Fluglärm über den Palästen unsrer Restinnerlichkeit - Rudolph, Andre

Andre Rudolph 

Fluglärm über den Palästen unsrer Restinnerlichkeit

Gedichte

Mit Illustr. v. Annette Kühn
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Produktbeschreibung zu Fluglärm über den Palästen unsrer Restinnerlichkeit

Der lang erwartete Debütband Andre Rudolphs (Prosanova Preisträger 2008) eröffnet die Reihe mit junger deutscher Lyrik bei luxbooks. Was in diesen Versen geschieht, ist unerhört: Beunruhigend, aufstörend schön und bisweilen komisch. Dazwischen immer wieder ein verwegener Mut zum dichterischen Risiko: da gibt es "Schmetterlingssägen" und "Buntmetallglück" neben "aufmerksamkeitsdefizitären Landschaften" und eben "Fluglärm über den Palästen unsrer Restinnerlichkeit". Furiose Landschaftsbeschreibungen, Märchenzitate und Kirchenliedtraditionen werden mit der "Geistesgeschichte der Melancholie" vermengt. SWR-Bestenliste Platz 4, März 2010 Kranichsteiner Literaturförderpreis 2010 Lyrikpreis Meran 2010 Ein neuer Sound hat sich in die deutsche Lyriklandschaft eingeschlichen, es küssen sich letzte Versatzstücke grausam schöner Natur mit den groben Werkzeugen der Wirklichkeitsbewältigung des Menschen. "Rudolph inszeniert in den einzelnen Gedichten seines Zyklus immer wieder den Zusammenprall der Gegensätze." schreibt Michael Braun "So entstehen eigentümliche poetische Doppelbelichtungen, die alle Wahrnehmungs- und Refl exionsroutine aushebeln."

Produktinformation


  • Verlag: Lux
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 104 S. m. Illustr.
  • Seitenzahl: 104
  • luxbooks.lyrik
  • Deutsch
  • Abmessung: 203mm x 148mm x 10mm
  • Gewicht: 197g
  • ISBN-13: 9783939557906
  • ISBN-10: 3939557900
  • Best.Nr.: 26054740

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Walter Hinck hat sich mit Hingabe und analytischem Scharfblick den Gedichten von Andre Rudolphs Lyrikband gewidmet, an dem sich die "sprachliche Verdichtung innerer Bilder" präzise ablesen lässt, wie er meint. Aus Bildkernen entwickele der Lyriker außerordentlich farbige Assoziationsgeflechte, mit denen er sich mal der maschinenmäßigen Routine des Alltags, mal einem Stück DDR-Geschichte oder auch der "liebevoll umzäunten Anlage Kind" zuwende, erklärt der Rezensent. Von manchem Gedicht sieht sich Hinck gar zur Vollendung herausgefordert, was die Lektüre zusätzlich zu einem "produktiven Vergnügen" macht, wie er erfreut feststellt.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 23.03.2010

Rasenmäher
Gedichte von Andre Rudolph

Motto und Titel des Gedichtbands sind sprechende Signale. Ein Zitat von René Char ist vorangestellt: "chante ta soif irisée", zu Deutsch: "singe deinen irisierenden durst". Der Titel, "fluglärm über den palästen unsrer restinnerlichkeit", sieht lyrische Innerlichkeit in einer motorisierten Welt zurückgeworfen auf letzte Möglichkeiten. Ein poetisches Programm also und eine poetische Antwort auf unseren veränderten Wahrnehmungshorizont sind angekündigt. René Char, der französische Dichter aus der Provence, verstand Innerlichkeit nicht als metaphysische Schau, sondern als einen Prozess der sprachlichen Verdichtung innerer Bilder, der seinen artistischen Charakter nicht verleugnet. Andre Rudolph erschließt Wirklichkeit von solchen Bildkernen her. Das formale Gesetz dieser Lyrik, will man es auf den Punkt bringen, heißt: Entstehung der Sätze aus dem dichterischen Bild.

Vom Bildkern "Schneepflug" ordnen sich im Gedicht über einen Märztag die ersten Verse: "seit sechs zieht der schneepflug seine furchen durch den schlaf / er hat mühe mit dem vielen frischen schnee der träume / wenig später tritt …

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Andre Rudolph, geboren 1975 in Warschau, wuchs in Leipzig auf. Studium der Germanistik, Philosophie und Slawistik. Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien, u.a. »Lyrik von Jetzt 2«, »Neubuch«, »Sinn und Form«, »BELLA triste«.2010 erhielt er den Lyrikpreis Meran sowie den Kranichsteiner Literaturförderpreis. Er war Finalist beim »15. open mike 2007« und gewann den »Prosanova-Lyrikpreis 2008«. Bei luxbooks erschienen außerdem seine Übersetzungen des polnischen Lyrikers Tadeusz Dabrowski.

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Andre Rudolph 

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  • Ausstattung/Bilder: 2009. 104 S. m. Illustr.
  • Seitenzahl: 104
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  • Abmessung: 203mm x 148mm x 10mm
  • Gewicht: 197g
  • ISBN-13: 9783939557906
  • ISBN-10: 3939557900
  • Best.Nr.: 26054740

Produktbeschreibung zu "Fluglärm über den Palästen unsrer Restinnerlichkeit"

Kurzbeschreibung

Der lang erwartete Debütband Andre Rudolphs (Prosanova Preisträger 2008) eröffnet die Reihe mit junger deutscher Lyrik bei luxbooks. Was in diesen Versen geschieht, ist unerhört: Beunruhigend, aufstörend schön und bisweilen komisch. Dazwischen immer wieder ein verwegener Mut zum dichterischen Risiko: da gibt es "Schmetterlingssägen" und "Buntmetallglück" neben "aufmerksamkeitsdefizitären Landschaften" und eben "Fluglärm über den Palästen unsrer Restinnerlichkeit". Furiose Landschaftsbeschreibungen, Märchenzitate und Kirchenliedtraditionen werden mit der "Geistesgeschichte der Melancholie" vermengt. SWR-Bestenliste Platz 4, März 2010 Kranichsteiner Literaturförderpreis 2010 Lyrikpreis Meran 2010 Ein neuer Sound hat sich in die deutsche Lyriklandschaft eingeschlichen, es küssen sich letzte Versatzstücke grausam schöner Natur mit den groben Werkzeugen der Wirklichkeitsbewältigung des Menschen. "Rudolph inszeniert in den einzelnen Gedichten seines Zyklus immer wieder den Zusammenprall der Gegensätze." schreibt Michael Braun "So entstehen eigentümliche poetische Doppelbelichtungen, die alle Wahrnehmungs- und Refl exionsroutine aushebeln."

23.03.2010

Rasenmäher
Gedichte von Andre Rudolph

Motto und Titel des Gedichtbands sind sprechende Signale. Ein Zitat von René Char ist vorangestellt: "chante ta soif irisée", zu Deutsch: "singe deinen irisierenden durst". Der Titel, "fluglärm über den palästen unsrer restinnerlichkeit", sieht lyrische Innerlichkeit in einer motorisierten Welt zurückgeworfen auf letzte Möglichkeiten. Ein poetisches Programm also und eine poetische Antwort auf unseren veränderten Wahrnehmungshorizont sind angekündigt. René Char, der französische Dichter aus der Provence, verstand Innerlichkeit nicht als metaphysische Schau, sondern als einen Prozess der sprachlichen Verdichtung innerer Bilder, der seinen artistischen Charakter nicht verleugnet. Andre Rudolph erschließt Wirklichkeit von solchen Bildkernen her. Das formale Gesetz dieser Lyrik, will man es auf den Punkt bringen, heißt: Entstehung der Sätze aus dem dichterischen Bild.

Vom Bildkern "Schneepflug" ordnen sich im Gedicht über einen Märztag die ersten Verse: "seit sechs zieht der schneepflug seine furchen durch den schlaf / er hat mühe mit dem vielen frischen schnee der träume / wenig später tritt …

mehr

Perlentaucher-Notiz zur FAZ-Rezension

23.03.2010

Walter Hinck hat sich mit Hingabe und analytischem Scharfblick den Gedichten von Andre Rudolphs Lyrikband gewidmet, an dem sich die "sprachliche Verdichtung innerer Bilder" präzise ablesen lässt, wie er meint. Aus Bildkernen entwickele der Lyriker außerordentlich farbige Assoziationsgeflechte, mit denen er sich mal der maschinenmäßigen Routine des Alltags, mal einem Stück DDR-Geschichte oder auch der "liebevoll umzäunten Anlage Kind" zuwende, erklärt der Rezensent. Von manchem Gedicht sieht sich Hinck gar zur Vollendung herausgefordert, was die Lektüre zusätzlich zu einem "produktiven Vergnügen" macht, wie er erfreut feststellt.

© Perlentaucher Medien GmbH

Autorenporträt zu "Andre Rudolph"

Andre Rudolph, geboren 1975 in Warschau, wuchs in Leipzig auf. Studium der Germanistik, Philosophie und Slawistik. Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien, u.a. »Lyrik von Jetzt 2«, »Neubuch«, »Sinn und Form«, »BELLA triste«.2010 erhielt er den Lyrikpreis Meran sowie den Kranichsteiner Literaturförderpreis. Er war Finalist beim »15. open mike 2007« und gewann den »Prosanova-Lyrikpreis 2008«. Bei luxbooks erschienen außerdem seine Übersetzungen des polnischen Lyrikers Tadeusz Dabrowski.

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