Das Haus an der Moschee - Abdolah, Kader

Kader Abdolah 

Das Haus an der Moschee

Roman

Übersetzung: Kuby, Christiane
Broschiertes Buch
 
Sofort lieferbar
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
10 ebmiles sammeln
EUR 9,95
Alle Preise inkl. MwSt.
Empfehlen


Produktbeschreibung zu Das Haus an der Moschee

Ein altes Haus in Senedjan. Seit 800 Jahren wohnt hier die Familie des Teppichhändlers Agha Djan. Unter seiner Obhut leben die Menschen in einträchtiger Harmonie bis die von Teheranund den Aufständen gegen das korrupte Regime des Schahs ausgehende Unruhe auch sie erreicht. In seinem neuen Roman breitet Kader Abdolah das zutiefst menschliche Schicksal einer iranischen Großfamilie wie ein bunt schillerndes Geschichtengewebe vor uns aus.

Produktinformation


  • Verlag: List Tb.
  • 2008
  • Ausstattung/Bilder: 2008. 396 S.
  • Seitenzahl: 400
  • List Taschenbücher Nr.60856
  • Deutsch
  • Abmessung: 188mm x 125mm x 25mm
  • Gewicht: 334g
  • ISBN-13: 9783548608563
  • ISBN-10: 3548608566
  • Best.Nr.: 23831023
»Kader Abdolah hat das Drama des Iran in Worte gefasst.« Geert Mak »Ein schockierendes, ein berührendes Buch.« Deutschlandradio Kultur

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Der im niederländischen Exil lebende iranische Autor Kader Abdolah hat mit dem Roman "Das Haus an der Moschee" eine Familientragödie vorgelegt, in der zugleich die Geschichte des Iran in den 60er und 70ger Jahren erzählt wird, informiert Sabine Berking. Anhand der Familienangehörigen um den Patriarchen Agha Djan, zu denen genauso fanatische religiöse Fundamentalisten wie Anhänger des Schahs Reza Pahlewis gehören, erzählt der Autor die Wandlung des Irans vom westlich orientierten Land zum "grimmigen Gottesstaat". Bei aller Eindrücklichkeit so mancher Szene und trotz eingeräumter "orientalischer Opulenz" kann sich Berking für das Buch dennoch nicht so recht erwärmen, zu undurchsichtig erscheinen ihr die Handlungsmotive der einzelnen Figuren. Abdolah selbst habe in einem Interview erklärt, dass Buch speziell für westliche Leser geschrieben zu haben, um ihnen etwas über die Geschichte seines Landes mitzuteilen, und so scheint der Rezensentin auch, der Autor versuche die Sehnsucht nach Exotik beim anvisierten Lesepublikum zu bedienen. Außerdem spürt sie allenthalben eine Nostalgie aus dem Buch heraus, die zwar eindruckvoll das Heimweh ihres Autors illustriert, mit der er aber, wie die Rezensentin glaubt, der Realität im Iran nicht wirklich gerecht wird.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 18.03.2008

Der ultimative Kick im Stübchen des Muezzin
Kader Abdolah erzählt in seinem Roman „Das Haus an der Moschee” den Weg Irans zur islamischen Revolution 1979 als Familiengeschichte
Ein Imam guckt nicht TV. Das ist westliches Teufelszeug und Sittenverderbnis, und außerdem ist der verhasste Schah auf dem Bildschirm allgegenwärtig. Fernsehen ist haram, also von den religiösen Repräsentanten als unislamisch verboten. Und doch besteht der Schüler Shabhal darauf, dass seine beiden Onkel, der eine Prediger, der andere Vorsteher der alten Freitagsmoschee der ostiranischen Stadt Senedjan, am Abend des 20. Juli 1969 Fernsehen schauen. Er schleppt ihnen ein Gerät aufs Zimmer, installiert eine Antenne, drückt den Knopf. Und so werden die frommen Männer Zeugen, wie Apollo II auf dem Mond landet, wie sich die Tür der Kapsel öffnet und ein Mann im Raumfahreranzug tapsig die berühmten „großen Schritte für die Menschheit” macht. „Unmöglich, unglaublich”, flüstern sie.
„Die Amerikaner wollen ihre Flagge in den Mondboden stecken, doch der Imam der Stadt weiß nichts davon”, hält Shabhal ihnen vor. „In der Moschee muss über das gesprochen werden, was …

Weiter lesen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 30.01.2008

Mullahs und Marxisten

Die Familiensaga des Iraners Kader Abdolah zeichnet ein farbiges Bild seiner Heimat, die er verlassen musste. Manchmal tut er dabei des Guten zu viel.

Alles beginnt mit dem Mann auf dem Mond. Schahbal, Spross einer einflussreichen und frommen Familie, die seit Jahrhunderten das Haus an der Moschee in einer nordiranischen Stadt bewohnt und Imam und Moazzen stellt, will unbedingt im Fernsehen live verfolgen, wie der kleine Schritt des Astronauten Armstrong zum gigantischen Sprung für die Menschheit wird. Doch weil die Mullahs aus Qom in Flimmerkisten Teufelszeug und in Amerikanern Gottlose sehen, muss der Fernsehabend mit den beiden Onkeln, dem Imam Alsaberi und Agha Djan, dem Patriarchen der Familie, eben heimlich stattfinden.

Für Letzteren, den Teppichhändler und Basarvorsteher, zieht mit den flimmernden Bildern auch eine Ahnung auf, dass neue Zeiten ins Haus stehen. Schon lässt der ungeliebte Modernisierungsdiktator aus Teheran durch seine europäisch gekleidete Frau nicht nur Krankenhäuser, sondern auch Kinos eröffnen, in denen allzu freizügige amerikanische Filme gezeigt werden, und provoziert prompt den bewaffneten …

Weiter lesen
Kader Abdolah, geb. 1954 im Iran geboren, studierte Physik in Teheran und war aktiv in der Studentenbewegung. 1988 floh er aus politischen Gründen mit seiner Familie nach Holland, wo er heute in der Nähe von Amsterdam als freier Autor lebt. Der Name Abdolah ist ein Pseudonym, das der Autor aus den Namen zweier ermordeter Freunde gebildet hat. Kader Abdolah zählt zu den bedeutendsten iranischen Exil-Autoren.

Andere Kunden interessierten sich auch für

5 Marktplatz-Angebote für "Das Haus an der Moschee" ab EUR 3,00

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
leichte Gebrauchsspuren 3,00 1,20 Banküberweisung Zollom4321 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 3,00 1,50 Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung Marckwald 99,9% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 3,00 2,10 Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung Mata Hari 29 100,0% ansehen
wie neu 4,99 1,50 Banküberweisung hans54 100,0% ansehen
wie neu 6,75 1,20 PayPal, Banküberweisung BuchKonsum 100,0% ansehen

Mehr von

Mehr zum Thema