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Yolande hat seit fünfzig Jahren das Haus nicht mehr verlassen - seitdem man ihr den Kopf kahlgeschoren hat, weil sie sich während des Zweiten Weltkriegs mit deutschen Soldaten eingelassen hatte. Was draußen passiert, beobachtet sie durch ein Loch im Fensterladen. Ihr Bruder Bernard, ein ehemaliger Eisenbahner, opfert sich für sie auf, während er selbst gegen den unausweichlichen Krebstod kämpft. Gemeinsam und jeder für sich klammern sie sich verzweifelt an den Rest Leben, der ihnen noch geblieben ist.In der Nähe entsteht die neue Autobahn A26. Gelegen inmitten endloser brauner Felder, wird die…mehr

Produktbeschreibung
Yolande hat seit fünfzig Jahren das Haus nicht mehr verlassen - seitdem man ihr den Kopf kahlgeschoren hat, weil sie sich während des Zweiten Weltkriegs mit deutschen Soldaten eingelassen hatte. Was draußen passiert, beobachtet sie durch ein Loch im Fensterladen. Ihr Bruder Bernard, ein ehemaliger Eisenbahner, opfert sich für sie auf, während er selbst gegen den unausweichlichen Krebstod kämpft. Gemeinsam und jeder für sich klammern sie sich verzweifelt an den Rest Leben, der ihnen noch geblieben ist.In der Nähe entsteht die neue Autobahn A26. Gelegen inmitten endloser brauner Felder, wird die Baustelle mit ihren Betongruben zum Grab für leichtsinnige oder vom Pech verfolgte Frauen. Vor dem Hintergrund der trostlosen Landschaft des nordfranzösischen Pas-de-Calais mit ihrem niedrigen Himmel entspinnen sich Dramen des Alltags, die die Figuren auf ihre Vergangenheit zurückwerfen und deren Fatalität sie nicht entkommen.
Autorenporträt
PASCAL GARNIER (1949-2010) war Romancier, Verfasser von Kurzgeschichten, Kinderbuchautor und Maler. In den Bergen der Ardèche, wo er zu Hause war, schrieb er seine in noir-gefärbten Bücher, zu deren Protagonisten er sich durch die einfachen Menschen der Provinz inspirieren ließ. Obwohl seine Prosa zumeist sehr dunkel im Tonfall ist, glitzert sie aufgrund seines trockenen Humors und der schrullig schönen Bilder. Immer wieder mit Georges Simenon verglichen, ist Pascal Garnier der König des französischen Roman noir.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur Dlf Kultur-Rezension

Rezensent Thomas Wörtche liest Pascal Garniers Roman Noir mit Spannung. Wie der Autor einmal mehr die düstere Provinz ausleuchtet, hier, indem er deutsch-französische Geschichte, namentlich die Kollaboration, als Urgrund des Übels darstellt, das entlang der Autoroute 26 in Gestalt der verwahrlosten Geschwister Bonnet sein Unwesen treibt, nennt Wörtche beklemmend und gewalttätig. Die tiefschwarze Dichte des schmalen Buches und wie es naturalistische und symbolische Zustandsdiagnose vereint, findet er bemerkenswert.

© Perlentaucher Medien GmbH