Marie-Sabine Roger
Broschiertes Buch
Der Poet der kleinen Dinge
Roman. Ausgezeichnet mit dem Prix Marguerite-Audoux 2010 und dem Prix Handi-livres 2011
Übersetzung: Kalscheuer, Claudia
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Eine kleine Stadt in Nordfrankreich. Warum es Alex hierher verschlagen hat, weiß sie selbst nicht genau. Aber die Weltenbummlerin will ohnehin nicht lange bleiben - wäre da nicht der Bruder von Bertrand, bei dem sie zur Untermiete wohnt: Zwar spricht Gérard undeutlich und kann kaum laufen, aber er bringt mit seiner Fröhlichkeit ihr Herz zum Schmelzen. Da Bertrands verbitterte Frau fortwährend grübelt, wie sie den Behinderten loswerden kann, beginnt Alex zusammen mit ihren Freunden Cédric und Olivier, für ihren »Poeten der kleinen Dinge« nach einem besseren Leben Ausschau zu halten .....
Eine kleine Stadt in Nordfrankreich. Warum es Alex hierher verschlagen hat, weiß sie selbst nicht genau. Aber die Weltenbummlerin will ohnehin nicht lange bleiben - wäre da nicht der Bruder von Bertrand, bei dem sie zur Untermiete wohnt: Zwar spricht Gérard undeutlich und kann kaum laufen, aber er bringt mit seiner Fröhlichkeit ihr Herz zum Schmelzen. Da Bertrands verbitterte Frau fortwährend grübelt, wie sie den Behinderten loswerden kann, beginnt Alex zusammen mit ihren Freunden Cédric und Olivier, für ihren »Poeten der kleinen Dinge« nach einem besseren Leben Ausschau zu halten ...
Roger, Marie-Sabine
Marie-Sabine Roger, 1957 in der Nähe von Bordeaux geboren, arbeitete einige Jahre als Grundschullehrerin, ehe sie sich ganz dem Schreiben widmete. Nach längeren Aufenthalten in Québec, Madagaskar und La Réunion lebt sie heute mit ihrer Familie in Charente/Westfrankreich. Ihre Romane wurden mit mehreren Preisen ausgezeichnet und in zahlreiche Sprachen übersetzt. Zuletzt bezauberte sie Hunderttausende mit 'Das Labyrinth der Wörter' (dtv 21284), 'Der Poet der kleinen Dinge' (dtv 21432) und 'Das Leben ist ein listiger Kater' (dtv 21582).
Marie-Sabine Roger, 1957 in der Nähe von Bordeaux geboren, arbeitete einige Jahre als Grundschullehrerin, ehe sie sich ganz dem Schreiben widmete. Nach längeren Aufenthalten in Québec, Madagaskar und La Réunion lebt sie heute mit ihrer Familie in Charente/Westfrankreich. Ihre Romane wurden mit mehreren Preisen ausgezeichnet und in zahlreiche Sprachen übersetzt. Zuletzt bezauberte sie Hunderttausende mit 'Das Labyrinth der Wörter' (dtv 21284), 'Der Poet der kleinen Dinge' (dtv 21432) und 'Das Leben ist ein listiger Kater' (dtv 21582).
Produktdetails
- dtv Unterhaltung
- Verlag: DTV
- Originaltitel: Vivement l' avenir
- Seitenzahl: 240
- Erscheinungstermin: 20. März 2013
- Deutsch
- Abmessung: 193mm x 121mm x 20mm
- Gewicht: 232g
- ISBN-13: 9783423214322
- ISBN-10: 3423214325
- Artikelnr.: 35649616
Herstellerkennzeichnung
Die Herstellerinformationen sind derzeit nicht verfügbar.
Gérard, Alex, Olivier und Cédric, ein vierer Gespann und so unterschiedlich wie nur möglich und trotzdem alle mit einem gemeinsamen Ziel. Ich war anfangs etwas verwirrt, da nur in der Ich-Perspektive geschrieben wird, aber zwei Personen von ihren Gedanken und Erlebnissen …
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Gérard, Alex, Olivier und Cédric, ein vierer Gespann und so unterschiedlich wie nur möglich und trotzdem alle mit einem gemeinsamen Ziel. Ich war anfangs etwas verwirrt, da nur in der Ich-Perspektive geschrieben wird, aber zwei Personen von ihren Gedanken und Erlebnissen berichten. Aber dies klärte sich schnell nach kurzer Zeit. Die Autorin versteht es hervorragend Gedanken und Gefühle authentisch dem Leser näher zu bringen und man kommt nicht drum herum, sein Herz gegenüber den Personen im Buch zu öffnen. Egal ob es die mürrische Schwägerin von Gérard ist, der ruhige Bertrand oder die abendteuerlustige Alex.
Wer auf der Suche nach Spannung ist sollte dieses Buch wieder weglegen. Dieses Buch besticht durch seine Sprache und regt einen wunderbar selber zum nachdenken an. Eine wunderschöne Geschichte, die mit ihrem Ende schon fast an ein Märchen erinnert. Wunderbar gelungen!
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Wenn man Gérard sieht, bekommt man zunächst einen Schock und ist vielleicht ein wenig verstört. Doch gleichzeitig kann man sich nicht abwenden, weil der Blick des kleinen Mannes, der durch eine Vielzahl von körperlichen Beeinträchtigungen gezeichnet ist, direkt in die …
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Wenn man Gérard sieht, bekommt man zunächst einen Schock und ist vielleicht ein wenig verstört. Doch gleichzeitig kann man sich nicht abwenden, weil der Blick des kleinen Mannes, der durch eine Vielzahl von körperlichen Beeinträchtigungen gezeichnet ist, direkt in die Seele vordringt und einen ergreift. Das erkennt Alex, die als Untermieterin bei Gérards Bruder und dessen Frau lebt, nach wenigen Begegnungen. Seine eigene Familie steht ihm jedoch ganz anders gegenüber. Bertrand ist das Leben mit seinem Bruder gewohnt und hat ihn nach dem Tod der gemeinsamen Mutter bei sich aufgenommen. Seine Frau Marlène sieht den Schwager hingegen als reinen Störenfried, der nichts richtig machen kann und ihr Leben aus dem Gleichgewicht bringt. Sie möchte ihn am liebsten irgendwo an einem Straßenrand aussetzen. Da ihn niemand in dem kleinen verschlafenen Dorf Mitten in der Normandie kennt, sollte ihn auch niemand vermissen. Doch dann freundet sich Alex immer stärker mit Gérard an und versucht diesen herzlosen Plan zu durchkreuzen. Obwohl sie eigentlich nie lange an einem Ort lebt und sich nicht an Menschen binden möchte, erweckt er in ihr etwas, das sie nicht abstellen kann. Die Lebensfreude, die er trotz seiner Behinderungen hat, steckt sie an und bringt sie zum Nachdenken. Wenn er zum Beispiel Gedichte in seiner eigenen nuscheligen Sprache rezitiert oder schräg Chansons von sich gibt, kann sie nicht anders als mit ihm zu lachen und das Leben zu genießen. Und er sollte sein Leben noch viel mehr genießen können. Er sollte raus in die Welt und diese entdecken. Dafür baut Alex eine alte kleine Karre um und polstert sie so aus, dass Gérard bequem darin Platz nehmen kann. Gemeinsam unternehmen sie Spaziergänge am Kanal und lernen nach und nach Cédric und Olivier kennen, die dort ihre Zeit vertrödeln.
Als Gemeinschaft erleben sie wunderliche Abenteuer, die ein ganz anderes Leben für sie bereithalten.
Schon in "Das Labyrinth der Wörter" erzählte Roger die Geschichte eines Sonderlings, der für die durchschnittlichen Menschen ein Dummkopf war. Tatsächlich war er es aber, der erkannte worin die Schönheit des Lebens besteht. Er war im Endeffekt derjenige, der das Glück gefunden hatte, während die andern stets und ständig danach suchten, aber nie erkannten wie es eigentlich aussah oder worin man es finden konnte.
Auch in "Der Poet der kleinen Dinge" geht es um einen jungen Mann, der nicht in der Mitte der Durchschnittsgesellschaft lebt. Er kann sich durch seine Behinderungen nur sehr wenig bewegen und seine Aussprache ist schwer verständlich. Aber trotzdem findet er die kleinen Dinge des Lebens, die Glück und Zufriedenheit bedeuten. Wenn er sie den anderen Menschen vor die Nase hält, schauen sie jedoch nie genau hin. Was sollte ein Dummkopf wie er schon vom Leben wissen?
Im Labyrinth erzählte die Autorin die Geschichte teilweise aus der Sicht des Außenseiters. Hier kommt er nicht selbst zu Wort. Dafür erzählen Alex und Cédric auf zwei unterschiedlichen Zeitebenen von ihrem Leben, ihren Begegnungen und ihrer Sicht auf Gérard.
Die sehr leichte Sprache, welche ganz sanft durch Lebensweisheiten und philosophische Gedanken verschönert wird, ermöglicht es dem Leser der Geschichte gewissenhaft zu folgen. Egal wie trostlos die Umgebung beschrieben wird, man fühlt sich wie in Seide gebettet und schwebt leicht neben der Handlung dahin. Wie eine Fee, die in den schönsten Farben leuchtet bewegt man sich durch die Landschaft der Normandie und freut sich über die gemeinsamen Erlebnisse der Freunde und wünscht ihnen eine erfüllte Zukunft.
Und obwohl die Handlung keine spektakulären Höhepunkte bietet, möchte man doch wissen wie es weitergeht. Man möchte zusammen mit den Protagonisten die glücklichen Momente spüren, die sie gemeinsam erleben.
Fazit: Ein wundervolles, ganz unspektakuläres Buch, dass so viel Freude und Glück weitergibt, das man es nie mehr hergeben und immer wieder lesen will.
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Nachdem ich bereits das erste Buch "Das Labyrinth der Wörter" von Marie-Sabine Roger gelesen habe, habe ich mich riesig über das Neue Buch gefreut.
Marie-Sabine Roger hat es auch bei diesem Buch geschafft mich ans Buch zu fesseln, obwohl ihre Bücher nicht im …
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Nachdem ich bereits das erste Buch "Das Labyrinth der Wörter" von Marie-Sabine Roger gelesen habe, habe ich mich riesig über das Neue Buch gefreut.
Marie-Sabine Roger hat es auch bei diesem Buch geschafft mich ans Buch zu fesseln, obwohl ihre Bücher nicht im herrkömmlichen Sinn einen roten Faden aufweisen. Es wird zwar eine Geschichte erzählt, aber keine wirkliche Spannung aufgebaut...
Kurz zum Inhalt:
Die Geschichte handelt von zwei jungen Menschen. Zum einen ist da Alex, die keinen festen Wohnsitz hat von Stadt zu Stadt zieht und immer wieder andere Jobs annimmt, sich dann mit Gérard anfreundet. Und Cédric, der mit einem Kumpel am Kanal sitzt und nichts so Recht mit seinem Leben anzufangen weiß. Durch Zufall lernen sich die beiden kennen und Cédric und sein Kumpel nehmen dadurch Kontakt zu dem behinderten Gérard auf.
Wie schon bei ihrem ersten Buch, ist es eine herrlich schöne Geschichte, die in einer einfachen Sprache geschrieben ist, sodass man das Buch in einem Zug auslesen kann. Es ist ein Buch das einen über die "kleinen" Dinge des Lebens nachdenken lässt.
Unbedingt lesen
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