Mensch ohne Hund / Inspektor Gunnar Barbarotti Bd.1 - Nesser, Håkan
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Håkan Nesser 

Mensch ohne Hund / Inspektor Gunnar Barbarotti Bd.1

Roman

Aus d. Schwed. v. Christel Hildebrandt
Broschiertes Buch
 
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Mensch ohne Hund / Inspektor Gunnar Barbarotti Bd.1

Der erste Fall für Inspektor Gunnar Barbarotti

Familie Hermansson hat sich versammelt, um zwei Geburtstage zu feiern: den 65. des gerade pensionierten Vaters Karl-Erik und den 40. der ältesten Tochter Ebba. Doch plötzlich verschwinden zwei Familienmitglieder spurlos, Sohn Walter und Enkel Henrik. Wurden Sie Opfer eines Verbrechens? Die scheinbar heile Familienwelt beginnt zu bröckeln - Inspektor Barbarotti ermittelt und stößt auf ziemlich unschöne Familiengeheimnisse und einen ungewöhnlichen Mörder ...

'Håkan Nessers Roman 'Mensch ohne Hund' ist mehr als ein Krimi' Süddeutsche Zeitung

'Tolle Charaktere, Spannung bis zum Ende: ein Meisterwerk.' Brigitte Extra

'Und wieder einmal muss man es sagen: Nie war Nesser besser.' Die Welt


Produktinformation

  • Verlag: Btb
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 541 S.
  • Seitenzahl: 544
  • btb Bd.73932
  • Deutsch
  • Abmessung: 190mm x 121mm x 40mm
  • Gewicht: 445g
  • ISBN-13: 9783442739325
  • ISBN-10: 3442739322
  • Best.Nr.: 25556577
"Wenn Nesser das Niveau hält, wird Inspektor Barbarotti einen größeren Eindruck hinterlassen als Kommissar Van Veeteren." (Östersunds-Posten)

"Und wieder einmal muss man es sagen: Nie war Nesser besser."

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 07.12.2007

Wo nur die Toten aussteigen
Håkan Nessers Roman „Mensch ohne Hund” ist mehr als ein Krimi
Im Sommer 2007 hatte Håkan Nessers Kommissar van Weteren seinen letzten Auftritt im deutschen Fernsehen. Der neue Nesser-Kommissar taucht in „Mensch ohne Hund” zum ersten Mal, und zwar erst auf Seite 193, auf. Ihn bringt ein lapidarer Satz zum Leben: „Inspektor Gunnar Barbarotti hätte auch ebenso gut Giuseppe Larsson heißen können.” Womit klar ist, dass es bei Nesser auf den Kommissar weniger ankommt als zum Beispiel auf Wallander bei Mankell. Dass der neue Roman unter anderem auch mit halb aufgeklärten Verbrechen zu tun hat und deswegen die Polizei darin auftaucht, ist noch kein Grund, ihn als Kriminalroman zu bezeichnen und damit in die zur Zeit bekannteste skandinavische Literaturschublade der deutschsprachigen Rezeption zu versenken.
Spielten einige frühere Nesser-Romane in einem abstrakt-nebligen Holland, so ist der Schauplatz Kymlinge im neuen Roman eindeutig Schweden: Eindeutiger schwedische Kleinstadt, irgendwo an der Westküste, geht kaum. Dass der Ort nicht real existiert, darauf macht der Verfasser vorbemerkend aufmerksam. Und verschweigt …


Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

"Peter Körtes Begeisterung für Hakan Nessers neuen Kriminalroman hält sich in Grenzen, wie er in seiner Besprechung in der FAZ am Sonntag bekundet. Dabei schätzt er Nesser als den besten Krimi-Autor Schwedens. Ein wenig wehmütig blickt er zurück auf die zehn Romane mit Kommissar Van Vetteren. In "Mensch ohne Hund" tritt ein neuer Kommissar auf, Gunnar Barbarotti. Wie Körte berichtet, ist er geschieden, hat eine 18-jährige Tochter, die bei ihm lebt, und eine Affäre. Wirklich aufregend scheint ihm Barbarotti nicht, ebenso wenig wie der Fall, den er in vorliegendem Roman zu lösen hat. Er bescheinigt dem Autor, seine Geschichte routiniert zu erzählen, die Ermittlungen gekonnt an einen toten Punkt zu treiben. Allerdings ist für Körte das Ende recht absehbar und so langweilt er sich ein wenig, lange bevor es erreicht ist. Wobei er es gelassen nimmt und erklärt, Schlüsse und Lösungen seien nie Nessers größte Stärke gewesen. Bezeichnend findet er es daher auch, dass Nessers seines Erachtens bester Roman, "Kim Novak badete nie im See von Genezareth", auch keine klassische Kriminalgeschichte sei.

© Perlentaucher Medien GmbH"

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 07.10.2007

Warum wir das Morden im Norden lieben

Unter den schwedischen Krimi-Exporten ist Håkan Nesser wohl der beste Schriftsteller. Nun hat er einen neuen Kommissar erfunden, der in "Mensch ohne Hund" zum ersten Mal ermittelt

Es gibt dort oben ja entschieden zu viele Mücken im Sommer, im Winter herrschen Dunkelheit und arktische Kälte, welche die Menschen in tiefste Schwermut treiben wie in den Filmen Ingmar Bergmans; auch sind in Deutschland nur wenige der Landessprache mächtig, und dennoch ist da eine große Gemeinde für alles Schwedische, nicht erst, seit wir dort auch Königin sind, lange bevor wir in Rom Papst waren. Wir leben zwischen Tischen, Sesseln und Lampen, die auf besonders nordische Namen hören. Und was den Kindern seit Jahrzehnten Astrid Lindgren ist, das sind den Erwachsenen schwedische Krimiautoren. Das Paar Sjöwall/Wahlöö hatte bis in die neunziger Jahre hinein eine Art Monopol für seine marxistisch inspirierten Romane, weil sonst kaum jemand Krimis schrieb, dann tauchte Henning Mankell auf, es kamen Leif GW Persson, Liza Marklund, Helene Tursten und Håkan Nesser. In Schweden erscheinen mittlerweile jährlich mehr als fünfzig …


kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Es dauert knapp 200 Seiten bis er das erste Mal auftaucht: Håkan Nessers neuer Kommissar. Gunnar Barbarotti ist - im Vergleich zu Van Veeteren - ein fast heiterer, zufriedener Mensch. Vielleicht liegt das am italienischen Blut in seinen Adern? Doch der Neue scheint in "Mensch ohne Hund" sowieso eine eher unbedeutende Rolle zu spielen: Nesser konzentriert sich ganz auf die akribische Beschreibung der Verhältnisse in der Familie Hermansson. Diese hat sich anlässlich eines Doppelgeburtstages zusammengefunden - Vater Karl-Erik wird 65, Tochter Ebba am gleichen Tag 40. Doch dann verschwindet Ebbas Bruder Walter plötzlich, eine Nacht später auch ihr Sohn Henrik. Ein Zufall? Nesser entwickelt die Geschichte über lange Strecken hinweg chronologisch, wobei er das ein oder andere Rätsel natürlich ungelöst lässt. Insgesamt interessieren den Schweden hier feinste psychologische Details viel mehr als die eigentliche Krimihandlung - was ihn mehr zum Philosophen als zum Thrillerautoren macht. (bl)

"Nach zehn Jahren hat Håkan Nesser Kommissar Van Veeteren aufgegeben. Auf die Bühne tritt Inspektor Gunnar Barbarotti. Und damit wird Nesser sowohl ernster als auch verspielter als je zuvor."
Håkan Nesser, geboren 1950, ist einer der interessantesten und aufregendsten Krimiautoren Schwedens. Für seine Kriminalromane um Kommissar Van Veeteren erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, sie sind in mehrere Sprachen übersetzt und wurden erfolgreich verfilmt. Daneben schreibt er Psychothriller, die in ihrer Intensität und atmosphärischen Dichte an die besten Bücher von Georges Simenon und Patricia Highsmith erinnern. "Kim Novak badete nie im See von Genezareth" oder "Und Piccadilly Circus liegt nicht in Kumla" gelten inzwischen als Klassiker in Schweden, werden als Schullektüre eingesetzt, und haben seinen Ruf als großartiger Stilist nachhaltig begründet. Håkan Nesser lebt mit seiner Frau derzeit in London und auf Gotland.

Leseprobe zu "Mensch ohne Hund / Inspektor Gunnar Barbarotti Bd.1"

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Dezember

Als Rosemarie Wunderlich Hermansson am Sonntag, dem 18. Dezember erwachte, war es kurz nach sechs, und sie hatte noch ein ganz klares Bild vor Augen.

Sie stand in einer Türöffnung und schaute auf einen fremden Garten hinaus. Es war Sommer oder früher Herbst. In erster Linie betrachtete sie zwei kleine, dicke, gelbgrüne Vögel, welche auf einer Telefonleitung zehn, fünfzehn Meter von ihr entfernt saßen, und jeder hatte eine Sprechblase im Schnabel.

Du musst dich umbringen, stand in der einen.

Du musst Karl-Erik umbringen, stand in der anderen.

Die Botschaft war an sie gerichtet. Es war sie, Rosemarie Wunderlich Hermansson, die sich umbringen sollte. Oder Karl-Erik töten. In diesem Punkt herrschte nicht der geringste Zweifel.

Letzterer war ihr Mann, und erst nach einigen Sekunden sah sie ein, dass diese beiden verrückten Aufforderungen natürlich aus etwas resultierten, das sie geträumt hatte - aber es war ein Traum gewesen, der sich schnell davongeschlichen und nur diese beiden bizarren Vögel auf der Leitung zurückgelassen hatte. Merkwürdig.

Für einen Moment blieb sie ganz ruhig auf der rechten Seite liegen und starrte in die Dunkelheit um sich herum, wartete auf eine fiktive Morgendämmerung, die sich wahrscheinlich im Augenblick noch im Bereich des Ural befand, und sah ein, dass es sich genau so verhielt. Die Vögel breiteten ihre abgerundeten Schwingen aus und flogen davon, während ihre Behauptung zurückblieb und nicht falsch verstanden werden konnte.

Sie oder Karl-Erik. So war das also. Es hatte ein oder zwischen den Sprechblasen gegeben, kein und. Das eine schloss das andere aus, und es erschien auch wie ... wie eine zwingende Notwendigkeit, dass sie sich für eine der beiden Alternativen entschied. Jesus Christus, dachte sie, schwang die Beine über die Bettkante und setzte sich auf. Wie hatte es nur dazu kommen können? Als ob diese Familie nicht schon genug Probleme hätte.

Doch als sie ihren Rücken streckte und die vertrauten Morgenschmerzen zwischen dem dritten und vierten Lendenwirbel spürte, kamen auch die Alltagsgedanken angeschlichen. Ein sicherer, wenn auch ziemlich langweiliger Balsam für die Seele. Sie empfing sie mit einer Art träger Dankbarkeit, schob die Hände in die Achseln und schlurfte ins Badezimmer. Man ist so schutzlos morgens, dachte sie. So nackt und bloß. Eine dreiundsechzigjährige Handarbeitslehrerin ermordet nicht ihren Mann, das ist vollkommen ausgeschlossen.

Sie war zwar außerdem auch noch Deutschlehrerin, aber das änderte die Tatsachen nicht nennenswert. Ließ sie in keiner Weise akzeptabler erscheinen. Was um alles in der Welt sollte es in dieser Frage für einen Unterschied machen, wenn sie Handarbeiten und Deutsch unterrichtete?

Das hieß dann wohl, der eigenen Wanderung im Jammertal ein Ende zu setzen, dachte Rosemarie Wunderlich Hermansson. Machte Licht, betrachtete ihr breites, glattes Gesicht im Spiegel und stellte fest, dass jemand ein Lächeln daraufgeklebt hatte.

Warum lächle ich?, fragte sie sich. Es gibt doch weiß Gott keinen Grund zum Lächeln. Mir ist es noch nie schlechter in meinem ganzen Leben gegangen, und in einer halben Stunde wacht Karl-Erik auf. Was hatte der Schulleiter gesagt? Das tief klingende Erz, das ... das was? ... das dem heranwachsenden Geschlecht den moralischen und wissenschaftlichen Resonanzboden verleiht? Wo zum Teufel hatte er das her? Dieses Gefasel. Jahrgang für Jahrgang, Generation für Generation, vierzig Jahre lang. Eine pädagogische Fichte.

Ja, Fläskbergson hatte Karl-Erik tatsächlich als pädagogische Fichte bezeichnet. Konnte darin ein Funken Ironie verborgen sein?

Vermutlich nicht, dachte Rosemarie Wunderlich Hermansson und pflügte mit ihrer elektrischen Zahnbürste tief in die rechte Wange hinein. Vera Ragnebjörk, ihre einzige Kollegin in Sachen Deutsch, das in der Kymlinge-Schule am Aussterben war, pflegte zu behaupten, dass Fläskbergson die ironische Dimension ganz und gar fehle. Weshalb man mit ihm nicht wie mit einem normalen Menschen sprechen konnte, und vermutlich war es diesem einzigartigen Mangel zu verdanken, dass er auch nach mehr als dreißig Jahren immer noch auf seinem Posten als Schulleiter saß.

Fläskbergson war nur ein Jahr jünger als Karl-Erik, aber gut und gern vierzig Kilo schwerer, und bis zu dem traurigen Tag vor fast acht Jahren, als seine Ehefrau Berit umgekommen war, nachdem sie in Kitzbühl aus einem Skilift gefallen war und sich das Genick gebrochen hatte, hatten sie miteinander verkehrt. Zu viert. Zu Bridgeabenden oder so. Eine Theaterreise nach Stockholm. Eine Katastrophenwoche auf Kreta. Rosemarie überlegte, dass sie Berit ein wenig vermisste, nicht jedoch Fläskbergson. Den Umgang mit ihm sozusagen.

Warum stehe ich eigentlich hier und verschwende meine kostbaren Morgenminuten damit, an diese eindimensionale Null zu denken?, fragte sie sich schließlich. Warum sehe ich nicht lieber zu, in aller Ruhe meine Morgenzeitung zu lesen? Offenbar bin ich dabei, die Kontrolle zu verlieren.

Aber auch bei Kaffee und Zeitung stellten sich keine besseren Gedanken ein. Es gab keine Lichtblicke. Als sie den Blick hob und auf die Küchenuhr schaute - ein Impulskauf bei IKEA für 49,50, vor langer Zeit, im Herbst 1979 und vermutlich unverwüstlich - zeigte diese zwanzig Minuten nach sechs, es würde noch mindestens siebzehn Stunden dauern, bis ihr die Gnade zuteil werden würde, wieder in ihr Bett kriechen zu dürfen und einen weiteren düsteren Tag mit seinen Ereignissen hinter sich zu legen. Und zu schlafen, nur zu schlafen.

Heute war Sonntag. Es war ihr zweiter Tag als glückliche Pensionärin, die letzte bedeutungsvolle Veränderung im Leben, bevor der Tod eintrat, wie eine freundliche Seele bemerkt hatte, und sie sagte sich, dass sie, hätte sie nur einen Zugang zu einer Waffe gehabt, bereits beim Aufwachen, als sie daran erstmals gedacht hatte, von ihr Gebrauch gemacht hätte. Sich eine Kugel in den Kopf geschossen, bevor Karl-Erik in seinem gestreiften Pyjama in die Küche gekommen wäre, bevor er sich gestreckt und erklärt hätte, er habe geschlafen wie ein Kind. Wenn diese Nahtod-Schilderungen stimmten, die sie gelesen hatte, hätte es anschließend interessant sein können, unter der Decke zu schweben und sein Mienenspiel zu betrachten, wenn er sie fände, über dem Tisch zusammengebrochen, den Kopf in einer großen, warmen Blutlache liegend.

Aber so etwas tut man nicht. Schon gar nicht, wenn man keine gute Waffe hat und auch ein wenig an die Kinder denken muss.

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Kundenbewertungen zu "Mensch ohne Hund / Inspektor Gunnar Barbarotti Bd.1"

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Bewertung von Leseratte am 27.07.2011 ***** sehr gut
Ich war sehr skeptisch, bevor ich dieses Buch gelesen hatte. Ich bin nämlich ein großer Fan von "Van Veeteren", dem "ersten" Komissar von Nesser. Aber inzwischen habe ich alle erschienen "Barbarotti" Bücher, das sagt glaube ich alles ! Wieder mal ein gelungenes Werk von Hakan Nesser.

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Bewertung von Grumi aus München am 22.03.2010 ***** ausgezeichnet
Ist mein erster Nesser-Buch und war echt begeistert. Fliessend aber ausführlich, man spürt die Geschichte und fühlt isch miiten in der Familiengeschichte. Preisgekrönt und zwar zu Recht !

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Bewertung von hasewue am 03.11.2009 ***** sehr gut
In seinem ersten Fall muss der geschiedene Inspektor Gunnar Barbarotti das mysteriöse Verschwinden von Walter Hermansson und seines Neffen Henrik Grundt in Kymlinge, einem Dorf in Schweden aufklären.
Zunächst erzählt Håkan Nesser in „Mensch ohne Hund“ ungefähr 200 Seiten lang die Vorgeschichte der einzelnen Protagonisten und stellt die verschiedenen Familienmitglieder vor.
Das Familienoberhaupt Karl – Erik Hermansson will zusammen mit seiner Tochter Ebba Hermansson Grundt seinen 65. Geburtstag bzw. ihren 40. Geburtstag feiern, als kurz vor der Familienfeier sein Sohn Walter verschwindet.
Zunächst wird nicht weiter darüber nachgedacht, da Walter das „schwarze Schaf“ der Familie ist und mit dem Gedanken gespielt wird, dass es sich mit irgendwelchen Bekanntschaften die Zeit vertreibt.
Erst als am Tag darauf Ebbas Sohn Henrik verschwindet wird die Polizei eingeschaltet und Inspektor Gunnar Barbarotti tritt mit seiner Kollegin Eva Backmann auf den Plan.
Die Geschichte beginnt zuerst schleppend, gewinnt aber stellenweise an Tempo und Spannung. Insgesamt aber plätschert die Handlung eher vor sich hin, was auch an den zähen Ermittlungen liegt, die sich über ein Jahr hinziehen. Auch steht eher die Familiengeschichte als die Ermittlung im Zentrum der Handlung.
Es passiert auch nichts wirklich prägendes, so dass man die Geschichte nicht wirklich im Gedächtnis behält.
Dennoch kann man das Buch durch Nessers authentischer Sprache gut lesen und die Geschichte ist leicht zugänglich.
Auch die verschiedenen Erzählperspektiven und die Einblicke in Barbarottis Privatleben sind gut und glaubwürdig erzählt.
Dennoch ist Gunnar Barbarotti zunächst eine eher unspektakuläre und farblose Figur, die nicht wirklich greifbar erscheint. Als Leser gewinnt man noch keinen bleibenden Eindruck, was sich aber in den weiteren Fällen ändern kann.
Letztendlich ist Barbarottis erster Fall angenehm zu lesen, mit etwas Spannung durch die Überlegung einer möglichen Verbindung der beiden Vermisstenfälle und den unklaren Zusammenhängen.
Håkan Nesser schafft es mit seinem ungewöhnlichen und beeindruckenden Schreibstil die Geschichte dem Leser schmackhaft zu machen.

3,5 von 5 Sternen!

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Bewertung von Bastian aus Kiel am 03.09.2009 ***** ausgezeichnet
Eher zufällig landete "Mensch ohne Hund" in meinem Warenkorb. Manchmal sind Zufälle gar nicht so übel ...

Alle Charaktere wirken authentisch, mit ihren Eigenheiten und Marotten. Jede einzelne Figur wird präzise aufgebaut, so als würde ein Gesicht langsam aus einem stück Holz herausgearbeitet. Nebenbei offenbaren sich immer mehr Untiefen in den Verhältnissen der Familie, man kann zusehen wie die heile Fassade immer mehr bröckelt. So wird man direkt in die Handlung gesogen - und kann das Buch nur schwer wieder aus den Händen geben. Inspektor Barbarotti stößt erst später dazu, so soll es sein. Welcher Kommisar wartet hinter der Hausecke und lauert auf den Mörder?
Immer wieder erlebt man dramatische Momente, wird gezielt in die Irre geführt. Bis sich dann langsam auf den nächsten Seiten auflöst, wie sich alles tatsächlich zugetragen hat. So erlebt man nicht nur die Handlung selber, sondern fährt immer wieder seinen eigenen kleinen Film.

Insgesamt ganz großes Lesevergnügen. Ich freue mich schon auf die nächsten Fälle des Kommisars Barbarotti. Wenn Nesser das Niveau halten kann, muss man sagen, dass es leider nur 5 Teile werden.

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Bewertung von luischens_mama aus dresden am 28.03.2009 ***** gut
als eingefleischter nesser- fan bin ich von diesem buch etwas enttäuscht und wurde arg auf die folter gespannt, denn ich war sehr auf "barbarotti" gespannt.
das erste drittel gibt tiefe einblicke in eine nach außen hin "heile familie", doch von inspektor barbarotti weit und breit kein wort.
ohne frage: eine absolut interessante story, wieder sind die personen in ihren handlungen, gedanken & emotionen in bester nesser- manier beschrieben.
vermutlich liegt meine gedämpfte begeisterung einfach darin begründet, dass ich vorher schon den 2. barbarotti- fall gelesen & genossen hab.

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Bewertung von Karita aus Chemnitz am 26.01.2009 ***** ausgezeichnet
Hakan Nesser`s Inspektor Barbarotti hat es in seinem ersten Fall nicht wirklich leicht. Er trifft auf eine Familie, die untereinander ihre Probleme haben. Am 20.12. am Tag des Geburtstages des Vaters und der ältesten Tochter verschwindet der Sohn und einen Tag später der Enkelsohn. Warum? Wieso? Weshalb? Mit diesen Fragen muss sich nun Barbarotti auseinandersetzen und bis zum Rätsels Lösung wird ein Jahr vergehen.
Wer Hakan Nesser kennt wird dieses Buch sehr mögen und für die "Neulinge" ist es ein guter Einstieg.

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