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Benutzername: Caro1893
Wohnort: Stuttgart
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Bewertungen

Insgesamt 33 Bewertungen
Bewertung vom 01.10.2014
Krähenmann
Bomann, Corina

Krähenmann


ausgezeichnet

Zum Inhalt:
Clara ist neu am Internat Rotensand. Noch bevor sie Zeit hat sich richtig einzuleben geschieht etwas unfassbares. Eine ihrer Mitschülerinnen verschwindet und wird kurz darauf ermordet und grausam entstellt aufgefunden. Die ganze Schule ist entsetzt. Kaum haben alle den einen Mord verdaut verschwindet die nächste Schülerin. Der unheimliche Serienkiller scheint es ausschließlich auf Mädchen aus dem Internat Rotensand abgesehen zu haben und scheinbar niemand kann ihn aufhalten. Clara beschließt, die Sache selbst in die Hand zu nehmen und fängt an auf eigene Faust zu ermitteln. Hilfe erhält sie dabei von ihrem attraktiven Mitschüler Alex, der nicht selten ein Kribbeln in ihr hervorruft. Doch Clara ahnt nicht dass sie den Mörder bereits auf sich aufmerksam gemacht hat und es nur noch eine Frage der Zeit scheint, bis sie in seine Fänge gerät.

Meine Meinung:
"Krähenmann" ist optisch schon mal der absolute Hingucker. Vor allem der rote Buchschnitt und die schwarze Krähe auf dem Cover zogen meinen Blick fast magisch an.

Hinter diesem doch recht auffälligen Äußeren verbirgt sich eine wahnsinnig fesselnde Geschichte, die nicht nur durch den Schreibstil von der ersten Seite an, überzeugt. Corina Bomann erzählt die Geschichte so, dass sie von Beginn an eine Sogwirkung auf mich ausübte. Der Stil ist toll und lässt sich in einem Rutsch lesen. Selten bin ich bei einem Jugendthriller so durch die Seiten geflogen, wie hier.

Auch an Spannung mangelt es der Geschichte zu keinem Zeitpunkt. Ich kam kaum dazu irgendwann mal Atem zu holen und als ich zu müde war, um weiter zu lesen, war ich richtig enttäuscht und freute mich auf den nächsten Morgen, an dem das Buch nach dem Aufwachen sofort wieder in meine Hände wanderte. Kurzzeitig brauchte ich zwar aufgrund der, doch recht düsteren Grundstimmung kurz mal eine Pause, doch die Ungewissheit wer denn nun der Täter ist, brachte mich wieder dazu, das Buch in die Hand zu nehmen.

Besonders gut gefielen mir die beiden Erzählperspektiven. Zum einen berichtet Clara aus ihrer Sicht von den Geschehnissen, zum anderen erfährt man immer mal wieder was der Mörder so macht und denkt. Und so kommt man des Rätsels Lösung immer näher. Claras Nachforschungen und die Gedanken des Täters ergeben am Ende ein rundes Bild, welches keine Fragen offen lässt. Mit dem Täter konnte mich Bomann zwar nicht richtig überraschen, da ich nach einer Weile schon einen Verdacht in diese Richtung hatte, doch das tut der Spannung wirklich kaum Abbruch. Denn die ist trotz allem über den kompletten Zeitraum hin gegeben.

Die Protagonisten, allen voran Clara, waren gut durchdacht. Clara wuchs mir vor allem aufgrund ihrer doch recht dramatischen Vergangenheit schnell ans Herz und nicht nur einmal hoffte ich, dass sie nicht in die Fänge des Killers gerät. Zwar fand ich es an manchen Stellen etwas unrealistisch, dass Clara mehr herausfindet als die Polizei, die seit Jahre nichts anderes tut, als sich mit Verbrechen zu beschäftigen, doch alles in allem gefiel mir die jugendliche Ermittlerin trotzdem. Alex mochte ich ebenfalls sehr gerne. Wirkte er am Anfang noch recht unnahbar, so kommt nach und nach sein Charakter zum Vorschein, was ihn über die Seiten hinweg sehr sympathisch macht.

Was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat und was ich auch ziemlich passend fand, war die Liebesgeschichte, die Bomann mit einfließen lässt. Sie bringt so viel Licht in das sonst so düstere Setting und schenkt Clara nach vielen endlosen Stunden der Trauer und Hoffnungslosigkeit endlich mal wieder ein bisschen Freude. Wie schön, dass passend dazu das Lied von Ich & Ich "Du erinnerst mich an Liebe" zum Einsatz kommt.

Obwohl das Ende nur wenige Überraschungen für mich bereit hielt, gibt es doch ganz zum Schluss einen Satz der mich stutzen und vermuten lässt, dass es wohl einen weiteren Thriller mit Clara in der Hauptrolle geben wird. Ich würde mich wahnsinnig darüber freuen!

Fazit:
Ein gelungener Jugendthriller!

Bewertung vom 26.12.2012
Dicke Hose
Morgowski, Mia

Dicke Hose


schlecht

Meine Meinung:
Ohje, ich weiß ehrlich gesagt langsam nicht mehr, wieso ich es immer wieder mit Chick-Lit versuche, wo ich doch fast jedes Mal merke, dass das einfach nicht meins ist.

Zu Beginn ist das Buch noch ganz amüsant und bietet die ein oder andere Stelle zum Schmunzeln, das muss ich zugeben. Auch den Schreibstil der Autorin fand ich gut und sehr flüssig, sodass ich das Buch ziemlich schnell durchgelesen habe. Leider muss ich hier aber auch sagen, zum Glück, ziemlich schnell durchgelesen. Denn das wars eigentlich schon an positiven Punkten.

Im weiteren Verlauf der Geschichte flachen die ohnehin nicht so wunderbar ausgearbeiteten Charaktere immer weiter ab. Alex ist ein Protagonist, der mich die Haare raufen und den Kopf schütteln lässt. Selten ist mir so viel geballte Dummheit begegnet. Das mag nun wirklich sehr hart ausgedrückt sein, aber ich finde einfach keine anderen Worte, denn so blöd kann man eigentlich gar nicht sein. Seine Lügen, die er sich ausdenkt, die eigentlich viel schneller auffliegen müssten, seine Unkenntnis was gewisse Marken angeht (ich bin selbst nicht sehr modeinteressiert und kenne viele Marken nicht, aber das was Alex da abzieht ist schon echt ein Gipfel)und zudem merkt er sich auch einfach nichts, was ihm gesagt wird, hört bei Anweisungen nicht zu und ist auch sonst vollkommen ignorant und inkompetent. Dass der überhaupt nach seinem ersten Arbeitstag wiederkommen durfte grenzt an ein Wunder. Alex ist leider wirklich der Gipfel der schlechten Protagonisten. Ich könnte jetzt noch viele weitere aufzählen, doch ich denke dieses eine Beispiel reicht, um meinen Unmut deutlich zu machen.

Zudem ist die Geschichte nach kurzer Zeit einfach nicht mehr witzig. Frauen werden als dumme, ihren Männern-hinterherlaufende, deren-Geld-ausgebende Persönchen dargestellt, was ich leider ebenfalls überhaupt nicht haben kann. Das mag vielleicht sogar Absicht sein, dass manche Tatsache in dem Buch etwas überspitzt dargestellt wird, doch mir persönlich war das einfach zu viel des Guten. Ich konnte darüber nicht lachen, ggfs. an einigen wenigen Stellen noch schmunzeln.

Und zu alle dem kommt noch hinzu, dass die Geschichte nicht mal besonders originell ist. Die meisten Stellen sind einfach wahnsinnig vorhersehbar und man weiß eigentlich schon ein paar Seiten vorher, in welches Fettnäpfchen unser lieber Alex jetzt wohl treten wird. Auch das Ende scheint in diesem Hinblick leider etwas langweilig geraten, da man sich das einfach so denken konnte. Happy End schön und gut, aber die ein oder andere Überraschung hätte dem Buch sicher gut getan.

Es mag sein, dass Chicklit-Literatur einfach so ist und mir deswegen nicht gefällt und ich wohl in Zukunft tatsächlich die Finger davon lassen sollte. Aber vielleicht liegt es hier tatsächlich auch an der leider flachen Geschichte und den mir zu flachen Charakteren, die die Geschichte zu alles anderem als einem Vergnügen werden lassen. Sehr schade, wirklich, denn schreiben kann Mia Morgowski durchaus!

Fazit:
Nun ja, bis auf den gut zu lesenden Schreibstil und den ein oder anderen ganz guten Witz lässt sich hier leider nicht so viel positives hervorheben. Eine flache, leider meist vorhersehbare, Geschichte und flache Charaktere nehmen der Geschichte fast jeglichen Reiz.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 30.04.2012
Ich bin der Herr deiner Angst / Albrecht & Friedrichs Bd.1
Rother, Stephan M.

Ich bin der Herr deiner Angst / Albrecht & Friedrichs Bd.1


sehr gut

Und schon wieder ein Buch, bei dem es mir gar nicht so leicht fällt eine Meinung zu formulieren, da ich mir bis Jetzt nicht schlüssig bin, ob ich das Buch nun gut finde oder doch nicht so sehr. Zunächst einmal lässt sich auf jeden Fall sagen, dass der Titel "Ich bin der Herr deiner Angst", wie die Faust aufs Auge passt. Nicht selten liefen mir während des Lesens kalte Schauer über den Rücken, hatte ich doch das Gefühl, der Herr MEINER Angst würde direkt neben mir stehen.

Das Buch lässt an Spannung im Prinzip nichts zu wünschen übrig. Bis zum Ende blieb die Geschichte für mich undurchsichtig, undurchschaubar. Ich hatte zwar immer mal wieder meinen Verdacht, was den Täter anging und lag damit am Ende dann auch gar nicht so falsch, aber mit der Motivation des Täters hätte ich so nie gerechnet. Stephan Rother hat es geschafft, dass ich am Ende sehr überrascht über seine Auflösung war. Teilweise wurde es so spannend, dass ich das Buch weglegen musste, weil es schon Nacht war und ich einfach Angst bekommen habe. Das mag jetzt vielleicht albern klingen, aber wenn Thriller so richtig spannend sind, dann seh ich in jeder Ecke unsrer Wohnung Gespenster. Für mich ist das immer ein Zeichen, dass der Autor es echt geschafft hat den Grusel, die Spannung die auch die Ermittler fühlen zu transportieren.

Durch die hohe Spannung lässt sich das Buch in einem Rutsch durchlesen. Ich hab mir fast meine Nägel angeknabbert, weil ich unbedingt wissen wollte was Sache ist und auch hinter jeder Seite des Buches einen neuen Toten erwartet hatte. Jörg Albrechts Team schien ständig in Gefahr und auch das bringt der Autor super rüber.

"Ich bin der Herr deiner Angst" ist definitiv kein Buch für schwache Nerven, denn der Autor ist sehr detailverliebt und spart auch graußige Details nicht aus. Zudem sind die Morde, die verübt werden, nicht gerade harmlos und lassen die Nerven des Lesers unglaublich flattern.

Ein weiteres Mittel, dessen sich der Autor bedient, sind die so genannten Zwischenspiele. Hier wird ein Teil der Geschichte aus der Sicht des Mörders geschildert, was ich sehr gelungen finde. Bis zum Schluss wusste ich nicht aus wessen Sicht hier geschildert wird und gerade das machte es so spannend. Im Nachhinein betrachtet sind diese Szenen absolut schlüssig und nachvollziehbar und man möchte sich förmlich an den Kopf schlagen, weil man gewisse Zusammenhänge nicht erkannt hat.

Leider gibt es auch ein paar negative Aspekte an dieser Geschichte, die mich eben gegen Ende daran zweifeln lassen, ob ich sie wirklich so klasse fand. Zum Einen sind da die sehr brutal dargestellten Morde. Versteht mich nicht falsch, ich habe generell absolut kein Problem mit blutigen Szenen, bin ich doch ein großer Fan von Tess Gerritsen und Simon Beckett. Allerdings hatte ich hier vorallem zum Ende hin leider das Gefühl, dass der Autor wirklich jede erdenkliche seiner brutalen Fantasien in diese Geschichte einbauen möchte. Bei jedem Mord bekam ich mehr das Gefühl, dass der Autor förmlich versucht hat noch etwas brutales, abstoßendes zu finden. Und irgendwie hat mich das gestört. Wenn 2,3 brutale Morde passieren, hab ich echt absolut kein Problem damit, wenn ich aber das Gefühl bekomme, der Autor hat vehement in seiner dunkelsten Kiste gegraben finde ich das einfach ein bisschen schade.
Fazit:
Unglaublich spannende Geschichte, von der ersten bis zur letzten Seite, mit überraschender Auflösung und leider ein paar kleinen Schwächen.

5 von 8 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 29.03.2012
Oberwasser / Kommissar Jennerwein ermittelt Bd.4
Maurer, Jörg

Oberwasser / Kommissar Jennerwein ermittelt Bd.4


sehr gut

Ich bin wirklich positiv überrascht von "Oberwasser". Ich hatte bevor ich begonnen habe zu lesen, nämlich die Befürchtung, dass es evtl. ein bisschen zu skurril für mich sein und mein Humorzentrum ein bisschen verfehlen könnte. Je länger ich aber gelesen habe, desto mehr habe ich gemerkt, dass das nicht der Fall ist.

Natürlich hat Jörg Maurer einen speziellen Humor und auch einen speziellen Schreibstil, an den ich mich erst einmal ein bisschen gewöhnen musste, aber blöd fand ich ihn nicht und gestört hat er mich auch nicht. Ich konnte zwar nicht bei allem Lachen, finde aber schon dass Maurer einen sehr schönen, gut zu lesenden und vorallem sehr interessanten Schreibstil hat. Wobei "interessant" hier nicht negativ gemeint ist. Sobald ich mich daran gewöhnt hatte, hatte ich richtig Spaß daran in diesen Schreibstil einzutauchen. Er hat mir wirklich gut gefallen. Ein weitere Pluspunkt seines Schreibstils ist die Tatsache, dass er die Protagonisten so sprechen lässt und die Umgebung so beschreibt, dass ich als Leser mich tatsächlich so gefühlt habe als wäre ich in Bayern. Auch die Namensbezeichnungen der einzelnen Personen sind zunächst gewöhnungsbedürftig, da Maurer immer erst mit den Nachnamen (z.B. Mühlriedl, Rudi) anfängt, aber nach einer Weile scheint auch das normal und das Buch wird dadurch immer authentischer.

Der Kriminalfall der sich immer weiter und spannender entwickelt war auch klasse. Ich war richtig gefesselt an das Buch und das bin ich von Regionalkrimis gar nicht unbedingt gewöhnt. Nimmt man zum Beispiel die Kluftingerreihe so steht hier doch eher der Kommissar im Vordergrund und lässt einen eher schmunzeln als vor Spannung an den Nägeln knabbern. Hier war das aber ganz anders. Ich wollte unbedingt weiterlesen um zu erfahren, wie denn jetzt die Finte funktioniert und ob es Jennerwein wohl schaffen wird seinen eigentlichen Fall zu lösen.

Die Personen sind zwar zum Teil auch etwas skurril und komisch und manche mochte ich auch nicht wirklich. Ich finde aber trotzdem oder auch gerade deswegen hat es Maurer geschafft Charaktere zu schaffen, die in Erinnerung bleiben. Die gerade aufgrund ihrer skurrilen Art Eindruck machen und nicht so schnell in Vergessenheit geraten. Über den ein oder anderen musste ich auch mal meinen Kopf schütteln, aber ich glaube nicht, dass er Autor Figuren wollte, die von allen gemocht werden. Ich glaube viel mehr, dass er kontroverse Charaktere schaffen wollte, die auch mal anecken. Hier denke ich vorallem an das Ehepaar Grasegger, dass mir stellenweise doch ein bisschen auf die Nerven ging.

Das Ende hält dann auch noch die ein oder andere Überraschung parat, auch wenn ich finde, dass alles zum Schluss ein bisschen schnell aufgeklärt wurde. Vielleicht ist das auch nur die Enttäuschung darüber, dass das Buch vorbei ist. Aber ich hätte aufgrund des Verlaufs irgendwie ein spektakuläreres Ende, eine überraschendere Auflösung erwartet. Trotzdem bin ich doch alles in Allem zufrieden damit und das ist schon auch ok so. Dick aufgetragene Action hätte auch nicht wirklich in das Buch gepasst, und so muss ich dann auch nach längerem Nachdenken feststellen, dass das Ende ganz passend ist. Es lässt zudem noch ein paar Spekulationen für die nächsten Bände offen, vorallem was das Privatleben der Ermittler angeht.

Zum Schluss, nachdem die Geschichte zu Ende ist, werden noch einige Details zur Geschichte auf die gewohnt humorvolle Art erklärt! Vorallem den Plan auf dem er die ganzen Liebesbeziehungen im Dorf aufzeichnet finde ich herrlich!

Nach der Lektüre von "Oberwasser" habe ich richtig Lust bekommen, die anderen Bücher von Jörg Maurer ebenfalls zu lesen. Vorallem, da mir das ermittelende

Fazit:
Humorvoller, ein bisschen schräger Alpenkrimi, der einiges an Spannung zu bieten hat und besonders mit der tollen und besonderen Sprache des Autors und einem sympathischen Ermittlerteam punkten kann.

1 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 28.02.2012
Weil ich euch liebte
Barclay, Linwood

Weil ich euch liebte


weniger gut

Mein Meinung:
Leider bin ich ein bisschen enttäuscht von "Weil ich euch liebte". Ich hatte zuvor von Linwood Barclay schon "Ohne ein Wort gelesen" und war total begeistert. Hier hatte ich mir aufgrund von Klappentext, Cover und ebenjener Erfahrung einfach viel mehr erwartet.

Das Buch beginnt auch genau mit der Spannung die ich mir erhofft habe. Der Prolog wirft den Leser mittten in eine Szene, die so abrupt endet, dass man gar nicht so genau weiß, wie einem geschieht. Gerne hätte ich an dieser Stelle mehr erfahren, doch natürlich wird nach dieser Szene zu einem anderen Schauplatz geschwenkt. Und genau ab da fing das Buch an mich zu langweilen. Ich hatte das Gefühl, der Protagonist Glen Garber fährt planlos von A nach B, beschuldigt alle Leute in seiner Umgebung etwas mit dem Tod seiner Frau zutun zu haben und verhält sich auch sonst irgendwie nervig.

Die Geschichte war in dem Moment so "unspannend", dass ich versucht war, das Buch wegzulegen. Durch seinen flüssigen Schreibstil macht der Autor zwar einiges wett, doch richtig fesseln konnte mich die Geschichte nicht. Ich wollte das Buch nur möglichst schnell zu Ende bringen, um schnell wieder etwas spannendes lesen zu können. Das auf dem Cover steht, dass es sich hier um einen Thriller handelt, finde ich ziemlich überzogen, wenn man das Ende mal nicht beachtet(Welches eine deutliche Spannungssteigerung zum Rest der Geschichte aufweist). Zwar wird hier und da jemand ermordet (und ja, ich weiß, das klingt jetzt sehr abgebrüht, aber genauso kommt es in dem Buch auch rüber), aber auch das lässt kaum Spannung aufkommen.

Glen Garber scheint sowas wie ein Superheld zu sein, ihm gelingt alles. Er legt sich mit den schlimmsten Verbrechern an und kommt ohne eine Schramme davon. Und dann löst er auch noch ganz allein für die Polizei 2,3 nein 4 Mordfälle, da die Beamten ja scheinbar nicht in der Lage waren selbst Ungereimtheiten zu erkennen - eine Polizistin mal ausgenommen, die den Spuren aber auch nicht mit dem nötigen Tatendrang nachgeht.

Ich muss zugeben, dass mich das Buch dann auf den letzten 100 Seiten immerhin noch ein bisschen gefesselt hat. Die ein oder andere Auflösung hat mich überrascht und war so nicht zu erwarten. Und trotz allem hatte die Geschichte auch während dem rasanten Ende einen Beigeschmack von "an den Haaren herbeigezogen". Ich hatte das Gefühl, hier muss der Autor nochmal alle Action reinpacken, die er die vorrigen 400 Seiten verpasst hat. Wirklich sehr sehr schade, denn aus dieser Idee hätte man deutlich mehr machen könnden.

Ich hatte mich hier auf einen spannenden Thriller gefreut. Leider wurde ich ziemlich enttäuscht. Mehr als die lockere, gut zu lesende Schreibweise des Autor lässt sich hier leider nicht besonders hervorheben. Der Klappentext und auch das, wie ich finde, sehr schön gelungene Cover, versprachen leider mehr, als der Inhalt hinterher halten konnte. Die Bezeichnung "Thriller" würde ich fast ersetzen durch "Familiendrama" oder aber auch durch "Krimi". Ich werde sicherlich nochmal auf ein Buch des Autors zurückgreifen, da

3 von 5 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 24.10.2011
Die dritte Generation / Totentöchter Bd.1
DeStefano, Lauren

Die dritte Generation / Totentöchter Bd.1


gut

Zunächst einmal muss ich sagen, dass "Totentöchter" irgendwie anders ist, wie die Dystopien, die ich bisher gelesen habe. Natürlich erfüllt das Buch gewisse Rahmenbedinungen, die bei einer Dystopie gegeben sein müssen, doch finde ich, dass die Brutalität, die man sonst oft in Dystopien vorgesetzt bekommt (Die Tribute von Panem) hier die meiste Zeit eher unterschwellig zu spüren ist. Sie ist nicht offensichtlich, sie ist aber da. Denn man stelle sich vor, man wird entführt und zu einer Ehe mit einem Mann gezwungen, der mehrere andere Frauen hat und man ist eigentlich nur dazu da Nachkommen zu zeugen(da fällt mir gerade ein, dass das in manchen Ländern ja gar nicht so abwegig ist, diese Vorstellung). Allein diese Tatsache strahlt für mich schon eine gewisse unterschwellige Brutalität aus - den Männern ist es egal wie es den Frauen dabei geht, Hauptsache die Menschheit stirbt nicht aus. Und auch sonst spürt man die ganze Zeit, dass im Untergrund etwas brodelt, das Gefahr vorhanden ist, aber richtig offensichtlich wird sie nur an ganz wenigen Stellen, deswegen spreche ich von unterschwelliger Brutalität.

Über lange Zeit passiert nicht wirklich viel in "Totentöchter". Es geht alles sehr langsam und getragen vor sich und stellenweise hat mir schon ein wenig die Spannung gefehlt. Rhine und ihre Schwesterfrauen werden sehr detailiert beschrieben und vorallem von Rhines Vergangenheit erfährt man einiges. Über die meiste Zeit des Buches wird sehr auf Rhines Gefühlwelt eingegangen. Wie fühlt sie sich in der Gefangenschaft, wie fühlt sie gegenüber Gabriel, wie fühlt sie sich in Situtaionen, in denen ihr Mann sich ihr nähern will usw. Das macht die Figur "Rhine" zwar sehr authentisch, aber manchmal hat mir das zu sehr das Tempo der Geschichte verschleppt. Es kam einfach nicht so richtig Spannung auf, auch wenn es natürlich interessant war, etwas über Rhines Vergangenheit zu erfahren. Aber so die richtige Mischung zwischen Spannung und authentisch erzählten Personen ist hier leider nicht ganz getroffen worden.

Zum Thema Rhine und ihr Ehemann sollte man vielleicht noch dazu sagen, dass es in dem Buch keinerlei Szenen gibt, in denen irgendwelche intimen Dinge detailiert ausgebreitet werden. Es handelt sich hierbei natürlich um ein Jugendbuch und man kann die Dinge die in den Betten passieren nur erahnen, bekommt sie aber nicht detailiert beschrieben. Das hat mir gut gefallen, hätte es dem Buch doch eine sehr abstoßende Note verpasst, wenn man ständig in die Bettgeschichten von Linden eingeweiht worden wäre.

Sehr schön finde ich auch die Gestaltung des Buchs. Das Cover hat eine hohe Symbolkraft, sieht man darauf doch einen Vogel der in einem Käfig eingesperrt ist - wie eben auch Lindens Frauen. Auf der Rückseite sieht man eine kleine Laborausrüstung, die wohl für die Forschung für das Gegenmittel steht. Ich finde es toll, dass auf dem Cover, viele Elemente aus der Geschichte wieder aufgegriffen wurden, so hat das Cover wirklich eine starke Aussagekraft und bildet nicht bloß - mal wieder - ein junges Mädchen ab. Zu Anfang jedes Kapitels und bei den Seitenzahlen sind tolle Blumen gezeichnet, das macht das Umblättern der Seiten zu einer echten Augenweide.


Da das Buch stellenweise etwas schleppend voran ging, hatte ich zwischenzeitlich etwas Probleme mich zu motivieren weiterzulesen, hab es dann aber zum Glück geschafft, denn das Ende hat mich dann doch wieder "entschädigt" für die schleppenden Stellen. Es wird nämlich nochmal richtig spannend und man fiebert total mit den Protagonisten mit. Das Ende bleibt dann auch offen und hat mir zumindest Lust auf Teil 2 gemacht, denn ich möchte doch so viele Dinge erfahren, die hier einfach ungeklärt geblieben sind.

Fazit:
Ein Buch mit unglaublich authentischen Protagonisten, dass mir stellenweise zu schleppend war, dessen Ende aber mit viel Spannung aufwarten kann und Lust auf Teil 2 macht.

0 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 10.10.2011
Blutstein
Theorin, Johan

Blutstein


sehr gut

Eine idyllische Insel, eine geheimnisvolle Vergangenheit und ein Unbekannter der Rache übt.
Meine Meinung:
Mir hat "Blutstein" sehr gut gefallen. Es war mein erstes Buch von Theorin, obwohl das glaube ich schon seit drittes ist. Schon im Prolog gibt es einen Paukenschlag, man möchte unbedingt wissen wie es zu dieser Situation kam und wie diese ausgeht. Danach "plätschert" die Geschichte ein bisschen dahin, was mich eigentlich nicht sonderlich gestört hat, da man die ganze Zeit eine unterschwelllige Spannung spürt. Ich hatte das Gefühlt, dass man immer ein bisschen in Sicherheit gewiegt werden soll. Sobald man sich damit abgefunden hatte, dass gerade nicht so viel passiert, kommt der nächste Paukenschlag. "Blutstein" ist vielleicht auch kein Krimi im eigentlichen Sinn. Wer erwartet, dass hier die ganze Zeit Spannung herrscht, könnte vielleicht auch enttäuscht werden. Manchmal tritt die Krimihandlung, wie schon gesagt eben in den Hintergrund und man erfährt einiges aus dem Privatleben der Figuren. Mich hat das nicht gestört, so versteht man wenigstens, warum die Personen so sind wie sie sind und was sie dazu gemacht hat. Ich finde es schön, dass die Vergangenheit der Protagonisten beleuchtet wird, macht das doch die Figuren lebendiger und greifbarer. Auch, dass sie nicht immer Erfolg haben und auch bei ihnen mal etwas schief geht wirkt ehrlich und realistisch. Denn bei wem klappt schon alles?

Auch die Sagengestalten, die Elfen und die Trolle, fande ich sehr schön in die Geschichte eingebunden. Immer wieder gibt es eine Rückblende zu Vendelas Kindheit, in der sie scheinbar viele Begegnungen mit den Elfen hatte. Die Verknüpfungen der einzelnen Geschichten sind gut gelungen und verständlich. Der Schreibstil des Autors gefällt mir sehr gut, ich habe das Buch praktisch in einem Rutsch durchgelesen. Auch die etwas düstere Atmospähre von Öland fande ich sehr gelungen und passend.

Das Ende ist vielleicht ein kleines bisschen "too much", wenn man es mit dem Verlauf der Geschichte vergleicht. Ein bisschen weniger Feuer hätte genügt. Trotzdem finde ich das Ende sehr sch