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Das çapulcu redaktionskollektiv untersucht in DELETE! die aktuelle Transformation des Kapitalismus - und damit auch der Machtverhältnisse - durch den 'Technologischen Angriff'.Der Einfluss der Tech-Giganten auf die Ökonomisierung der entlegensten Lebensbereiche nimmt stetig zu, während klassische politische Institutionen an Bedeutung verlieren. Soziale Punktesysteme verlängern mit ihrem permanenten 'Rating' und 'Scoring' die Reichweite der lenkenden Disziplinierung weit über die direkte Ausbeutung im Arbeitsverhältnis hinaus.Doch mit welchen Methoden und Zukunftsvisionen überformen Unternehmen…mehr

Produktbeschreibung
Das çapulcu redaktionskollektiv untersucht in DELETE! die aktuelle Transformation des Kapitalismus - und damit auch der Machtverhältnisse - durch den 'Technologischen Angriff'.Der Einfluss der Tech-Giganten auf die Ökonomisierung der entlegensten Lebensbereiche nimmt stetig zu, während klassische politische Institutionen an Bedeutung verlieren. Soziale Punktesysteme verlängern mit ihrem permanenten 'Rating' und 'Scoring' die Reichweite der lenkenden Disziplinierung weit über die direkte Ausbeutung im Arbeitsverhältnis hinaus.Doch mit welchen Methoden und Zukunftsvisionen überformen Unternehmen wie Facebook, Google, Amazon & Co. unsere Kommunikation und unser Denken? Wie verändern sich angesichts einer zunehmend digitalisierten Fremdbestimmung die Bedingungen für Autonomie und soziale Revolte? Und wie lässt sich die beabsichtigte Vereinzelung und Entsolidarisierung bekämpfen?Im Zentrum des Buches steht erneut die Selbstbehauptung, also der vielfältige Widerstand gegen den umfassenden technologischen Angriff unserer Zeit. »Dabei fällen wir nicht«, so die Autor_innen, »das lächerliche Urteil, dass Technologie grundsätzlich 'schlecht' ist. Aus welcher - ohnehin historisch bedingten - Ethik heraus sollten wir das auch tun? Wir sagen, sie ist Gewalt und sozialer Krieg. Unsere Kritik richtet sich deshalb vielmehr gegen die technologische Aneignung von Lebensprozessen.«
Autorenporträt
çapulcu redaktionskollektivçapulcus sind (türkisch) 'Wegelagerer' bzw. 'Nichtsnutze'. Der damalige Ministerpräsident Erdogan versuchte mit dieser Bezeichnung, die Regierungsgegner_innen der breiten Revolte 2013 zu diffamieren. Statt über die Gezi-Proteste in Istanbul zu Beginn des Aufstands zu berichten, ließ Erdogan eine Pinguin-Dokumentation im Staats-Fernsehen zeigen. Der Widerstand machte daraufhin den Pinguin zu seinem Symbol. Die Revoltierenden nannten sich fortan çapulcus.Das çapulcu redaktionskollektiv ist eine Gruppe technologie-kritischer Aktivist_innen und Hacktivist_innen, die seitdem ihre Arbeit solidarisch in diesen Kontext stellt. Sie veröffentlicht Texte in verschiedenen linken Medien, bringt regelmäßig Broschüren heraus und bietet Diskussionen, Seminare und Schulungen für linke Aktivist_innen, Journalist_innen und Anwält_innen an.