Tools - Göritz, Matthias

Matthias Göritz 

Tools

Gedichte

Herausgegeben von Cukoski, Anvar
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""So bildkräftig wie dämonisch-schön." Steffen Jacobs In seinen Gedichten macht sich Matthias Göritz auf die Suche nach einer Welt hinter den "Werkzeugen der Sprache". Mit großer Lust am Erzählen, einer Vorliebe für das Groteske und einer Portion schwarzen Humors führen Göritz' Gedichte in Krankenhäuser, Spekulationsblasen oder auf Roadmovies quer durch Europa."

""Vielleicht hat Gott auch gesagt: / Seid furchtbar und mehret Euch. / Vielleicht war das sein Versprechen." Die Gedichte von Matthias Göritz stellen die Grenzen des Vorstellbaren in Frage. In welcher chemischen Logik des Traums, in welchem Bild von der Liebe leben wir gerade? Wie schlafen Pflanzen? Was träumen Delphine?

Dichter, um Charles Simic zu paraphrasieren, sind die Hüter des Ephemeren.

Details wie der Abdruck eines Fußes an der Windschutzscheibe bei einer Autofahrt oder das Gespräch über Mozarts Tod nach einem Opernbesuch sammeln in einem Augenblick alles Leben, fassen die ganze Nähe und den trotzigen Abgrund zwischen zwei Menschen. Tools ist nach Loops und Pools Göritz' dritter Gedichtband, in dem er Bewegungsmuster erkundet, die jenseits der alltäglichen Zufälle, inmitten der Dinge, die uns umgeben, und der Konzepte, die wir uns aus ihnen machen, ins Offene führen. Die Welt ist kein Zuhause - aber das macht nichts."


Produktinformation

  • Verlag: Berlin Verlag
  • 2012
  • Ausstattung/Bilder: 2012. 112 S.
  • Seitenzahl: 100
  • Deutsch
  • Abmessung: 208mm x 127mm x 10mm
  • Gewicht: 187g
  • ISBN-13: 9783827010803
  • ISBN-10: 3827010802
  • Best.Nr.: 34451718
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 17.04.2012

Ein lyrisches Automobil fährt durch die Welt
Traumwerkzeuge: Matthias Göritz' Gedichtband "Tools"

Wie lange wird man von den Autos reden, die heute hergestellt, auf den Markt geworfen, in Umlauf gesetzt und auf der Straße langsam zu Schrott gefahren werden? Nicht lange, und ihr Verkehrswert ist ins Bodenlose gesunken, ihr austauschbarer Name eine verblichene Erinnerung. Das ist der Unterschied zu guten Gedichten, sie haben, wie Autos, ebenso ihr Datum, ihren Jahrgang, der zeigt, dass sie von heute sind, aber mit zunehmender Zeit verlieren sie nicht, sondern gewinnen im Gegenteil an Wert. An den Gedichten von Matthias Göritz' neuem Band "Tools" lässt sich dieser Unterschied erkennen.

Die Hälfte der Texte spielt offensiv mit Autos, Markennamen, Geschwindigkeit, Tempo, Beschleunigung, Infotainment, den unangenehmen Facetten des Gegenwartsjargons. Die andere Hälfte steuert dagegen. Hier verwandelt sich die Sprache der Dinge plötzlich, wird das Zufällige, Beiläufige, Banale kanalisiert, kommen, ohne dass es schal oder larmoyant wirkt, Herztöne zu Wort - und immer wieder Zwiegespräche mit einem unheimlich nahen, vertrauten, doch dann …

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Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Liebe zur Frau, zur Sprache, zum Dasein entdeckt Algelika Overath im dritten Gedichtband von Matthias Göritz. Die Texte erscheinen ihr so altmodisch wie modern, zeitlos gewissermaßen also, weil der Autor hier, ausgehend von Realitätsmomenten, wie einem Schrank, einer Automarke, noch einmal das ganz große Rad schwingt und nach der Conditio Humana fragt. Vor allem die Liebessonette haben Overath beglückt, wo das Auto zur "Keimzelle" der Zweisamkeit wird (!). Oder der Tulpenzyklus, in dem der Autor laut Overath von der ersten Spekulationsblase der Wirtschaftsgeschichte erzählt, "pathetisch-kühl", wie die Rezensentin recht kühn formuliert.

© Perlentaucher Medien GmbH
"Matthias Göritz wurde 1969 in Hamburg geboren. Er studierte Philo sophie und Literaturwissenschaften. Sein im Berlin Verlag 2005 erschienener Debütroman Der kurze Traum des Jakob Voss wurde mit dem Mara-Cassens-Preis ausgezeichnet, 2006 folgte sein Gedichtband Pools. Im September 2011 erhielt er den Robert-Gernhardt- Preis für das Romanprojekt Das Geschäft mit den Träumen."

Blick ins Buch "Tools"

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