Der Waisenjunge Karl Siebrecht will im Berlin der
Zwischenkriegszeit Karriere machen. Er chauffiert verbotene
Frachten und dunkle Gestalten durch die Stadt und wird zum
Beobachter der Berliner Gesellschaft.
Rund zwei Jahrzehnte deutscher Geschichte erzählt dieser packende
Roman über einen großen Lebenstraum und den Preis des Geldes.
Die aktuelle Begeisterung für Hans Fallada, die sich an der Veröffentlichung philologisch korrekter Ausgaben und einiger Hörbuchveröffentlichungen festmachen lasse, steht in der Tradition stetiger Wiederentdeckungen dieses einstigen "Auflagenkrösus", meint Rezensent Jochen Hieber, der die Wellen dieser Wiederentdeckungen ausführlich schildert. Der "geradeheraus und überaus kraftvoll erzählte" Roman "Ein Mann will nach oben" stehe in Falladas Werk allerdings einzigartig da und verdiene einen Platz im literarischen Kanon direkt neben Döblins "Berlin Alexanderplatz", so Hieber weiter, den es umso mehr freut, dass der sprachlich wandlungsfähige Schauspieler Ulrich Noethen nun eine Hörfassung des Romans eingesprochen hat, die dessen Polyphonie an Stimmen in einer einzigen zu fassen kriege. "Es ist staunenswert", deklamiert der Rezensent ob dieser "Brillanz" und sieht den Sprecher im "Sprachparadies" angekommen. Einziger Makel: Der 760 Seiten zählende Roman wurde für die Lesung gekürzt, vom eigentlichen literarischen Text nicht gesonderte Zusammenfassungen überbrücken mögliche Verständnislücken - sehr zum Missfallen des Rezensenten.
"Eine Berliner Variante des amerikanischen Traums." Berliner Zeitung Der Waisenjunge Karl Siebrecht will im Berlin der Zwischenkriegszeit Karriere machen. Er chauffiert mit einem Pferdefuhrwerk verbotene Frachten und dunkle Gestalten durch die Stadt und wird zum Beobachter der Berliner Gesellschaft. "Ein Kaleidoskop aus zweieinhalb Jahrzehnten deutscher Geschichte, ein packender Roman über einen großen Lebenstraum und den Preis des Geldes. Karl Siebrecht ist eine der schönsten Figuren, die Fallada je erfand." Die Zeit
Rudolf Ditzen alias Hans Fallada , geb. 1893 in Greifswald als Sohn eines hohen Justizbeamten, besuchte ohne Abschluss das humanistische Gymnasium und absolvierte eine landwirtschaftliche Lehre. Von 1915-25 war er Rendant auf Rittergütern, Hofinspektor, Buchhalter, von 1928-31 Adressenschreiber, Annoncensammler, Verlagsangestellter. 1920 Roman-Debüt 'Der junge Goedeschal', seit 1931 freiberuflicher Schriftsteller. Mit dem vielfach übersetzten Roman 'Kleiner Mann was nun?' (1932) wurde Fallada weltbekannt. In der Zeit des Faschismus lebte er als 'unerwünschter Autor' zurückgezogen auf seinem Sechs-Morgen-Anwesen in Mecklenburg. 1945 siedelte er nach Berlin über und starb dort 1947. Weitere wichtige Werke: 'Bauern, Bonzen und Bomben' (1931), 'Wer einmal aus dem Blechnapf frißt' (1934), 'Wolf unter Wölfen' (1937), 'Der eiserne Gustav' (1938), 'Geschichten aus der Murkelei' (1938), 'Jeder stirbt für sich allein' (1947).
Trackliste zu "Ein Mann will nach oben, 8 Audio-CDs" von Ulrich Noethen
Hans Fallada: Ein Mann will nach oben
Ulrich Noethen liest im Rahmen der hr2-Hörbuchnacht 2012
Moderation: Manuela Reichart
Samstag, 13.Oktober 2012
Ab 20:00 Uhr / Einlass ab 19:00 Uhr
Hessischer Rundfunk (Sendesaal)
Bertramstr. 8, 60320 Frankfurt
Inhalt: Der Waisenjunge Karl Siebrecht will im Berlin der Zwischenkriegszeit Karriere machen. Er chauffiert verbotene Frachten und dunkle Gestalten durch die Stadt und wird zum Beobachter der Berliner Gesellschaft. Rund zwei Jahrzehnte deutscher Geschichte erzählt dieser packende Roman über einen großen Lebenstraum und den Preis des Geldes.
Die hochgelobte Lesung von Ulrich Noethen (Produktion: RBB) ist bei OSTERWOLDaudio erschienen.
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