Die Diebin / Die Tochter des Magiers Bd.1 - Fink, Torsten

Torsten Fink 

Die Diebin / Die Tochter des Magiers Bd.1

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Die Diebin / Die Tochter des Magiers Bd.1

Eine faszinierende neue Heldin ist geboren!
Maru ist eine Sklavin. Auf sie wartet der Dienst in der Palastküche oder auf den Feldern vor der Stadt. Bis sie vom skrupellosen Grabräuber Tasil gekauft wird der Maru als Figur in seinem gefährlichen Spiel um Reichtum und Macht missbraucht. Und auch ein uralter Daimon namens Utukku entwickelt Interesse an der jungen Frau. Denn er hat erkannt, dass in den Adern der Sklavin das Blut der mächtigen Magier der Sümpfe fließt Ein neues All-Age -Fantasy-Debüt par excellence voller Magie, Abenteuer, Loyalität und Verrat!Das Schicksal von Maru wird junge wie erwachsene Leser begeistern!


Produktinformation

  • Verlag: Blanvalet
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 413 S.
  • Seitenzahl: 416
  • Blanvalet Taschenbuch Nr.26631
  • Deutsch
  • Abmessung: 183mm x 129mm x 35mm
  • Gewicht: 355g
  • ISBN-13: 9783442266319
  • ISBN-10: 3442266319
  • Best.Nr.: 25548173
"Ungewöhnliche Story mit Suchtfaktor." Petra

"Ungewöhnliche Story mit Suchtfaktor."
Torsten Fink, Jahrgang 1965, arbeitete lange als Texter, Journalist und literarischer Kabarettist. Er lebt und schreibt heute in Mainz.

Leseprobe zu "Die Diebin / Die Tochter des Magiers Bd.1"

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Leseprobe zu "Die Diebin / Die Tochter des Magiers Bd.1"

Eine mitleidlose Sonne stand hoch über der Wüste der Erschlagenen. Die roten Felsen des Glutrückens, die dem Reisenden in den Morgenstunden für kurze Zeit Schatten spendeten, warfen nun nur noch mehr Hitze in die Dünen. Die Luft flirrte. Bussarde ließen sich weit oben von den Aufwinden durch den gleißenden Himmel tragen. Es war die tote Stunde, die Zeit, in der sich selbst die Feuerkäfer im Sand vergruben, um der Sonne zu entfliehen.

Ausgerechnet jetzt tauchten zwei Punkte aus einer Senke auf. Es waren Reiter, die nahe den nackten Felsen dem endlosen Auf und Ab der Dünen folgten. Beide waren in weite, leichte Umhänge gehüllt und hatten ihre Kapuzen tief ins Gesicht gezogen. Es war still. Der schleppende Schritt ihrer Pferde im tiefen Sand war das einzige Geräusch.

Voran ritt eine hagere Gestalt, die im Sattel vornüberhing und nur dem Klang dieser Schritte zu lauschen schien. Ihr Pferd wirkte völlig erschöpft, getrockneter Schweiß stand auf seinen Flanken, und es ächzte, als es sich die Düne emporquälte. Auf der Hügelkuppe hielt der Reiter kurz an und drehte sich um. Sein misstrauischer Blick galt nicht seinem Begleiter, er suchte den Horizont ab. Aber da war nichts außer Sand und roten Felsen. Hinter ihnen und im Westen war endlose Wüste, aber vor ihnen, im Süden, zeichnete sich in der Ferne eine schwache graublaue Linie ab. Ein Lächeln schlich über die rissigen Lippen des Mannes. Mit einem Druck seiner Schenkel trieb er das Pferd wieder an. Hängenden Kopfes trottete es die Düne hinab. Bei jedem Schritt sank es tief in den fließenden Sand ein.

Der zweite Reiter war kleiner und leichter. Unter seiner Kapuze schaute ein bartloses Kinn hervor. Er kauerte müde auf einem Packsattel und ließ die Zügel schleifen. Sein Tier hatte außer dem Gewicht des Jungen auch noch einen großen ledernen Sack und viele kleinere, prall gefüllte Beutel zu tragen. Vielleicht wählte es deshalb einen anderen Weg die Düne hinauf, wo der sandige Hang sanfter anstieg.

Etwas veränderte sich. Der Hagere richtete sich auf und lauschte. Seine Nackenhaare hatten sich aufgestellt. Gefahr lag in der Luft. Er konnte es fühlen. Dann hörte er es. Ein gequältes Stöhnen entrang sich der Brust des zweiten Pferdes, dann ein ängstliches Schnauben.

"Onkel!", schrie eine helle Stimme entsetzt auf.

Der Mann riss sein Tier herum. Der Junge war nur zwei Dutzend Schritt hinter ihm und, warum auch immer, nicht in seiner Spur geritten. Jetzt saß er mit schreckgeweiteten Augen auf dem Packpferd. Das Tier schnaubte und kämpfte, aber je mehr es sich anstrengte, desto schneller versank es. Der Sand! Der ganze Hang war in Bewegung geraten, und dort, wo der Junge schrie, wuchs rasend schnell ein Trichter, der scheinbar die ganze Düne verschlingen wollte -und Reiter und Pferd mit ihr! Der Mann erstarrte für einen Augenblick, dann sprang er aus dem Sattel und rannte zurück "Onkel Tasil!" Die Stimme des Jungen überschlug sich in heller Panik.

Tasil fluchte. Der ganze Hang vor ihm war in Bewegung. Er blieb stehen und starrte gebannt auf den Boden. "Onkel!"

Tasil löste seinen Blick vom Sand. Er sah das Pferd, er sah den Jungen inmitten des Trichters. Es war zu weit. "Den Sack!", rief er. "Wirf mir den Sack zu!"

"Ich versinke!"

"Schneid ihn los und wirf ihn mir zu, dann wirst du leichter."

Das Pferd schnaubte und stöhnte. Der Schweiß troff ihm vom Fell, und seine Flanken zitterten. Mit jedem verzweifelten Schritt grub es sich tiefer in den Sand. Der Junge zog seine Beine erschrocken an, als sie den trügerischen Boden berührten. Der Trichter wuchs immer weiter. Tasil sah die Veränderung im Boden, sie kroch auf ihn zu. Er wich langsam Schritt um Schritt zurück. "Maru! Nimm dein Messer und schneid den Gurt durch! Ihr müsst leichter werden. Wirf mir den Sack zu! Dann hört es auf."

Jetzt erreichte der Sand den Packsattel. Der Junge keuchte entsetzt. Sein Atem ging hektisch, aber die Angst hatte ihn gelähmt.

"Maru, du Auswurf eines Schakals! Reiß dich zusammen! Versuch zu springen. Vergiss das verdammte Tier! Vom Rücken, du kannst vom Rücken aus hierherspringen. Und wirf mir den Sack zu!"

Der Junge nickte, zitternd versuchte er, auf den Packsattel zu klettern. Das Tier war schon fast bis zum Widerrist eingesunken. "Den Sack! Zuerst den Sack!"

Aber der Junge dachte nicht an den schweren Beutel. Ungelenk versuchte er einen Sprung, der viel zu kurz geriet. Sofort bildete sich ein neuer Trichter. Es dauerte nur wenige Augenblicke, und er war bis zur Hüfte eingesunken. Dabei war er immer noch zu weit von Tasil entfernt, sodass der ihm nicht helfen konnte - nur zusehen.

Zuerst versank das bis zuletzt kämpfende Pferd und mit ihm der lederne Sack, dann der Junge, mit in Todesangst weit aufgerissenen Augen. Tasil stand mit zusammengebissenen Zähnen am Rand des Trichters und wartete, bis es vorbei war. Der Sand füllte leise raschelnd die Vertiefungen auf, die die beiden Körper hinterlassen hatten, dann rührte sich nichts mehr. Tasil blickte zum Himmel. Die Bussarde waren verschwunden. Die Sonne stand immer noch am Scheitelpunkt ihrer Bahn und versengte mitleidlos jedem Geschöpf, das sich zu dieser Tageszeit in die offene Wüste wagte, die Haut. Es war die tote Stunde. Tasil bedachte sie mit einem Fluch. Dann stieg er auf sein Pferd und trieb es weiter nach Süden.

Die Dolche der Hakul Verlassen und leer liegt das Land zwischen den Roten Hügeln und dem Dhanis, und kein Korn Gerste fließt mehr von dort in die Kammern des Raik.

Kerva der Schreiber, Bericht für den Hohen Verwalter Die Nacht war angebrochen, und die Taube hatte am Ufer des Dhanis angelegt. Sie war ein gedrungenes Schilfboot, beinahe eher ein Floß, fast so breit wie lang, mit wenig Tiefgang und einem rechteckigen Segel am kurzen Mast. Im Bug waren Fässer, Ballen und Bündel gestapelt, im Heck gab es einen Verschlag für lebende Ware. Etwa zwei Dutzend Menschen drängten sich in dem engen Holzkäfig. Es waren Sklaven, Namenlose. Sie fanden kaum genug Platz, um zu sitzen, und sicher nicht genügend, dass in der Nacht alle gleichzeitig liegen und schlafen konnten. Sie saßen dicht an dicht, einige mit dem Rücken aneinandergelehnt, und unterhielten sich flüsternd.

"Ich dachte, wir würden es heute schaffen, und jetzt müssen wir noch eine Nacht in diesem Loch verbringen", sagte ein junger Mann.

"Ja, ich verstehe es auch nicht. Meine Knochen würden sich freuen, wenn ich sie mal wieder richtig ausstrecken könnte", bestätigte ein älterer.

Trotz der drangvollen Enge gab es eine schmächtige Gestalt, die alleine in einer Ecke des Käfigs saß. Es schien, als wollten die anderen ihr nicht zu nahe kommen. Zwei Krieger bewachten den Verschlag. Sie standen am Mast, und ihre Silhouetten zeigten, dass sie mit Speer und Schild bewaffnet waren.

Die Schiffsführer hatten die Taube in einer kleinen Bucht vertäut. Hier floss das Wasser des Stroms nur träge. Am Ufer hatte einst eine Siedlung gelegen, eingezwängt zwischen dem Dhanis und dem Höhenzug des Glutrückens, doch das Dorf war wohl schon vor langer Zeit zerstört worden.

Kundenbewertungen zu "Die Diebin / Die Tochter des Magiers Bd.1"

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Bewertung von Schwarze Rose am 02.08.2010 ***** ausgezeichnet
Sehr gute Geschichte, wie die junge Sklavin Maru Nehis langsam auf die Spuren ihrer Vergangenheit trifft. Mit interessanten Göttern, Völkern und Wesen. Bei dem 1. Teil hab ich etwas gebraucht mich rein zu lesen aber der 2. + 3. Teil sind dann einfach nur super da man dann richtig in der Geschichte ist. Würde ich auch nochmal lesen :-)

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Bewertung von sueorange am 05.06.2009 ***** ausgezeichnet
Gelungener Auftakt einer Fantasy- Trilogie. Maru Nehis ist eine junge Sklavin, deren Schicksal es sein sollte, in einer Palastküche oder auf den Feldern vor der Stadt ihren Dienst zu tun. Diesem entgeht sie, da der windige, durchtriebene Händler Tasil sie kauft, jedoch wird sie nun als Handlangerin in seinem intriganten Spiel um Macht und Reichtum missbraucht. Interessante Menschen und Wesen kreuzen ihren Weg, ein wundersamer Geschichtenerzähler, ein Magier und auch ein Dämon, der in Rätseln spricht und ein besonderes Interesse an ihr hat.

Zuerst erscheinen die fremdklingenden Namen etwas verwirrend, aber Dank des ausführlichen Personenverzeichnisses am Ende des Buches kommt man schnell damit zurecht. Der Schreibstil ist flüssig, die Charaktere sind wie die Umgebung bildhaft dargestellt. Beim Lesen eröffnet sich dem Leser eine fremde Kultur vor dem inneren Auge und die Geschichte, die immer wieder Überraschungen birgt, entwickelt einen eigenen Sog, der einen gefangen nimmt. Übrig bleibt nur der Wunsch, möglichst bald zu erfahren, wie es weitergeht.

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