besser, mal schlechter. Und dennoch kann man keiner der Personen einen Vorwurf machen. Sie Handel nur im Rahmen ihrer Möglichkeiten.
Manchen Protagonist*in treffen wir häufiger wieder. Bei anderen erhaschen wir nur einen kurzen Ausschnitt ihres Lebens und fragen uns dann lange, was wohl aus ihr/ihm geworden ist. Und wie geht es den Männern, die Überlebt haben?
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Gerade auch weil die Thematik mittlerweile nicht mehr so abwegig geworden ist. Bis vor ein paar Jahren wurden solche dystopischen Romane eher abgetan mit „Ach, das passiert doch eh nie. Eine Weltweite Pandemie.“. Heute wissen wir, das geht schneller als wir denken. Zudem ist es Wahnsinnig klug geschrieben und auch nicht alle Figuren sind allglatt oder sympathisch.
Wer gerne dystopische Romane liest und von der Pandemie noch nicht komplett die Nase voll hat für den ist diese Buch absolut zu empfehlen. Nicht mal schnell durchgelesen und wirklich wahnsinnig klug geschrieben.
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Fünf Sterne für eine Welt ohne Männer
Für Eilige:
Die Leseprobe hatte mich neugierig gemacht: Eine Welt ohne Männer! Geht es Christina Sweeny-Baird um die Überbevölkerung, das Problem, das Dan Brown in Inferno angeprangert hat? Beugt sie sich am Ende wie …
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Fünf Sterne für eine Welt ohne Männer
Für Eilige:
Die Leseprobe hatte mich neugierig gemacht: Eine Welt ohne Männer! Geht es Christina Sweeny-Baird um die Überbevölkerung, das Problem, das Dan Brown in Inferno angeprangert hat? Beugt sie sich am Ende wie er dem Mainstream? Nein, das hat sie nur einmal angerissen: Der Klimawandel bildet sich zurück, da die Weltbevölkerung im Jahr 2025 auf 55% des bis dahin aktuellen Umfangs zurückgeht. Doch diese Betrachtung ist nicht Gegenstand des Romans. Das Werk lebt von den Gefühlen der Betroffenen, von den Gefühlen der Frauen und von ihren Schicksalen. Wie aber passt das mit dem lockeren, selbstironischen Schreibstil zusammen? Ist die 'andere Hälfte' eine Anspielung auf die 'bessere Hälfte'? Die Ernsthaftigkeit greift ebenso schnell Raum, wie der Leser begreift, dass sich die Welt im Krieg befindet: im Krieg gegen ein tödliches Virus.
Inhalt:
Im Einzelnen eine Handlung wiederzugeben, fällt mir bei diesem Buch schwer. Sweeny-Baird verfolgt das Schicksal eines halben Dutzends Frauen, die ihre Ehemänner, ihre Söhne und Väter verlieren. Wie gehen sie damit um - versinken sie in Verzweiflung oder in blindem Aktivismus? Oder stellen sie sich der Situation und arbeiten an einer neuen Weltordnung? Die Welt wird anders mit nur einem Zehntel der Männer. Politik, Wirtschaft, Bildung - alles ändert sich für die Gesellschaften. Evakuierungsprogramme, Arbeitszwang, Rationalisierung - alles ändert sich für die Frauen und die wenigen verbliebenen Männer. Manche Schicksale werden erst am Ende des Romans zusammengeführt: im Licht einer neuen Weiblichkeit mit gestiegenem Selbstbewusstsein, mit Erfahrung in neuen Berufen und mit dem eisernen Willen, die Rasse Mensch nicht aussterben zu lassen.
Schreibstil:
Ein Buch aufgeteilt in gefühlte 100 Kapitel, alle erzählt aus der Ich-Perspektive. Das machte es mir anfangs schwierig zu erkennen, wer die Erzählerinnen dieser Kapitel waren und welche Rolle sie spielten. Raffiniert führt die Autorin im Verlauf des Protokolls die Schicksale, Aufgaben und Gefühle der Frauen zusammen, denn nur wenige Männer schildern ihre Situation. Mit dem Verlauf der Pandemie ändert Sweeny-Baird den Schreibstil. Von der anfänglichen Leichtfüßigkeit und Selbstironie bleibt Schritt für Schritt immer weniger übrig. Die Sprache kennzeichnet paassend die jeweiligen Charaktere, indem sie die Gefühle und Stimmungen treffend formuliert: Verzweiflung klingt anders als Zuversicht und Durchhaltewillen, Resignation anders als Hilfrsbereitschaft, Aggression anders als Verständnis und Aufopferung. Das nimmt dem in Protokollform (Person, Tag der Pandemie seit dem Ausbruch, Ort der jeweiligen Protagonistin) strukturierten Buch jeglichen Anschein nüchterner Berichterstattung, man will, man muss weiterlesen! Die Maschen, in denen die Schicksale miteinander verwoben sind, werden immer enger. Die Gefühle wirken stets authentisch, wodurch die Dramatik betont wird, ohne reißerisch zu wirken. Bilder aus der Kriegs- und Nachkriegszeit machen Die andere Hälfte der Welt sowohl nachvollziehbar als auch dringlich mahnend.
Fazit:
Nachdem man sich etwa ab Kapitel drei über die Struktur des Buches klargeworden ist, will man es nicht mehr aus der Hand legen. Packend geschrieben bietet es eine Perspektive fernab von heutiger Umweltzerstörung und Überbevölkerung. Einfach eine neue Weltordnung des Matriarchats. Für mich als Leser haben die geschilderten Konsquenzen einer männermordenden Pandemie Hand und Fuß. Trotz aller Dramatik und trotz des sich ändernden Rollenverständnisses hin zur weiblichen Vorherrschaft ist das Buch keine verbittert klingende Abrechnung mit der Dominanz der Männer in Beruf, Wirtschaft und Politik. Es ist eine Alternative, die es gilt ernsthaft und geschlechterneutral zu betrachten. Dadurch, dass die Autorin die ganze Welt in den Fokuss rückt, wird das Buch neben einem Roman zu einer Kritik an unserer heutigen Gewohnheit, nichts als System zu betrachten, sondern alles in manchmal widerstreitenden Subsystemen optimieren zu wollen: Das System als ganzes, die Welt an sich bleibt ohne diese Sicht auf der Strecke. Aber egal, welchen Aspekt der Leser in den Vordergrund stellt: Sweeny-Bairds Die andere Hälfte der Welt ist eine packende und lesenswerte Lektüre.
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