Auf der Suche nach der verlorenen Zeit, 7 Bde. - Proust, Marcel

Marcel Proust 

Auf der Suche nach der verlorenen Zeit, 7 Bde.

Unterwegs zu Swann, Im Schatten junger Mädchenblüte, Germantes, Sodom und Gomorrha, Die Gefangene, Die Flüchtige, Die wiedergefundene Zeit.

Übersetzung: Eva Rechel-Mertens; Hrsg. v. Luzius Keller
Taschenbuch
 
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Auf der Suche nach der verlorenen Zeit, 7 Bde.

Es ist das monumentalste Romanwerk des 20. Jahrhunderts und längst ein Mythos der Moderne: Marcel Prousts "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit". Ein literarisches Universum, Spiegel der Welt und der Literatur. Luzius Kellers Revision der Übersetzung von Eva Rechel-Mertens und sein Kommentar öffnen zum ersten Mal den Weg zu Proust so, wie sein Rang es verlangt.
Die Ausgabe der "Recherche" in der Textfassung der Frankfurter Ausgabe umfaßt sieben Bände mit über 5000 Seiten und bietet eine "kostbare Möglichkeit: die des unschätzbaren Glücks, Marcel Proust zu lesen. Wer sie nicht ergreift, dem ist nicht zu helfen". (Jochen Schimmang)
Band 1: Unterwegs zu Swann;
Band 2: Im Schatten junger Mädchenblüte;
Band 3: Guermantes;
Band 4: Sodom und Gomorrha;
Band 5: Die Gefangene;
Band 6: Die Flüchtige;
Band 7: Die wiedergefundene Zeit;


Produktinformation

  • Verlag: Suhrkamp
  • 2011
  • 7 Bände in Kassette.
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 5000 S.
  • Seitenzahl: 5300
  • Suhrkamp Taschenbücher Nr.6175
  • Best.Nr. des Verlages: 06175
  • Deutsch
  • Abmessung: 276mm x 119mm x 190mm
  • Gewicht: 3110g
  • ISBN-13: 9783518061756
  • ISBN-10: 3518061755
  • Best.Nr.: 33390901
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 06.01.2013

Der Anfang des Erinnerns

Proust findet endlich einen Verleger für den Beginn der "Suche nach der verlorenen Zeit"

Im Herbst und Winter macht das Manuskript die Runde. Es wandert von Verlag zu Verlag, Fasquelle, Ollendorf, Gallimard. Überall wird es abgelehnt. Zuletzt landet es bei André Gide, der es vor der Veröffentlichung in der "Nouvelle Revue Française" prüfen soll. Doch Gide macht sich anscheinend gar nicht die Mühe, das sorgsam verschnürte Paket zu öffnen. Später wird er das als den schlimmsten Fehler seines Lebens bezeichnen.

Seit 1906 lebt Marcel Proust am Boulevard Haussmann 102, in einer Sechszimmerwohnung, die er mit Korkplatten gegen den Lärm der Außenwelt hat abdichten lassen. 1908 legt er ein Notizbuch an, in dem er Ideen zu seinem Roman festhält, 1909 gibt es einen ersten Entwurf, im Sommer 1910 beginnt er mit dem Schreiben. Das Buch soll "Les intermittences du coeur" heißen, "Die Unbeständigkeiten des Herzens", und aus zwei Teilen bestehen, "Le temps perdu" und "Le temps retrouvé". Erst in letzter Minute ändert Proust den Titel des ersten Teils: "Du côté de chez Swann" - "In Swanns Welt".

Auf eigene …

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Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Die nun vollständig vorliegende Frankfurter Ausgabe des Proustschen Meisterwerkes war ganz sicher kein risikoloses Unterfangen, meint der Rezensent Karlheinz Stierle, denn hierbei handelt es sich nicht um eine Neuübersetzung, sondern um eine vom Romanisten Luzius Keller revidierte Fassung der Erstübersetzung von Eva Rechel-Mertens. Doch obwohl die Temperamente der beiden Übersetzer nach Meinung des Rezensenten "unterschiedlicher nicht sein könnten", ist das Ergebnis herausragend. Keller sei es gelungen, Prousts "intellektuelle Konzision" zu erfassen. Er stelle in "unerbittlicher Genauigkeit" die von Rechel-Mertens etwas verwischte "semantische und syntaktische Bestimmtheit, aber auch die Prägnanz des Tempusreliefs" wieder her, mit einer "Lakonik", die fast scheine, Proust übertreffen zu wollen. Anhand von einigen Beispielen erläutert der Rezensent das Kellersche Vorgehen, unter anderem die Übersetzung von "La Fugitive" als "Die Flüchtige", die den auch zeitlichen Bezügen gerechter werde als Rechel-Mertens' "Die Entflohene". Auch den Einfluss des Husserlschen Denkens auf Prousts Werk habe Keller spürbarer gemacht. Allerdings bemängelt Stierle die etwas zu positivistisch und phänomenologisch geprägten Kommentare, die dem Leser gerade in kulturspezifischen Fragen nicht wirklich weiter helfen. Doch "seien wir nicht undankbar", schließt der Rezensent. Diese Übersetzung, dessen ist er sich sicher, wird "für lange Zeit maßgeblich bleiben".

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 24.08.2010

Ewigkeitswert für einen Augenblick
Das Hörbuch: Es ist vollbracht – Peter Matic hat Marcel Prousts „Die wiedergefundene Zeit“ eingelesen
Weil alles seine Zeit hat, kommt nun auch diese an ihr Ende. Nach 9380 Minuten, festgehalten auf 128 CDs, nach 156 Stunden und 20 Minuten also oder sechseinhalb ununterbrochenen Tagen, mündet die erste komplette Lesung der „Recherche du temps perdu“ in das Wort, mit dem alles begann, das Wort namens Zeit. Diese und der Weltkrieg, der Erzähler und der Baron von Charlus sind die vier Hauptdarsteller des letzten, ausreichend monumentalen Teils „Die wiedergefundene Zeit“. Peter Matic liest ihn mit derselben noblen Geschmeidigkeit, derselben zurückhaltenden, leicht austriakisch eingefärbten Akkuratesse, die bereits während der 137 Stunden zuvor die „Landschaften unseres Lebens“ und deren innere Geographie plastisch auferstehen ließen.
Wie bannt man das Ich, wie fasst man die Zeit? Marcel Proust schichtet das Thema der „Recherche“ hier neu ineinander, greift sämtliche Themen und Tonlagen noch einmal auf, um sie in einem letzten Entschluss aufzuheben. Der bisher nicht durch sein Agieren, sondern sein …

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Marcel Proust, geb. am 10. Juli 1871 in Auteuil, starb am 18. November 1922 in Paris. Sein siebenbändiges Romanwerk 'Auf der Suche nach der verlorenen Zeit' ist zu einem Mythos der Moderne geworden. Eine Asthmaerkrankung beeinträchtigte schon früh Prousts Gesundheit. Noch während des Studiums und einer kurzen Tätigkeit an der Bibliothek Mazarine widmete er sich seinen schriftstellerischen Arbeiten und einem nur vermeintlich müßigen Salonleben. Es erschienen Beiträge für Zeitschriften und die Übersetzungen zweier Bücher von John Ruskin. Nach dem Tod der über alles geliebten Mutter 1905, der ihn in eine tiefe Krise stürzte, machte Proust die Arbeit an seinem Roman zum einzigen Inhalt seiner Existenz. Sein hermetisch abgeschlossenes, mit Korkplatten ausgelegtes Arbeits- und Schlafzimmer ist legendär. 'In Swanns Welt', der erste Band von Prousts opus magnum, erschien 1913 auf Kosten des Autors im Verlag Grasset. Für den zweiten Band 'Im Schatten junger Mädchenblüte' wurde Proust 1919

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