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zu den Top-Rezensenten

Benutzername: Top Rob
Danksagungen: 8 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 16 Bewertungen
12
Bewertung vom 27.12.2015
Der Crash ist die Lösung
Weik, Matthias; Friedrich, Marc

Der Crash ist die Lösung


schlecht

Das Buch ist eine Aneinanderreihung von Binsenweisheiten verpackt in Stammtischjargon. Wenn die Autoren sich als Ökonomen verstehen, was sie mehrmals im Buch erwähnen, dann ist es ihre Aufgabe dem Nichtökonomen wirtschaftliche Zusammenhänge darzulegen. Leider liefert das Buch diesbezüglich keinen Mehrwert gegenüber der Lektüre des Wirtschaftsteils der FAZ. Bekannte Fakten wie eine unverhältnismäßige Eigenkapitalausstattung von Banken werden hier populistisch aufbereitet (Stellen Sie sich vor Sie würden mit so einer niedrigen Eigenkapitalquote eine Baufinanzierung beantragen, das Gelächter Ihres Bankberaters würde man noch auf der Straße hören). Die Handlungsempfehlungen für die Antwort auf den Crash sind meines Erachtens zu kurzsichtig. Gold zahlt bekanntlich keine Dividende und ist auch nicht sonderlich produktiv. Für mich ein zu oberflächliches Buch, das seinen Ursprung wohl in dem hat, was all zu oft kritisiert wird: Der Lust am Geldverdienen.

Bewertung vom 31.05.2014
One Up On Wall Street
Lynch, Peter

One Up On Wall Street


sehr gut

Peter Lynch's "One Up On Wall Street" ist zweifelsfrei eines der meistverkauften Börsenbücher der Welt. Zum Einen ist dies auf seine erfolgreiche Karriere als Fondsmanager zurück zu führen, in der er bewiesen hat, dass er dauerhaft in der Lage ist, den Markt zu schlagen. Zum Anderen hat dieses Buch einen sehr positiven Anklang bei der Leserschaft gefunden, was neue Käufer nach sich zieht.

Was man aus dem Buch holt, ist -- wie bei allen Sachbüchern -- abhängig vom Kenntnisstand des Lesers. Als studierter Wirtschaftswissenschaftler und interessierter Anleger ging es mir oft so, dass ich zu mir sagte: "Das ist ja offensichtlich". Oft aber ist es sinnvoll, wenn man bestimmte Dinge nochmal vor Augen geführt bekommt: Natürlich ist es gut, wenn Insider die Aktie kaufen und natürlich bildet der Nettocashbestand der Aktie einen natürlichen "Floor" für den Aktienkurs. Die Leistung des Buches liegt aber darin, verständlich zu vermitteln, dass ein Anleger zunächst versucht, Aktientitel zu kategorisieren und darauf aufbauend eine erwartete Rendite ableitet und seine Ausstiegsstrategie festlegt.

Das Buch ist leicht zu lesen und unbedingt auch für Wertpapiernovizen geeignet. Wer intensiv etwas über Fundamentalanalyse erfahren möchte ist hier falsch, wer allerdings neue Denkanstöße für einen ganzheitlichen (nicht technischen) Investmentansatz sucht, sollte zugreifen!

Bewertung vom 26.02.2014
Einfach Freunde
Sellou, Abdel

Einfach Freunde


schlecht

Leider kann ich die positiven Bewertungen zu diesem Buch nicht nachvollziehen. Zu offensichtlich ist die Motivation des Autors, am Erfolg des Films zu partizipieren. Würde das Buch tatsächlich mit einer etwas filigraneren Sprache aufwarten oder die Geschichte des Filmes weiter vertiefen, so wäre es sein Geld wert. So aber bleibt nur die Erkenntnis, dass der Film den Pfleger eindeutig zu positiv zeichnet (intellektuell wie moralisch).

Bewertung vom 21.02.2014
Das große Buch der Markttechnik
Voigt, Michael

Das große Buch der Markttechnik


sehr gut

Ich bin selbst kein großer Trader, halte Positionen zumeist über Monate oder Jahre und bin kein großer Freund der Charttechnik. Dennoch kann ich das Buch insbesondere zu Fragen zum Ein- und Ausstieg empfehlen. Die zentrale Aussage des Buches wird jedem Leser hängen bleiben, nämlich die, dass es nicht darauf ankommt, die Bewegung des Marktes zu antizipieren, sondern Indizien an der Hand zu haben, zu welchen Preisen Bewegung in den Markt kommt. Hierbei kommt dem Blick auf den Chart auf übergeordneten Zeiteinheiten und die Beachtung von bestimmten Chartmarken (Höchsstände, gleitende Durchschnitte) besondere Beachtung zu. Dies wird in dem Buch sehr schön -- auch anhand von Beispieltrades -- dargestellt. Auch finde ich den Einstieg in das Buch sehr gelungen. Voigt bringt in Erinnerung, dass nur Nachfrageüberhänge zu steigenden Preisen führen.

Das Buch ist insgesamt sehr gelungen. Es ist in einer einfachen Sprache geschrieben und mit vielen Abbildungen werden Probleme veranschaulicht. Dass es kein Stichwortverzeichnis gibt, ist allerdings ein echtes Manko. Auch den Romanteil -- der nun wirklich nicht in ein Sachbuch passt -- finde ich unpassend und platzraubend. Darauf hätte man meiner Ansicht nach verzichten können.

Ich kann das Buch also allen empfehlen, die etwas für technische Analyse übrig haben. Den gesunden Menschenverstand können aber charttechnische Handelssysteme nicht ersetzen. Selbst ein Random Walk generiert so viele charttechnische Signale. Wer allein danach handelt, wird sicherlich nicht glücklich.

Bewertung vom 27.01.2014
Der Medicus Bd.1
Gordon, Noah

Der Medicus Bd.1


ausgezeichnet

"Der Medicus" erzählt packend von der Geschichte des Waisenjungen Rob Cole, der sich beseelt mit dem unbändigen Drang, Medicus zu werden, zunächst zum Bader ausbilden lässt und später -- unter falschem Vorwand, Jude zu sein -- im fernen Isfahan Medizin studiert. Wenngleich ich nicht die alternative Übersetzung von Willy Thaler kenne -- die dieser hier wohl weit überlegen sein soll, hat mich das Buch doch gepackt. Zu aufregend ist es allein über die lange Reise von England nach Persien zu lesen, die seinerzeit ein mehrjähriges Unterfangen war. Es gibt eine Vielzahl von Einzelhandlungen, die derart fesselnd beschrieben wurden, dass ich sie mühelos ins Gedächtnis rufen kann. Als Beispiel sei nur genannt, wie es Rob Cole gelingt die ominöse Seitenkrankheit dem Wurmfortsatz zuzuschreiben.

Lesenswertes und packendes Buch!

9 von 19 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 12.01.2014
Microeconometrics Using Stata
Cameron, A. Colin (University of California, Davis, USA); Trivedi, Pravin K. (Indiana University, Bloomington, Indiana, USA)

Microeconometrics Using Stata


ausgezeichnet

Cameron und Trivedi haben hier ein hervorragendes Nachschlagewerk verfasst. Das Buch ist so konzipiert, dass einzelne Problembereiche behandelt werden, ohne dass man dafür alle vorangegangenen Kapitel lesen muss. Besonders lobenswert ist die Verknüpfung von ökonometrischer Theorie und empirischer Datenanalyse. Die mathematischen Konzepte werden ohne große Beweise o.Ä. intuitiv erklärt und anhand von reelen Daten praktisch angewendet. Dabei werden auch einige Themen behandelt, die in anderen (Stata-)Büchern eher zu kurz kommen, wie nichtlineare Optimierung oder die Nutzung von Stata's umfangreichen Simulationsbefehlen.

Jeder Ökonom, der empirisch mit Stata arbeitet, sollte dieses Buch im Regal stehen haben. Dass es dort nicht nur als Staubfänger herumsteht, davon bin ich überzeugt. Meiner Meinung nach gibt es kein besseres Referenzwerk.

Bewertung vom 29.12.2013
Das Haus an der Moschee
Abdolah, Kader

Das Haus an der Moschee


ausgezeichnet

Kader Abdolah zeichnet in diesem Werk eindringlich die Veränderungen der islamischen Revolution auf ein ganzes Dorf. Scheint zu Beginn der Handlung das Leben im Haus noch im Gleichgewicht - unter Führung des Patriarchen Aghar Djans, verliert sich dieses im Zuge der Revolution. Das Buch zeigt dabei die verschiedenen Motivationen der verschiedenen Interessensparteien, wie Kommunisten, Islamisten und Gemäßigten zu Zeiten der Revolution auf. Abdolah verwebt diese gekonnt mit den Charakterzügen seiner Charaktere. Das Buch fesselt - das individuelle Schicksal der Einzelfiguren lässt einen nicht los. Insbesondere die verzweifelten Versuche Aghar Djans seinen vergänglichen Einfluss zur Wiederherstellung des dörflichen Friedens zu nutzen, berühren. Für mich eines der besten Bücher seit langem - packend und auch lehrreich.

4 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 29.12.2013
MARCO POLO Reiseführer Wien
Weiss, Walter M

MARCO POLO Reiseführer Wien


gut

Kompakter Reiseführer, der sich leicht in der Handtasche oder Ählichem verstauen lässt. Aufgrund des detailierten Stadtplans lassen sich leicht die empfohlenen Sehenswürdigkeiten und Restaurants finden. Der Stadtführer hat sich so im täglichen Einsatz bewährt. Besonders lobenswert ist auch die Kategorisierung der Restaurants nach Preisklassen. Hingegen muss festgehalten werden, dass der Reiseführer im Versuch ALLES erwähnenswertes über die Stadt unter zu bringen, einige Tips anbringt, auf die verzichtet werden kann. So ist beispielsweise das älteste Café der Stadt auch nur das für mich: alt. Kurzum: Für einen kurzen Städtetrip ist der Reiseführer gut geeignet, solang er nicht nur mit einer rosaroten Brille gelesen wird und der Leser selektiv vorgeht.

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