Jedermann - Roth, Philip

Jedermann

Roman. Ausgezeichnet mit dem PEN/Faulkner Award 2006

Philip Roth 

Aus dem Amerikan. v. Werner Schmitz
Gebundenes Buch
 
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Jedermann

Philip Roth erzählt die Geschichte eines Lebens, wie es normaler nicht sein könnte und das uns gerade deswegen besonders berührt. Von der ersten schockierenden Konfrontation mit dem Tod in den Sommerferien seines Helden über die familiären Wirren und die beruflichen Erfolge in seinem Erwachsenenleben als Designer in einer Werbeagentur bis hin zu der Zeit, als ihm die eigenen Gebrechen zusetzen. Er ist der Vater zweier Söhne aus erster Ehe, die ihn verachten, und einer Tochter aus einer späteren Ehe, die ihn vergöttert. Er liebt, hasst und neidet und muss am Ende erkennen, dass er das wirklich große Glück nie erreicht hat.


Produktinformation

  • Verlag: Hanser
  • 2006
  • Ausstattung/Bilder: 2006. 171 S.
  • Seitenzahl: 176
  • Best.Nr. des Verlages: 505/20803
  • Deutsch
  • Abmessung: 219mm x 150mm x 20mm
  • Gewicht: 366g
  • ISBN-13: 9783446208032
  • ISBN-10: 3446208038
  • Best.Nr.: 20844515
kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Drei Frauen, drei Kinder und unzählige Geliebte auf der einen, körperlicher Verfall und zahlreiche Krankenhausaufenthalte auf der anderen Seite: Das Spannungsfeld im Leben des namenlosen Protagonisten ist klar umrissen. Philip Roth zeigt auf gerade mal 170 Seiten, wie karg man 73 Jahre menschlichen Lebens beschreiben kann, ohne auf Facetten dieser Existenz zu verzichten. Na gut, vom Arbeitsalltag des Creative Directors erfährt man nicht viel mehr, als dass er irgendwann anfing, seine Sekretärin täglich auf dem Büroboden zu vögeln. Und doch reicht dieses Gerüst an Informationen, um dem Leser das komplette Bild eines Menschen vor Augen zu führen. Eines einsamen, mit sich und seiner Gesundheit hadernden Menschen, der heroisch erhobenen Kopfes auch zum letzten Termin vor dem OP-Saal erscheint - nachdem er sich zuvor noch einmal die Familiengrabstätte auf dem Friedhof angeschaut und Zwiesprache mit den Knochen seiner Vorfahren gehalten hat. Mehr bleibt dem modernen Menschen eben nicht. (jw)

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 13.08.2006

Spiel uns das Lied vom Tod
Lektionen, die man nicht vergißt: "Jedermann", der neue, große, trostlose Roman von Philip Roth

Als Buddha noch ein Prinz war, wurde ihm der Anblick von Alter, Krankheit und Tod vorenthalten, weil sein Vater glaubte, auf diese Weise würde ihm die Weltherrschaft gesichert. Buddha aber sah eines Tages diese drei - Alter, Krankheit und Tod - in Gestalt eines hinfälligen, zahnlosen Greises. Daraufhin wurde er nachdenklich und der, als den ihn die Welt heute kennt.

Mit dem Tod hört alles auf, aber mit dem Tod fängt auch alles an - er ist, im cartesischen Sinne, die Voraussetzung für eine erste Philosophie, oder, wie Schopenhauer sagte, er ist ihr "Musaget" - jener Philosoph, dessen eigenes Nachdenken so in Gang gebracht wurde: "In meinem 17ten Jahre, ohne alle gelehrte Schulbildung, wurde ich vom Jammer des Lebens so ergriffen, wie Buddha in seiner Jugend, als er Krankheit, Alter, Schmerz und Tod erblickte. Die Wahrheit, welche laut und deutlich aus der Welt sprach, überwand bald die auch mir eingeprägten jüdischen Dogmen, und mein Resultat war, daß diese Welt kein Werk eines allgütigen Wesens seyn könnte, wohl …

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Nun hat auch Philip Roth seinen "Jedermann" geschrieben, die Begegnung eines Menschen unserer Zeit mit seinem Tod, berichtet Rezensent Hubert Spiegel. Der schmale Roman spanne seinen Bogen vom Tode bis zum Tode: Er beginne mit dem Tod des jüdischen Mittelständlers Jedermann, folge den "Gedankengängen (s)eines postmortalen Bewusstseins" und dessen Erinnerungen an das Leben, um dann mit dem Moment des Sterbens zu schließen. Im Zentrum von Roths "Jedermann" stehe die Erkenntnis der großen Einsamkeit, nicht nur nach dem Tod oder im Angesicht desselben, sondern schon im Leben. Lobend erwähnt der Rezensent, dass Roths Lebensbericht einen lakonischen, nüchternen, mitunter "krankenaktenhaften", aber keineswegs pathetischen Ton anschlägt. Doch durch diese vorgeschobene Lakonie dringe eine ganz andere Empfindung. Philip Roth ist und bleibt ein "großer Erotomane und kalter Zyniker", schreibt der Rezensent, aber durch seinen "Jedermann" weht "eine ungeheure Zärtlichkeit für das Leben an sich": "Es ist die große, vorsichtige, den Hals zuschnürende Zärtlichkeit, mit der wir ein aus seinem Nest gefallenes Vogeljunges betrachten und uns fragen, ob wir ihm noch helfen können."

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 17.08.2006

Das dicke Ende kommt immer zum Schluss
Wenn das Fleisch fort ist, bleiben nur noch die Knochen: Philip Roth schreibt einen Roman über „Jedermann”
Der letzte Satz dieses Buches ist ein Witz. Aber einer von grimmigem Ernst. Ein Witz, der die unerbittliche Wahrheit des Lebens fast tautologisch ausspricht. Der Protagonist stirbt während einer Operation unter Narkose, und dann heißt es: „Er war nicht mehr, befreit vom Sein, ging er ins Nichts, ohne es auch nur zu merken. Wie er es befürchtet hatte von Anbeginn.” Und mit „von Anbeginn” ist natürlich nicht gemeint: von Anbeginn seiner Krankenhauseinweisung, sondern von Beginn des Lebens an. Tja, da lebt man siebzig Jahr’, und am Ende kommt es tatsächlich so, wie man es von der ersten Minute des Denkens an hat kommen sehen: Man stirbt. Gewissermaßen mit einer verzweifelt-rechthaberischen Empörung auf den Lippen: Hab ich es nicht schon immer gesagt!
Philip Roths neuer Roman „Jedermann” schöpft alles aus dieser Unvermeidlichkeit, als wollte er seinen Lesern mitteilen: „Gebt euch nur keinen trügerischen Hoffnungen hin. Ich habe nochmal alles ganz genau durchgerechnet, und es bleibt dabei: Es gibt …

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?Philip Roth, der große Erotomane und kalte Zyniker, entwickelt hier eine ungeheure Zärtlichkeit für das Leben an sich FAZ

"Tatsächlich hat sich Philip Roth jetzt, im Alter, selbst übertroffen." - Der Spiegel
Philip Roth wurde 1933 in Newark, New Jersey, geboren. Für sein Werk wurde er mit allen bedeutenden amerikanischen Literaturpreisen ausgezeichnet. Im Jahre 2001 erhielt er die höchste Auszeichnung der American Academy of Arts and Letters, die Goldmedaille für Belletristik, die alle sechs Jahre für das Gesamtwerk eines Autors verliehen wird. 2006 wurde Philiph Roth mit dem "Pen/Nabokov-Preis" ausgezeichnet, 2007 erhielt er den "Saul-Bellow-Preis" des Schriftsteller-Verbands, 2009 den "Welt"-Literaturpreis und 2011 wurde er mit dem "Man Booker International Prize" ausgezeichnet. Im Jahr 2012 wurde ihm der Prinz-von-Asturien-Preis in der Kategorie Literatur verliehen.

Leseprobe zu "Jedermann" von Philip Roth

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Kundenbewertungen zu "Jedermann" von "Philip Roth"

2 Kundenbewertungen (Durchschnitt 5 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen   ausgezeichnet)
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Bewertung von Goetz Geweke aus Berlin am 10.09.2008   ausgezeichnet
Mein absolutes Lieblingsbuch. Nüchterner, fast lakonischer Erzählstil, niemals pathetisch und dabei inhaltlich sehr nachdenklich stimmend, da man gezwungen wird, sich mit Tod und Krankheit auseinanderzusetzen, mit Themen also, die üblicherweise so gut es eben geht verdrängt werden.

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Bewertung von Polar aus Aachen am 19.02.2008   ausgezeichnet
Je älter man wird, desto heftiger drängt sich einem die Frage auf, was man aus seinem Leben gemacht hat. Nicht selten verschwindet die Frage unter einer dicken Schicht Krankheit, die einen erbitterten Kampf ums Überleben erfordert. Philp Roth hingegen läßt einen Regen von Zweifel über seinen Helden einprasseln. Nicht nur dass der Nachwuchs ihn mit unterschiedlichen Augen betrachtet, nur krasse Ablehnung oder Zuneigung zulässt, es packen ihn auch abgründige Neidgefühle, wenn er an seinen eigenen Bruder und dessen Leben denkt. Hat der nicht alles besser gemacht, war sein Leben nicht erfüllter, will man nicht gerade so ein Leben führen? Dabei kann Roths Alter Ego nicht von sich behaupten, dass sein Leben ereignislos vor sich hindämmerte. Er blickt auf drei Ehen und ein erfolgreiches Berufsleben zurück. Wenn einem die Kraft ausgeht, von sich zu glauben, dass man den Willen immer noch in sich spürt, das Ruder herumzureißen, seinem Leben einen weiteren Schwenk zuzumuten, wird man zum Opfer der letzten Fragen. Und wie Roths Jedermann ist das eigene Urteil das härteste von allen. Ein den letzten Dingen zugeneigter formvollendeter Roman. Eine weitere Leichtigkeit in Philip Roths menschlichem Abgesang.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch

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