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Ein Mensch steigt früh am Morgen auf einen Berg. Sobald es dunkel ist, will er einen letzten Schritt tun. Schon immer lagen der Tod und das Glück für Gerold Ebner nah beieinander. Als Kind hat er seinen ersten Toten gesehen. Später hat er zwei Menschen eigenhändig den Tod gebracht: Er erlöste seine Mutter vom terrorisierenden Großvater und seinen besten Freund von dessen Leiden. Doch ist er damit zum Mörder geworden? Noch einmal entscheidet sich Gerold gegen das Gesetz und findet so sein eigenes Glück, das ihm der Tod wieder nimmt ...
Hans Platzgumer, geboren 1969 in Innsbruck, lebt in Bregenz. Er studierte an der Musikhochschule in Wien, absolvierte ein Filmmusik-Studium in Los Angeles und veröffentlicht in unterschiedlichen Formationen elektronische Musik und Gitarrenmusik. Er schreibt Romane, Essays, Hörspiele, Opern, Theatermusik und Songs. Sein Roman 'Am Rand' stand 2016 auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises, bei btb erschien zuletzt im Taschenbuch 'Drei Sekunden Jetzt'.
Produktdetails
- btb .71622
- Verlag: btb
- Seitenzahl: 208
- Erscheinungstermin: 10. September 2018
- Deutsch
- Abmessung: 185mm x 116mm x 22mm
- Gewicht: 218g
- ISBN-13: 9783442716227
- ISBN-10: 3442716225
- Artikelnr.: 49958479
Herstellerkennzeichnung
btb Taschenbuch
Neumarkter Straße 28
81673 München
produktsicherheit@penguinrandomhouse.de
"Ruhig, packend, voller feiner Beobachtungen." Karen Krüger, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 28.11.16 "Man wird mitgerissen in einem Erzählstrom, dem es sowohl an Analyse als auch an Tiefe nicht fehlt. ... Es ist Platzgumers stärkste erzählerische Kraft, dass er seine Figuren sehr gut kennt und erspürt. Wenn wir diesen Roman lesen, fühlen wir uns in einem wirklich möglichen Leben angekommen. ... Man fragt sich zuweilen, wie es gelingen kann, dass jemand mit solcher Intensität und gleichzeitiger Gelassenheit über die größten Gefühle so nachdrücklich schreiben kann." Sandra Hoffmann, Deutschlandfunk, 12.09.16 "Das in aller Beiläufigkeit präsentierte, aber deshalb umso erschütterndere Protokoll eines umfassenden Scheiterns." Christoph
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Schröder, Tagesspiegel, 25.07.16 "Hans Platzgumer hat einen irritierenden, fesselnden Roman vorgelegt." BR2, 06.06.16 "Es ist eine ungeheure Lebensbeichte, die Gerold Ebner, der auf diesem Gipfel steht, abliefert. Lakonisch erzählt er Ungeheuerliches. Und doch sehr Verständliches. ... Es packt einen auf eine sehr stille Weise, dieses Buch. Und das ist eine besondere Qualität." Christine Westermann, WDR 2 Bücher, 13.03.16 "Hans Platzgumers Roman 'Am Rand' ist ein packendes, dramaturgisch gelungenes, in präziser Sprache verfasstes Buch mit politischem Hintergrund." Eva Schobel, Ö1 ex libris, 21.02.16 "Allmählich gewinnt der Roman einen Sog, wie man ihn sonst nur erlebt, wenn man in einen Abgrund blickt. Vier Menschen müssen ihr Leben lassen. Das ist im Vergleich zu einem durchschnittlichen Fernsehabend nicht viel, aber bei Platzgumer geht es einem viel mehr an die Nieren." Thomas Kretschmer, BR2 Zündfunk, 15.02.16 "In seinem traurig-schönen Roman hinterfragt Hans Platzgumer radikal gängige Moralvorstellungen und warnt vor voreiligen Urteilen." ORF ZiB, 12.02.16 "Bei aller Härte mit großer Lakonie und trockenem Humor geschrieben." Christian Schachinger, Der Standard, 08.02.16 "'Am Rand' ist spannend bis zuletzt. Eine Art literarischer Cliffhanger auf rund 200 Seiten." Theresa Hübner, SWR2 Forum Buch, 07.02.16 "Platzgumer setzt ein Drama in Gang, das lakonisch und ohne Pathos daherkommt. Komposition, Rhythmus, Klang, Stimme: Der Autor hört sich beim Schreiben genau zu. Am Rand spiegelt sein Gespür für Melodie und Komposition." Susanne Schaber, Die Presse, 06.02.16 "Selten in jüngerer Zeit entfaltete eine sprachlich exzellent komponierte Geschichte ähnlich soghafte Wirkung (...) Ganz große Erzählkunst, ehrlich, tief berührend." Werner Krause, Kleine Zeitung, 05.02.16 " 'Am Rand' ist kein Buch, das einen an der Hand nimmt, so billig kommt man nicht davon, hier wird man mitgerissen in menschliche Abgründe und auch gleich wieder aus ihnen heraus." Wolfgang Popp, Ö1 Morgenjournal, 01.02.16 "'Am Rand' ist ein Roman ohne ein Gramm Fett." Thomas Edlinger, FM4, 31.01.16 "Beklemmend nennt man solche Lebensbeichten gemeinhin. Das Wort 'fesselnd' trifft es viel besser. Hans Platzgumer hat eine sehr feine Art zu schreiben, er schafft Nähe und Distanz zugleich." Christine Westermann, WDR5 Bücher, 30.01.16 "Platzgumer erweist sich als außerordentlicher Erzähler und Geschichtenfinder." Wolfgang Paterno, profil, 25.01.16
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eBook, ePUB
Gerold Ebner macht sich früh am Morgen auf in Richtung Gipfel des Bocksbergs. Er hat etwas zu erledigen, das will er alleine und in Ruhe tun. In Etappen geht es bergauf und in Etappen lässt er sein Leben Revue passieren. Zunächst seine Herkunft, die Mutter, die als Prostituierte …
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Gerold Ebner macht sich früh am Morgen auf in Richtung Gipfel des Bocksbergs. Er hat etwas zu erledigen, das will er alleine und in Ruhe tun. In Etappen geht es bergauf und in Etappen lässt er sein Leben Revue passieren. Zunächst seine Herkunft, die Mutter, die als Prostituierte arbeitet und nicht weiß, wer sein Vater ist. Sein Großvater, herrisch und bestimmend und dessen Tod eine Erleichterung für die gebeutelte Mutter ist. Seine Liebe zu Elena, die nie in einer Ehe oder richtigen Familie mündete. Und seine Freundschaften, die von der Kindheit bis in den Tod halten. Der Tod ist es auch, der den Takt und die Einschnitte bestimmt und der am Ende als letzter auf den Protagonisten noch wartet.
„Am Rand“ – für mich eher am Abgrund, ein Leben immer an der Grenze, kurz vor dem Absturz, nie wirklich in den ruhigen Fahrwassern in der Mitte. In gelassenem Ton lässt Platzgumer seinen Protagonisten erzählen, die äußere Chronologie ebenso wie die seines Daseins gliedern die Erzählung und so passt ein ganzes Leben in einen einzigen Tag. Auch der Gegenspieler des selbigen schlägt seine Pflöcke ein und sucht schon früh die Bekanntschaft mit dem Protagonisten, der sich die Frage stellen muss, ob es gerechtfertigte Tode gibt und ob man Mitschuld immer als etwas Negatives sehen muss – kann dies nicht auch Befreiung sein? Die Mutter befreit er von dem übermächtigen Großvater, den Freund vom aussichtslosen Leiden, die Geliebte von der unerfüllten Mutterschaft und sich selbst? Es ist absehbar, worauf die Handlung von der ersten Seite an hinsteuert, es bleibt die Frage nach dem Warum, die gleich mehrfach beantwortet wird und sich am Ende umformuliert in die Frage nach der Sinnhaftigkeit des Lebens und der Menge an Kraft, die es lohnt aufzubringen – oder eben nicht.
Hans Platzgumer wurde für seinen Roman mit der Nominierung auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis 2016 honoriert. Thematisch reißt er die ureigenen Fragen nach dem Dasein des Menschen und dem Sinn des Lebens auf – allemal eine Nominierung wert. Interessant ist die Deutung der Frage nach der Schuld; der Autor wagt es die üblichen Wege in schwarz-weiß zu verlassen und stimmt der Leser mit seinem Protagonisten ein, macht er sich womöglich mitschuldig. Gibt es einen gerechtfertigten Mord? Dürften oder sollten wir ihn dann überhaupt Mord nennen? Trotz der Schwere und Bedeutung der Thematik liest sich der Roman jedoch recht eingängig und nur leicht melancholisch, wir dürfen uns den angerissenen Fragen stellen, werden aber nicht von diesen erschlagen, was ein wahrhaftiges Kunststück ist.
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