Unglücklich sein - Schmid, Wilhelm

Wilhelm Schmid 

Unglücklich sein

Eine Ermutigung

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Unglücklich sein

Ein Buch, das Mut macht, dem Unglücklichsein seinen Raum zu geben, und das tröstliche Erkenntnisse bereithält.
Über das Glücklichsein scheint alles gesagt zu sein. Aber was ist mit dem Unglücklichsein? In der ausufernden Glücksdebatte sind die Schattenseiten des Glücks etwas in Vergessenheit geraten. Stattdessen entstand eine neue Art von Pflicht: die Pflicht zum Glück. Der Glücksstress, der sich daraus ergibt, macht viele nicht glücklicher. Und was ist mit all denen, die vom Glück allenfalls träumen können?
Wilhelm Schmid bezieht kritische Position zur Glücksdebatte, zu der er 2007 mit seinem Bestseller "Glück" beigetragen hat mit der Behauptung, Glück sei nicht das Wichtigste im Leben.
Nun unternimmt er eine Ehrenrettung des Unglücklichseins. Und zeigt Wege auf, wie es besser bewältigt werden kann.


Produktinformation

  • Verlag: Insel, Frankfurt
  • 2012
  • Ausstattung/Bilder: 2012. 103 S.
  • Seitenzahl: 103
  • Best.Nr. des Verlages: 17559
  • Deutsch
  • Abmessung: 157mm x 108mm x 16mm
  • Gewicht: 136g
  • ISBN-13: 9783458175599
  • ISBN-10: 3458175598
  • Best.Nr.: 35726709
"Schmid ist nicht umsonst Suhrkamp-Autor, er schreibt eine wissenschaftlich fundierte, kristallklare, präzise, immer gefällig zu lesende Fachliteratur."
Moritz von Uslar Die Zeit

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Richtig geärgert hat sich Katharina Teutsch über die Unglücksratgeber von Arnold Retzer und Wilhelm Schmid, die sich beide gegen einen Trend zum positiven Denken stemmen, der in den Augen der Autoren erst recht unglücklich macht. Dabei ist es nicht so, dass Teutsch jetzt alles ablehnen würde, was sie in diesen beiden Büchern gefunden hat, aber was ihr zum einen gegen den Strich geht, ist das selektive Zitieren. Barbara Ehrenreich zum Beispiel annonciert den Trend zum Denken in ihrem Buch "Smile or Die" nicht für die ganze Gesellschaft, wie sowohl Retzer als auch Schmid suggerieren, sondern für die Esoterik-Community. Und dann hätte die Rezensentin auch gern etwas mehr Empirie gesehen, anstatt nur rhetorische Taschenspielertricks und naheliegende Pointen. Wo sind denn hier all die superglücklichen Menschen? In Berlin zumindest sind sie ihr noch nicht begegnet. Vielleicht können sich die Herren das nächste Mal mit dem Thema Depression beschäftigen.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 28.01.2013

Fülle des Sinns in leeren Gläsern
Positivdenken diskriminiert die Unglücklichen: Der Philosoph Wilhelm Schmid lobt die Melancholie
Seit einigen Jahren schon schreibt der Philosoph Wilhelm Schmid diese kleinen Lebenskunstratgeber, die sich nicht nur durch ihr manteltaschentaugliches Format wohltuend bescheiden ausnehmen gegen ihre (pseudo-)psychologischen Geschwister. „Unglücklich sein – Eine Ermutigung“ heißt der neue Schmid und warnt recht eigentlich vor der „Glückshysterie“, die jene verbreiten. Der Mensch, daran erinnert Wilhelm Schmid, könne nicht fortwährend glücklich sein, schon weil er Lust nur im Kontrast zum Schmerz empfinde und weil ein Dauerglück ähnlich dem Drogenrausch spätestens in der eigenen Ermattung enden würde. Nur wenn Unglücklichsein und Misslingen als Teile des eigenen wie fremden Daseins anerkannt würden, könne sich einstellen, was realistischer ist als Glück: die Fülle des Sinns.
  Stärker als früher scheint Wilhelm Schmid damit ein gesellschaftskritisches Moment zu betonen. Denn „die Dringlichkeit des Strebens nach Glück ist lediglich ein Indiz für die Verzweiflung, die die Entbehrung von Sinn …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 13.02.2013

Gegen das Positive ist ein Kraut gewachsen
Aber was nützt das schon, wenn es in Büchern wie jenen von Wilhelm Schmid und Arnold Retzer gepriesen wird

Zwei Bücher gleich preisen den depressiven Gemütszustand als Weg aus der privaten und gesellschaftlichen Krise. Der Psychologe Arnold Retzer singt ein Loblied der "miesen Stimmung", will es gar als Streitschrift verstanden wissen, der Philosoph Wilhelm Schmid ermutigt in einem kleinen Ratgeber zum "Unglücklichsein". Beide Autoren wenden sich gegen den bereits vor zwei Jahren von der amerikanischen Journalistin Barbara Ehrenreich angeprangerten Trend zum "positiven Denken", dabei übersehend, dass man in einigen Teilen dieses Landes im Grunde nie damit angefangen hat. Gerade im Winter etwa punktet Berlin mit einem bunten Spektrum fahler Grautöne. Untergrundgrößen wie Christiane Rösinger sorgen für die musikalische Zementierung dieser Wahrnehmung. Der 2010 auf dem Album "Songs of L. and Hate" erschienene Titel "Es ist so arg" schaffte Einigkeit unter den Miesprimeln: "Bin ich nur müde oder ist das schon die erste zarte Novemberdepression? Ist es schon chronisch oder nur ein Symptom? Oder hab ich …

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»Schmid hat nicht nur im Alleingang ein vergessenes Genre wiederentdeckt, dessen Traditionen von Epikur über Montaigne bis Josef Pieper reichen. In der Mischung aus leichtem Stil und deutender Tiefe erreicht er inzwischen auch dessen beste Exemplare.«
Wilhelm Schmid, geboren 1953, lebt als freier Philosoph in Berlin und lehrt Philosophie als außerplanmäßiger Professor an der Universität Erfurt. Viele Jahre lang war er als Gastdozent in Riga/Lettland und Tiflis/Georgien, sowie als "philosophischer Seelsorger" an einem Krankenhaus bei Zürich/Schweiz tätig.

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