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TONI ERDMANN erzählt die Geschichte von Winfried (Peter Simonischek), einem Musiklehrer, und seiner Tochter Ines (Sandra Hüller), einer Karrierefrau, die um die Welt reist, um Firmen zu optimieren. Da Winfried zu Hause nicht viel von seiner Tochter sieht, beschließt er spontan, sie bei ihrem großem Outsourcing-Projekt in Rumänien zu besuchen. Statt sich anzukündigen, überrascht er sie plötzlich in der Lobby ihrer Firma. Die Annährungsversuche des Vaters scheitern kläglich. Doch dann überrascht Winfried Ines mit einer radikalen Verwandlung in Toni Erdmann, sein schillerndes Alter Ego. Toni…mehr

Produktbeschreibung
TONI ERDMANN erzählt die Geschichte von Winfried (Peter Simonischek), einem Musiklehrer, und seiner Tochter Ines (Sandra Hüller), einer Karrierefrau, die um die Welt reist, um Firmen zu optimieren. Da Winfried zu Hause nicht viel von seiner Tochter sieht, beschließt er spontan, sie bei ihrem großem Outsourcing-Projekt in Rumänien zu besuchen. Statt sich anzukündigen, überrascht er sie plötzlich in der Lobby ihrer Firma. Die Annährungsversuche des Vaters scheitern kläglich. Doch dann überrascht Winfried Ines mit einer radikalen Verwandlung in Toni Erdmann, sein schillerndes Alter Ego. Toni nimmt kein Blatt vor den Mund und mischt sich in Ines' Berufsleben ein. Überraschend lässt Ines sich auf sein Spiel ein, und Vater und Tochter machen eine verblüffende Entdeckung: Je härter sie aneinander geraten, desto näher kommen sie sich.
Ein guter Film bestehe aus drei tollen Szenen und keiner schlechten, hat Howard Hawks einmal gesagt. Maren Ade hat das beherzigt in "Toni Erdmann", ihrem ersten Film seit "Alle anderen" von 2009: Ihre Geschichte einer jungen Karrierefrau, die wieder lernen muss ihren Vater und ihr eigenes Leben zu lieben, hat bis zur Zweistundenmarke eine starke Szene nach der anderen zu bieten. Und dann, wenn man insgeheim hofft, dass sie nicht nachlässt in der finalen Passage, dass sie den Film auf den letzten Metern nicht noch versemmelt, dreht die Regisseurin erst so richtig auf, lässt drei Szenen aufeinander folgen, die jede für sich ihren Platz in der Filmgeschichte sicher haben. So mitgerissen aus heiterem Himmel hat im Wettbewerb von Cannes zuletzt "Blau ist eine warme Farbe", und der gewann 2013 die Goldene Palme.

Alles stimmt an diesem Film: sein Tempo, seine Figuren, seine Geschichte, seine Haltung, sein Humor und sein aufrichtiges Bemühen etwas zu erzählen darüber, was es bedeutet am Leben zu sein. Das ist eine Frage, die der von Peter Simonischek gespielte Vater Winfried im Verlauf des Films seiner Tochter Ines stellt - und die bis ganz zum Schluss unbeantwortet bleibt, abgesehen davon, dass einem der Film selbst unentwegt seine Antwort darauf gibt. In den ersten Szenen wird Winfried vorgestellt als allein lebender Mann mit einem ausgeprägten Sinn für unerwarteten Humor: Er liebt Streiche, hat eine kindliche Freude daran, andere Leute aufs Glatteis zu führen. Spaß erinnert ihn daran, am Leben zu sein. Seine erwachsene Tochter Ines (Sandra Hüller) arbeitet indes in Bukarest an ihrer Karriere bei einer Unternehmensberatung, die großen Firmen die Schmutzarbeit abnimmt, Angestellte zu entlassen. Als sein Hund an Altersschwäche stirbt, entschließt Winfried sich, seiner Tochter in Rumänien einen Überraschungsbesuch abzustatten. Sie wimmelt ihn ab, anstatt wieder nach Hause zu fliegen, mischt er sich als Alter ego Toni Erdmann mit hervorstehendem Gebiss und wilder Perücke in ihr Leben ein - ein souveräner, gewitzter Lebemann, der die Menschen um sich herum mit seiner unberechenbaren und gewinnenden Art in seinen Bann schlägt. Alsbald entwickelt sich ihre Beziehung zum Zweikampf zweier willensstarker Menschen, die nicht bereit sind, klein beizugeben.

In jeder neuen Szene hält "Toni Erdmann" neue Überraschungen bereit, wird die Handlung in neue Richtungen entwickelt, öffnet sich der Fokus des Films, der schließlich auch einen Blick auf das Rumänien von heute und seine Menschen freigibt, eine Welt im Umbruch zeigt, deren Modernisierung auch Opfer fordern wird. Während sich die beiden Hauptfiguren fast unmerklich anzunähern beginnen, werden wiederholt neue Ideen angerissen, entwickelt sich aus dem Privaten Politisches und strahlt das Politische wieder aufs Private zurück. Bis sich Winfried und Ines auf einmal in der Wohnung einer rumänischen Familie wiederfinden und die Stunde der Wahrheit gekommen ist - und mit ihr die drei angesprochenen Szenen, die aus der meisterlichen Komödie endgültig ein Meisterwerk machen. Herausgehoben werden soll die großartige Partyszene, die nicht nur den Todesmut von Sandra Hüller unterstreicht, sondern auch das perfekte Timing von Maren Ade: eine zum Schreien komischere und dabei doch so wahre Szene hat man aus Deutschland seit Jahren nicht gesehen. "Toni Erdmann" ist ein Triumph für alle Beteiligten, die Regisseurin und ihre Schauspieler, die einem im Verlauf der Handlung regelrecht ans Herz wachsen, ein ungewöhnlicher und ungewöhnlich wunderbarer Film. ts.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag

Bonusmaterial

Entfallene Szenen, Outtakes, Audiokommentar, Trailer
  • Produktdetails
  • EAN: 4009750229118
  • Best.Nr.: 45432426
  • Artikeltyp: Film
  • Anzahl: 2
  • Datenträger: DVD
  • Erscheinungstermin: 23.12.2016
  • Hersteller: EuroVideo
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß §14 JuSchG
  • Sprachen: Deutsch
  • Untertitel: Deutsch
  • Regionalcode: 02
  • Bildformat: 1:1, 85/16:9
  • Tonformat: Dolby Digital 5.1
  • Gesamtlaufzeit: 156 Min.
Autorenporträt
Peter Simonischek wurde 1946 in Graz geboren. Er spielte an vielen großen Bühnen in Österreich und Deutschland und war u. a. 20 Jahre Mitglied des Ensembles der Schaubühne am Lehniner Platz in Berlin. Seit 1999 spielt er am Wiener Burgtheater. Zudem war er in zahlreichen Kino- und Fernsehfilmen zu sehen, so u. a. in Fürchten und Lieben von Margarethe von Trotta und im Tatort. 2006 erhielt er den Adolf-Grimme-Preis.
Rezensionen
Der dritte Spielfilm von Maren Ade, die 2009 mit ihrem Beziehungsdrama "Alle Anderen" den Großen Preis der Berlinale gewonnen hatte, ist ein Meisterwerk aus dem Nichts, das Publikum und Kritik im Wettbewerb von Cannes im Sturm eroberte. Auch bei dieser Groteske stehen die Zeichen wieder auf einem Mix aus Ernst und Humor, wenn Peter Simonischek als sozialromantischer Alt-68er und Sandra Hüller als seine Arbeitsplätze vernichtende Tochter wuchtig und emotional nachhaltig aufeinander treffen.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
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