Unendlicher Spaß - Wallace, David Foster

David Foster Wallace 

Unendlicher Spaß

Roman. Ausgezeichnet mit dem Hieronymusring 2009 und dem Preis der Leipziger Buchmesse, Kategorie Übersetzung 2010

Aus d. amerikan. Engl. v. Ulrich Blumenbach
Gebundenes Buch
 
2 Kundenbewertungen
**** sehr gut
Sofort lieferbar
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
40 ebmiles sammeln
EUR 39,95
Alle Preise inkl. MwSt.


Produktbeschreibung zu Unendlicher Spaß

DAS literarische Ereignis in diesem Jahr!

Vor einem Jahr nahm sich David Foster Wallace, einer der wichtigsten Vertreter der amerikanischen Literatur, das Leben. Sechs Jahre lang hat Ulrich Blumenbach an der Übersetzung von Wallaces Opus magnum gearbeitet, dem größten Übersetzungsprojekt in der Geschichte des Verlags.
Unendlicher Spaß - so nannte James Incandenza seinen Film, der Menschen, die ihn anschauen, so verhext, dass sie sich nicht mehr von ihm lösen können und dabei verdursten und verhungern. Sein Sohn Hal, ein Tenniswunderkind mit außergewöhnlichen intellektuellen Fähigkeiten, studiert an der Enfield Tennis Academy (ETA), die von seinem Vater gegründet wurde. Hier sowie im nahe gelegenen Ennet-House, einem Entziehungsheim für Drogenabhängige, spielt ein Teil der überbordenden Handlung, die jeden literarischen Kosmos sprengt - in einem leicht in die Zukunft versetzten Amerika, das mit Kanada und Mexiko die Organisation der nordamerikanischen Nationen bildet und von radikalen Separatisten in Kanada bekämpft wird.
1996 erschien Infinite Jest in den USA und machte David Foster Wallace über Nacht zum Superstar der Literaturszene. Nicht allein der schiere Umfang, sondern vor allem die sprachliche Kreativität, die ungeheure Themenvielfalt, die treffsichere Gesellschaftskritik, scharfe Analyse sowie der Humor machen den Roman zum Meilenstein der amerikanischen Literatur. Namhafte Autoren von Dave Eggers bis Jonathan Franzen sehen in diesem Buch ein Vorbild für ihr Schaffen. Ulrich Blumenbach hat sechs Jahre lang an der Übersetzung gearbeitet, und seine kongeniale Übertragung ins Deutsche gibt deutschsprachigen Lesern nun endlich die Möglichkeit, das Buch kennenzulernen.

Produktinformation


  • Abmessung: 221mm x 142mm x 61mm
  • Gewicht: 1453g
  • ISBN-13: 9783462041125
  • ISBN-10: 3462041126
  • Best.Nr.: 26365769
"Alles und noch mehr' könnte eine Beschreibung dieses Romans sein. -- Don DeLillo

Das Buch ist 1646 Seiten dick, und es gibt nicht einen einzigen müßigen Satz ... Ich las das Buch mit 25 und ich verbrachte einen Monat mit nichts anderem ... Wenn Sie nach einem Monat Lektüre aus diesen Seiten heraustreten, sind Sie ein besserer Mensch. Es ist verrückt, aber auch schwer zu leugnen. Ihr Verstand ist gestärkt, weil er einen Monat lang trainiert wurde, und was noch wichtiger ist, Ihr Herz ist praller. -- Dave Eggers aus dem Vorwort 2006

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 22.08.2009

Medusa in der Selbsthilfegruppe

Wenn Schrecken und Spaß sich gegenseitig hochschrauben: Warum man den Roman "Unendlicher Spaß" von David Foster Wallace unbedingt lesen muss.

Von Richard Kämmerlings

Wenn man über Romane sagt, ihre Lektüre entschädige für die Anstrengung, sie sei eine Arbeit, die sich auszahlt und belohne die Hartnäckigkeit und Geduld des Lesers, oder welche der Kritikerphrasen mehr sind, dann lächeln die Verleger und ihre Pressedamen meist tapfer, obgleich sie wissen: Mit solch vergiftetem Lob werden sie kein Stück davon verkaufen. Wer mag sich schon gern selbst quälen?

Doch was tun mit einem Buch, das schon auf dem Umschlag mit dem Leser einen üblen Scherz zu treiben scheint? "Unendlicher Spaß" heißt da ein Roman, der doch allein schon ob seines schieren Umfangs von tausendfünfhundert Seiten unendliche Mühe verspricht. Soll man das etwa lustig finden, wenn man weiß, dass der Übersetzer jahrelang an der Eindeutschung seiner langen, irrwitzig verschachtelten Satzgebilde gearbeitet hat (F.A.Z. vom 18. August), dass der sprachverliebte Autor ein Faible für die Verwendung seltener, in keinem Wörterbuch zu …

Weiter lesen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 22.08.2009

Die Verabschiedung der Ironie
Endlich auch auf Deutsch: „Unendlicher Spaß”, der große Roman des amerikanischen Schriftstellers David Foster Wallace
Wahrscheinlich muss man doch mit seinem Selbstmord anfangen. Schließlich hängt David Foster Wallace seit dem
12. September 2008, dem Tag, an dem er sich in seiner Garage einen Strick knotete, über seinem eigenen Werk. Wallace wurde nur 46 Jahre alt, am Ende hatte er die Depressionen, unter denen er seit seiner Jugend litt, nicht mehr ausgehalten. All die selbstironischen Sprüche, die er im Verlauf seines Lebens geklopft hatte – „Ich hatte mit 20 eine Art Midlifecrisis, weshalb ich in Sachen Langlebigkeit schlechte Karten haben dürfte”, sagte er in einem Interview – färbten sich im Nachhinein tiefschwarz ein. Wie heißt es doch in „Unendlicher Spaß”: „Witze waren oft die Flaschen, in denen klinisch depressive Menschen ihre gellendsten Hilferufe nach jemandem aussendeten, der sich um sie kümmern sollte.”
Sein Tod schickte Schockwellen durch die Literaturwelt. Es gab vier öffentliche Gedenkveranstaltungen, und aus den Nachrufen war zu spüren, wie massiv dieser Tod viele umzutreiben …

Weiter lesen

Perlentaucher-Notiz zur FR-Rezension

Der Titel dieses so umfangreichen Romans ist weniger als Versprechen denn als Drohung zu verstehen. Wie auch der manchmal einfach als "Unterhaltung" betitelte Film gleichen Namens in seinem Zentrum für den, der ihn sieht, mehr oder minder tödlich ist. Dies alles, so der Rezensent Guido Graf, ist nichts anderes als ein "gnadenloser Abgesang auf eine von der Unterhaltungsindustrie vereinnahmte Gesellschaft". Und das wäre, da besteht bei Foster Wallace kein Zweifel, die unsere, nicht nur in ihrer amerikanischen Version. Beschrieben wird sie als von Süchten und "kultureller Hirnerweichung" zerfressen, und zwar nicht zuletzt am Beispiel einer Familie: Der zur Zeit der Rahmenhandlung durch Selbstmord gestorbene Vater John Incandenza hat den tödlichen Film-Spaß gedreht, außerdem eine Tennis-Akademie gegründet, die nun sein Sohn, der Lexikonauswendiglerner, das Mathe- und Sprachgenie Hal besucht. Neben der Tennis-Akademie ist, erfahren wir, eine Drogenentzugsanstalt namens Ennet House ein zentraler Schauplatz. Hamlet spielt im Hintergrund eine wichtige Rolle, alle sind von "Anhedonie", also der Unfähigkeit, irgendwie echte Freude zu …

Weiter lesen

"Alles und noch mehr" könnte eine Beschreibung dieses Romans sein." (Don DeLillo)

"Das Buch ist 1646 Seiten dick, und es gibt nicht einen einzigen müßigen Satz ... Ich las das Buch mit 25 und ich verbrachte einen Monat mit nichts anderem ... Wenn Sie nach einem Monat Lektüre aus diesen Seiten heraustreten, sind Sie ein besserer Mensch. Es ist verrückt, aber auch schwer zu leugnen. Ihr Verstand ist gestärkt, weil er einen Monat lang trainiert wurde, und was noch wichtiger ist, Ihr Herz ist praller." (Dave Eggers aus dem Vorwort 2006)

"Alles und noch mehr' könnte eine Beschreibung dieses Romans sein. Don DeLillo Das Buch ist 1646 Seiten dick, und es gibt nicht einen einzigen müßigen Satz ... Ich las das Buch mit 25 und ich verbrachte einen Monat mit nichts anderem ... Wenn Sie nach einem Monat Lektüre aus diesen Seiten heraustreten, sind Sie ein besserer Mensch. Es ist verrückt, aber auch schwer zu leugnen. Ihr Verstand ist gestärkt, weil er einen Monat lang trainiert wurde, und was noch wichtiger ist, Ihr Herz ist praller. Dave Eggers aus dem Vorwort 2006
David Foster Wallace, geb. 1962 geboren, gilt als einer der wichtigsten Vertreter der amerikanischen Literatur. Er studierte Philosophie und unterrichtete zuletzt Creative Writing am Pomona College in Claremont, Kalifornien. David Foster Wallace starb am 12. September 2008.

Blick ins Buch "Unendlicher Spaß"

Andere Kunden interessierten sich auch für

Kundenbewertungen zu "Unendlicher Spaß" von "David Foster Wallace"

Durchschnittliche Kundenbewertung 3.5 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen **** sehr gut
(aus 2 Bewertungen)

Bewertung von zitroenler aus Quedlinburg am 22.06.2011 ***** ausgezeichnet
Da ich diesen Roman tatsächlich von Deckel zu Deckel gelese habe, verstehe ich die Irritationen bei denjenigen, die 400 Seiten hinter sich gebracht haben (dort aufzuhören ist unglücklich) - um sich dann zu ergeben.
Zugegeben: Es bedarf wohl - sofern man damit nicht beruflich assoziert ist - einer persönlichen Extremsituation, um dieses Buch wirklich durchzuhalten. Dann allerdings - es steigert sich über die letzten Hunderte von Seiten - entfaltet es eine Kraft, die ich keinem anderen Buch je zugetraut hätte. Es kann retten. Wer die Kritik am Dauerironismus der Postmoderne nicht verstanden hat, ist natürlich schlecht bedient. D.F.W. ist ein abstrakte Konzepte nutzender Herzblutschreiber von unerhörter Art. "Endlich hat mal jemand die Wahrheit geschrieben, und keiner hat's gemerkt", sagte ein Freund, der sich den Text ebenfalls vollständig angetan hat. Und antun muss man ihn sich. Er ist eine Zumutung.
Niemals hätte ich es für möglich gehalten, dass ein einzelner Mensch derartiges zustande bringen würde, einen Roman, der mühelos alles nur Vorstellbare verschluckt - auch alles Erträgliche. Ohne dabei eitel verspielt zu sein. Das Ding ist bitter ernst (und nicht etwa "pubertär". Es wirkt nur vielleicht so - zunächst - und das hat seinen Sinn.)
Der Roman hätte auch Anlass sein können für eine Debatte zur strikten Trennung von Autor und Erzähler. Hier ist oft ganz klar nicht zu trennen. Das Ganze ist wie ein gigantischer Hilfeschrei, der in gescheiter Literaturwissenschaftelei untergegangen ist.
Besonders beeindruckend: das Finale um Gately und die zirkuläre Struktur des Gesamtwerks.

Diese Buch sprengt in jeder Hinsicht alles mir Bekannte.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich? JA NEIN
Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von Berni aus Koblenz am 02.08.2010 ***** weniger gut
Nur bedingt empfehlenswert, da teilweise schlechte Tonqualität (Moderation zu leise, viele Nebengeräusche). Zu teuer für derart beiläufige und lieblose Produktion. Gelesene Texte machen neugierig auf das Buch; die 2 CD's können jedoch die Lektüre nicht ersetzen.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Audio CD

0 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich? JA NEIN
Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Sie kennen "Unendlicher Spaß" von David Foster Wallace ?
Tipp: Stöbern Sie doch mal ein wenig durch ausgewählte aktuelle Bewertungen in unserem Shop

8 Marktplatz-Angebote für "Unendlicher Spaß" ab EUR 9,00

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
leichte Gebrauchsspuren 9,00 4,90 Banküberweisung Versandantiquariat Ralph Budde 99,5% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 12,00 5,00 Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung Marckwald 99,9% ansehen
wie neu 18,40 6,00 Banküberweisung raidue 100,0% ansehen
gebraucht; gut 19,95 4,49 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), PayPal, offene Rechnung, Banküberweisung Gebrauchtbücher logistik 100,0% ansehen
wie neu 30,00 4,00 Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung Eliah 98,7% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 32,00 4,50 Banküberweisung skröbück 100,0% ansehen
wie neu 38,35 0,00 Banküberweisung georghebel 95,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 39,56 4,50 Selbstabholung und Barzahlung, PayPal, Banküberweisung chrlew01 100,0% ansehen

Mehr von

Mehr zum Thema

Andere Kunden kauften auch

Artikelseite zu "Unendlicher Spaß" Drucken

David Foster Wallace 

Unendlicher Spaß

Unendlicher Spaß - Wallace, David Foster

Roman. Ausgezeichnet mit dem Hieronymusring 2009 und dem Preis der Leipziger Buchmesse, Kategorie Übersetzung 2010

Aus d. amerikan. Engl. v. Ulrich Blumenbach

  • Einband: Gebunden
  • Gebundenes Buch 
 
  • EUR 39,95
  • Alle Preise inkl. MwSt.
  • 40 Webmiles sammeln
  • kaufen
  • Sofort lieferbar

Andere Ausgaben:
Produktinformation
  • Abmessung: 221mm x 142mm x 61mm
  • Gewicht: 1453g
  • ISBN-13: 9783462041125
  • ISBN-10: 3462041126
  • Best.Nr.: 26365769

Leseprobe zu "Unendlicher Spaß"

Bitte klicken Sie auf die Navigation oder das Artikelbild, um in "Unendlicher Spaß" von "Wallace, David Foster" zu blättern!


Leseprobe

Produktbeschreibung zu "Unendlicher Spaß"

Beschreibung

DAS literarische Ereignis in diesem Jahr!

Vor einem Jahr nahm sich David Foster Wallace, einer der wichtigsten Vertreter der amerikanischen Literatur, das Leben. Sechs Jahre lang hat Ulrich Blumenbach an der Übersetzung von Wallaces Opus magnum gearbeitet, dem größten Übersetzungsprojekt in der Geschichte des Verlags.
Unendlicher Spaß - so nannte James Incandenza seinen Film, der Menschen, die ihn anschauen, so verhext, dass sie sich nicht mehr von ihm lösen können und dabei verdursten und verhungern. Sein Sohn Hal, ein Tenniswunderkind mit außergewöhnlichen intellektuellen Fähigkeiten, studiert an der Enfield Tennis Academy (ETA), die von seinem Vater gegründet wurde. Hier sowie im nahe gelegenen Ennet-House, einem Entziehungsheim für Drogenabhängige, spielt ein Teil der überbordenden Handlung, die jeden literarischen Kosmos sprengt - in einem leicht in die Zukunft versetzten Amerika, das mit Kanada und Mexiko die Organisation der nordamerikanischen Nationen bildet und von radikalen Separatisten in Kanada bekämpft wird.
1996 erschien Infinite Jest in den USA und machte David Foster Wallace über Nacht zum Superstar der Literaturszene. Nicht allein der schiere Umfang, sondern vor allem die sprachliche Kreativität, die ungeheure Themenvielfalt, die treffsichere Gesellschaftskritik, scharfe Analyse sowie der Humor machen den Roman zum Meilenstein der amerikanischen Literatur. Namhafte Autoren von Dave Eggers bis Jonathan Franzen sehen in diesem Buch ein Vorbild für ihr Schaffen. Ulrich Blumenbach hat sechs Jahre lang an der Übersetzung gearbeitet, und seine kongeniale Übertragung ins Deutsche gibt deutschsprachigen Lesern nun endlich die Möglichkeit, das Buch kennenzulernen.

22.08.2009

Medusa in der Selbsthilfegruppe

Wenn Schrecken und Spaß sich gegenseitig hochschrauben: Warum man den Roman "Unendlicher Spaß" von David Foster Wallace unbedingt lesen muss.

Von Richard Kämmerlings

Wenn man über Romane sagt, ihre Lektüre entschädige für die Anstrengung, sie sei eine Arbeit, die sich auszahlt und belohne die Hartnäckigkeit und Geduld des Lesers, oder welche der Kritikerphrasen mehr sind, dann lächeln die Verleger und ihre Pressedamen meist tapfer, obgleich sie wissen: Mit solch vergiftetem Lob werden sie kein Stück davon verkaufen. Wer mag sich schon gern selbst quälen?

Doch was tun mit einem Buch, das schon auf dem Umschlag mit dem Leser einen üblen Scherz zu treiben scheint? "Unendlicher Spaß" heißt da ein Roman, der doch allein schon ob seines schieren Umfangs von tausendfünfhundert Seiten unendliche Mühe verspricht. Soll man das etwa lustig finden, wenn man weiß, dass der Übersetzer jahrelang an der Eindeutschung seiner langen, irrwitzig verschachtelten Satzgebilde gearbeitet hat (F.A.Z. vom 18. August), dass der sprachverliebte Autor ein Faible für die Verwendung seltener, in keinem Wörterbuch zu …

mehr

22.08.2009

Die Verabschiedung der Ironie
Endlich auch auf Deutsch: „Unendlicher Spaß”, der große Roman des amerikanischen Schriftstellers David Foster Wallace
Wahrscheinlich muss man doch mit seinem Selbstmord anfangen. Schließlich hängt David Foster Wallace seit dem
12. September 2008, dem Tag, an dem er sich in seiner Garage einen Strick knotete, über seinem eigenen Werk. Wallace wurde nur 46 Jahre alt, am Ende hatte er die Depressionen, unter denen er seit seiner Jugend litt, nicht mehr ausgehalten. All die selbstironischen Sprüche, die er im Verlauf seines Lebens geklopft hatte – „Ich hatte mit 20 eine Art Midlifecrisis, weshalb ich in Sachen Langlebigkeit schlechte Karten haben dürfte”, sagte er in einem Interview – färbten sich im Nachhinein tiefschwarz ein. Wie heißt es doch in „Unendlicher Spaß”: „Witze waren oft die Flaschen, in denen klinisch depressive Menschen ihre gellendsten Hilferufe nach jemandem aussendeten, der sich um sie kümmern sollte.”
Sein Tod schickte Schockwellen durch die Literaturwelt. Es gab vier öffentliche Gedenkveranstaltungen, und aus den Nachrufen war zu spüren, wie massiv dieser Tod viele …

mehr

Kundenbewertungen zu "Unendlicher Spaß" von "David Foster Wallace"

Durchschnittliche Kundenbewertung (aus 2 Bewertungen):
3.5 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen ****
sehr gut
Bewertung von zitroenler aus Quedlinburg am 22.06.2011
*****
ausgezeichnet
Da ich diesen Roman tatsächlich von Deckel zu Deckel gelese habe, verstehe ich die Irritationen bei denjenigen, die 400 Seiten hinter sich gebracht haben (dort aufzuhören ist unglücklich) - um sich dann zu ergeben.
Zugegeben: Es bedarf wohl - sofern man damit nicht beruflich assoziert ist - einer persönlichen Extremsituation, um dieses Buch wirklich durchzuhalten. Dann allerdings - es steigert sich über die letzten Hunderte von Seiten - entfaltet es eine Kraft, die ich keinem anderen Buch je zugetraut hätte. Es kann retten. Wer die Kritik am Dauerironismus der Postmoderne nicht verstanden hat, ist natürlich schlecht bedient. D.F.W. ist ein abstrakte Konzepte nutzender Herzblutschreiber von unerhörter Art. "Endlich hat mal jemand die Wahrheit geschrieben, und keiner hat's gemerkt", sagte ein Freund, der sich den Text ebenfalls vollständig angetan hat. Und antun muss man ihn sich. Er ist eine Zumutung.
Niemals hätte ich es für möglich gehalten, dass ein einzelner Mensch derartiges zustande bringen würde, einen Roman, der mühelos alles nur Vorstellbare verschluckt - auch alles Erträgliche. Ohne dabei eitel verspielt zu sein. Das Ding ist bitter ernst (und nicht etwa "pubertär". Es wirkt nur vielleicht so - zunächst - und das hat seinen Sinn.)
Der Roman hätte auch Anlass sein können für eine Debatte zur strikten Trennung von Autor und Erzähler. Hier ist oft ganz klar nicht zu trennen. Das Ganze ist wie ein gigantischer Hilfeschrei, der in gescheiter Literaturwissenschaftelei untergegangen ist.
Besonders beeindruckend: das Finale um Gately und die zirkuläre Struktur des Gesamtwerks.

Diese Buch sprengt in jeder Hinsicht alles mir Bekannte.
Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch
War diese Bewertung für Sie hilfreich? JANEIN
1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Bewertung von Berni aus Koblenz am 02.08.2010
*****
weniger gut
Nur bedingt empfehlenswert, da teilweise schlechte Tonqualität (Moderation zu leise, viele Nebengeräusche). Zu teuer für derart beiläufige und lieblose Produktion. Gelesene Texte machen neugierig auf das Buch; die 2 CD's können jedoch die Lektüre nicht ersetzen.
Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Audio CD
War diese Bewertung für Sie hilfreich? JANEIN
0 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Sie kennen "Unendlicher Spaß" von David Foster Wallace ?
Dann geben Sie bitte hier Ihre Bewertung ab
Tipp: Stöbern Sie doch mal ein wenig durch ausgewählte aktuelle Bewertungen in unserem Shop
Perlentaucher-Notiz zur FR-Rezension

22.08.2009

Der Titel dieses so umfangreichen Romans ist weniger als Versprechen denn als Drohung zu verstehen. Wie auch der manchmal einfach als "Unterhaltung" betitelte Film gleichen Namens in seinem Zentrum für den, der ihn sieht, mehr oder minder tödlich ist. Dies alles, so der Rezensent Guido Graf, ist nichts anderes als ein "gnadenloser Abgesang auf eine von der Unterhaltungsindustrie vereinnahmte Gesellschaft". Und das wäre, da besteht bei Foster Wallace kein Zweifel, die unsere, nicht nur in ihrer amerikanischen Version. Beschrieben wird sie als von Süchten und "kultureller Hirnerweichung" zerfressen, und zwar nicht zuletzt am Beispiel einer Familie: Der zur Zeit der Rahmenhandlung durch Selbstmord gestorbene Vater John Incandenza hat den tödlichen Film-Spaß gedreht, außerdem eine Tennis-Akademie gegründet, die nun sein Sohn, der Lexikonauswendiglerner, das Mathe- und Sprachgenie Hal besucht. Neben der Tennis-Akademie ist, erfahren wir, eine Drogenentzugsanstalt namens Ennet House ein zentraler Schauplatz. Hamlet spielt im Hintergrund eine wichtige Rolle, alle sind von "Anhedonie", also der Unfähigkeit, irgendwie echte Freude zu …

mehr

Rezension

"Alles und noch mehr' könnte eine Beschreibung dieses Romans sein. -- Don DeLillo

Das Buch ist 1646 Seiten dick, und es gibt nicht einen einzigen müßigen Satz ... Ich las das Buch mit 25 und ich verbrachte einen Monat mit nichts anderem ... Wenn Sie nach einem Monat Lektüre aus diesen Seiten heraustreten, sind Sie ein besserer Mensch. Es ist verrückt, aber auch schwer zu leugnen. Ihr Verstand ist gestärkt, weil er einen Monat lang trainiert wurde, und was noch wichtiger ist, Ihr Herz ist praller. -- Dave Eggers aus dem Vorwort 2006

Rezension

"Alles und noch mehr" könnte eine Beschreibung dieses Romans sein." (Don DeLillo)

"Das Buch ist 1646 Seiten dick, und es gibt nicht einen einzigen müßigen Satz ... Ich las das Buch mit 25 und ich verbrachte einen Monat mit nichts anderem ... Wenn Sie nach einem Monat Lektüre aus diesen Seiten heraustreten, sind Sie ein besserer Mensch. Es ist verrückt, aber auch schwer zu leugnen. Ihr Verstand ist gestärkt, weil er einen Monat lang trainiert wurde, und was noch wichtiger ist, Ihr Herz ist praller." (Dave Eggers aus dem Vorwort 2006)

Rezensionen und Kritik

"Alles und noch mehr' könnte eine Beschreibung dieses Romans sein. Don DeLillo Das Buch ist 1646 Seiten dick, und es gibt nicht einen einzigen müßigen Satz ... Ich las das Buch mit 25 und ich verbrachte einen Monat mit nichts anderem ... Wenn Sie nach einem Monat Lektüre aus diesen Seiten heraustreten, sind Sie ein besserer Mensch. Es ist verrückt, aber auch schwer zu leugnen. Ihr Verstand ist gestärkt, weil er einen Monat lang trainiert wurde, und was noch wichtiger ist, Ihr Herz ist praller. Dave Eggers aus dem Vorwort 2006

Autorenporträt zu "David Foster Wallace"

David Foster Wallace, geb. 1962 geboren, gilt als einer der wichtigsten Vertreter der amerikanischen Literatur. Er studierte Philosophie und unterrichtete zuletzt Creative Writing am Pomona College in Claremont, Kalifornien. David Foster Wallace starb am 12. September 2008.

8 Marktplatz-Angebote für "Unendlicher Spaß" ab EUR 9,00
Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
leichte Gebrauchsspuren 9,00 4,90 Banküberweisung Versandantiquariat Ralph Budde 99,5% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 12,00 5,00 Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung Marckwald 99,9% ansehen
wie neu 18,40 6,00 Banküberweisung raidue 100,0% ansehen
gebraucht; gut 19,95 4,49 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), PayPal, offene Rechnung, Banküberweisung Gebrauchtbücher logistik 100,0% ansehen
wie neu 30,00 4,00 Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung Eliah 98,7% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 32,00 4,50 Banküberweisung skröbück 100,0% ansehen
wie neu 38,35 0,00 Banküberweisung georghebel 95,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 39,56 4,50 Selbstabholung und Barzahlung, PayPal, Banküberweisung chrlew01 100,0% ansehen

nach oben

BelletristikRomane & ErzählungenOrte & LänderUSANew YorkNew York-ManhattanSan Francisco