Die Subprime-Krise und die besondere Bedeutung des Finanzkapitals
Am 2. März 2009 vermeldete der weltgrößte Versicherer AIG einen
Rekordverlust von über 100.000.000.000 US-Dollar - der höchste in
der Wirtschaftsgeschichte überhaupt. AIG war einer der größten
Verlierer der Finanzkrise, die 2007 offen zu Tage trat, nachdem es
auf dem US-amerikanischen Hypothekenmarkt verstärkt zum Ausfall
zweitklassiger ("subprime") Kredite und somit zum Platzen
einer Spekulationsblase gekommen war. Dieses Ereignis stellt aber
nur einen Höhepunkt in einer Reihe spektakulärer
Wirtschaftsereignisse dar. Schätzungen zufolge betrugen die
Gesamtkosten der Finanzkrise kaum vorstellbare fünf Billionen
US-Dollar. Wie aber konnte es dazu kommen, dass Kreditausfälle
amerikanischer Hausbesitzer eine Krise solchen Ausmaßes auslösten?
Der Autor der vorliegenden Arbeit versucht, Antworten hierauf zu
finden. Er untersucht mithilfe unterschiedlicher Modelle die
Finanzkrise hinsichtlich ihrer Entstehung und ihrer Folgen. Dabei
geht er zum einen der These nach, ob die Krise hätte vermieden
werden können. Zum anderen legt er einen Schwerpunkt auf die Frage,
ob und wie zukünftige Krisen vermieden werden können.
Jan Böttcher, geb. 1973 in Lüneburg, lebt als Autor und Singer/Songwriter in Berlin. Er hat deutsche und skandinavische Literatur studiert und arbeitet auch als Werbetexter, Herausgeber und Veranstalter von Lesungsreihen sowie des LAN-Festivals für junge Literatur. Seit zehn Jahren singt und textet er für seine Band Herr Nilsson. Jan Böttcher hat beim diesjährigen Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb den Ernst-Willner-Preis gewonnen.