Sklavenkind - Chaudhary, Urmila
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Urmila Chaudhary 

Sklavenkind

Verkauft, verschleppt, vergessen - Mein Kampf für Nepals Töchter

Mit Nathalie Schwaiger
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Sklavenkind

Meine Mutter weinte, und ich weinte auch. Der Mann packte mich am Arm und zog mich mit sich fort. Die Hütten, das Dorf und die Felder sahen aus wie immer. Aber für mich sollte von diesem Tag an nichts mehr so sein wie früher.

Urmila ist sechs Jahre alt, als ihre Familie sie aus der Not heraus als Kamalari - Sklavenmädchen - verkauft. Von nun an muss sie weit fort von zu Hause arbeiten und reichen Herrschaften dienen. Sie erhält nur Reste zu essen, wird gedemütigt, schikaniert und ausgebeutet. Zwölf Jahre dauert ihr Martyrium, dann kommt sie endlich frei. Doch die Zeit in der Sklaverei hat sie stark gemacht. Urmila ist nicht länger bereit, das Unrecht hinzunehmen. Sie organisiert einen Protestmarsch von mehreren hundert Kamalari zum Regierungssitz und fordert ihren Lohn für die jahrelange Ausbeutung. Und das ist erst der Anfang, denn Urmila will ihren Kampf so lange fortsetzen, bis die letzte Kamalari befreit ist.


Produktinformation

  • Verlag: Knaur
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 316 S., . 16 Farbabb.
  • Seitenzahl: 319
  • Deutsch
  • Abmessung: 211mm x 136mm x 30mm
  • Gewicht: 424g
  • ISBN-13: 9783426654972
  • ISBN-10: 3426654970
  • Best.Nr.: 32378186
"Erlebnisbericht aus erster Hand." -- annabelle (CH), 09.03.2011

"Sklavenkind" ist ein großartiges Buch. Es ist flüssig, gut, einfach und verständlich geschrieben. Jeder andere Stil hätte dem Buch geschadet. Es findet sich kein Pathos, klein falsches Mitgefühl, es drückt nicht auf die Tränendrüse. Gerade dadurch ist es so eindringlich..." -- Esther Klung k-colors of korea, 18.04.2011

"Erlebnisbericht aus erster Hand." annabelle (CH), 09.03.2011
Urmila Chaudhary konnte sich nach ihrer Freilassung aus der Sklaverei ihren Traum erfüllen und endlich zur Schule gehen. Nach ihrem Abschluss möchte sie Anwältin werden, um sich für die Rechte der Kamalari einzusetzen.

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Kundenbewertungen zu "Sklavenkind" von "Urmila Chaudhary"

1 Kundenbewertung (Durchschnitt 5 von 5 Sterne bei 1 Bewertungen ***** ausgezeichnet)
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Bewertung von Caro1893 aus Stuttgart am 06.05.2011 ***** ausgezeichnet
Das Äußere:
Mich hat vorallem zunächst einmal der Untertitel sehr nachdenklich gestimmt. "Verkauft, verschleppt, vergessen - Mein Kampf für Nepals Töchter".
Dass Urmila vorne auf dem Cover ist, finde ich gut. Sie sieht nachdenklich aus und man merkt ihr an, dass diese 11 Jahre nicht spurlos an ihr vorübergezogen sind. Das Cover drückt genau das aus, was das Buch ist und wahrscheinlich auch sein will.

Das Innere:
Ich ziehe meinen Hut vor Nathalie Schwaiger und Urmila Chaudhary. Diese Geschichte war es auf jeden Fall wert aufgeschrieben zu werden, sie MUSSTE aufgeschrieben werden. Wie oben schon erwähnt, waren mir die Zustände in Nepal überhaupt nicht bewusst. Diese jetzt von einer Augenzeugin, ja einem Mädchen, dass schlimme Zeiten durchleben musste, erzählt zu bekommen ist wirklich sehr gut und auch sehr wichtig! Die Geschichte wirkt sehr authentisch, gerade weil Urmila, das alles erlebt hat.

Die Geschichte hat mich zutiefst erschüttert und nachdenklich gemacht. Dass es heutzutage noch Menschen gibt, die so denken, wie manche in Nepal finde ich einfach unglaublich. Ich hoffe dieses Buch trägt dazu bei, dass immer mehr Menschen die Augen geöffnet werden, denn Nepal braucht Hilfe. Die Kamlari brauchen Hilfe.

Ich bin immer noch ganz bewegt von der Geschichte und ich denke auch, dass diese mich so schnell nicht wieder loslassen wird. Stellenweise bin ich an dem Text geklebt und habe meinen Mund kaum noch zu bekommen vor Entsetzen, wie so mit Menschen umgegangen werden kann. Wenn man sich mal vorstellt, dass Urmila 6!!! Jahre alt war, als sie verkauft wurde, puhh das treibt einem schon fast die Tränen in die Augen.

Die Geschichte ist in einem Stil geschrieben, der mir persönlich sehr gut gefallen hat. Man hat das Gefühl, man liest in Urmilas Tagebuch. Man versteht ihre Gefühle und Schmerzen, man kann sie nachvollziehen.

Der Bildteil in der Mitte hat mir ebenfalls gut gefallen. So kann man sich wenigstens ein bisschen vorstellen, wie Urmila lebt und wie es dort aussieht. Natürlich konnte ich mir durch die Geschichte schon einiges vorstellen, aber Bilder zu sehen ist immernoch etwas Anderes.

Ebenfalls sehr schön beschrieben, werden sie Sitten und Bräuche in Nepal und vorallem die der Tharu, der Volksgruppe, der Urmila angehört. Man kann ein wenig eintauchen in die Welt dort und beginnt zu verstehen, dass dort z.B. die Unterschiede zwischen arm und reich noch viel gravierender sind wie bei uns. Auch die Begrüßungsrituale, einige Feiertage und Götter lernt man näher kennen.

Ich sehe dieses Buch auch ein stückweit als Plädoyer an. Es will aufrütteln und auf die schlimmen Zustände in Nepal hinweisen. Wir sollten wirklich nicht immer unsere Augen verschließen, sondern auch mal hinschauen und versuchen so gut es geht zu helfen das Leid zu mindern.

Wenn man das Buch nicht gelesen hat, kann man sich glaube ich gar nicht vorstellen, wie nahe einem so eine Geschichte gehen kann. Man muss es einfach selbst lesen, um zu merken, dass die Geschichte einen gar nicht kalt lassen kann.

Die Aufteilung des Buches finde ich super. Gut ein Drittel beschäftigt sich nämlich mit der Zeit, danach, als Urmila keine Kamalri mehr ist, sondern für die Rechte der Mädchen und gegen die Kamalaritradition kämpft. Es wäre schade gewesen, wenn das Buch nach der Kamalarizeit aufgehört hätte, das hätte mich glaube ich hoffnungslos zurückgelassen. So aber konnte ich lesen, dass auch Nepal langsam zu begreifen beginnt, dass man nicht alles mit den Menschen machen kann und auch die Mädchen respektieren muss, denn "Girls need education noch slavery"!!!

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