Kreuzblume - Schacht, Andrea
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Andrea Schacht 

Kreuzblume

Historischer Roman

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Produktbeschreibung zu Kreuzblume

Eine mutige junge Frau löst das Rätsel um die verschwundenen Baupläne des Kölner Doms

Seit 1560 ruht die Baustelle, doch nun, an der Schwelle zum 19. Jahrhundert, soll der Dom zu Köln vollendet werden. Die Baupläne der Zwillingstürme sind jedoch verschollen, und nach dem Willen mächtiger Männer soll dies auch so bleiben. Aber Antonia, deren Leben mit den alten Zeichnungen eng verwoben ist, überlebt mit Mut, Klugheit und Energie die Wirren der napoleonischen Zeit und entdeckt dabei nicht nur die Baupläne des Doms, sondern findet auch die Liebe ihres Lebens ...

Antonia wächst als Junge verkleidet in der chaotischen Zeit der napoleonischen Kriege auf. Erst mit dem Tod ihrer Ziehmutter in der Schlacht von Jena erfährt sie ihre wahre Herkunft. Auf der Suche nach ihrer leiblichen Mutter zieht sie nach Köln. David, ein junger Leutnant, dem sie das Leben gerettet hat, gibt ihr den entscheidenden Hinweis. Sie findet ein neues Heim im Haus des Domherrn Hermann von Waldegg und begegnet hier dem ehemaligen Kettensträfling Cornelius, der sanften Bürgerstochter Susanne und der intriganten Gesellschaftsdame Charlotte.

Während Antonia zur eigenwilligen jungen Dame der Gesellschaft heranreift, drängt es sie, die Geschichte der Mutter und das Schicksal ihres Vaters zu erfahren - nicht ahnend, wie eng beide mit den verschollenen Plänen der Westfront des Kölner Doms verknüpft sind. Unwissentlich gerät Antonia in einen Strudel aus Korruption, Verrat und Intrige. Und an einen mächtigen Feind - Jakobiner und Stadtmagistrat Kay Friedrich Kormann, dem der Dom als Symbol des finsteren Mittelalters gilt und dessen Fertigstellung er mit allen Mitteln verhindern will. Notfalls auch mit einem Mord ...

"Antonias Schicksal im Schatten des Doms und die vielfältigen menschlichen Umtriebe rund um Macht und Ansehen machen es schwer, dieses Buch wieder aus der Hand zu legen." Wiener Journal

"Der historische Roman boomt! Und endlich stößt man auf Frauen, die mehr sind als schmuckes Beiwerk im opulenten Historiengemälde. - Jetzt ist Schluss mit der Omnipotenz großer Männer, zumindest in der Welt des historischen Romans. Denn die Hauptkäuferschicht des Erfolgsgenres sind Frauen über 30, und die haben sich offenbar satt gelesen am großspurigen Gebaren alter Haudegen. Sie identifizieren sich lieber mit Heldinnen aus der Vergangenheit." Brigitte

"Andrea Schacht ist ein weiteres lesenswertes Buch gelungen!" ZDF

Produktinformation


  • Verlag: Blanvalet
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 732 S.
  • Seitenzahl: 736
  • Blanvalet Taschenbuch Nr.37145
  • Deutsch
  • Abmessung: 184mm x 128mm x 56mm
  • Gewicht: 606g
  • ISBN-13: 9783442371457
  • ISBN-10: 3442371457
  • Best.Nr.: 23817116
»Antonias Schicksal im Schatten des Doms und die vielfältigen menschlichen Umtriebe rund um Macht und Ansehen machen es schwer, dieses Buch wieder aus der Hand zu legen.« Wiener Journal

"Der historische Roman boomt! Und endlich stößt man auf Frauen, die mehr sind als schmuckes Beiwerk im opulenten Historiengemälde. - Jetzt ist Schluss mit der Omnipotenz großer Männer, zumindest in der Welt des historischen Romans. Denn die Hauptkäuferschicht des Erfolgsgenres sind Frauen über 30, und die haben sich offenbar satt gelesen am großspurigen Gebaren alter Haudegen. Sie identifizieren sich lieber mit Heldinnen aus der Vergangenheit."

"Mit 'Kreuzblume' ist Andrea Schacht ein Highlight unter den historischen Romanen geglückt. ... Ein historischer Roman mit einem wunderbaren Einblick in die damalige Gesellschaft. Ein Buch mit Historie, Intrigen, Verrat, Bestechung und natürlich Spannung. 736 Seiten versprechen 736 Seiten Lesespaß!"
Andrea Schacht war lange Jahre als Wirtschaftsingenieurin und Unternehmensberaterin tätig, hat dann jedoch ihren seit Jugendtagen gehegten Traum verwirklicht, Schriftstellerin zu werden. Ihre historischen Romane um die scharfzüngige Kölner Begine Almut Bossart gewannen auf Anhieb die Herzen von Lesern und Buchhändlern. Mit Die elfte Jungfrau kletterte Andrea Schacht erstmals auf die SPIEGEL-Bestsellerliste, die sie seither mit schöner Regelmäßigkeit immer neu erobert. Sie lebt mit ihrem Mann und zwei Katzen in der Nähe von Bonn.

Leseprobe zu "Kreuzblume" von Andrea Schacht

Der Plan des Meisters

Der hohe Dom zu Köln!

Der Meister, der's entwarf, Baut' es nicht aus und starb; Niemand mocht' sich getraun Seitdem ihn auszubaun,

Den hohen Dom zu Köln!

Der Dom zu Köln, Rückert

"Schon wieder Wasserspeier", maulte Johannes und sah seinen Vater, den Dombaumeister Arnold, trotzig an. "Wasserspeier und Laubfriese und Laubfriese und Wasserspeier. Sie wiederholen sich ständig. Das muss man doch nicht in jeder Einzelheit zeichnen?"

Meister Arnold, ein behäbiger Mann in einem abgewetzten Lederwams, dem man den ständigen Aufenthalt auf der Baustelle ansah, erklärte seinem Sohn geduldig: "Nein, wir Bauleute brauchen nur eine Werkzeichnung, mein Junge. Wir wissen ja, nach welchem Prinzip das große Werk errichtet wird. Aber dieser Plan", er wies auf die vielen zusammengehefteten Pergamente hin, die auf dem Tisch in der Dombauhütte ausgebreitet lagen, "dient ja nicht den Baumeistern und Maurern zur Hilfe, sondern soll den geringeren Geistern einen Eindruck vermitteln, wie gewaltig einst die Kathedrale wirken wird. Sie, die von den Gesetzen der Harmonie, die der Geometria innewohnen, nichts verstehen, benötigen einen Gesamteindruck der Fassade und der beiden Türme."

Er stach den Zirkel in das Pergament, um die Grundlinie für einen Vierpass im Maßwerk eines Fensters zu ziehen. Sein Sohn gab ein belustigtes Schnauben von sich. Despektierliche Äußerungen bekam er häufiger von dem Dombaumeister zu hören.

"So haltet Ihr die Domherren für geringe Geister, Herr Vater?"

"An Erkenntnis wohl, nicht an Geschäftstüchtigkeit. Das Domkapitel will etwas zum Vorzeigen haben, wenn sie um Spenden für den Bau bitten. Wir, Johannes, wollen den Dom bauen. Also widmest du dich weiter Wasserspeiern und Laubfriesen."

"Aber wenigstens eine der beiden Kreuzblumen lasst Ihr mich zeichnen, Herr Vater. Bitte!"

"Na gut, eine der Kreuzblumen! Aber bedenke, mein Junge, der Bau ist ein Werk, das über viele Generationen hinweg erst vollendet wird. Wir beide werden es nicht mehr erleben, dass sie ihren Platz auf dem Turmhelm finden."

Wie lange es wirklich dauern würde, ahnten weder Meister Arnold noch sein Sohn, der später sein Nachfolger werden sollte.

Der Fassadenriss der beiden Türme aber diente immer wieder genau dem Zweck, zu dem er so sorgfältig auf dauerhaftes Pergament gezeichnet wurde. Allerdings gab es eine Zeit, da verschwand dieser wunderbare Plan aus der Geschichte. Erst ein geradezu unwahrscheinlicher Zufall brachte ihn zum rechten Zeitpunkt wieder ans Licht und ließ ihn in die richtigen Hände gelangen.

Pulverdampf

Wenn meine Mutter hexen könnt', Da müßt' sie mit dem Regiment, Nach Frankreich, überall mit hin, Und war' die Marketenderin.

Volkslied

Antonias erste Eindrücke von der Welt bestanden aus Wärme, dem Geruch von Kohlsuppe, dem Geschmack von Honigmilch, den weichen Strichen einer Bürste, mit der ihre blonden Locken entwirrt wurden, dem leisen, liebevollen Summen ihrer Mutter, wenn sie an ihrem Bettchen saß, und dem rauen, polternden Lachen ihres Vaters, der sie oft genug fröhlich durch die Luft schwenkte. Sie war ein glückliches Kind, und einzig ihre beiden älteren Brüder bereiteten ihr gelegentlich Verdruss. Nicht weil sie hässlich zu ihr gewesen wären, sondern weil sie noch nicht an ihren aufregenden Spielen teilnehmen konnte. Noch waren ihre Beine zu kurz, um mit ihnen im Paradeschritt mitzuhalten, wenn sie mit ihren Holzgewehren auf und ab marschierten oder sich wilde Gefechte mit den anderen Gassenbuben lieferten. Zum Trost nahm die Mutter sie an schönen Sommertagen mit auf den Markt, wo sie hinter dem Stand in einem Laufställchen spielen, von den süßen Beeren naschen oder gar an einem Orangenschnitz lutschen durfte. Sie liebte die Geschäftigkeit, das Feilschen und gutmütige Schimpfen, die streunenden Hunde, den Werber mit seiner Trommel, der den jungen Männern eine ruhmvolle Soldatenkarriere versprach, die kichernden Wäschermädchen mit ihren schweren Körben, die Pferdefuhrwerke, die vorbeirumpelten. Weniger liebte sie die hübschen Kleidchen, in die ihre Mutter sie steckte, und die bunten Schleifen in ihrem Haar, oder wenn die anderen Frauen sie ein niedliches Püppchen nannten und ihr über den Kopf strichen. Zum beständigen Leidwesen der Mutter hatte sie immer wieder Flecken auf dem Rock, baumelten die Haarbänder gleich wieder unordentlich an ihren Zöpfchen, und meist war ihr Gesicht mit irgendetwas verschmiert.

Die Schelte fiel nie besonders ernsthaft aus. Zu sehr liebte Elisabeth, die Marktfrau, ihre kleine Tochter - ihr Wunschkind.

Auch Wilhelm, der Vater, war ihr auf das Innigste zugetan, und Antonia erwiderte diese Liebe. Er war ein ansehnliches Mannsbild in seinem roten Rock mit den weißen Aufschlägen, den engen Lederhosen und schwarzen Gamaschen. Schnell hatte sie gelernt, dass er zu den "Roten Funken" gehörte, den Stadtsoldaten, deren Aufgabe es war, in den Türmen an den Toren der Mauer zu wachen, damit nichts Böses oder Fremdes von draußen in die Stadt eindrang.

Ihre Welt war heil und überwiegend sonnig - bis kurz vor ihrem vierten Geburtstag. An einem Nachmittag im September fand sie ihre Mutter weinend in der Stube sitzen. Jupp und Franz, die neunjährigen Zwillinge, jedoch starrten mit aufgeregtem Glitzern in den Augen den Vater an, der seine Hand auf Elisabeths Schulter gelegt hatte.

"Ich will dich auch nicht verlassen, Elisabeth, aber wir sind nach Mainz abkommandiert, um uns dort dem kaiserlichen Heer anzuschließen. Die Franzosen rücken näher, und Köln ist nicht zu halten."

"Aber was wird aus mir und den Kindern, Wilhelm, wenn die Franzosen die Stadt besetzen?"

Ihr Vater sah ebenfalls unglücklich drein, fand Antonia, als er seinen Blick über sie und die beiden Jungen schweifen ließ.

"Es wird keine Kämpfe geben", versuchte er ihr zu versichern.

"Nein, aber Plünderungen und Schlimmeres."

Antonia verstand nicht, was ihre Eltern bedrückte, aber eines war auch ihr ganz klar - etwas Entscheidendes war geschehen, und nichts würde mehr so sein, wie es einmal war.

Einige Tage später spürte sie am eigenen Leib die Auswirkungen, und es wäre unwahr zu behaupten, dass sie sich darüber grämte, als ihre Mutter ihre Zöpfe abschnitt und ihr Jungenkleider anzog, obwohl sie dabei Tränen in den Augen hatte.

"Du bist nun unser dritter Sohn, Toni", sagte Elisabeth und nahm ihre Tochter zwischen die Knie. "Das wird besser sein und weniger Probleme bereiten. Ein rechter Wildfang bist du ja schon."

"Warum, Mama?"

"Weil wir mit Papa mitziehen werden. In einem zweispännigen Wagen. Wir werden in einem Zelt wohnen, dort, wo er Lager macht, und ich werde meine Waren an die Soldaten verkaufen. Ich habe eine Lizenz als Marketenderin bekommen."

"Wird das wie ein Ausflug sein?"

"Ja, so etwas Ähnliches. Nur wird es wohl ein wenig länger dauern, als unsere kleinen Reisen nach Deutz hinüber." "Aber wir kommen zurück, ja?" "Ja, wir kommen zurück."

"Bald?"

"Kind, das weiß ich nicht." "Du bist traurig deswegen."

"Ja, Toni. Ich bin traurig. Ich liebe diese Stadt, und ich verlasse sie nicht gerne. Aber ich liebe deinen Papa weit mehr, und darum gehen wir mit ihm."

"Darf ich ein Schießgewehr haben, wie Jupp und Franz?"

"Nein. Aber du sollst jetzt eine heiße Honigmilch bekommen."

Das tröstete Antonia - von nun an für lange Jahre Toni - über vieles hinweg.

Am 5. Oktober 1794 verließen die Stadtsoldaten Köln und wurden zur "Kaiserlich-Königlich Stadt-Köllnischen Kreis Contingent Division".

Bevor der schwere Marketenderwagen aus dem Stadttor rollte, sah Toni sich noch einmal um und nahm Abschied von dem riesigen, düsteren Gebilde, das dort, seit sie denken konnte, am Rhein kauerte, und das sie immer mit einer Mischung aus Ehrfurcht und Grauen betrachtet hatte. Der hohe Dom zu Köln stellte wahrhaftig keinen schönen Anblick dar.Die Reise hingegen bereitete ihr Vergnügen. Noch war das Herbstwetter angenehm, die Sonne wärmte sie, Äpfel hingen an den Bäumen, süße Trauben reiften im Überfluss. Die Soldaten, die mit ihnen zogen, waren übermütiger Laune.

Leseprobe zu "Kreuzblume" von Andrea Schacht

Maximilian zeichnet (S. 367)

Der hohe Dom zu Köln!
Die deutsche Herrlichkeit
Ging unter mit der Zeit,
Wer dacht’, in solchem Grau’n,
Daran, ihn auszubaun,
Den hohen Dom zu Köln!


Der Dom zu Köln, Rückert

1808, im Dom zu Köln: Es war eine mühselige Arbeit, die er übernommen hatte. Maximilian Fuchs stand im Chor des Domes und trug die Maße einer Säule in die Skizze ein, die ihm als Grundlage für die maßstabgerechte Zeichnung dienen würde. Sulpiz Boisserée, dieser junge, reiche Kunstfreund, hatte ihn mit der Aufgabe betraut, Pläne der bestehenden Teile der Kathedrale zu zeichnen, ja, er hatte sich sogar selbst daran beteiligt, doch seine labile Gesundheit machte ihm wieder zu schaffen, darum arbeitete Fuchs alleine an dem Werk, das ihm wahrhaft ehrgeizig erschien. Er fragte sich, was den gerade erst sechsundzwanzigjährigen Mann aus der reichen Kaufmannsfamilie de Tongre antrieb. Er hatte sich zum Ziel gesetzt, Schnitte und Aufrisse des Doms in einem Buch zu veröffentlichen, um damit für die Unterstützung der Fertigstellung des monumentalen Bauwerks zu werben. Mochte der Kuckuck wissen, bei wem.

Andererseits – es gab keine mittelalterlichen Bauhütten zeichnungen mehr. Die Pläne der alten Meister waren verschollen, und damit ein Architekt auch nur den ersten neuen Bogen einzeichnen konnte, musste eine Bestandsaufnahme des halbfertigen Gebäudes gemacht werden. Fachmännisch, nicht wie der alte Crombach-Stich, der nur das Prinzip des Gebäudes zeigt. Es handelte sich eben nicht um ein schlichtes Haus, das jeder Maurer hochziehen konnte, sondern um ein Kunstwerk der Stein metz- arbeit. Jede Säule hatte ein bestimmtes Profil, jeder Pfeiler seine besondere Rundung. Als besonders diffizil würde sich das Erstellen der Gewölbe erweisen. Je länger Maximilian Fuchs an den Aufmaßen zeichnete, desto größer wurde seine Achtung vor den Männern, die Jahrhunderte vor ihm derart präzise das gewaltige Gebäude geplant hatten. Und vor den Fachleuten, die diese Planung umgesetzt hatten.


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Kundenbewertungen zu "Kreuzblume" von "Andrea Schacht"

Durchschnittliche Kundenbewertung 5 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen ***** ausgezeichnet
(aus 2 Bewertungen)

Bewertung von haraldconny aus großenlüder am 06.05.2010 ***** ausgezeichnet
das schicksal einer mutigen jungen frau in einer dramatischen epoche. und die fesselnde geschichte der zeitweilig verschwundenen baupläne des kölner doms !

die junge antonia wächst in den wirren der napoleonischen kriege als tochter einer marketenderin auf. erst nach dem tot der mutter erfährt die 14- jährige , das sie das leibliche kind einer kölner nonne ist . sie macht sich auf die suche nach ihren eltern - und stellt dabei verblüft fest das ihr leben und jener menschen , die ihr nahe stehen , eng mit dem mitteralterlichen baupläne des kölner doms verschworen sind . immer tiefer gerät antonia in einen strudel von intriegen und verbrechen , bis sie selbst die pläne schließlich wieder entdeckt - und dabei auch die liebe ihres lebens findet...

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Bewertung von Tobias aus Memmingen am 29.07.2007 ***** ausgezeichnet
Ein spannender und fessender Roman über die Zeit des ausgehenden 18. und beginnenden 19. Jahrhunderts im zerstückelten deutschen Reich. Farbenprächtig erzählt Andrea Schacht die Geschichte der jungen Antonia auf der Suche nach ihrer Herkunft! Gut eingebunden ist auch das Verschwinden und Wiederautauchen der Kölnerdombaupläne. Wem die Päpstin und die Wanderhure gefallen haben wird auch dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen können.

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  • Verlag: Blanvalet
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 732 S.
  • Seitenzahl: 736
  • Blanvalet Taschenbuch Nr.37145
  • Deutsch
  • Abmessung: 184mm x 128mm x 56mm
  • Gewicht: 606g
  • ISBN-13: 9783442371457
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Beschreibung

Eine mutige junge Frau löst das Rätsel um die verschwundenen Baupläne des Kölner Doms

Seit 1560 ruht die Baustelle, doch nun, an der Schwelle zum 19. Jahrhundert, soll der Dom zu Köln vollendet werden. Die Baupläne der Zwillingstürme sind jedoch verschollen, und nach dem Willen mächtiger Männer soll dies auch so bleiben. Aber Antonia, deren Leben mit den alten Zeichnungen eng verwoben ist, überlebt mit Mut, Klugheit und Energie die Wirren der napoleonischen Zeit und entdeckt dabei nicht nur die Baupläne des Doms, sondern findet auch die Liebe ihres Lebens ...

Antonia wächst als Junge verkleidet in der chaotischen Zeit der napoleonischen Kriege auf. Erst mit dem Tod ihrer Ziehmutter in der Schlacht von Jena erfährt sie ihre wahre Herkunft. Auf der Suche nach ihrer leiblichen Mutter zieht sie nach Köln. David, ein junger Leutnant, dem sie das Leben gerettet hat, gibt ihr den entscheidenden Hinweis. Sie findet ein neues Heim im Haus des Domherrn Hermann von Waldegg und begegnet hier dem ehemaligen Kettensträfling Cornelius, der sanften Bürgerstochter Susanne und der intriganten Gesellschaftsdame Charlotte.

Während Antonia zur eigenwilligen jungen Dame der Gesellschaft heranreift, drängt es sie, die Geschichte der Mutter und das Schicksal ihres Vaters zu erfahren - nicht ahnend, wie eng beide mit den verschollenen Plänen der Westfront des Kölner Doms verknüpft sind. Unwissentlich gerät Antonia in einen Strudel aus Korruption, Verrat und Intrige. Und an einen mächtigen Feind - Jakobiner und Stadtmagistrat Kay Friedrich Kormann, dem der Dom als Symbol des finsteren Mittelalters gilt und dessen Fertigstellung er mit allen Mitteln verhindern will. Notfalls auch mit einem Mord ...

"Antonias Schicksal im Schatten des Doms und die vielfältigen menschlichen Umtriebe rund um Macht und Ansehen machen es schwer, dieses Buch wieder aus der Hand zu legen." Wiener Journal

"Der historische Roman boomt! Und endlich stößt man auf Frauen, die mehr sind als schmuckes Beiwerk im opulenten Historiengemälde. - Jetzt ist Schluss mit der Omnipotenz großer Männer, zumindest in der Welt des historischen Romans. Denn die Hauptkäuferschicht des Erfolgsgenres sind Frauen über 30, und die haben sich offenbar satt gelesen am großspurigen Gebaren alter Haudegen. Sie identifizieren sich lieber mit Heldinnen aus der Vergangenheit." Brigitte

"Andrea Schacht ist ein weiteres lesenswertes Buch gelungen!" ZDF

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Der Plan des Meisters

Der hohe Dom zu Köln!

Der Meister, der's entwarf, Baut' es nicht aus und starb; Niemand mocht' sich getraun Seitdem ihn auszubaun,

Den hohen Dom zu Köln!

Der Dom zu Köln, Rückert

"Schon wieder Wasserspeier", maulte Johannes und sah seinen Vater, den Dombaumeister Arnold, trotzig an. "Wasserspeier und Laubfriese und Laubfriese und Wasserspeier. Sie wiederholen sich ständig. Das muss man doch nicht in jeder Einzelheit zeichnen?"

Meister Arnold, ein behäbiger Mann in einem abgewetzten Lederwams, dem man den ständigen Aufenthalt auf der Baustelle ansah, erklärte seinem Sohn geduldig: "Nein, wir Bauleute brauchen nur eine Werkzeichnung, mein Junge. Wir wissen ja, nach welchem Prinzip das große Werk errichtet wird. Aber dieser Plan", er wies auf die vielen zusammengehefteten Pergamente hin, die auf dem Tisch in der Dombauhütte ausgebreitet lagen, "dient ja nicht den Baumeistern und Maurern zur Hilfe, sondern soll den geringeren Geistern einen Eindruck vermitteln, wie gewaltig einst die Kathedrale wirken wird. Sie, die von den Gesetzen der Harmonie, die der Geometria innewohnen, nichts verstehen, …

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Maximilian zeichnet (S. 367)

Der hohe Dom zu Köln!
Die deutsche Herrlichkeit
Ging unter mit der Zeit,
Wer dacht’, in solchem Grau’n,
Daran, ihn auszubaun,
Den hohen Dom zu Köln!


Der Dom zu Köln, Rückert

1808, im Dom zu Köln: Es war eine mühselige Arbeit, die er übernommen hatte. Maximilian Fuchs stand im Chor des Domes und trug die Maße einer Säule in die Skizze ein, die ihm als Grundlage für die maßstabgerechte Zeichnung dienen würde. Sulpiz Boisserée, dieser junge, reiche Kunstfreund, hatte ihn mit der Aufgabe betraut, Pläne der bestehenden Teile der Kathedrale zu zeichnen, ja, er hatte sich sogar selbst daran beteiligt, doch seine labile Gesundheit machte ihm wieder zu schaffen, darum arbeitete Fuchs alleine an dem Werk, das ihm wahrhaft ehrgeizig erschien. Er fragte sich, was den gerade erst sechsundzwanzigjährigen Mann aus der reichen Kaufmannsfamilie de Tongre antrieb. Er hatte sich zum Ziel gesetzt, Schnitte und Aufrisse des Doms in einem Buch zu veröffentlichen, um damit für die Unterstützung der Fertigstellung des monumentalen Bauwerks zu werben. Mochte …

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Kundenbewertungen zu "Kreuzblume" von "Andrea Schacht"

Durchschnittliche Kundenbewertung (aus 2 Bewertungen):
5 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen *****
ausgezeichnet
Bewertung von haraldconny aus großenlüder am 06.05.2010
*****
ausgezeichnet
das schicksal einer mutigen jungen frau in einer dramatischen epoche. und die fesselnde geschichte der zeitweilig verschwundenen baupläne des kölner doms !

die junge antonia wächst in den wirren der napoleonischen kriege als tochter einer marketenderin auf. erst nach dem tot der mutter erfährt die 14- jährige , das sie das leibliche kind einer kölner nonne ist . sie macht sich auf die suche nach ihren eltern - und stellt dabei verblüft fest das ihr leben und jener menschen , die ihr nahe stehen , eng mit dem mitteralterlichen baupläne des kölner doms verschworen sind . immer tiefer gerät antonia in einen strudel von intriegen und verbrechen , bis sie selbst die pläne schließlich wieder entdeckt - und dabei auch die liebe ihres lebens findet...
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Rezensionen und Kritik

"Der historische Roman boomt! Und endlich stößt man auf Frauen, die mehr sind als schmuckes Beiwerk im opulenten Historiengemälde. - Jetzt ist Schluss mit der Omnipotenz großer Männer, zumindest in der Welt des historischen Romans. Denn die Hauptkäuferschicht des Erfolgsgenres sind Frauen über 30, und die haben sich offenbar satt gelesen am großspurigen Gebaren alter Haudegen. Sie identifizieren sich lieber mit Heldinnen aus der Vergangenheit."

Rezensionen und Kritik

"Mit 'Kreuzblume' ist Andrea Schacht ein Highlight unter den historischen Romanen geglückt. ... Ein historischer Roman mit einem wunderbaren Einblick in die damalige Gesellschaft. Ein Buch mit Historie, Intrigen, Verrat, Bestechung und natürlich Spannung. 736 Seiten versprechen 736 Seiten Lesespaß!"

Autorenporträt zu "Andrea Schacht"

Andrea Schacht, Jg. 1956, war lange Jahre als Wirtschaftsingenieurin in der Industrie und als Unternehmensberaterin tätig, hat dann aber dem seit Jugendtagen gehegten Wunsch nachgegeben, Schriftstellerin zu werden. Sie lebt heute als freie Schriftstellerin in der Nähe von Bad Godesberg. Neben erfolgreichen historischen Romanen hat sie etliche Bücher veröffentlicht, in denen Katzen eine Hauptrolle spielen.

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