Touchdown - Grisham, John

Touchdown

Roman

John Grisham 

Aus d. Amerikan. v. Karsten Singelmann
 
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Touchdown

John Grisham einmal anders - ein Amerikaner entdeckt seine italienische Seele

Einst umjubelter Football-Star steht Rick Dockery plötzlich vor dem Aus. Ein Angebot aus dem fernen Italien kommt wie gelegen: Die Parma Panthers suchen einen neuen Spielmacher. Rick zögert nicht, und aus der Reise ins Ungewisse wird die Reise in ein neues Leben.

"Grisham spielt mit Klischees, der Roman ist gespickt mit ironischen Verweisen auf amerikanische Ignoranz und Überheblichkeit. (...) Grisham nimmt den Leser mit in die faszinierende, mitunter auch irrationale und aufgeheizte Welt des Sports, philosophiert aber gleichzeitig über den Sinn des Lebens." Frankfurter Neue Presse

"Eine Amerikaner-in-Europa-Story voller Charme!" Playboy

"'Touchdown' - ein liebenswerter Grisham. Ein lesenswerter sowieso." Neue Ruhr Zeitung


Produktinformation

  • Verlag: Heyne
  • 2009
  • 2. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 366 S.
  • Seitenzahl: 368
  • Heyne Bücher Nr.40628
  • Deutsch
  • Abmessung: 190mm x 118mm x 30mm
  • Gewicht: 298g
  • ISBN-13: 9783453406285
  • ISBN-10: 3453406281
  • Best.Nr.: 23816288
"Ein liebenswerter Grisham. Ein lesenswerter sowieso.""Eine Amerikaner-in-Europa-Story voller Charme!"

"John Grisham ist so viel besser als alle anderen." Süddeutsche Zeitung

"Grisham war als Erzähler immer besser als das Thriller-Genre, das ihn zu Recht berühmt gemacht hat. Deshalb kann man nur begrüßen, dass er auch Bücher schreibt, in denen keine Anwälte und Richter, sondern ganz normale Menschen die wichtigste Rolle spielen. Die Spannung bleibt." The New York Times Book Review

"Feinsinniger Sportroman." Format

"Mit diesem launigen Ausflug nach Italien zeigt Grisham, dass er nicht nur spannende Gerichtskrimis, sondern auch kurzweilige Komödien schreiben kann." Schweizer Illustrierte

"Grisham ist ein begnadeter Thriller-Ingenieur. Seine Bücher überzeugen durch plausible Plots, solide Recherche, kantenscharfe Charaktere und ein atemberaubendes Tempo." Neue Ruhr Zeitung über John Grisham

"'Touchdown' - ein liebenswerter Grisham. Ein lesenswerter sowieso." Neue Ruhr Zeitung über "Touchdown"

"John Grisham ist so viel besser als alle anderen." Süddeutsche Zeitung

"Grisham war als Erzähler immer besser als das Thriller-Genre, das ihn zu Recht berühmt gemacht hat. Deshalb kann man nur begrüßen, dass er auch Bücher schreibt, in denen keine Anwälte und Richter, sondern ganz normale Menschen die wichtigste Rolle spielen. Die Spannung bleibt." The New York Times Book Review

"Feinsinniger Sportroman." Format

"Mit diesem launigen Ausflug nach Italien zeigt Grisham, dass er nicht nur spannende Gerichtskrimis, sondern auch kurzweilige Komödien schreiben kann." Schweizer Illustrierte

"Grisham ist ein begnadeter Thriller-Ingenieur. Seine Bücher überzeugen durch plausible Plots, solide Recherche, kantenscharfe Charaktere und ein atemberaubendes Tempo." Neue Ruhr Zeitung über John Grisham

"'Touchdown' - ein liebenswerter Grisham. Ein lesenswerter sowieso." Neue Ruhr Zeitung über "Touchdown"
John Grisham wurde am 8. Februar 1955 in Jonesboro, Arkansas, geboren, studierte in Mississippi und ließ sich 1981 als Anwalt nieder. Der aufsehenerregende Fall einer vergewaltigten Minderjährigen brachte ihm zum Schreiben. In Früh- und Nachtschichten wurde daraus sein erster Thriller, 'Die Jury', der in einem kleinen, unabhängigen Verlag erschien, der Beginn einer beispiellosen Erfolgsgeschichte.

Leseprobe zu "Touchdown" von John Grisham

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Es war ein Krankenhausbett, so viel schien klar, wenn auch Gewissheiten momentan etwas Flüchtiges an sich hatten. Es war schmal und hart, und an den Seiten, als würden sie Wache halten, gab es glänzende Metallgeländer, die ein Entkommen unmöglich machten. Die Laken waren schlicht und sehr weiß. Hygienisch einwandfrei. Der Raum war abgedunkelt, doch das Sonnenlicht versuchte, durch die Jalousien zu schlüpfen, die vor dem Fenster hingen.

Er machte die Augen wieder zu, selbst das war schon schmerzhaft. Dann öffnete er sie erneut, und es gelang ihm, die Lider für eine Weile offen zu halten und sich auf seine stille, in einem leichten Nebel liegende kleine Welt zu konzentrieren. Er lag auf dem Rücken, von stramm unter die Matratze gestopften Laken niedergehalten. Zur Linken bemerkte er einen Schlauch, der zu seiner Hand führte und danach irgendwo hinter ihm verschwand. Von fern, wohl aus dem Flur, hörte er eine Stimme. Dann machte er den Fehler, sich bewegen zu wollen, nur den Kopf ein bisschen anders zu betten, doch es ging nicht. Stechender, heißer Schmerz schoss ihm durch Schädel und Nacken, und er stöhnte laut auf.

"Rick. Bist du wach?"

Die Stimme klang vertraut, gleich danach erschien ein Gesicht. Arnie atmete auf ihn herab.

"Arnie?", sagte er mit schwacher, krächzender Stimme, dann schluckte er.

"Ich bin's, Rick, Gott sei Dank, du bist wach."

Arnie, der Agent, in entscheidenden Momenten immer zur Stelle.

"Wo bin ich, Arnie?"

"Du bist im Krankenhaus, Rick."

"Das hab ich kapiert. Aber wieso?"

"Wann bist du aufgewacht?" Arnie fand einen Schalter, und eine Lampe neben dem Bett leuchtete auf.

"Ich weiß nicht. Vor ein paar Minuten."

"Wie fühlst du dich?"

"Als hätte mir jemand den Schädel zertrümmert."

"Nahe dran. Wird schon wieder, vertrau mir."

Vertrau mir, vertrau mir. Wie oft hatte er Arnie schon um Vertrauen bitten gehört? Tatsache war, dass er Arnie noch nie ganz vertraut hatte, und es gab keinen plausiblen Grund, ausgerechnet jetzt damit anzufangen. Was wusste Arnie über traumatische Kopfverletzungen oder andere tödliche Wunden, die einer abbekommen hatte?

Rick machte die Augen wieder zu und atmete tief durch. "Was ist passiert?", fragte er leise.

Arnie zögerte und strich mit der flachen Hand über seinen haarlosen Kopf. Er warf einen Blick auf seine Armbanduhr. Vier Uhr nachmittags, sein Schützling war also fast vierundzwanzig Stunden bewusstlos gewesen. Nicht lang genug, dachte er, leider.

"Was ist das Letzte, woran du dich erinnerst?", fragte Arnie, indem er beide Ellbogen auf das Bettgeländer stützte und sich vorbeugte.

Nach einigem Nachdenken brachte Rick heraus: "Ich erinnere mich, wie Bannister auf mich zustürzt."

Arnie schmatzte mit den Lippen. "Nein, Rick. Das war die zweite Gehirnerschütterung, vor zwei Jahren in Dallas, als du bei den Cowboys warst." Rick stöhnte auf, und auch für Arnie war es keine angenehme Erinnerung, weil sein Schützling damals an der Seitenlinie gehockt und ein Cheerleader-Girl beäugt hatte, als sich das Spielgeschehen urplötzlich zu ihm hin verlagerte und er, ohne Helm, von mindestens einer Tonne fliegender Körper begraben wurde.

Dallas entließ ihn zwei Wochen später und verpflichtete einen anderen dritten Quarterback.

"Letztes Jahr warst du in Seattle, Rick, und jetzt bist du in Cleveland, bei den Browns, erinnerst du dich?"

Rick erinnerte sich und stöhnte noch ein bisschen lauter. "Was für ein Tag ist heute?", fragte er, die Augen wieder geöffnet.

"Montag. Das Spiel war gestern. Hast du noch irgendeine Erinnerung dran?" Wenn du Glück hast, nicht, hätte Arnie gern ergänzt. "Ich hol mal eine Krankenschwester. Die haben schon gewartet."

"Noch nicht, Arnie. Red mit mir. Was ist passiert?"

"Du hast einen Pass geworfen, dann wurdest du in die Zange genommen. Purcell ist einen Weak Side Blitz gelaufen und hat dir den Kopf abgerissen. Du hast ihn überhaupt nicht kommen sehen."

"Warum war ich im Spiel?"

Das war nun in der Tat eine ausgezeichnete Frage, eine, die voller Erbitterung in jeder Sportsendung in Cleveland und dem oberen Mittelwesten gestellt wurde. Warum war er im Spiel? Warum gehörte er zum Team? Wo zum Teufel kam er überhaupt her?

"Lass uns später drüber reden", sagte Arnie, und Rick war zu schwach, um zu widersprechen. Zögernd, widerwillig fing sein verwundetes Gehirn an, sich vorsichtig wieder zu regen, sich aus dem Koma zu schütteln, die Arbeit aufzunehmen.

Die Browns. Das Browns Stadium, an einem sehr kalten Sonntagnachmittag vor einer Rekordzuschauermenge. Die Play-offs, nein, mehr noch - das Endspiel um die AFC-Meisterschaft.

Der Boden war gefroren, hart wie Beton und ebenso kalt.

Eine Krankenschwester war im Zimmer, und Arnie verkündete: "Ich glaube, er hat sich berappelt."

"Großartig", sagte die Schwester ohne Begeisterung. "Ich hol dann mal einen Arzt." Mit noch weniger Enthusiasmus.

Rick blickte ihr nach, ohne den Kopf zu bewegen. Arnie ließ die Fingerknöchel knacken, er saß irgendwie auf Kohlen. "Hör mal, Rick, ich muss los."

"Klar, Arnie. Danke."

"Kein Problem. Hör zu, es gibt keine nette Art, es dir beizubringen, also bin ich ganz offen. Heute Morgen haben die Browns angerufen - das heißt, Wacker hat angerufen -, und, na ja, dein Vertrag wird nicht verlängert." Es war schon fast ein alljährlich wiederkehrendes Ritual, diese Entlassungen zum Ende der Saison.

"Tut mir leid", sagte Arnie, aber nur, weil er es sagen musste.

"Ruf die anderen Teams an", sagte Rick, und das weiß Gott nicht zum ersten Mal.

"Muss ich offensichtlich gar nicht. Die rufen schon bei mir an."

"Das ist doch toll."

"Kann man so nicht sagen. Sie rufen an, um mich zu warnen, ich soll bloß nicht sie anrufen. Ich fürchte, das könnte das Ende der Fahnenstange sein, mein Junge."

Kein Zweifel, dass dies das Ende der Fahnenstange war, aber Arnie fand einfach nicht den Mut zur Deutlichkeit. Vielleicht morgen. Acht Teams in sechs Jahren. Einzig die Toronto Argonauts hatten sich getraut, ihn für eine zweite Saison zu verpflichten.


Kundenbewertungen zu "Touchdown" von "John Grisham"

2 Kundenbewertungen (Durchschnitt 5 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen   ausgezeichnet)
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Bewertung von Christine aus Bensheim am 23.12.2009   ausgezeichnet
Wenn auch mal kein Krimi von Grisham, ein herzergreifendes und fesselndes Hörbuch. Die Eigenart anderer Länder und der Erfolg des Hauptdarsteller ist gleichzeitig informativ. Man erfährt etwas über eine seltene Sportart und herzliche Menschen. Die Stimme von Charles Brauer tut ein weiter hinzu um bis zum Ende durchzuhören!

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Audio CD

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Bewertung von Ferdinand P. aus München am 03.12.2007   ausgezeichnet
John Grisham schafft es immer wieder, mich zu überraschen. In Touch Down kommt kein einziger Gerichtssaal vor. Dafür nimmt John Grisham uns nach Italien mit, wo der Protagonist zum Football spielen aufgebrochen ist. Stellenweise ist es wirklich köstlich zu lesen, wie unser junger amerikanischer Freund seine ersten Gehversuche in Europa macht. John Grisham zieht wieder alle Register seiner erzählerischen Qualitäten und liefert ein Buch ab, das sich leicht liest und sehr unterhaltsam ist.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundenes Buch

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