Spiel mit den Farben - Hesse, Hermann

Hermann Hesse 

Spiel mit den Farben

Der Dichter als Maler

Hrsg. v. Volker Michels
Buch mit Leinen-Einband
 
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Spiel mit den Farben

Das Doppeltalent als Maler und Dichter teilt Hermann Hesse mit vielen seiner Schriftstellerkollegen, so u.a. mit Goethe, Gottfried Keller und Adalbert Stifter, mit Wilhelm Busch und Joachim Ringelnatz, Henry Miller, Peter Weiss und Günter Grass. Seit seinen autodidaktischen Anfängen im Ersten Weltkrieg, die dem damals Vierzigjährigen eine schwere Krise zu überwinden halfen, hat Hesse bis ins hohe Alter etwa 2000 Aquarelle gemalt. Die meisten von ihnen sind Liebeserklärungen an die farbenfrohen Landschaften seiner Tessiner Wahlheimat und ihren damals noch unerschöpflichen Reichtum an zauberhaften Motiven.

Im Verlauf der letzten beiden Jahrzehnte ist es geglückt, einen Großteil dieser Bilder aufzufinden und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. In mehr als fünfzig Ausstellungen in den USA, Kanada, Australien oder Japan und den europäischen Ländern haben sie sich als Publikumsmagneten erwiesen. Unser Band enthält die bisher umfassendste Auswahl der schönsten bildnerischen Arbeiten des Dichters. In ihrer farbigen Leuchtkraft haben diese Blätter etwas Saftiges und Lebensbejahendes, gerade weil sie, wie oft in der Kunst, einem eher melancholischen Lebensgefühl entstammen.

Der mehr als 200 Reproduktionen und einen einführenden Essay von Volker Michels enthaltende Band ist das reichhaltigste und repräsentativste Werk über Hermann Hesse als Maler.


Produktinformation

  • Verlag: Suhrkamp
  • 2005
  • Ausstattung/Bilder: 2005. 276 S. m. zahlr. farb. Aquarellen.
  • Seitenzahl: 276
  • Best.Nr. des Verlages: 41730
  • Deutsch
  • Abmessung: 299mm x 243mm x 32mm
  • Gewicht: 1558g
  • ISBN-13: 9783518417300
  • ISBN-10: 3518417304
  • Best.Nr.: 14101280
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 26.01.2006

Palettenwanderer
Mit Sonnenhut: Eine Würdigung Hermann Hesses als Maler

Viele Menschen haben Hesse in ihrer Jugend gelesen, und immer noch lesen viele junge Menschen Hesse, weil die Jugend eine Brutzeit ist, in der man nicht so recht weiß, warum und wie und wohin. Da findet man in den Erzählungen Hesses die ersten Lebenssinnhängematten, in denen man schaukeln kann, bis man Mut gewonnen hat und glaubt, sich selbst und alles drum rum besser zu verstehen. Die Welt ist in einen ersten dünnen Rahmen gestellt, und Dinge und Menschen haben ihren ersten Platz eingenommen. Wir sehen: Da leuchten die Grundfarben einer existentiellen Ordnung im harten Weiß der Nöte.

Diese Farben findet man auch, wenn man sich Hesses Aquarelle in dem vorliegenden schönen Band anschaut. Klingsor und Demian und die anderen luftigen Erdgeister und erdschweren Luftgestalten aus seinem erzählerischen Werk schweben vorbei. Hesse hat sich das Malen während des Ersten Weltkrieges beigebracht. Er lebte damals in der Schweiz, ihm ging es nicht gut, er litt an Depressionen. Der Psychoanalytiker ermutigte den Dichter zu neuen sinnenfrischen Eindrücken, zum …

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Eberhard Rathgeb freut sich, dass Hermann Hesse nicht nur als Schriftsteller, sondern nun auch als Maler bekannter wird. Den von Volker Michels herausgegebenen Band mit Aquarellen findet er "schön", obwohl er konstatiert, dass Hesses Künste nicht zum Malen von Menschen und Tieren ausreichen. Umso besser gefällt ihm, dass er in den Naturbildern Figuren, "luftige Erdgeister und erdschwere Luftgestalten" aus Hesses literarischem Werk wieder findet. Das Beste jedoch ist, dass all die Aquarelle in einer Zeit entstanden sind, in der der Schriftsteller an Depressionen litt. Dass er sich weder davon noch von der späteren "vernichtenden" Kritik an seinen Bildern unterkriegen ließ, ringt dem Rezensenten Respekt ab.

© Perlentaucher Medien GmbH

»Wer diese ebenso farbenprächtigen wie beseelten Landschaftsbilder in ihrer suggestiven Kraft erkennen und verstehen mächte, der greife zu dem von Volker Michels herausgegebenen wunderbaren Text-Bild-Band...«
Hermann Hesse, geb. am 2.7.1877 in Calw/Württemberg als Sohn eines baltendeutschen Missionars und der Tochter eines württembergischen Indologen, starb am 9.8.1962 in Montagnola bei Lugano. Er wurde 1946 mit dem Nobelpreis für Literatur, 1955 mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet. Nach einer Buchhändlerlehre war er seit 1904 freier Schriftsteller, zunächst in Gaienhofen am Bodensee, später im Tessin. Er ist einer der bekanntesten deutschen Autoren des 20. Jahrhunderts.

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