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Bewertung von tassieteufel am 15.09.2011![]() |
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| Im Hause van Doorne hängt noch immer der Haussegen schief. Alyss gibt sich nun keinerlei Illusionen mehr über den Charakter ihres Gatten hin, hat dieser doch auch noch ihren geliebten Weinberg verkauft.Doch der Gatte entschwindet wieder mal auf Handelsfahrt,was Alyss gar nicht so unangenehm ist, zumal ja auch John of Lynne wieder in der Stadt und in Alyss Hauswesen ein gern gesehener Gast ist. Als Alyss vorübergend den sechsjährigen Kilian aufnimmt, dessen Eltern auf eine Handelsfahrt gehen, ahnt sie noch nicht, das sie sich damit nur Ärger einhandelt, denn der Junge ist ein ziemlicher Spitzbube der nur Unsinn im Kopf hat. Als Kilian aus ihrem Haus entführt wird und auch noch ihre wertvolle Brautkrone gestohlen wird, ist es mal wieder an der Zeit zu ermitteln……….. Noch weniger als der Vorgänger ist dieses Buch ein historischer Krimi. Sicher macht sich Alyss mit Hilfe von Marian, ihrem Hauswesen und John of Lynne auf die Suche nach Kilian und ihrer Brautkrone, aber wirklich "kriminalistisch" wird es dabei nicht. Während das Krimielement immer weiter in den Hintergrund rückt, kommt mehr und mehr Fantasy zum Tragen, seherische Gaben von Gislindis, Marians Gabe den Schmerz anderer aufzunehmen und Alyss Gabe in Bezug auf Tiere, mir persönlich gefällt das nicht so sehr, dabei hätten die Figuren solche übernatürlichen Fähigkeiten gar nicht nötig, bieten sie an sich doch schon genug Potenzial. Alyss turbulentes Hauswesen mit all seinen verschiedenen Personen ist von der Autorin aber wieder sehr gelungen und unterhaltsam geschildert, auch wenn es für meinen Geschmack zu viel Raum einnimmt. Zwischen Alyss und John hat es nun endgültig gefunkt und da darf man gespannt sein, wie das weiter geht. Beide sind verheiratet, allerlei Geheimnisse schwirren umher, also jede Menge offener Fragen für die nächsten Bücher, leider führt das auch dazu, das man am Ende ein wenig unzufrieden ist, weil einfach viel zu viel offen bleibt. Unterhaltsam ist das Buch aber allemal, diverse Streiche vom Satansbraten Klilian und eine Alyss die unversehends in eine Kneipenschlägerei gerät, sorgen für Heiterkeit und das ein oder andere Schmunzeln, ebenso wie einige Dispute zwischen John und Alyss. Und ein paar obligatorische Auftritte von Almut und Ivo gibt es auch wieder. Gelungen ist auch diesmal die gekonnt geschilderte mittelalterliche Atmosphäre in Köln, da merkt man, das sich die Autorin auskennt. Fazit: unterhaltsam mit einer Prise Humor und viel mittelaterlicher Atmosphäre läßt sich das Buch gut lesen, leider rückt der Krimianteil zugunsten von Fantasy weiter in den Hintergrund, mal schaun wie sich das in den weiteren Teilen entwickelt. |
7 von 7 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Bellexr aus Mainz am 11.01.2011![]() |
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| Um einen das Leben des 15. Jahrhunderts näher zu bringen und so ein Gefühl für diese Zeit zu erhalten, wählt Andrea Schacht wohl bewusst die Ausdrucksweise der damaligen Zeit in Einbindung vieler altdeutscher Begrifflichkeiten. Dies hatte zur Folge, dass ich einige Seiten benötigte, um mich in der Geschichte zurecht zu finden und auch, dass es sich hierbei um den 2. Teil einer Serie handelt. Diese Irritation ging aber schnell vorbei und man kommt auch ohne Kenntnis des 1. Teils problemlos mit der Geschichte zurecht. Es gibt zwar gelegentlich Verweise auf „Gebiete sanfte Herrin mir“, diese stören aber nicht. Durch die Benutzung vieler alter Ausdrucksweisen, der anschaulichen Beschreibung von Köln mit seinen verwinkelten Gassen und Gässchen und kleinen Geschichten rund um dessen Einwohner wirkt der Roman atmosphärisch dicht umgesetzt. Zumal die Autorin sich auch viel Zeit lässt, immer wieder das tägliche Leben der Kaufmannsfamilie mit einzubinden. So lernt man nach und nach alle Bewohner des Hauses kennen wie auch das nähere Umfeld derer von Doorne. Dies ist durchweg immer sehr unterhaltsam und oft auch sehr witzig dargestellt. Ihre Protagonistin beschreibt sie als eine tatkräftige, energische junge Frau, die über einen spitzfindigen Humor verfügt, das Herz auf dem rechten Fleck trägt und sich nicht davor scheut, Verantwortung zu übernehmen. Ihr Zwillingsbruder Marian ist noch auf der Suche nach seiner Bestimmung, auch wenn er sich sicher ist, dass er Menschen heilen möchte. In welcher Form muss er jedoch noch herausfinden. Dann ist da der Kaufmann John of Lynne, ein gutaussehender Brite, der ganz eindeutig innigere Gefühle für Alyss empfindet als schicklich wäre, diese aber gut vor ihr zu verbergen versteht. Ja und dann natürlich noch die Jungfern Hedwigis, Leocadie und Lauryn: Alle unterschiedlich im Charakter und ebenfalls detailreich beschrieben. Neben der resoluten Haushälterin gibt es noch ein paar weitere Bewohner des Kaufmannshauses, auf die ebenfalls ausreichend eingegangen wird, sodass man sich ein gutes Bild von ihnen machen kann. Der rote Faden der Geschichte ist natürlich die Suche nach Kilian, die sich schwieriger gestaltet als anfangs gedacht und selbstverständlich die Nachforschung nach dem Verbleib der wertvollen Brautkrone. Hier kommen viele Verdächtige infrage, die ein Motiv hätten und so bestreiten Alyss und ihre Freunde auch öfters mal den falschen Weg auf der Suche nach der Krone. Hierbei entdeckt Alyss aber auch das eine oder andere kleine Geheimnis im Umkreis ihres Hauses. So ist der historische Roman durchweg humorvoll, unterhaltsam und teilweise auch richtig spannend umgesetzt, reflektiert sehr gut das Leben im 15. Jahrhundert und kann auch des Öfteren mit der einen oder anderen interessanten Wendung aufwarten und bietet somit kurzweilige Unterhaltung. |
| Bewertung von Uscha aus Hattenhofen am 03.01.2011 | |
| Andrea Schacht fasziniert hier mit einem weiteren Krimi, der im mittelalterlichen Köln spielt. Wunderbar geschilderte Personen, die im Laufe des Geschehens immer lebendiger werden und eine Handlung, die wie absichtslos entsteht, einfach aus dem Leben heraus. Es sind Personen, die man bereits aus den Beginen-Romanen und dem ersten Band um Alyss, Tochter der Begine Almut kennen- und liebengelernt hat. Der Spannungsbogen wird dabei nie unterbrochen und der Leser ist bald vollständig eingetaucht in die bittersüße Geschichte, die Alyss mit dem Falkner erlebt. Die Krimihandlung wird dabei bald zur Nebensache, die Auflösung des "Falles" erfolgt wie nebenbei, tritt hinter dem eigentlichen Geschehen zurück. Andrea Schacht ist hier ein weiteres Meisterwerk gelungen, das einen gespannt auf die Fortsetzung warten läßt. |
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