Der entfesselte Globus - Trojanow, Ilija

Der entfesselte Globus

Reportagen

Ilija Trojanow 

 
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Der entfesselte Globus

Nur wer unterwegs ist, kann irgendwo ankommen - Reiseimpressionen aus Afrika, Asien und Bulgarien.

Ilija Trojanow ist auf allen Kontinenten zu Hause, und was er zu berichten hat, geht weit über die Schönheit der Landschaften oder die Fremdheit der Sitten hinaus. Er erzählt, wie die Menschen leben: in dem nicht zur Ruhe kommenden Afrika, in den Megacitys Indiens oder in Bulgarien, dem Land seiner Geburt. Neugierig und offen, kritisch und selbstkritisch mit dem Autor des Weltensammlers als Reisebegleiter sieht man die Welt in einem anderen Licht.


Produktinformation

  • Verlag: Dtv
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 196 S. 191 mm
  • Seitenzahl: 194
  • dtv Taschenbücher Bd.13930
  • Deutsch
  • Abmessung: 191mm x 121mm x 18mm
  • Gewicht: 192g
  • ISBN-13: 9783423139304
  • ISBN-10: 3423139307
  • Best.Nr.: 29742058
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 05.04.2008

Alle Grenzen sind nur Zusammenflüsse
„Der entfesselte Globus”: Ilija Trojanow mag alle Menschen auf dieser Welt, nur die nicht, die zu Hause bleiben
In Wien ist Ilija Trojanow eine Werbung aufgefallen. Ein „Qualitätsscout” von McDonald’s „steht vor einem Kartoffelfeld und sagt: ‚Ich habe immer geglaubt, die Pommes kommen aus Djibuti.‘” Dabei kommen sie natürlich, wie alle Wiener McDonald’s-Produkte, aus Österreich. Das arme Djibuti, das wohl kaum je Kartoffeln exportiert hat, muss für eine x-beliebige Fremde herhalten, gegen die sich das Einheimische einer Fastfood-Zutat hervortun darf. „Djibuti”, bemerkt Trojanow zutreffend, „wird benutzt wie früher Timbuktu”. Inzwischen denken wir bei Timbuktu an etwas anderes, das kaum mehr mit dem realen Timbuktu zu tun haben mag als die Kartoffeln mit Djibuti. Immerhin denken wir an etwas, nämlich an Weltmusik, an Ry Cooder und Ali Farka Touré, und das findet Trojanow auch nicht unbedenklicher als die Reklame vom McDonald’s: „Aus Afrika kommen nur Versatzstücke für unsere übersättigte und gelangweilt dahinplätschernde Kultur.”
Ein schlechtes Beispiel für kulturelle Selbstbedienung …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 10.02.2008

Der Menschensammler
Flammen, Gerüche, Bilder: Ilija Trojanows beeindruckende Reportagen / Von Anne Zielke

Den "Weltensammler" hatte ich eher zufällig in die Hände bekommen. Ich kannte zwar den Namen Trojanow, hatte aber noch nie ein Buch von ihm gelesen, und ich hätte mir das seitenreiche Buch, das von einem eher obskuren Thema zu handeln schien (was geht mich ein Offizier des neunzehnten Jahrhunderts an, der in Indien Sprachen lernt, verkleidet nach Mekka reist und dann zu Fuß durch halb Afrika?), wahrscheinlich nicht gekauft. Irgendjemand hat es mir geschenkt. Es lag wochenlang herum. Eines Tages blätterte ich darin, fing an zu lesen, stieß auf die Stelle, an der Burtons Lebensnotizen nach seinem Tod verbrannt werden. Was für eine Szene: Im Feuer fangen auf einmal auch die Buchstaben an sich zu verändern, der Satzbau biegt sich, aus den Flammen steigen Gerüche, Bilder der Vergangenheit, und noch bevor der Satz zu Ende ist, ist man ganz woanders und blickt mit dem jungen Burton ins brennende lange Haar einer Leiche, die gerade am Strand von Bombay bestattet wird. So einen Satz hatte ich noch nie gelesen. Aus der Vergangenheit ist Gegenwart …

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Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Ilija Trojanow ist in der Welt zuhause und erstattet von unterwegs den Daheimgebliebenen Bericht. Versteht man den Rezensenten Christoph Bartmann richtig, dann ist die Welt von Bombay bis Nairobi dabei niemals Projektionsfläche von Exotismen, und zwar ganz programmatisch nicht: All jenen, die sich beim Fremden bedienen, ohne sich einzulassen, gilt, ganz im Gegenteil, Trojanows ausdrückliche Kritik. Er ist vielmehr für die Symmetrie der Verhältnisse und erkennt in einer überall, wenn auch jeweils anders, anzutreffenden Hybridisierung das Allgemeine einer global differenzierten Gegenwart. Christoph Bartmann vermag diese Einstellung zwar nicht als Allheilmittel für die Probleme zu begreifen. Daran, dass er lesend ausgesprochen gerne mit Trojanow in den unterschiedlichsten Weltgegend unterwegs ist, ändert das aber nichts.

© Perlentaucher Medien GmbH
Ilija Trojanow, geb. 1965 in Bulgarien, aufgewachsen in Kenia, studierte und arbeitete viele Jahre in Deutschland. Seit 1998 lebt er in Bombay. Trojanow ist Autor, Herausgeber und Verleger. Er beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit afrikanischer Geschichte, Kultur und Literatur. Der Autor erhielt zahlreiche Preise: 1995 den Bertelsmann-Literaturpreis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt, ein Aufenthaltsstipendium im Künstlerhaus Schloß Wiepersdorf sowie ein Arbeitsstipendium des Deutschen Literaturfonds e.V., 1996 den Marburger Literaturpreis, 1997 den Viktor-von-Scheffel-Preis und Thomas-Valentin-Preis der Stadt Lippstadt und 2000 den Adelbert-von-Chamisso-Preis. 2009 wurde ihm der Preis der Literaturhäuser verliehen und 2010 wurde er als 'poetischer Chronist der großen Exil- und Migrationsphänomene der Moderne' mit dem Würth-Preis geehrt.

Leseprobe zu "Der entfesselte Globus"

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