Der Junge im gestreiften Pyjama
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Der Junge im gestreiften Pyjama

Regie: Herman, Mark; Darsteller: Butterfield, Asa; Heyman, David; Horgan, Cara; Scanlon, Jack; Beattie, Amber; Farmiga, Vera; Thewlis, David; Hancock, Sheila; Johnson, Richard; Friend, Rupert; Norton, Jim; Buchvorl.: Boyne, John; Musik: Horner, James; Buch: Herman, Mark; Kamera: Delhomme, Benoît;
DVD
 
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Der Junge im gestreiften Pyjama

Als Bruno Anfang der Vierzigerjahre Berlin verlässt, verliert er seine Freunde. Am neuen Arbeitsort seines Vaters, einem Nazioffizier, ist er zunächst sehr allein. Bis er jenseits des Hauses und eines Waldstücks ein merkwürdiges Lager und hinter der Umzäunung einen gleichaltrigen jüdischen Jungen entdeckt. Warum alle hier, wie er glaubt, gestreifte Schlafanzüge tragen, versteht er genauso wenig wie das Verbot der Eltern, dieses Terrain zu betreten. Aus der Begegnung entwickelt sich Freundschaft. Weil jede Figur modellhaft etwas repräsentiert - Ideologien, Verhaltensmuster, Charaktertypen - wirkt die Verfilmung von John Boynes Bestseller mitunter etwas plakativ und didaktisch. Aber um Lernen geht es auch, um einen Zugang, den gerade junge Zuschauer zu einem Thema finden sollen, das eine kontinuierliche Auseinandersetzung erfordert. Und diesen macht Mark Hermans sechster Film mit einer ungewöhnlichen Perspektive möglich, die von außen und aus Kinderaugen einen Blick auf das Grauen des systematischen Massenmords wirft.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag

Bruno ist der achtjährige Sohn eines Offiziers aus dem Dritten Reich. Als der Vater als Aufseher eines Vernichtungslagers aufs Land versetzt wird, muss ihm die gesamte Familie folgen. Bruno fühlt sich einsam. Auf seinen verbotenen Streifzügen durch die Wälder gelangt er an den Zaun des Arbeitslagers. Dort lernt er den gleichaltrigen Shmuel kennen und zwischen den ungleichen Jungen entsteht eine enge, aber auch gefährliche Freundschaft.

Bonusmaterial

Audiokommentar von Regisseur Mark Herman und Autor John Boyne; Featurette "Freundschaft, die Zäune überwindet"; Zusätzliche Szenen; Wendecover


Produktinformation

  • Hersteller: Studiocanal
  • EAN: 4006680060644
  • Best.Nr.: 33775279
  • Artikeltyp: Film
  • Anzahl: 1
  • Datenträger: DVD
  • Erscheinungstermin: 6. Oktober 2011
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß §14 JuSchG
  • Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch
  • Untertitel: Deutsch, Englisch
  • Regionalcode: 2
  • Bildformat: 1:1, 85/16:9
  • Tonformat: Deutsch DD 5.1 ...
  • Gesamtlaufzeit: 90 Min.
Als Bruno (Asa Butterfield) Anfang der Vierzigerjahre Berlin verlässt, verliert er seine Freunde. Am neuen Arbeitsort seines Vaters, ein Nazioffizier, ist er zunächst sehr allein. Bis er jenseits des Hauses und eines Waldstücks ein merkwürdiges Lager und hinter der Umzäunung einen gleichaltrigen jüdischen Jungen entdeckt.

Warum alle hier, wie er glaubt, gestreifte Schlafanzüge tragen, versteht er genauso wenig wie das Verbot der Eltern, dieses Terrain zu betreten. Aus der Begegnung entwickelt sich Freundschaft, aus dem vermeintlichen Abenteuer eine Tragödie.

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Weil jede Figur modellhaft etwas repräsentiert - Ideologien, Verhaltensmuster, Charaktertypen - wirkt die Verfilmung von John Boynes Bestseller mitunter etwas plakativ und didaktisch. Aber um Lernen geht es auch, um einen Zugang, den gerade junge Zuschauer zu einem Thema finden sollen, das eine kontinuierliche Auseinandersetzung erfordert.

Und diesen macht Mark Hermans Film mit einer ungewöhnlichen Perspektive möglich, die von außen und aus Kinderaugen einen Blick auf das Grauen des systematischen Massenmords wirft.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
John Boyne wurde 1971 in Dublin, Irland, geboren, wo er auch heute lebt. Er studierte "Englische Literatur' und 'Kreatives Schreiben' in Dublin und Norwich. Er ist der Autor von sechs Romanen, darunter "Der Junge im gestreiften Pyjama", der zwei Irische Buchpreise gewann, für den "British Book Award" nominiert war und vor kurzem verfilmt wurde. John Boynes Romane wurden in über vierzig Sprachen übersetzt.

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Bewertung von Claudia aus Herzogenrath am 09.04.2013 ***** ausgezeichnet
Ein Film der zum Nachdenken anregt.
Einmal ansehen reicht nicht.

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Bewertung von Mel.E aus L. am 24.10.2011 ***** ausgezeichnet
Heute stelle ich euch einen Film vor, da ich endlich die Zeit gefunden habe ihn zu sehen. Nachdem ich schon das Buch gelesen hatte, wollte ich für den Film wirklich Zeit und Ruhe einplanen, da ich wusste, was mich erwartet. Ich denke, daß er gut und gerne 2 Monate im Schrank gestanden hat und ich mich fast nicht getraut habe ihn zu sehen. Den Holocaust im Bild zu sehen, war schlimmer als nur zu Lesen, daher wollte ich den Bericht jetzt auch nicht auf die lange Bank schieben, denn es ist mir sehr wichtig darüber zu schreiben, einfach um euch mitzunehmen in eine schlimme Zeit, damit solche Gräueltaten nie wieder passieren. Ich habe ein ganz anderes Bewusstsein bekommen und ich will nicht sagen Verständnis, aber schon den Kindern wurde gelehrt, daß Juden Abschaum sind, nicht besser als Tiere. Das sie verantwortlich sind dafür, daß Deutschland Krieg führen muss, daß sie dreckige Diebe sind. Aus Geschichtsbüchern weiß man, daß Juden schlaue Leute waren: Ärzte, Banker, Apotheker ........ In jedem Zeitalter waren sie das verfolgte Volk. Wer sich ein bißchen in der Bibel auskennt, weiß, daß sie schon immer verfolgt wurden und wer wie ich gerne historische Bücher liest, weiß, daß sie immer "Ausgestoßene" waren. Als Schmuel Bruno bekennt, daß er Jude ist, rückt Bruno ein klein wenig vom Zaun ab, denn er hat kurz davor erst im Schulunterricht davon gehört, was Juden für schlechte Menschen sind und nicht "einer" wäre gut. Es bedrückt ihn sehr und er will es auch nicht glauben, denn schließlich sind sie Freunde auch durch den Zaun der sie trennt. Nun sind wir schon mitten im Film und ich hoffe meine Einleitung hat euch nicht verwirrt, aber ich wollte einfach aufführen, daß Bruno schon von Anfang an nur Böses und Schlechtes über die Juden gelehrt bekommt und selbst nicht weiß, was er glauben soll. Ich werde später noch mehr dazu schreiben, denn viele wussten tatsächlich nicht was mit den Juden geschehen ist, für sie waren es normale Arbeitslager oder auch Gefängnisse. Das die Menschen dort vergast wurden, haben die wenigsten gewusst. Denn ihnen wurde etwas anderes suggeriert. Zumindest wird vieles in dem Film für die Familie komplett verschleiert.
Eine Begebenheit hat mich komplett aus der Fassung gebracht, denn Schmuel ist eines Tages im Haus anzutreffen, da er durch seine kleinen Hände bestens dazu geeignet ist Gläser zu putzen, da Brunos Vater Gäste erwartet. Bruno und er treffen aufeinander und flüstern zwar nur miteinander, aber freuen sich doch sich zu sehen. Bruno bietet Schmuel etwas zu essen an und dieser schlingt den Kuchen nur so herunter und wird dabei promt von Oberst Kötler erwischt. Bruno verleugnet seinen Freund und dieser wird hart bestraft, denn es dauert einige Zeit bis er wieder am Zaun sitzt und da hat er dann ein blutiges Auge. Bruno tut seine Lüge sehr leid und der versucht es Schmuel zu erklären. Schmuel der wahrscheinlich Gewalttätigkeiten schon zu Genüge kennengelernt hat, verzeiht ihm und sie reichen sich durch den Zaun hindurch die Hände zur Versöhnung. Diese Szenen fand ich sehr bewegend und musste ein paarmal schwer schlucken und habe ein paarmal überlegt, was Bruno dazu bewogen hat zu lügen und Schmuel des Diebstahls zu bezichtigen. War es nur die Angst vor Oberst Kötler oder war es die Angst darüber, daß herauskommt, das er beim Forschen im Wald dem Lager zu nah gekommen ist?
Zwei Jungen die sich in der Einsamkeit begegnen, der eine weil er sich langweilt und der andere weil er Ruhe sucht, vor den Grausamkeiten des Lagers. Auf eine der Szenen möchte ich noch eingehen und zwar sitzen sich die beiden gegenüber und der Zaun gibt Geräusche von sich und Bruno meint, er wäre nur für die Tiere gefährlich, damit sie nicht dem Lager entschwinden können und Schmuel antwortet: "Tiere? Nein, der Zaun hält die Menschen davon ab zu fliehen!" Ist das nicht traurig?

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