Die offenen Feinde und ihre Gesellschaft - Walpen, Bernhard

Bernhard Walpen 

Die offenen Feinde und ihre Gesellschaft

Eine hegemonietheoretische Studie zur Mont Pelerin Society

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Nachdruck / -produktion erscheint vorauss. Juni 2012
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Produktinformation

  • Verlag: Vsa
  • 2004
  • Ausstattung/Bilder: 2004. 493 S.
  • Seitenzahl: 493
  • Schriften zur Geschichte und Kritik der politischen Ökonomie Bd.1
  • Deutsch
  • Abmessung: 22, 5 cm
  • Gewicht: 850g
  • ISBN-13: 9783899650976
  • ISBN-10: 3899650972
  • Best.Nr.: 12929014
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 29.03.2005

Am Mont Pèlerin
Liberale Denker - Eine marxistische Feindbeobachtung

Bernhard Walpen: Die offenen Feinde und ihre Gesellschaft. Eine hegemonietheoretische Studie zur Mont Pèlerin Society. VSA-Verlag, Hamburg 2004, 493 Seiten, 34,80 Euro.

Im April 1947 versammelte sich eine Gruppe hochkarätiger liberaler Intellektueller, darunter Karl Popper, Walter Eucken und Ludwig von Mises, am Mont Pèlerin in der französischen Schweiz, um auf Einladung des späteren Wirtschaftsnobelpreisträgers Friedrich August von Hayek über die Zukunft der Freiheit zu diskutieren. Die noch frischen Erfahrungen mit dem Nationalsozialismus und die zunehmende Bedrohung durch das Sowjetimperium hielten ihnen vor Augen, was Hayek schon 1944 in seinem Buch "The Road to Serfdom" festgestellt hatte: daß die Freiheit von allen Seiten bedroht sei, wenn sie nicht auch ihre intellektuellen Verteidiger finde.

Zu diesem Zweck gründete man nun die Mont Pèlerin Society (MPS), eine Vereinigung liberaler Denker verschiedener Disziplinen, die lose assoziiert regelmäßig den geistigen Austausch und die Kooperation ermöglichen sollte. Diesen Zweck erfüllt die Mont Pèlerin …

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Rezensent Detmar Doering kann Bernhard Walpens kritische Auseinandersetzung mit der Mont Pelerin Society (MPS), einer Vereinigung liberaler Denker verschiedener Disziplinen, nicht ganz ernst nehmen. Der teils "dogmatische Marxismus", den Walpen, entgegen eigenen Bekenntnissen, undogmatisch zu sein, an den Tag lege, wirkt auf Doering "fast schon putzig". Mit isolierten Einzelfakten zu Mitgliedern der Mont Pelerin Society (und unter Verschweigung alles Positiven) belebe Walpen selbst die "gute alte Faschismustheorie" der späten sechziger Jahre wieder. "Kennte man die Mont Pelerin Society nicht besser", hält Doering fest, "man müßte sie dem Reich der Finsternis zuordnen." Wie er berichtet, erfolgt Walpens Analyse der Mont Pelerin Society hauptsächlich im Lichte der Theorie der "kulturellen Hegemonie" des italienischen Marxisten Antonio Gramsci. Während Gramscis Marxismus aber auch nach Doerings Ansicht als Analyseinstrument durchaus brauchbar war, wenn es um den Zusammenhang von wirtschaftlichen Verhältnissen (Unterbau) und Ideologien (Überbau) ging, bleibt Walpen zu seinem Bedauern "bisweilen ganz unmarxistisch im Überbau hängen". Positiv wertet Doering allerdings, dass das …

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