Nehmt Herrin diesen Kranz / Alyss, die Tochter der Begine Almut Bd.2 - Schacht, Andrea

Andrea Schacht 

Nehmt Herrin diesen Kranz / Alyss, die Tochter der Begine Almut Bd.2

Roman. Originalausgabe

Broschiertes Buch
 
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***** sehr gut
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Produktbeschreibung zu Nehmt Herrin diesen Kranz / Alyss, die Tochter der Begine Almut Bd.2

Die Fortsetzung von »Gebiete sanfte Herrin mir«

Während Köln sich für die Erntedankfeiern schmückt, hängt im Hauswesen derer van Doorne der Segen schief. Ausgerechnet zur bevorstehenden Weinlese erfährt Alyss, dass ihr Gatte Arndt den geliebten Weingarten verkauft hat, um Geld für seine undurchsichtigen Geschäfte in den Beutel zu bekommen. Alyss' Zorn entzieht er sich, indem er eilends auf Handelsfahrt geht. Nach seiner Abreise nimmt Alyss vorübergehend den sechsjährigen Kilian auf. Doch der goldlockige Sohn eines befreundeten Kürschners sorgt gleichermaßen für Unruhe: ein veritabler Satansbraten, der nur Unfug im Sinn hat.

Dann wird Kilian entführt. Und mit ihm zusammen verschwindet Alyss' Brautkrone, der wertvollste Bestandteil ihrer Mitgift. Wer steckt dahinter - und warum?

Hartnäckig und gewitzt lässt Alyss nicht locker, bis sie den Fall gelöst hat.



Die Fortsetzung von "Gebiete sanfte Herrin mir"

Während Köln sich für die Erntedankfeiern schmückt, hängt im Hauswesen derer van Doorne der Segen schief. Ausgerechnet zur bevorstehenden Weinlese erfährt Alyss, dass ihr Gatte Arndt den geliebten Weingarten verkauft hat, um Geld für seine undurchsichtigen Geschäfte in den Beutel zu bekommen. Alyss' Zorn entzieht er sich, indem er eilends auf Handelsfahrt geht. Nach seiner Abreise nimmt Alyss vorübergehend den sechsjährigen Kilian auf. Doch der goldlockige Sohn eines befreundeten Kürschners sorgt gleichermaßen für Unruhe: ein veritabler Satansbraten, der nur Unfug im Sinn hat.

Dann wird Kilian entführt. Und mit ihm zusammen verschwindet Alyss' Brautkrone, der wertvollste Bestandteil ihrer Mitgift. Wer steckt dahinter - und warum?

Hartnäckig und gewitzt lässt Alyss nicht locker, bis sie den Fall gelöst hat.

Produktinformation


  • Verlag: Blanvalet
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 413 S.
  • Seitenzahl: 413
  • Blanvalet Taschenbuch Nr.37124
  • Deutsch
  • Abmessung: 183mm x 129mm x 35mm
  • Gewicht: 357g
  • ISBN-13: 9783442371242
  • ISBN-10: 3442371244
  • Best.Nr.: 27946581
Andrea Schacht war lange Jahre als Wirtschaftsingenieurin und Unternehmensberaterin tätig, hat dann jedoch ihren seit Jugendtagen gehegten Traum verwirklicht, Schriftstellerin zu werden. Ihre historischen Romane um die scharfzüngige Kölner Begine Almut Bossart gewannen auf Anhieb die Herzen von Lesern und Buchhändlern. Mit Die elfte Jungfrau kletterte Andrea Schacht erstmals auf die SPIEGEL-Bestsellerliste, die sie seither mit schöner Regelmäßigkeit immer neu erobert. Sie lebt mit ihrem Mann und zwei Katzen in der Nähe von Bonn.

Leseprobe zu "Nehmt Herrin diesen Kranz / Alyss, die Tochter..."

"16. Kapitel (S. 106-107)

Alyss hatte Schwierigkeiten mit den Jungfern, die wie ein Wespenschwarm umeinanderschwirrten und nicht mit giftigen Stichen geizten. Alle drei waren in dem für die Liebe empfänglichen Alter, aber jede von ihnen reagierte anders auf die Gemütsbewegungen, die sie auslöste. Lauryn war sicher noch das harmloseste Opfer Amors; sie hegte seit geraumer Zeit eine stille Neigung zu Tilo, die sie ihm aber nicht zu zeigen wagte, weil der wiederum einen ausgesprochen schafsgesichtigen Ausdruck annahm, wenn er Leocadie betrachtete.

Dazu litt sie noch immer unter Kilians Entführung und den Folgen des Schlags auf ihren Kopf. Leocadie hingegen war zu nichts mehr zu gebrauchen. Sie murmelte beständig minnigliche Verslein vor sich hin, war zerstreut, vergaß ihre Pflichten und strapazierte damit weidlich die Geduld der anderen. Hedwigis hingegen suhlte sich seit dem Ursulatag in Mertens Aufmerksamkeit, und kein mahnendes Wort konnte sie davon abhalten, den anderen unter die Nase zu reiben, welche Schmeicheleien er ihr zugeflüstert hatte. Alyss kam in die Küche, als gerade ein gezischelter Zank ausgefochten wurde. »Wozu brauchst du das?«

»Was geht dich das an?« »Lass sie doch, Lauryn. Ich hab auch einen.« »Pah, seit wann bist du eine heimliche Naschkatze, Leocadie?« »Bin ich gar nicht!« Alyss hörte eine Weile zu, dann machte sie sich bemerkbar. »Hört auf, euch um den Kuchen zu zanken. Ihr seid doch keine kleinen Kinder mehr.« Betretenes Schweigen. »Was ist los?«, wollte Alyss wissen, denn das schien mehr als ein einfacher Streit um eine Süßigkeit zu sein. »Hedwigis steckt sich Kuchen unter die Arme.« »Wie bitte?« »Petze!« »Ruhe!« »Leocadie auch!«, trumpfte Lauryn dennoch auf. »Seid ihr von Witz und Sinnen?«zu

»Nein, Frau Alyss. Hilda hat gesagt, das soll man machen«, flüsterte Leocadie mit gesenktem Kopf. Alyss schwante Übles. Die Rezepte der abergläubischen Hilda zeitigten gelegentlich seltsame Folgen. »Und was glaubt Hilda, das Kuchen unter den Armen bewirken? Eine glatte Haut? Lockige Haare? Süßen Duft?« »Sie sagt, wenn man einen Kuchen, der mit dem eigenen Schweiß getränkt ist, einem Mann zu essen gibt, dann verfällt er in lebenslange Liebe zu einem.« Trotzig kam es von Hedwigis. »Igitt!«, entfuhr es Alyss daraufhin. »Sofort legt ihr die Kuchen auf den Tisch.

Ich dulde in diesem Haus solchen zauberischen Blödsinn nicht.« Gehorsam legte Leocadie die matschigen Wecken vor sich, Hedwigis zögerte. »Wen, Hedwigis, beabsichtigst du mit dieser widerlichen Leckerei an dich zu binden?« Die Jungfer zog eine Schnute und rückte den Kuchen heraus. Alyss schnappte sich beide Gebäckstücke und warf sie in das Herdfeuer. »Wenn ich noch mal eine von euch erwische, wie sie angebliche Liebeszauber praktiziert, dann heißt es einen Monat fasten bei Haferbrei und Wasser. Haben wir uns verstanden?« »Ja, Frau Alyss.« Aber Hedwigis traute sie nicht.

Sie hatte sich ganz offensichtlich von Merten den Kopf verdrehen lassen. Alyss, die bislang dem jungen Mann freundlich gesinnt war, fragte sich, was er mit diesem Verhalten bezwecken wollte. Sie bezweifelte, dass er Hedwigis gegenüber ehrliche Absichten hatte. Merten war ein Leichtfuß, eine Ehe würde er so schnell nicht eingehen. Allerdings hatte Hedwigis eine anständige Mitgift zu erwarten. Alyss hatte ihren Bruder auf sein kühles Benehmen Merten gegenüber angesprochen, aber Marian hatte nur den Kopf geschüttelt. »Nein, Schwesterlieb, ich habe nichts gegen ihn, außer dass es mir nie gefiel, wie freizügig er in deine Truhen zu greifen pflegte. Aber davor hast du ja jetzt einen Riegel geschoben.«"

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Kundenbewertungen zu "Nehmt Herrin diesen Kranz / Alyss, die Tochter..."

Durchschnittliche Kundenbewertung 4 von 5 Sterne bei 3 Bewertungen ***** sehr gut
(aus 3 Bewertungen)

Bewertung von tassieteufel am 15.09.2011 ***** gut
Im Hause van Doorne hängt noch immer der Haussegen schief. Alyss gibt sich nun keinerlei Illusionen mehr über den Charakter ihres Gatten hin, hat dieser doch auch noch ihren geliebten Weinberg verkauft.Doch der Gatte entschwindet wieder mal auf Handelsfahrt,was Alyss gar nicht so unangenehm ist, zumal ja auch John of Lynne wieder in der Stadt und in Alyss Hauswesen ein gern gesehener Gast ist. Als Alyss vorübergend den sechsjährigen Kilian aufnimmt, dessen Eltern auf eine Handelsfahrt gehen, ahnt sie noch nicht, das sie sich damit nur Ärger einhandelt, denn der Junge ist ein ziemlicher Spitzbube der nur Unsinn im Kopf hat. Als Kilian aus ihrem Haus entführt wird und auch noch ihre wertvolle Brautkrone gestohlen wird, ist es mal wieder an der Zeit zu ermitteln……….. Noch weniger als der Vorgänger ist dieses Buch ein historischer Krimi. Sicher macht sich Alyss mit Hilfe von Marian, ihrem Hauswesen und John of Lynne auf die Suche nach Kilian und ihrer Brautkrone, aber wirklich "kriminalistisch" wird es dabei nicht. Während das Krimielement immer weiter in den Hintergrund rückt, kommt mehr und mehr Fantasy zum Tragen, seherische Gaben von Gislindis, Marians Gabe den Schmerz anderer aufzunehmen und Alyss Gabe in Bezug auf Tiere, mir persönlich gefällt das nicht so sehr, dabei hätten die Figuren solche übernatürlichen Fähigkeiten gar nicht nötig, bieten sie an sich doch schon genug Potenzial. Alyss turbulentes Hauswesen mit all seinen verschiedenen Personen ist von der Autorin aber wieder sehr gelungen und unterhaltsam geschildert, auch wenn es für meinen Geschmack zu viel Raum einnimmt. Zwischen Alyss und John hat es nun endgültig gefunkt und da darf man gespannt sein, wie das weiter geht. Beide sind verheiratet, allerlei Geheimnisse schwirren umher, also jede Menge offener Fragen für die nächsten Bücher, leider führt das auch dazu, das man am Ende ein wenig unzufrieden ist, weil einfach viel zu viel offen bleibt. Unterhaltsam ist das Buch aber allemal, diverse Streiche vom Satansbraten Klilian und eine Alyss die unversehends in eine Kneipenschlägerei gerät, sorgen für Heiterkeit und das ein oder andere Schmunzeln, ebenso wie einige Dispute zwischen John und Alyss. Und ein paar obligatorische Auftritte von Almut und Ivo gibt es auch wieder. Gelungen ist auch diesmal die gekonnt geschilderte mittelalterliche Atmosphäre in Köln, da merkt man, das sich die Autorin auskennt.

Fazit: unterhaltsam mit einer Prise Humor und viel mittelaterlicher Atmosphäre läßt sich das Buch gut lesen, leider rückt der Krimianteil zugunsten von Fantasy weiter in den Hintergrund, mal schaun wie sich das in den weiteren Teilen entwickelt.

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Bewertung von Bellexr aus Mainz am 11.01.2011 ***** sehr gut
Um einen das Leben des 15. Jahrhunderts näher zu bringen und so ein Gefühl für diese Zeit zu erhalten, wählt Andrea Schacht wohl bewusst die Ausdrucksweise der damaligen Zeit in Einbindung vieler altdeutscher Begrifflichkeiten. Dies hatte zur Folge, dass ich einige Seiten benötigte, um mich in der Geschichte zurecht zu finden und auch, dass es sich hierbei um den 2. Teil einer Serie handelt. Diese Irritation ging aber schnell vorbei und man kommt auch ohne Kenntnis des 1. Teils problemlos mit der Geschichte zurecht. Es gibt zwar gelegentlich Verweise auf „Gebiete sanfte Herrin mir“, diese stören aber nicht.

Durch die Benutzung vieler alter Ausdrucksweisen, der anschaulichen Beschreibung von Köln mit seinen verwinkelten Gassen und Gässchen und kleinen Geschichten rund um dessen Einwohner wirkt der Roman atmosphärisch dicht umgesetzt. Zumal die Autorin sich auch viel Zeit lässt, immer wieder das tägliche Leben der Kaufmannsfamilie mit einzubinden. So lernt man nach und nach alle Bewohner des Hauses kennen wie auch das nähere Umfeld derer von Doorne. Dies ist durchweg immer sehr unterhaltsam und oft auch sehr witzig dargestellt.

Ihre Protagonistin beschreibt sie als eine tatkräftige, energische junge Frau, die über einen spitzfindigen Humor verfügt, das Herz auf dem rechten Fleck trägt und sich nicht davor scheut, Verantwortung zu übernehmen. Ihr Zwillingsbruder Marian ist noch auf der Suche nach seiner Bestimmung, auch wenn er sich sicher ist, dass er Menschen heilen möchte. In welcher Form muss er jedoch noch herausfinden. Dann ist da der Kaufmann John of Lynne, ein gutaussehender Brite, der ganz eindeutig innigere Gefühle für Alyss empfindet als schicklich wäre, diese aber gut vor ihr zu verbergen versteht. Ja und dann natürlich noch die Jungfern Hedwigis, Leocadie und Lauryn: Alle unterschiedlich im Charakter und ebenfalls detailreich beschrieben. Neben der resoluten Haushälterin gibt es noch ein paar weitere Bewohner des Kaufmannshauses, auf die ebenfalls ausreichend eingegangen wird, sodass man sich ein gutes Bild von ihnen machen kann.

Der rote Faden der Geschichte ist natürlich die Suche nach Kilian, die sich schwieriger gestaltet als anfangs gedacht und selbstverständlich die Nachforschung nach dem Verbleib der wertvollen Brautkrone. Hier kommen viele Verdächtige infrage, die ein Motiv hätten und so bestreiten Alyss und ihre Freunde auch öfters mal den falschen Weg auf der Suche nach der Krone. Hierbei entdeckt Alyss aber auch das eine oder andere kleine Geheimnis im Umkreis ihres Hauses.

So ist der historische Roman durchweg humorvoll, unterhaltsam und teilweise auch richtig spannend umgesetzt, reflektiert sehr gut das Leben im 15. Jahrhundert und kann auch des Öfteren mit der einen oder anderen interessanten Wendung aufwarten und bietet somit kurzweilige Unterhaltung.

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Bewertung von Uscha aus Hattenhofen am 03.01.2011 ***** ausgezeichnet
Andrea Schacht fasziniert hier mit einem weiteren Krimi, der im mittelalterlichen Köln spielt. Wunderbar geschilderte Personen, die im Laufe des Geschehens immer lebendiger werden und eine Handlung, die wie absichtslos entsteht, einfach aus dem Leben heraus. Es sind Personen, die man bereits aus den Beginen-Romanen und dem ersten Band um Alyss, Tochter der Begine Almut kennen- und liebengelernt hat.
Der Spannungsbogen wird dabei nie unterbrochen und der Leser ist bald vollständig eingetaucht in die bittersüße Geschichte, die Alyss mit dem Falkner erlebt. Die Krimihandlung wird dabei bald zur Nebensache, die Auflösung des "Falles" erfolgt wie nebenbei, tritt hinter dem eigentlichen Geschehen zurück.

Andrea Schacht ist hier ein weiteres Meisterwerk gelungen, das einen gespannt auf die Fortsetzung warten läßt.

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