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Jonathan Littell 

Die Wohlgesinnten (eBook)

Die Wohlgesinnten (eBook) - Littell, Jonathan

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Produktinformation
  • 2009
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783827070364
  • ISBN-10: 3827070368
  • Best.Nr.: 28190688

Produktbeschreibung zu "Die Wohlgesinnten (eBook)"

Beschreibung

Thomas Metzinger, geboren 1958, lehrt Theoretische Philosophie an der Universität Mainz, leitet dort den Arbeitsbereich Neuroethik und gilt weltweit als einer der profiliertesten Philosophen des Geistes. Er war von 2005 bis 2007 Präsident der Gesellschaft für Kognitionswissenschaft, wird ab Herbst 2009 Präsident der Association for the Scientific Study of Consciousness sein und ist bis Sommer 2009 Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin. Er schreibt regelmäßig Beiträge für Magazine (u. a. Zeit Wissen, Gehirn & Geist) und Zeitungen. Die Erkenntnisse der Hirn- und Bewusstseinsforschung zeigen für Thomas Metzinger, dass unser „Selbst“ ein Konstrukt unseres Gehirns ist. Was bedeutet das für unser Menschenbild? Brauchen wir neben der Neuroethik eine Bewusstseinsethik? Wir stellen uns unser „Selbst“ als etwas Eigenständiges vor, als einen Kern, der wir im Innersten sind. In seinem Buch Der Ego-Tunnel zeigt der Philosoph und Bewusstseinsforscher Thomas Metzinger dagegen: Dieses „Selbst“ existiert gar nicht. Das bewusst erlebte Ich wird lediglich von unserem Gehirn erzeugt, und was wir wahrnehmen, ist nichts als „ein virtuelles Selbst in einer virtuellen Realität“. Zum Beleg liefert Metzinger eine Vielzahl von Beobachtungen aus den Neuro- und Kognitionswissenschaften. So haben manche Menschen, denen von Geburt an ein Arm oder Bein fehlt, oft dennoch die Empfindung, diese Gliedmaßen tatsächlich zu besitzen. Oder es ist – mit Hilfe moderner Technik – sogar möglich, das elementare Ichgefühl in ein computergeneriertes dreidimensionales Bild des eigenen Körpers im Cyberspace hineinzuversetzen. Wenn es stimmt, dass unser erlebtes Ichgefühl eine Schöpfung unserer Hirnfunktionen ist und dass sich unsere subjektive Wirklichkeit bald immer genauer manipulieren lässt, dann wirft dies drängende Fragen auf: Gibt es überhaupt so etwas wie eine Seele und einen freien Willen? Werden auch Roboter bald Selbstbewusstsein besitzen? Thomas Metzinger führt den Leser in die moderne Bewusstseinsforschung ein und macht ihn mit den für die Diskussionen der Zukunft wichtigen Fragen vertraut. In einer Zeit, in der Hirnforschung, Kognitionswissenschaften und Neuroethik so kontrovers diskutiert werden wie einst die Evolutionstheorie, eröffnet Der Ego-Tunnel einen ebenso faszinierenden wie fundierten Zugang zur geheimnisvollen Welt des menschlichen Geistes.

Leseprobe zu "Die Wohlgesinnten (eBook)" von Jonathan Littell

Die Wohlgesinnten sind die fiktiven Erinnerungen des SSOffiziers Maximilian Aue, Jahrgang 1913, Sohn eines deutschen Vaters und einer französischen Mutter, promovierter Jurist, frühes NSDAP-Mitglied. Es sind die verstörenden Erinnerungen an die Schauplätze des Zweiten Weltkriegs und an das Grauen der Verfolgung und Vernichtung der Juden von 1941 bis 1945, an die Einsatzkommandos und Massenhinrichtungen in der Ukraine und im Kaukasus, an Babi Jar, den Kessel von Stalingrad, an Auschwitz und Krakau, das besetzte Paris und das kriegszerstörte Berlin. Es sind die beklemmenden Erinnerungen an all seine Begegnungen mit den Nazi-Größen: an Himmler, in dessen Persönlichen Stab Aue 1943 aufgenommen wird, an Abendessen mit Eichmann, an Höß oder Speer. Es ist ein erschreckend detailgenauer Roman über die nazistischen Verbrechen, erzählt aus der Perspektive eines Täters, der sich nach Kriegsende in eine sichere Existenz nach Frankreich gerettet hat.

Jonathan Littell

Die Wohlgesinnten

Roman

Aus dem Französischen

von Hainer Kober

Berliner Taschenbuch Verlag

Für die Toten

TOCCATA

Ihr Menschenbrüder, …

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02.02.2008

Seid ihr überhaupt sicher, dass der Krieg vorbei ist?

Heute beginnen wir mit dem Vorabdruck von Jonathan Littells Roman "Die Wohlgesinnten", der fiktiven Lebensbeichte eines SS-Mannes. Das Buch ist der Versuch zu erklären, was uns bis heute unerklärlich scheint.

Von Frank Schirrmacher

Jonathan Littells Roman "Die Wohlgesinnten" erscheint Ende Februar in deutscher Sprache. 1381 Seiten, geschrieben aus der Perspektive eines SS-Obersturmbannführers, der als Mitglied des Sonderkommandos 4a und des Reichssicherheitshauptamts zwischen 1941 und 1945 an der Planung des Holocaust beteiligt ist, ihn perfektioniert, umsetzt und ausführt.

Von heute an drucken wir den Anfang des Buches vorab; die ersten 120 Seiten. Das ist nicht mehr als ein Bruchteil des Werkes. Der letzte Satz, mit dem unser Vorabdruck enden wird, lautet: "Genau das war es, was mir unbegreiflich blieb: die Kluft, die absolute Unverhältnismäßigkeit zwischen der Leichtigkeit, mit der es sich tötet, und der unendlichen Schwierigkeit, mit der gestorben wird. Für uns war es ein schmutziges Tagewerk unter vielen, für sie das Ende von allem."

Jonathan Littells Buch ist …

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11.03.2009

Anspruchslos und abstoßend
Littells „Wohlgesinnte” floppen in der amerikanischen Literaturkritik
Das hätte sich Jonathan Littell wohl nicht träumen lassen, als er über seinem Holocaust-Roman „Les Bienveillantes” (Die Wohlgesinnten) saß: Dass man sein Buch in den USA einmal mit den Memoiren von Britney Spears in Verbindung bringen würde. Genau das geschah letzte Woche im Wall Street Journal, wo das durch gründliche PR-Massage vorbereitete Erscheinen der amerikanischen Übersetzung – Titel: „The Kindly Ones” – als Symptom für den Niedergang der amerikanischen Verlagskultur herhalten musste. „Es geht immer weniger darum, Autoren zu finden und zu pflegen, es geht darum, viel Wind zu machen.” Kurz: Die Verlage übernähmen die Methoden der Hollywood-Studios, für die nichts wertvoller ist als geschickt erzeugter buzz, der den Film aus dem Einerlei seiner Konkurrenten hervorstechen lässt und ihm den kommerziellen Erfolg sichert.
Genau dazu eigne sich, so die Autorin Sara Nelson, ein Buch wie „The Kindly Ones” ebenso gut wie die noch ungeschriebenen Spears-Memoiren. „Sie sind beide fixiert auf das Sexuelle; und ihre Verleger …

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Kundenbewertungen zu "Die Wohlgesinnten (eBook)" von "Jonathan Littell"

Durchschnittliche Kundenbewertung (aus 2 Bewertungen): ***** ausgezeichnet

  • 5 von 5 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
  • Bewertung von Günter Pohl aus 45966 Gladbeck am 19.06.2008
  • *****
  • ausgezeichnet
  • Das ist eines der wichtigsten Bücher überhaupt. Aber es ist auch gefährlich. Es lädt dazu ein, von den falschen Leuten falsch gelesen zu werden. Aber es ist dennoch unentbehrlich. Noch nie sind die Verbrechen der Nazis aus dieser Perspektive dargestellt worden, und nur ein Mensch mit dem Hintergrund Litells konnte dies wagen. Abgesehen von einer präzisen Recherche und dem absoluten Gespür für die Situation zeichnet sich das Buch durch höchstes literarisches Niveau aus und man gerät zeitweilig in die Gefahr, bestimmte Stellen zu genießen um dann zu erschrecken, wenn es wieder grausam wird. Die Hoffnung des Lesers wäre, von diesem hochbegabten Autor demnächst ein Buch lesen zu dürfen, dass nicht so einen schrecklichen Inhalt hätte.
  • Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Buch mit Leinen-Einband
  • War diese Bewertung für Sie hilfreich? janein (Inhalt anstößig?)
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  • 26 von 33 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
  • Bewertung von Hamburg aus Erich Stern am 25.02.2008
  • *****
  • ausgezeichnet
  • Ausgepackt, im Sessel versunken und buchstäblich nicht aufgehört, bevor ich die 1383 Seiten durch hatte. Mein Gott, was für ein Buch. Wie eine Psychotherapie versetzte es mich abwechselnd in alle denkbaren Gefühlsstimmungen; ich schwankte zwischen absolutem Hass und völliger Sympathie für den "Helden" Maximilian Aue. Vor allem hat sich mir eine neue Ebene des Verstehens für den Holocaust eröffnet. Nicht etwa des Verständnisses und schon gar nicht der Solidarität. Aber mir ist während der Lektüre klar geworden, dass der Weg von den Massenexekutionen zu den Gaskammern führen musste, weil viele der Täter selbst an ihren Taten zerbrachen. Und diese Täter waren vielleicht keine schlechteren Menschen als die, die heute in ihren Büros sitzen und denen niemand ein Gewehr in die Hand gibt und einen Befehl, es auf Kinder oder Alte abzudrücken.
  • Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Buch mit Leinen-Einband
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Perlentaucher-Notiz zur TAZ-Rezension

23.02.2008

Der im Vorfeld bereits so viel diskutierte Roman von Jonathan Littell war für Dirk Knipphals eine Enttäuschung. Den Erwartungen, die die heftigen Auseinandersetzungen in Frankreich und der im Vorfeld vor allem von der FAZ gestartete Hype weckten, hält das Buch bei der Lektüre in keiner Weise stand. Die interessanten Fragen, die man sich nach Kenntnis der Grundkoordinaten - aus der Perspektive eines schwulen, gebildeten Nazis erzählte Geschichte, sexuelle Obessionen des Protagonisten et cetera - im vorhinein stellen durfte, unterbiete der Roman im Grunde. Er ist, so Knipphals, ein "Schwamm", der vieles aufsaugt und auf nicht gerade engstem Raum versammelt - aber kaum etwas werde überzeugend ausgearbeitet. Am allerwenigsten der Charakter des Helden selbst: Diese Figur werde auf den fast anderthalbtausend Seiten nicht glaubwürdig. Gewiss, ein paar gelungene Stellen, Zuspitzungen zur "Bürokratiegroteske" etwa, gibt es auf der "langen, langen" Strecke schon. Für ein derart ambitioniertes Buch ist das aber, wird man die Kritik resümieren dürfen, entschieden zu wenig.

© Perlentaucher Medien GmbH

Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag

Jonathan Littells "Die Wohlgesinnten" ist der Skandalroman des bisherigen Jahrzehnts; in Frankreich als Meisterwerk gefeiert, im deutschen Feuilleton als kitschig, prätentiös, floskelhaft oder gar pornografisch abgekanzelt. Auf den ersten Blick ist die fiktive Geschichte über den schwulen Maximilian Aue, den es Anfang der 40er-Jahre als SS-Offizier an die Ostfront, nach Auschwitz, ins Wohnzimmer der Familie Eichmann und zu Massenerschießungen in die Schlucht von Babi Jar verschlägt, vor allem eins: brutal explizit. Dass der 40-jährige jüdische Autor dem verschriftlichten Grauen obendrein die Aussage seines Ich-Erzählers voranstellt, der Roman würde zeigen, dass jeder einzelne von uns schuldig und ein Täter sein könnte, fordert heraus. "Ich bin wie ihr!", sagt Aue - doch das ist eine Lüge. Littell schreibt seinem Protagonist ein ausgewachsenes Kindheitstrauma in die Biografie (verschwundener Vater, als Teenie beim Fummeln ertappt, ins katholische Internat gesteckt, zu schwulem Sex genötigt), das ihn nicht gerade zum Jedermann macht. Zugleich streift dieser Max Aue seltsam konturlos durch den Roman. Er ist beschreibender Beobachter, des Krieges, der Massaker und auch …

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Rezensionen und Kritik

"Hier soll von einem Roman die Rede sein, der heiße Debatten auslöst und den ich für nichts weniger als ein Meisterwerk halte: Jonathan Littells "Die Wohlgesinnten". Littell besitzt die mittlerweile selten gewordene Kühnheit, einen Romanhelden anzubieten, der wahrlich wenig zur Identifikation einlädt: Dr. Maximilian Aue, Jurist und SS-Offizier, ebenso gebildet wie gewalttätig, aber eben nicht skrupellos, umgetrieben von extremen sexuellen Lüsten, seit einer Inzestaffäre mit seiner Schwester schwul, der noch in der Lage ist, an der Ostfront zu philosophieren über "die Kluft, die absolute Unerhältnismäßigkeit zwischen der Leichtigkeit, mit der es sich tötet, und der unendlichen Schwierigkeit, mit der gestorben wird."
Dieser mit fast 1400 Seiten unverschämt umfangreiche weil unverschämt komplexe Roman erzählt von einem Monstrum in einer monströsen Welt.Jonathan Littell hat für diese Figur mit einer Akribie recherchiert, wie sie, glaube ich, noch kein ausländischer Autor für einen deutschen Romanhelden an den Tag gelegt hat - die historischen Fakten von "Die Wohlgesinnten" sind unstrittig. Die Diskussion um dieses Buch hat dennoch wieder die Moralkeulen …

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Rezensionen und Kritik

"Ganze Lebensbereiche, die zuvor als nicht erzählbar galten, hat Littell im Gewaltstreich erobert und der Gattung des 'hohen' moralistisch reflektierenden Romans einverleibt." Wilfried Wiegand FAZ "Jonathan Littell ist es gelungen, dass einem die Vergangenheit die Zähne ins Fleisch schlägt." Volker Weidermann FAS "Der beeindruckendste Antikriegsroman der vergangenen Jahrzehnte." Rainer Schmitz FOCUS

Rezension

"Ganze Lebensbereiche, die zuvor als nicht erzählbar galten, hat Littell im Gewaltstreich erobert und der Gattung des 'hohen' moralistisch reflektierenden Romans einverleibt." -- Wilfried Wiegand FAZ

"Jonathan Littell ist es gelungen, dass einem die Vergangenheit die Zähne ins Fleisch schlägt." -- Volker Weidermann FAS

"Der beeindruckendste Antikriegsroman der vergangenen Jahrzehnte." -- Rainer Schmitz FOCUS

Autorenporträt zu "Jonathan Littell"

Jonathan Littell, 1967 in New York geboren in einer jüdischen Familie russischer Herkunft, die sich Ende des 19. Jahrhunderts in Amerika niedergelassen hat, ist in Frankreich aufgewachsen, wo er 1985 das Abitur machte, studierte in Yale (USA). Zwischen 1993 und 2001 arbeitete er für die humanitäre Organisation 'Aktion gegen den Hunger' (ACF) in Bosnien und Afghanistan, im Kongo und in Tschetschenien. Littell lebt mit seiner Familie in Barcelona. Für seinen Roman erhielt er 2006 den Grand Prix du Roman der Académie Française und den Prix Goncourt.

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