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Vorgestern beschloss ich, meinen Hund zu überleben. Das bin ich ihm schuldig ...
Exmoor, eines Abends im November. Über einem kleinen Dorf in der südenglischen Moorlandschaft liegt dichter Nebel. Die geheimnisvolle Frau, die sich unter dem Namen Maria Anderson mit ihrem Hund im abseits gelegenen Haus auf der Heide niederlässt, bietet Stoff für Spekulationen. Was hat sie alleine hier draußen in der Einöde zu suchen? Irgendetwas Sonderbares umgibt diese Fremde. Und nicht alle scheinen ihr wohlgesonnen. Plötzlich liegen tote Vögel vor ihrer Tür und ihr Hund verschwindet tagelang. Und die…mehr

Produktbeschreibung
Vorgestern beschloss ich, meinen Hund zu überleben. Das bin ich ihm schuldig ...

Exmoor, eines Abends im November. Über einem kleinen Dorf in der südenglischen Moorlandschaft liegt dichter Nebel. Die geheimnisvolle Frau, die sich unter dem Namen Maria Anderson mit ihrem Hund im abseits gelegenen Haus auf der Heide niederlässt, bietet Stoff für Spekulationen. Was hat sie alleine hier draußen in der Einöde zu suchen? Irgendetwas Sonderbares umgibt diese Fremde. Und nicht alle scheinen ihr wohlgesonnen. Plötzlich liegen tote Vögel vor ihrer Tür und ihr Hund verschwindet tagelang. Und die seltsamen Vorfälle häufen sich ...

(2 mp3-CDs, Laufzeit: 12h 28)
  • Produktdetails
  • Verlag: Dhv Der Hörverlag
  • ISBN-13: 9783844515299
  • Artikeltyp: Hörbuch
  • ISBN-10: 3844515291
  • Best.Nr.: 40789823
  • Laufzeit: 748 Min.
  • Erscheinungstermin: 15. September 2014
Autorenporträt
Eva Mattes, 1954 in Tegernsee geboren, hatte schon mit zwölf Jahren erste Auftritte im Film und am Theater. Große Filmrollen erhielt sie 1970 in Michael Verhoevens Anti-Vietnamfilm "o.k." und 1971 in Reinhard Hauffs "Mathias Kneissl". Für beide Filme wurde sie mit dem Bundesfilmpreis ausgezeichnet, machte damit Rainer Werner Fassbinder auf sich aufmerksam und erspielte sich unter seiner Regie ihren Ruf als eine der profiliertesten Darstellerinnen des jungen deutschen Films. Aber sie blieb dem Theater treu. 1981 etwa glänzte sie in Zadeks Shakespeare-Inszenierung "Der Widerspenstigen Zähmung".
1994 wurde Mattes fünftes Direktoriumsmitglied am Berliner Ensemble, neben Peter Zadek, Heiner Müller, Fritz Marquardt und Peter Palitzsch. Nach dem Weggang Zadeks 1995 legte sie ihren Direktionsposten am BE nieder, blieb aber als Schauspielerin im Ensemble. In Helma Sanders-Brahms' moderner Fassung von "Tausendundeine Nacht" spricht sie die Schah-Razade. Zuletzt las sie für den Hörverlag "Das Siegel der Tage" (2008) von Isabel Allende. Eva Mattes ermittelte jahrelang als Kommissarin Klara Blum für den Konstanzer "Tatort".
Håkan Nesser
Trackliste
MP3 CD 1
1Die Lebenden und Toten von Winsford: Erstes Buch
2Die Lebenden und Toten von Winsford: Erstes Buch
3Die Lebenden und Toten von Winsford: Erstes Buch
4Die Lebenden und Toten von Winsford: Erstes Buch
5Die Lebenden und Toten von Winsford: Erstes Buch
6Die Lebenden und Toten von Winsford: Erstes Buch
7Die Lebenden und Toten von Winsford: Erstes Buch
8Die Lebenden und Toten von Winsford: Erstes Buch
9Die Lebenden und Toten von Winsford: Erstes Buch
10Die Lebenden und Toten von Winsford: Erstes Buch
11Die Lebenden und Toten von Winsford: Erstes Buch
12Die Lebenden und Toten von Winsford: Erstes Buch
13Die Lebenden und Toten von Winsford: Erstes Buch
14Die Lebenden und Toten von Winsford: Erstes Buch
15Die Lebenden und Toten von Winsford: Erstes Buch
16Die Lebenden und Toten von Winsford: Erstes Buch
17Die Lebenden und Toten von Winsford: Erstes Buch
18Die Lebenden und Toten von Winsford: Erstes Buch
19Die Lebenden und Toten von Winsford: Erstes Buch
20Die Lebenden und Toten von Winsford: Erstes Buch
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MP3 CD 2
1Die Lebenden und Toten von Winsford: Drittes Buch
2Die Lebenden und Toten von Winsford: Drittes Buch
3Die Lebenden und Toten von Winsford: Drittes Buch
4Die Lebenden und Toten von Winsford: Drittes Buch
5Die Lebenden und Toten von Winsford: Drittes Buch
6Die Lebenden und Toten von Winsford: Drittes Buch
7Die Lebenden und Toten von Winsford: Drittes Buch
8Die Lebenden und Toten von Winsford: Drittes Buch
9Die Lebenden und Toten von Winsford: Drittes Buch
10Die Lebenden und Toten von Winsford: Drittes Buch
11Die Lebenden und Toten von Winsford: Drittes Buch
12Die Lebenden und Toten von Winsford: Drittes Buch
13Die Lebenden und Toten von Winsford: Drittes Buch
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18Die Lebenden und Toten von Winsford: Drittes Buch
19Die Lebenden und Toten von Winsford: Drittes Buch
20Die Lebenden und Toten von Winsford: Drittes Buch
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Rezensionen
Besprechung von 10.11.2014
DIE KRIMI-KOLUMNE
Menschsein heißt
morden
Einerseits ist der neue Roman von Håkan Nesser mehr ein Krimi als viele seiner Vorgänger, darunter die fünf Romane mit und um den Kommissar Barbarotti, die zwischen 2006 und 2012 erschienen sind. Andererseits könnte man aber auch von einer Krimiparodie sprechen, denn so ganz unsympathisch bleibt die Romanfigur, die den Turning-point-Mord begeht, nicht, ganz im Gegenteil. Kommt hinzu, dass ein Kommissar erst auf Seite 456 von 461 Seiten auftaucht. Was die Verlässlichkeit der literarisch zu sichernden Instanzen in einem Krimi keinesfalls befestigt.
  Maria Holinek ist gebildet und schön, im mittleren Alter und Mutter einer Tochter. Und erfolgreiche Fernsehmoderatorin. Dass sie auf ihren gebildeten und gutaussehenden Mann Martin an ihrer Seite dann und wann auch gern verzichten könnte, kann man ihr nicht verdenken. Der Mann ist Literaturwissenschaftler und ein – absolut in unsere Zeit passender – erfolgreicher Möchtegernschriftsteller. Seine erotische Disposition ist sehr weitläufig und macht, einschließlich eines medial breitgetrampelten Vergewaltigungsvorwurfs, das Zusammenleben zuweilen sehr anstrengend für Maria.
  So der Versuchsaufbau Nessers. Doch von diesem Aufbau und der mit ihm beabsichtigten Konstruktion ist nichts zu spüren in diesem ebenso leichten wie eleganten Roman, der die meiste Zeit in Winsford, Grafschaft Somerset mit der Heide Exmoor spielt. Und folglich mit jeder Menge literarischer Bezüge, William Wordsworth, Samuel Taylor Coleridge und Lord Byrons Tochter Ada Lovelace. Ja, in dieser Gegend ist es in Herbst und Winter grau und neblig, feucht und unheimlich. Selbst eine so toughe Frau wie Maria hat dort manchmal Schiss, obwohl sie sich offenbar völlig freiwillig sich nach Winsford in ein altes Cottage (Kaminfeuer, Portwein, Bücher, Wolldecken, ein Hund namens Castor) zurückgezogen hat. Die Zwänge, unter denen dieser Rückzug stattfindet, werden durch Rückblende auf mehreren Zeitebenen deutlich – nie als Behauptungen oder Beschreibungen, immer nachgerade magisch aus den Reflexionen Marias und der disponierenden Klugheit des allwissenden Erzählers im Fluss der Geschichte sich entwickelnd. Es geht nach Polen, auf die Insel Samos und nach Marokko. Und ganz zum Schluss über Deutschland nach Stockholm. Da hat man allerdings schon verstanden, warum Martin nicht nach England mitgereist sein konnte.
  Dies ist auch ein Roman über Geschlechterrollen und die damit zusammenhängenden sozialen Fragen. Es ist ebenso ein Landschaftsroman und eine Erzählung über Möchtegernkünstler. Und mit allem verwoben sind sehr kluge Gedanken darüber, was das Menschsein ausmacht. Wobei immer damit zu rechnen ist, dass die Verhältnisse, mit denen ein solches Menschsein zu rechnen hat, durchaus auch ein Verbrechen umfassen können.
STEPHAN OPITZ
          
Håkan Nesser: Die Lebenden und die Toten von Winsford. Roman. Aus dem Schwedischen von Paul Berf. btb Verlag, München 2014. 464 Seiten, 19,99 Euro. E-Book 15,99 Euro.
DIZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über www.sz-content.de
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DIE KRIMI-KOLUMNE

Menschsein heißt
morden

Einerseits ist der neue Roman von Håkan Nesser mehr ein Krimi als viele seiner Vorgänger, darunter die fünf Romane mit und um den Kommissar Barbarotti, die zwischen 2006 und 2012 erschienen sind. Andererseits könnte man aber auch von einer Krimiparodie sprechen, denn so ganz unsympathisch bleibt die Romanfigur, die den Turning-point-Mord begeht, nicht, ganz im Gegenteil. Kommt hinzu, dass ein Kommissar erst auf Seite 456 von 461 Seiten auftaucht. Was die Verlässlichkeit der literarisch zu sichernden Instanzen in einem Krimi keinesfalls befestigt.

  Maria Holinek ist gebildet und schön, im mittleren Alter und Mutter einer Tochter. Und erfolgreiche Fernsehmoderatorin. Dass sie auf ihren gebildeten und gutaussehenden Mann Martin an ihrer Seite dann und wann auch gern verzichten könnte, kann man ihr nicht verdenken. Der Mann ist Literaturwissenschaftler und ein – absolut in unsere Zeit passender – erfolgreicher Möchtegernschriftsteller. Seine erotische Disposition ist sehr weitläufig und macht, einschließlich eines medial breitgetrampelten Vergewaltigungsvorwurfs, das Zusammenleben zuweilen sehr anstrengend für Maria.

  So der Versuchsaufbau Nessers. Doch von diesem Aufbau und der mit ihm beabsichtigten Konstruktion ist nichts zu spüren in diesem ebenso leichten wie eleganten Roman, der die meiste Zeit in Winsford, Grafschaft Somerset mit der Heide Exmoor spielt. Und folglich mit jeder Menge literarischer Bezüge, William Wordsworth, Samuel Taylor Coleridge und Lord Byrons Tochter Ada Lovelace. Ja, in dieser Gegend ist es in Herbst und Winter grau und neblig, feucht und unheimlich. Selbst eine so toughe Frau wie Maria hat dort manchmal Schiss, obwohl sie sich offenbar völlig freiwillig sich nach Winsford in ein altes Cottage (Kaminfeuer, Portwein, Bücher, Wolldecken, ein Hund namens Castor) zurückgezogen hat. Die Zwänge, unter denen dieser Rückzug stattfindet, werden durch Rückblende auf mehreren Zeitebenen deutlich – nie als Behauptungen oder Beschreibungen, immer nachgerade magisch aus den Reflexionen Marias und der disponierenden Klugheit des allwissenden Erzählers im Fluss der Geschichte sich entwickelnd. Es geht nach Polen, auf die Insel Samos und nach Marokko. Und ganz zum Schluss über Deutschland nach Stockholm. Da hat man allerdings schon verstanden, warum Martin nicht nach England mitgereist sein konnte.

  Dies ist auch ein Roman über Geschlechterrollen und die damit zusammenhängenden sozialen Fragen. Es ist ebenso ein Landschaftsroman und eine Erzählung über Möchtegernkünstler. Und mit allem verwoben sind sehr kluge Gedanken darüber, was das Menschsein ausmacht. Wobei immer damit zu rechnen ist, dass die Verhältnisse, mit denen ein solches Menschsein zu rechnen hat, durchaus auch ein Verbrechen umfassen können.

STEPHAN OPITZ

          

Håkan Nesser: Die Lebenden und die Toten von Winsford. Roman. Aus dem Schwedischen von Paul Berf. btb Verlag, München 2014. 464 Seiten, 19,99 Euro. E-Book 15,99 Euro.

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