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Töten. Ohne mit der Wimper zu zucken.Lieben. Und sich nach Gegenliebe sehnen.Als Spross einer erfolgreichen britischen Scharfrichter-Dynastie hat der begabte und früh berufene Henker Rupert Beaufort jahrzehntelang sein Gewissen unter Kontrolle, seine Emotionen im Griff und die öffentliche Meinung auf seiner Seite. Hunderte von tadellos ausgeführten Exekutionen gehen auf sein Konto.Doch nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges muss er sich neuen, unerwarteten Herausforderungen stellen und immer größere Hürden überwinden, um seines makabren Amtes zu walten.Auf dem Höhepunkt seiner Laufbahn...
Töten. Ohne mit der Wimper zu zucken.Lieben. Und sich nach Gegenliebe sehnen.Als Spross einer erfolgreichen britischen Scharfrichter-Dynastie hat der begabte und früh berufene Henker Rupert Beaufort jahrzehntelang sein Gewissen unter Kontrolle, seine Emotionen im Griff und die öffentliche Meinung auf seiner Seite. Hunderte von tadellos ausgeführten Exekutionen gehen auf sein Konto.Doch nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges muss er sich neuen, unerwarteten Herausforderungen stellen und immer größere Hürden überwinden, um seines makabren Amtes zu walten.Auf dem Höhepunkt seiner Laufbahn sieht er sich gezwungen, den italienischen Pianisten Sandro Magazzano, ein ehemaliges Wunderkind, hinzurichten: einen ebenfalls hochtalentierten Mann, der wie er bis zum Äußersten zu gehen bereit ist.Jens Rosteck zeigt in seinem fesselnden Romandebüt, wie herrschende Moral und individuelle Gefühle zwei ungleiche Einzelkämpfer und Vorbilder in kaum lösbare Konflikte stürzen. Und wie problematisch Verkündung wie Vollstreckung der Todesstrafe zu allen Zeiten gewesen sind, wenn, wie hier, im England der Fünfzigerjahre, geltendes Recht mit Menschenwürde und dem ewigen Anspruch auf Zuneigung und Gerechtigkeit kollidiert.
Jens Rosteck, 1962 in Hameln geboren, lebte ein Vierteljahrhundert in Frankreich, wo er, neben seiner universitären Lehrtätigkeit, Essays zur Musik- und Literaturgeschichte sowie eine stattliche Reihe von hoch gelobten literarischen Biographien und Künstlerporträts verfasste: z.B. über Édith Piaf, Oscar Wilde, Bob Dylan, Hans Werner Henze, Lotte Lenya & Kurt Weill, Jane & Paul Bowles. Der promovierte Musikwissenschaftler, Kulturgeschichtler, Publizist, Pianist und Autor mehrerer Städte- und Inselbücher (über Paris, Nizza und Ibiza) wohnt seit 2015 im Badischen. Dort schrieb er u.a. die ersten deutschsprachigen Monographien zu Jacques Brel (2016) und Joan Baez (2017). Zuletzt erschienen von ihm: Marguerite Duras - Die Schwester der Meere (2018), Die Verwegene - Jeanne Moreau (2019) und Big Sur - Geschichten einer unbezähmbaren Küste (2020). Mit Den Kopf hinhalten legt er nun sein Romandebüt vor. www.jensrosteck.de
Produktdetails
- Verlag: Niemeyer, Hameln
- Seitenzahl: 432
- Erscheinungstermin: 18. Februar 2021
- Deutsch
- Abmessung: 211mm x 136mm x 32mm
- Gewicht: 543g
- ISBN-13: 9783827193872
- ISBN-10: 3827193877
- Artikelnr.: 60508991
Herstellerkennzeichnung
Niemeyer C.W. Buchverlage
Osterstr. 19
31785 Hameln
info@niemeyer-buch.de
Aus dem Leben eines Henkers
Der Schriftsteller, Muskwissenschaftler, Kulturgeschichtler, Publizist und Pianist Jens Rosteck legt mit diesem Buch sein Romandebüt vor.
Es geht um die Lebensgeschichten zweier ungleichen Männer in den 1950er Jahren, die das Schicksal letztendlich auf …
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Aus dem Leben eines Henkers
Der Schriftsteller, Muskwissenschaftler, Kulturgeschichtler, Publizist und Pianist Jens Rosteck legt mit diesem Buch sein Romandebüt vor.
Es geht um die Lebensgeschichten zweier ungleichen Männer in den 1950er Jahren, die das Schicksal letztendlich auf tragische Weise zusammenführt.
Rupert Beaufort stammt aus einer englischen Henkerdynastie und findet schon in jungen Jahren seine Berufung als Scharfrichter. Hauptberuflich ein Musik liebender Kneipenwirt wird er in seiner Laufbahn als Henker zum "Saubermann" der Nation hochstilisiert. Ihm, der großen Wert auf eine gewisse "Humanität" bei der Vollstreckung der Todesurteile legt, ist lange von der Rechtmäßigkeit seines Amtes überzeugt. Nach Kriegsende, auf dem Höhepunkt seiner Karriere kommen in ihm aber immer mehr Zweifel auf.
Der erfolgreiche italienische Pianist Sandro Magazzono, aus ärmlichen Verhältnissen in Ligurien aufgewachsen. Ein Romantiker, der Zeit seines Lebens nie richtig glücklich wird. Auch er leidet auf dem Höhepunkt seiner Karriere an einer inneren Zerissenheit. In Paris verliebt er sich sehr unglücklich in eine für ihn nie richtig erreichbare Musikerin und fühlt sich zunehmend unterjocht von seiner besitzergreifenden, eifersüchtigen Ehefrau.
Meine Meinung:
Die Porträts der beiden Protagonisten sind sehr ausführlich beschrieben, auch die Familienmitglieder wurden mit einbezogen. Dadurch entsteht eine große Nähe zu den beiden Familien. Der liebevolle, poetische Schreibstil hat mich wirklich absolut beeindruckt und mir viel Wärme und Menschlichkeit vermittelt.
Jens Rosteck hat ohne moralische Bewertung ein sehr schwieriges Thema um Todesstrafe, Menschenwürde, Recht und Gerechtigkeit verarbeitet.
Die Lebensgeschichte des Rupert Beaufort orientiert sich unter anderem an historisch belegten Fakten der britischen Henkerdynastie Pierrepoint.
Ich empfehle dieses Buch allen, die gute Literatur lieben und sich der Thematik nicht scheuen.
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Jens Rostock bietet mit seinem Buch "Den Kopf hinhalten" einen neuen Blickwinkel auf die moralische Frage der Todesstrafe.
Meine Meinung:
Jens Rosteck präsentiert seinen Lesern mit diesem Roman ein Werk, das sich mit der Todesstrafe um Menschenwürde, Recht und Gerechtigkeit …
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Jens Rostock bietet mit seinem Buch "Den Kopf hinhalten" einen neuen Blickwinkel auf die moralische Frage der Todesstrafe.
Meine Meinung:
Jens Rosteck präsentiert seinen Lesern mit diesem Roman ein Werk, das sich mit der Todesstrafe um Menschenwürde, Recht und Gerechtigkeit dreht. Der Roman ist fiktiv, baut aber auch auf historischen Fakten, nämlich einer britischen Henker Dynastie auf.
Beschäftigt man sich mit der Todesstrafe, ist aus heutiger Sicht ein Urteil über Schuld oft schnell gefällt.
Jens Rostock bietet mit seinem Buch "Den Kopf hinhalten" einen neuen Blickwinkel auf die Aufarbeitung der Thematik. Er zeigt mit dem Henker und Hauptcharakter Rupert den ambivalenten Menschen hinter den barbarischen Hinrichtungen. Wie Schlink einst sagte, hätten wir schon längst mit den Tätern (in diesem Fall Henkern) abgeschlossen, wenn es wirklich alles Monster wären, ganz fremd, ganz anders, mit denen wir nichts gemein haben. Auf diese Weise wird der Leser zu einem moralischen Urteil herausgefordert.
Fazit: ⭐⭐⭐⭐⭐
5 Sterne und eine Leseempfehlung von mir!
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Der Henker, ein anständiger Mensch
Jens Rostek verknüpft die Lebensgeschichten zweier ungewöhnlicher Menschen, die des letzten britischen Chief Executioners Rupert Beaufort (angelehnt an Albert Pierrepoint) und die eines, freilich erfundenen, international bejubelten …
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Der Henker, ein anständiger Mensch
Jens Rostek verknüpft die Lebensgeschichten zweier ungewöhnlicher Menschen, die des letzten britischen Chief Executioners Rupert Beaufort (angelehnt an Albert Pierrepoint) und die eines, freilich erfundenen, international bejubelten Konzertpianisten namens Sandro Magazzano.
Scharfrichter bedurften einer behördlich anerkannten Qualifikation, die man in Jahren einer Ausbildung als Assistent eines Chief Executioners erwarb. Rupert Beauforts Vater und Onkel waren bereits anerkannte Henker. Während ersterer dem Suff verfiel und früh starb, wurde letzterer der älteste seiner Profession. Rupert wuchs gewissermaßen damit auf und konnte so nach frühem Schulabgang seinen Lebensplan, Hangman zu werden, umsetzen. Jens Rostek schildert hochinteressant seinen beruflichen Werdegang auch mit Beschreibung spezieller Täter. Seinen Mann ernährte diese Tätigkeit nicht, weil weil sie im Nebenberuf ausgeführt und pro Fall, aber nicht sonderlich gut bezahlt wurde. Ruperts Ehrgeiz besteht darin, den Todeskandidaten respektvoll zu begegnen und die Hinrichtung schmerzfrei und zügig, in wenigen Sekunden durchzuführen, so schnell, dass er eine abgelegte Zigarre weiterrauchen konnte. Rupert ist ein hochanständiger Scharfrichter. Im Hauptberuf war Beaufort Gastwirt. Zwischen den Weltkriegen bis in die Fünfzigerjahre hinein war die Scharfrichtertätigkeit gesellschaftlich angesehen und wurde allgemein wertgeschätzt. Rupert Beaufort übte eine nach allgemeiner Ansicht notwendige Tätigkeit aus, die die Gesellschaft von Mördern und Hochverrätern und nach dem Krieg auch von zahlreichen deutschen Kriegsverbrechern befreit. Sein Ansehen im Hauptberuf litt nicht darunter, vielleicht sogar im Gegenteil. Im Laufe der Zeit sollte sich das ändern. Spektakuläre Justizirrtümer wurden nicht den Richtern, sondern dem vollziehenden Henker angekreidet. Die allgemeine Haltung zur Todesstrafe wandelte sich ins Gegenteil.
Sandro Magazzano ist ein italienisches Landkind, dessen außergewöhnliche musikalische Begabung von einer betagten russischen früher gefeierten Konzertpianistin erkannt wird. Sie bildet ihn über Jahre aus und stellt ihn der Kunstwelt vor. Er ist in weiten Teilen ein Gegenbild des nüchtern rationalen Beaufort. Ein empfindsamer Künstler, der ganz für seine Musik lebt. Leider gerät dieses vielversprechende Talent in die Fänge einer geschäftstüchtigen besitzergreifenden Frau, die seine Managerin und auch dominierende Ehefrau wird. Nur kurz lernt er in Abwesenheit seiner Ehefrau die Liebe in Gestalt einer französischen Musikerin kennen, einer freigeistigen, Konventionen verachtenden Frau. Sie gewinnt sein Herz, ihr widmet er seine Kunst. Nachdem sie in seiner Garderobe ermordet aufgefunden worden war, erklärt er sich, obwohl unschuldig, zum Mörder, weil sein Leben sinnlos geworden war. Zum Tode verurteilt begegnet er Rupert Beaufort. In der letzten Nacht gibt er noch einmal ein unvergleichliches Konzert, dem nur seiner Henker zuhören. Rupert erkannt blitzartig seine Unschuld, führt die Hinrichtung aber nach allen Regeln der Kunst aus.
Jens Rostek hat ein hochinteressantes Portrait zweier Menschen verfasst und beschreibt zeitgleich ein Zeitbild Großbritanniens der Dreißiger bis Fünfziger Jahre. Ich habe es mit großem Interesse gelesen und möchte es deshalb geschichtlich und psychologisch Interessierten weiterempfehlen.
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Ein Beruf wie kein anderer.
Bei der Berufsbezeichnung Henker denkt man meist ans Mittelalter und längst vergangene Zeiten. Aber der Beruf reicht viel weiter in unsere moderne Zeit hinein.
Dieses Buch schildert den Lebensweg von Rupert Beaufort, dem Spross einer erfolgreichen britischen …
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Ein Beruf wie kein anderer.
Bei der Berufsbezeichnung Henker denkt man meist ans Mittelalter und längst vergangene Zeiten. Aber der Beruf reicht viel weiter in unsere moderne Zeit hinein.
Dieses Buch schildert den Lebensweg von Rupert Beaufort, dem Spross einer erfolgreichen britischen Scharfrichter-Dynastie.
Auf der anderen Seite lernt man den italienischen Künstler Sandro Magazzano kennen. Ein vielversprechendes Talent, der für seine Musik lebt. Als die Leiche seiner Geliebten gefunden wird, erklärt er sich selber zum Mörder, obwohl er unschuldig ist.
Und so führt das Schicksal die beiden Männer zusammen.
Der Autor hat beide Leben abwechseln in Szene gesetzt und ausführlich charakterisiert. Für Rupert ist sein Beruf auch Berufung, aber auch er ist ein Mensch mit Gefühlen. Er übt sein Amt gewissenhaft aus und sieht in den Verurteilten auch immer den Menschen.
Zwei Schicksale in den Fünfziger Jahren in England, auf tragische Weise miteinander verbunden. Das Buch hat mich sehr berührt und auch die Frage nach dem Sinn der Todesstrafe aufgeworfen. Kann man diesen Beruf wirklich mit seinem Gewissen vereinbaren? Sehr interessant war auch der Blick auf sein Umfeld, wie die Gesellschaft darauf reagiert. Wer möchte schon mit einem Henker befreundet sein?
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