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Fluglärm über den Palästen unsrer Restinnerlichkeit
Gedichte
Mit Illustr. v. Annette Kühn
- Einband: Kartoniert/Broschiert
- Broschiertes Buch
Produktinformation
- Verlag: Lux
- 2010
- Ausstattung/Bilder: 2009. 104 S. m. Illustr.
- Seitenzahl: 104
- luxbooks.lyrik
- Deutsch
- Abmessung: 203mm x 148mm x 10mm
- Gewicht: 197g
- ISBN-13: 9783939557906
- ISBN-10: 3939557900
- Best.Nr.: 26054740
Produktbeschreibung zu "Fluglärm über den Palästen unsrer Restinnerlichkeit"
Kurzbeschreibung
Der lang erwartete Debütband Andre Rudolphs (Prosanova Preisträger 2008) eröffnet die Reihe mit junger deutscher Lyrik bei luxbooks. Was in diesen Versen geschieht, ist unerhört: Beunruhigend, aufstörend schön und bisweilen komisch. Dazwischen immer wieder ein verwegener Mut zum dichterischen Risiko: da gibt es "Schmetterlingssägen" und "Buntmetallglück" neben "aufmerksamkeitsdefizitären Landschaften" und eben "Fluglärm über den Palästen unsrer Restinnerlichkeit". Furiose Landschaftsbeschreibungen, Märchenzitate und Kirchenliedtraditionen werden mit der "Geistesgeschichte der Melancholie" vermengt. SWR-Bestenliste Platz 4, März 2010 Kranichsteiner Literaturförderpreis 2010 Lyrikpreis Meran 2010 Ein neuer Sound hat sich in die deutsche Lyriklandschaft eingeschlichen, es küssen sich letzte Versatzstücke grausam schöner Natur mit den groben Werkzeugen der Wirklichkeitsbewältigung des Menschen. "Rudolph inszeniert in den einzelnen Gedichten seines Zyklus immer wieder den Zusammenprall der Gegensätze." schreibt Michael Braun "So entstehen eigentümliche poetische Doppelbelichtungen, die alle Wahrnehmungs- und Refl exionsroutine aushebeln."
23.03.2010
Rasenmäher
Gedichte von Andre Rudolph
Motto und Titel des Gedichtbands sind sprechende Signale. Ein Zitat
von René Char ist vorangestellt: "chante ta soif irisée",
zu Deutsch: "singe deinen irisierenden durst". Der Titel,
"fluglärm über den palästen unsrer restinnerlichkeit",
sieht lyrische Innerlichkeit in einer motorisierten Welt
zurückgeworfen auf letzte Möglichkeiten. Ein poetisches Programm
also und eine poetische Antwort auf unseren veränderten
Wahrnehmungshorizont sind angekündigt. René Char, der französische
Dichter aus der Provence, verstand Innerlichkeit nicht als
metaphysische Schau, sondern als einen Prozess der sprachlichen
Verdichtung innerer Bilder, der seinen artistischen Charakter nicht
verleugnet. Andre Rudolph erschließt Wirklichkeit von solchen
Bildkernen her. Das formale Gesetz dieser Lyrik, will man es auf
den Punkt bringen, heißt: Entstehung der Sätze aus dem
dichterischen Bild.
Vom Bildkern "Schneepflug" ordnen sich im Gedicht über
einen Märztag die ersten Verse: "seit sechs zieht der
schneepflug seine furchen durch den schlaf / er hat mühe mit dem
vielen frischen schnee der träume / wenig später tritt …
23.03.2010
Walter Hinck hat sich mit Hingabe und analytischem Scharfblick den
Gedichten von Andre Rudolphs Lyrikband gewidmet, an dem sich die
"sprachliche Verdichtung innerer Bilder" präzise ablesen
lässt, wie er meint. Aus Bildkernen entwickele der Lyriker
außerordentlich farbige Assoziationsgeflechte, mit denen er sich
mal der maschinenmäßigen Routine des Alltags, mal einem Stück
DDR-Geschichte oder auch der "liebevoll umzäunten Anlage
Kind" zuwende, erklärt der Rezensent. Von manchem Gedicht
sieht sich Hinck gar zur Vollendung herausgefordert, was die
Lektüre zusätzlich zu einem "produktiven Vergnügen"
macht, wie er erfreut feststellt.
© Perlentaucher Medien GmbH
Autorenporträt zu "Andre Rudolph"
Andre Rudolph, geboren 1975 in Warschau, wuchs in Leipzig auf. Studium der Germanistik, Philosophie und Slawistik. Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien, u.a. »Lyrik von Jetzt 2«, »Neubuch«, »Sinn und Form«, »BELLA triste«.2010 erhielt er den Lyrikpreis Meran sowie den Kranichsteiner Literaturförderpreis. Er war Finalist beim »15. open mike 2007« und gewann den »Prosanova-Lyrikpreis 2008«. Bei luxbooks erschienen außerdem seine Übersetzungen des polnischen Lyrikers Tadeusz Dabrowski.
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