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Die Wohlgesinnten (eBook)
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Produktinformation
- 2009
- Deutsch
- ISBN-13: 9783827070364
- ISBN-10: 3827070368
- Best.Nr.: 28190688
Produktbeschreibung zu "Die Wohlgesinnten (eBook)"
Beschreibung
Leseprobe zu "Die Wohlgesinnten (eBook)" von Jonathan Littell
Die Wohlgesinnten sind die fiktiven Erinnerungen des SSOffiziers
Maximilian Aue, Jahrgang 1913, Sohn eines deutschen Vaters und
einer französischen Mutter, promovierter Jurist, frühes
NSDAP-Mitglied. Es sind die verstörenden Erinnerungen an die
Schauplätze des Zweiten Weltkriegs und an das Grauen der Verfolgung
und Vernichtung der Juden von 1941 bis 1945, an die
Einsatzkommandos und Massenhinrichtungen in der Ukraine und im
Kaukasus, an Babi Jar, den Kessel von Stalingrad, an Auschwitz und
Krakau, das besetzte Paris und das kriegszerstörte Berlin. Es sind
die beklemmenden Erinnerungen an all seine Begegnungen mit den
Nazi-Größen: an Himmler, in dessen Persönlichen Stab Aue 1943
aufgenommen wird, an Abendessen mit Eichmann, an Höß oder Speer. Es
ist ein erschreckend detailgenauer Roman über die nazistischen
Verbrechen, erzählt aus der Perspektive eines Täters, der sich nach
Kriegsende in eine sichere Existenz nach Frankreich gerettet
hat.
Jonathan Littell
Die Wohlgesinnten
Roman
Aus dem Französischen
von Hainer Kober
Berliner Taschenbuch Verlag
Für die Toten
TOCCATA
Ihr Menschenbrüder, …
02.02.2008
Seid ihr überhaupt sicher, dass der Krieg vorbei
ist?
Heute beginnen wir mit dem Vorabdruck von Jonathan Littells Roman
"Die Wohlgesinnten", der fiktiven Lebensbeichte eines
SS-Mannes. Das Buch ist der Versuch zu erklären, was uns bis heute
unerklärlich scheint.
Von Frank Schirrmacher
Jonathan Littells Roman "Die Wohlgesinnten" erscheint
Ende Februar in deutscher Sprache. 1381 Seiten, geschrieben aus der
Perspektive eines SS-Obersturmbannführers, der als Mitglied des
Sonderkommandos 4a und des Reichssicherheitshauptamts zwischen 1941
und 1945 an der Planung des Holocaust beteiligt ist, ihn
perfektioniert, umsetzt und ausführt.
Von heute an drucken wir den Anfang des Buches vorab; die ersten
120 Seiten. Das ist nicht mehr als ein Bruchteil des Werkes. Der
letzte Satz, mit dem unser Vorabdruck enden wird, lautet:
"Genau das war es, was mir unbegreiflich blieb: die Kluft, die
absolute Unverhältnismäßigkeit zwischen der Leichtigkeit, mit der
es sich tötet, und der unendlichen Schwierigkeit, mit der gestorben
wird. Für uns war es ein schmutziges Tagewerk unter vielen, für sie
das Ende von allem."
Jonathan Littells Buch ist …
11.03.2009
Anspruchslos und abstoßend
Littells „Wohlgesinnte” floppen in der amerikanischen Literaturkritik
Das hätte sich Jonathan Littell wohl nicht träumen lassen, als er über seinem Holocaust-Roman „Les Bienveillantes” (Die Wohlgesinnten) saß: Dass man sein Buch in den USA einmal mit den Memoiren von Britney Spears in Verbindung bringen würde. Genau das geschah letzte Woche im Wall Street Journal, wo das durch gründliche PR-Massage vorbereitete Erscheinen der amerikanischen Übersetzung – Titel: „The Kindly Ones” – als Symptom für den Niedergang der amerikanischen Verlagskultur herhalten musste. „Es geht immer weniger darum, Autoren zu finden und zu pflegen, es geht darum, viel Wind zu machen.” Kurz: Die Verlage übernähmen die Methoden der Hollywood-Studios, für die nichts wertvoller ist als geschickt erzeugter buzz, der den Film aus dem Einerlei seiner Konkurrenten hervorstechen lässt und ihm den kommerziellen Erfolg sichert.
Genau dazu eigne sich, so die Autorin Sara Nelson, ein Buch wie „The Kindly Ones” ebenso gut wie die noch ungeschriebenen Spears-Memoiren. „Sie sind beide fixiert auf das Sexuelle; und ihre Verleger …
Kundenbewertungen zu "Die Wohlgesinnten (eBook)" von "Jonathan Littell"
Durchschnittliche Kundenbewertung (aus 2 Bewertungen):




ausgezeichnet
- 5 von 5 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
Bewertung von Günter Pohl aus 45966 Gladbeck am 19.06.2008
-




- ausgezeichnet
- Das ist eines der wichtigsten Bücher überhaupt. Aber es ist auch gefährlich. Es lädt dazu ein, von den falschen Leuten falsch gelesen zu werden. Aber es ist dennoch unentbehrlich. Noch nie sind die Verbrechen der Nazis aus dieser Perspektive dargestellt worden, und nur ein Mensch mit dem Hintergrund Litells konnte dies wagen. Abgesehen von einer präzisen Recherche und dem absoluten Gespür für die Situation zeichnet sich das Buch durch höchstes literarisches Niveau aus und man gerät zeitweilig in die Gefahr, bestimmte Stellen zu genießen um dann zu erschrecken, wenn es wieder grausam wird. Die Hoffnung des Lesers wäre, von diesem hochbegabten Autor demnächst ein Buch lesen zu dürfen, dass nicht so einen schrecklichen Inhalt hätte.
- Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Buch mit Leinen-Einband
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(Inhalt anstößig?)
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- 26 von 33 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
Bewertung von Hamburg aus Erich Stern am 25.02.2008
-




- ausgezeichnet
- Ausgepackt, im Sessel versunken und buchstäblich nicht aufgehört, bevor ich die 1383 Seiten durch hatte. Mein Gott, was für ein Buch. Wie eine Psychotherapie versetzte es mich abwechselnd in alle denkbaren Gefühlsstimmungen; ich schwankte zwischen absolutem Hass und völliger Sympathie für den "Helden" Maximilian Aue. Vor allem hat sich mir eine neue Ebene des Verstehens für den Holocaust eröffnet. Nicht etwa des Verständnisses und schon gar nicht der Solidarität. Aber mir ist während der Lektüre klar geworden, dass der Weg von den Massenexekutionen zu den Gaskammern führen musste, weil viele der Täter selbst an ihren Taten zerbrachen. Und diese Täter waren vielleicht keine schlechteren Menschen als die, die heute in ihren Büros sitzen und denen niemand ein Gewehr in die Hand gibt und einen Befehl, es auf Kinder oder Alte abzudrücken.
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(Inhalt anstößig?)
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23.02.2008
Der im Vorfeld bereits so viel diskutierte Roman von Jonathan
Littell war für Dirk Knipphals eine Enttäuschung. Den Erwartungen,
die die heftigen Auseinandersetzungen in Frankreich und der im
Vorfeld vor allem von der FAZ gestartete Hype weckten, hält das
Buch bei der Lektüre in keiner Weise stand. Die interessanten
Fragen, die man sich nach Kenntnis der Grundkoordinaten - aus der
Perspektive eines schwulen, gebildeten Nazis erzählte Geschichte,
sexuelle Obessionen des Protagonisten et cetera - im vorhinein
stellen durfte, unterbiete der Roman im Grunde. Er ist, so
Knipphals, ein "Schwamm", der vieles aufsaugt und auf
nicht gerade engstem Raum versammelt - aber kaum etwas werde
überzeugend ausgearbeitet. Am allerwenigsten der Charakter des
Helden selbst: Diese Figur werde auf den fast anderthalbtausend
Seiten nicht glaubwürdig. Gewiss, ein paar gelungene Stellen,
Zuspitzungen zur "Bürokratiegroteske" etwa, gibt es auf
der "langen, langen" Strecke schon. Für ein derart
ambitioniertes Buch ist das aber, wird man die Kritik resümieren
dürfen, entschieden zu wenig.
© Perlentaucher Medien GmbH

Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Jonathan Littells "Die Wohlgesinnten" ist der Skandalroman des bisherigen Jahrzehnts; in Frankreich als Meisterwerk gefeiert, im deutschen Feuilleton als kitschig, prätentiös, floskelhaft oder gar pornografisch abgekanzelt. Auf den ersten Blick ist die fiktive Geschichte über den schwulen Maximilian Aue, den es Anfang der 40er-Jahre als SS-Offizier an die Ostfront, nach Auschwitz, ins Wohnzimmer der Familie Eichmann und zu Massenerschießungen in die Schlucht von Babi Jar verschlägt, vor allem eins: brutal explizit. Dass der 40-jährige jüdische Autor dem verschriftlichten Grauen obendrein die Aussage seines Ich-Erzählers voranstellt, der Roman würde zeigen, dass jeder einzelne von uns schuldig und ein Täter sein könnte, fordert heraus. "Ich bin wie ihr!", sagt Aue - doch das ist eine Lüge. Littell schreibt seinem Protagonist ein ausgewachsenes Kindheitstrauma in die Biografie (verschwundener Vater, als Teenie beim Fummeln ertappt, ins katholische Internat gesteckt, zu schwulem Sex genötigt), das ihn nicht gerade zum Jedermann macht. Zugleich streift dieser Max Aue seltsam konturlos durch den Roman. Er ist beschreibender Beobachter, des Krieges, der Massaker und auch …
Rezensionen und Kritik
"Hier soll von einem Roman die Rede sein, der heiße Debatten
auslöst und den ich für nichts weniger als ein Meisterwerk halte:
Jonathan Littells "Die Wohlgesinnten". Littell besitzt
die mittlerweile selten gewordene Kühnheit, einen Romanhelden
anzubieten, der wahrlich wenig zur Identifikation einlädt: Dr.
Maximilian Aue, Jurist und SS-Offizier, ebenso gebildet wie
gewalttätig, aber eben nicht skrupellos, umgetrieben von extremen
sexuellen Lüsten, seit einer Inzestaffäre mit seiner Schwester
schwul, der noch in der Lage ist, an der Ostfront zu philosophieren
über "die Kluft, die absolute Unerhältnismäßigkeit zwischen
der Leichtigkeit, mit der es sich tötet, und der unendlichen
Schwierigkeit, mit der gestorben wird."
Dieser mit fast 1400 Seiten unverschämt umfangreiche weil
unverschämt komplexe Roman erzählt von einem Monstrum in einer
monströsen Welt.Jonathan Littell hat für diese Figur mit einer
Akribie recherchiert, wie sie, glaube ich, noch kein ausländischer
Autor für einen deutschen Romanhelden an den Tag gelegt hat - die
historischen Fakten von "Die Wohlgesinnten" sind
unstrittig. Die Diskussion um dieses Buch hat dennoch wieder die
Moralkeulen …
Rezensionen und Kritik
"Ganze Lebensbereiche, die zuvor als nicht erzählbar galten, hat Littell im Gewaltstreich erobert und der Gattung des 'hohen' moralistisch reflektierenden Romans einverleibt." Wilfried Wiegand FAZ "Jonathan Littell ist es gelungen, dass einem die Vergangenheit die Zähne ins Fleisch schlägt." Volker Weidermann FAS "Der beeindruckendste Antikriegsroman der vergangenen Jahrzehnte." Rainer Schmitz FOCUS
Rezension
"Ganze Lebensbereiche, die zuvor als nicht erzählbar galten,
hat Littell im Gewaltstreich erobert und der Gattung des
'hohen' moralistisch reflektierenden Romans
einverleibt." -- Wilfried Wiegand FAZ
"Jonathan Littell ist es gelungen, dass einem die
Vergangenheit die Zähne ins Fleisch schlägt." -- Volker
Weidermann FAS
"Der beeindruckendste Antikriegsroman der vergangenen
Jahrzehnte." -- Rainer Schmitz FOCUS
Autorenporträt zu "Jonathan Littell"
Jonathan Littell, 1967 in New York geboren in einer jüdischen Familie russischer Herkunft, die sich Ende des 19. Jahrhunderts in Amerika niedergelassen hat, ist in Frankreich aufgewachsen, wo er 1985 das Abitur machte, studierte in Yale (USA). Zwischen 1993 und 2001 arbeitete er für die humanitäre Organisation 'Aktion gegen den Hunger' (ACF) in Bosnien und Afghanistan, im Kongo und in Tschetschenien. Littell lebt mit seiner Familie in Barcelona. Für seinen Roman erhielt er 2006 den Grand Prix du Roman der Académie Française und den Prix Goncourt.
























